Arzt oder anderen Heilberuf suchen und bewerten

(361.186 Ärzte und 351.715 Arztbewertungen)

Arzt / Neurochirurgên

sortieren nach 

Arzt / Neurochirurgên

Es gibt 2.743 Ärzte für Neurochirurgie, von denen 887 bewertet sind.

Es sind 36% der niedergelassenen Ärzte und 21% der Klinikärzte für Neurochirurgie bewertet.

Die Bewertung für Ärzte für Neurochirurgie beträgt durchschnittlich 8,6 von 10 Punkten. Die Durchschnittsnote in Deutschland beträgt 7,8. Die Bewertung ist um 0,8 Punkte besser im Vergleich zum Bundesdurchschnitt.

Die durchschnittliche Wartezeit auf einen Termin für Neurochirurgên beträgt 8,3 Tage und ist damit um 0,5 Tage länger als im Bundesdurchschnitt.

Die durchschnittliche Wartezeit im Wartezimmer für Neurochirurgên beträgt 25 Minuten und ist damit um 1 Minuten kürzer als im Bundesdurchschnitt.

Oft gesuchte Fachgebiete

Neurochirurgên

Neurochirurgie
Als eigenständiges Fachgebiet bildet die Neurochirurgie auch einen Facharzt für Neurochirurgie aus. In Deutschland umfasst die Ausbildung zum…

Neurochirurgên

Als eigenständiges Fachgebiet bildet die Neurochirurgie auch einen Facharzt für Neurochirurgie aus. In Deutschland umfasst die Ausbildung zum neurochirurgischen Facharzt mindestens 12 Jahre, das heißt nach dem Medizinstudium folgt eine wenigstens 6-jährige Facharztausbildung. Hiervon müssen mindestens 4 Jahre im Krankenhaus absolviert werden und wenigstens ein halbes Jahr bedarf es der Tätigkeit auf einer Intensivstation. Innerhalb dieser Ausbildungszeit muss der angehende Facharzt einen vorgegebenen Tätigkeitskatalog erfüllen, der sowohl die zu erlernenden Operationen umfasst, als auch die diagnostischen Methoden und das Wissen um die neurochirurgischen Krankheitsbilder und deren differentialdiagnostische Einordnung.

Nach der notwendigen Ausbildungszeit und nach Erfüllen des Anforderungskataloges, was durch den ausbildenden Arzt bescheinigt wird, steht die Facharztprüfung. Nach erfolgreichem Bestehen darf der Facharzt neurochirurgische Operationen selbständig und eigenverantwortlich durchführen und Nicht-Fachärzte in diesen Operationen ausbilden.

Tätigkeitsbereiche


Innerhalb der Neurochirurgie unterteilt man verschiedene Tätigkeitsbereiche: kraniellen und spinalen Neurochirurgie und die Neurochirurgie der peripheren Nerven. Kranielle Neurochirurgie umfasst die operative Therapie im Bereich des Kopfes und des Gehirns, spinale Neurochirurgie die Operationen im Bereich der Wirbelsäule und des Rückenmarkes, periphere Neurochirugie die operativen Verfahren an Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark.

Innerhalb dieser Gebiete bestehen wiederum spezialisierte Tätigkeitsfelder:


1) Neuroonkologie - Tumorerkrankungen des Gehirns, der Schädelbasis und des Rückenmarks


Gut- und bösartige Tumore des Nervensystems entstammen dem Gehirn selbst, den Hirnhäuten, teils aber auch der Absiedlung bösartiger Tumore an anderer Stelle im Körper (Tochtergeschwulste, sog. Metastasen). Alle Regionen des Gehirns können betroffen sein.

Das Ziel einer neurochirurgischen Gehirnoperation ist stets sowohl die möglichst vollständige Abtragung von Tumorgewebe, als auch die präzise Schonung der Gehirnfunktionen. Hierfür stehen der modernen Neurochirurgie eine Reihe von technischen Hilfsmitteln zur Verfügung: - das OP-Mikroskop erleichtert durch die Vergrößerung und die Tiefenschärfe und –ausleuchtung das Identifizieren und Präparieren der sehr kleinen Strukturen

- die sog. Neuronavigation dient der Orientierung im Bereich dieser sehr komplexen Regionen

- spezielle Färbetechniken erlauben die Differenzierung zwischen gesundem Nervengewebe und Tumorgewebe.


2) Vaskuläre Neurochirurgie - Gefäßerkrankungen (Aneurysmen, Angiome, Hämangiome)


Die vaskuläre Neurochirurgie bezeichnet die Operation an den Blutgefäßen von Gehirn und Rückenmark. Die zumeist angeborenen oder angelegten Missbildungen der Blutgefäße stellen durch ihre erhebliche spontane Blutungsgefahr eine große Bedrohung für das Nervensystem dar. Daher besteht das operative Ziel in einer Ausschaltung dieser Blutungsgefahr durch Entfernung und/oder Verschluss der Gefäßmißbildung.


3) Rückenschmerzen, enger Wirbelkanal, Bandscheibenvorfall


Dieser Bereich umfasst das Erkennen der Ursachen für bestehende Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule und nach Möglichkeit die operative Behandlung dieser auslösenden Faktoren.

Hierzu gehören die Operation von Bandscheibenvorfällen oder des engen Wirbelkanales aber auch spezielle Röntgen- und CT-gesteuerte Nerven- und Gelenksinjektionsverfahren.


4) Neurotraumatologie - Verletzungen des Schädels und der Wirbelsäule


Diese können zu einer Hirnverletzung oder zu einer Querschnitt-Symptomatik des Rückenmarks führen. Kopf- und Wirbelsäulen-Verletzungen treten häufig mit Verletzung ander Körperregionen auf. Dieser Bereich der Neurochirurgie beschäftigt sich mit der operativen Versorgung von Verletzungen im Bereich von Schädel, Gehirn und Wirbelsäule, häufig auch zusammen mit anderen Fachdisziplinen.


5) Erkrankungen peripherer Nerven


Nerven können in ihrem Verlauf durch den gesamten Körper an jeder Stelle durch chronische Veränderungen eingeengt und komprimiert werden - akute Verletzungen können sogar zu Schädigungen der Nerven bis hin zu einer vollständigen Nervendurchtrennung führen.

Mit speziellen mikrochirurgischen Operationstechniken können Entlastungseingriffe im Nervenverlauf durchgeführt werden (z.B. bei einem Karpaltunnelsyndrom oder im Bereich der Ulnarisrinne an der Ellenbeuge). Bei Verletzungen können Nervendurchtrennungen zusammengefügt oder überbrückt werden.


Ergänzend gibt es höchst spezialisierte operative Verfahren, welche aufgrund ihres sehr aufwendigen apparativen Ausstattungsbedarfes und der eher geringeren Patientenzahl spezialisierten neurochirurgischen Zentren vorbehalten ist. Hierzu gehören unter anderem Operationen bei Epilepsie oder die Implantation von Hirnschrittmachern z.B. zur Therapie des M. Parkinson.
[]