Leponex bei Paranoide Psychose; Seroquel Prolong bei Paranoide Psychose

MedikamentWegen welcher KrankheitDauer der Einnahme
LeponexParanoide Psychose6 Jahre
Seroquel ProlongParanoide Psychose4 Jahre
Eingetragen am als Datensatz 25994

Beschreibung der unerwünschten Nebenwirkung:

Leponex:
Leponex hat meine Ängste auf die Dauer der Anwendung komplett, obwohl ich weiterhin fleißig Mischkonsum von gängigen psychotropen Substanzen betrieben habe. Nur Kokain löste trotz des Medikamentes starke Paranoia hervor. Eine unangenehme Nebenwirkung war das morgendlich vollgesabberte Kopfkissen, außerdem waren die vorgeschriebenen monatlichen Blutbilder sehr lästig, aber unbedingt notwendig, sonst darf der behandelnde Arzt kein weiteres Rezept ausstellen. Grund: lebensbedrohliche Veränderung der Anzahl der Leukozyten als mögliche Nebenwirkung.
Der unangenehmste Teil kommt allerdings erst beim Absetzen des Medikamentes, es kommt meistens, so bei mir, zu einer erneuten psychotischen Episode, die trotz anderweitiger Neuroleptikaeinnahme, erst nach 3 - 6 Monaten wieder ganz abklingt. Leponex wird auch bezeichnet als "Dirty Drug" (schmutzige Droge), weil die Synapsen sich nach dem Absetzen erst langsam regenerieren.
Außerdem kann es vorkommen, dass L. Diabetes begünstigt (verursacht).

Seroquel Prolong:
Das Medikament ist gut verträglich, bis auf die Mundtrockenheit, leider fördert es auch niedrigen Blutdruck. Ich bin außerdem der Meinung, dass nachts hin und wieder eine Art Krampfanfall auftritt (mit Kieferverschiebung o.ä.). Ähnliches steht auch im Beipackzettel. Mein Arzt meint jedoch, es könne nicht sein! Ansonsten fühle ich mich auch sehr gut eingestellt (800mg zur Nacht). Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass es bei Cannabiskonsum seine Wirksamkeit weitestgehend verliert. Seit einem Jahr lebe ich THC-frei und ich habe keinerlei meiner zuvor jahrelang andauernden Beschwerden. Keine Depressionen, keine Antriebsschwäche, keine Soziophobien und keine Zukunftsängste mehr. Die zuvor stark einschränkenden paranoiden Schübe und Ich-Bezüge und vor allem die Gedanken, mein Umfeld denke schlecht über mich oder plane Intrigen, sind alle verschwunden. Diese Ängste hatte ich über einen Zeitraum von ca. 28 Jahren, also seit dem Beginn meiner Pubertät und dem gleichzeitigen Beginn meiner Polytoxikomanie (zwanghafte Einnahme von Drogen jeglicher Art u. Dosis, sowie die Mischung verschiedener Substanzen)
Ich habe jetzt zum ersten Mal, seit dem ich mir meiner Probleme bewußt bin, anhaltend das Gefühl, das es deutlich besser wird. Und das macht mich auch stolz!

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Die Nebenwirkungen dieses Beitrags wurden wie folgt zusammengefasst:

Wirkstoffe der Medikamente:

Clozapin, Quetiapin

Patientendaten:

Geburtsjahr: 1970   Die Nebenwirkung ist behoben
Größe (cm): 183   Eingetragen durch Patient
Gewicht (kg): 95
Geschlecht: männlich

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