Mirtazapin bei Schlafstörungen

MedikamentWegen welcher KrankheitDauer der Einnahme
MirtazapinSchlafstörungen-
Eingetragen am als Datensatz 39809

Beschreibung der unerwünschten Nebenwirkung:

Habe über 15 Jahre lang an schweren Schlafstörungen gelitten, habe manchmal mehrere Wochen das Gefühl gehabt gar nicht mehr zu schlafen, dann war es phasenweise etwas besser, insgesamt aber über Jahre ein ziemlich unerträglicher Zustand, der mich fast in den Wahnsinn getrieben hat. Schlafmittel wie Zopiclon haben gewirkt, mich aber in einen bleiernen, komatösen Schlaf versenkt, außerdem gings irgendwann ohne gar nicht mehr und ich war aufgrund des Gefühls abhängig zu sein gestresster als zuvor. Ein Psychiater verschrieb mir Mirtazapin 15mg, die ich abends eingenommen hab. Ich konnte ab der zweiten Nacht wunderbar schlafen, und nicht so wie beim Zopiclon, daß ich einfach umgehauen war, sondern ganz sanft, ich hatte eher das Gefühl, als habe ich meine eigene Fähigkeit zu schlafen wiedergefunden, als wäre ich endlich wieder ich selbst. Die ersten zwei oder drei Tage war ich tagsüber etwas benommen, das hat sich dann aber schnell gelegt, danach hatte ich praktisch keine Nebenwirkungen mehr. Ich hab ca 5 Wochen die 15 mg genommen, dann problemlos auf 7,5 mg runterdosiert, nach einem halben Jahr dann auf 3,75 mg, ebenfalls problemlos. Nach einem weiteren halben Jahr hab ich angefangen das Mirtazapin so etwa jede dritte Nacht ganz wegzulassen, was auch super funktioniert hat. Nun, nach 1,5 Jahren nehm ich noch etwa jede zweite Nacht 3,75 mg und schlafe wunderbar. Vermutlich könnte ich mittlerweile auch ganz ohne Mirtazapin schlafen, aber wenn ich abrupt aufgehört hätte, hätte ich mich wahrscheinlich selbst zu sehr unter Druck gesetzt, und dann aus Angst, daß es nicht klappt, nicht schlafen können. Da ich auch absolut keine Nebenwirkungen verspüre, lasse ich mir die Zeit, ganz langsam wieder schlafen zu lernen und vor allem meine Angst vor der Schlaflosigkeit wieder zu verlieren. Ich bin absolut dankbar, dieses Mittel bekommen zu haben, meine Lebensqualität ist so viel besser geworden, wie ich es eigentlich schon nicht mehr zu hoffen gewagt hatte. Ich denke, ich werde in näherer Zeit schon versuchen, ganz damit aufzuhören, werde aber absolut keine Hemmungen haben, wieder anzufangen, sollte sich erneut eine Schlaflosigkeit einstellen. und allein dieses Wissen darum, daß ich im Notfall etwas hab, was mir wirklich hilft, entspannt mich sehr. Ich würde also Mirtazapin tatsächlich jedem empfehlen, der unter langandauernden Schlafstörungen leidet, obwohl ich ansonsten wirklich keine Freundin von synthetisch hergestellten Medikamenten bin und auch der Pharmaindustrie möglichst nichts unnötig in die Hände spielen will. Auf jeden Fall finde ich Mirtazapin anderen chemischen Schlafmitteln eindeutig vorzuziehen. Ich sehe es so, daß es den Selbstheilungsprozess unterstützt, auch wenn dieser unter Umständen viele Monate dauert, was aber ja auch kein Wunder ist, wenn zuvor die Schlafstörungen schon Jahre bestand.

Missbrauch melden

Die Nebenwirkungen dieses Beitrags wurden wie folgt zusammengefasst:

Wirkstoffe der Medikamente:

Mirtazapin

Patientendaten:

Geburtsjahr: 1975   Die Nebenwirkung ist behoben
Größe (cm): 170   Eingetragen durch Patient
Gewicht (kg): 70
Geschlecht: weiblich

Einträge zu Mirtazapin

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht?

Bewertungsdurchschnitt

 

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht:

Sie müssen angemeldet sein um selbst einen Kommentar zu verfassen.
Loggen Sie sich ein, oder registrieren Sie sich hier schnell und kostenlos.

Mitglied werden…

  • Gleichgesinnte kennen lernen
  • Antworten erhalten
  • Unterstützung finden
  • Anderen helfen
  • Wissen weiter geben
  • Umarmt werden und Mut machen
Anmelden
 
/External/redirect/url/http%253A%252F%252Fwww.gesuendernet.de%252F

Wichtiger Hinweis zu Gesundheitsthemen

Die Inhalte und Dienste auf sanego dienen der persönlichen Information und dem Austausch von Erfahrungen. Eine individuelle ärztliche Beratung oder eine Fernbehandlung finden nicht statt. Alle Inhalte können in keinem Fall professionelle Beratung und Behandlung durch Ihren Arzt oder Apotheker ersetzen. Nehmen Sie keine Medikamente ohne Absprache mit Ihrem Arzt ein. Stellen Sie auch nicht die Einnahme verschriebener Medikamente ohne ärztliche Rücksprache ein.