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Es gibt 10.778 Ärzte für Neurologie, von denen 3.627 bewertet sind.

Es sind 37% der niedergelassenen Ärzte und 19% der Klinikärzte für Neurologie bewertet.

Die Bewertung für Ärzte für Neurologie beträgt durchschnittlich 6,6 von 10 Punkten. Die Durchschnittsnote in Deutschland beträgt 7,8. Die Bewertung ist um 1,2 Punkte schlechter im Vergleich zum Bundesdurchschnitt.

Die durchschnittliche Wartezeit auf einen Termin für Neurologen beträgt 16,9 Tage und ist damit um 9,1 Tage länger als im Bundesdurchschnitt.

Die durchschnittliche Wartezeit im Wartezimmer für Neurologen beträgt 33 Minuten und ist damit um 6 Minuten länger als im Bundesdurchschnitt.

Oft gesuchte Fachgebiete

Neurologen

Neurologie
Neurologen beschäftigen sich mit Erkrankungen des Nervensystems. Teilweise ist die Grenze zur Psychiatrie fließend. In Deutschland wird die…

Neurologen

Neurologen beschäftigen sich mit Erkrankungen des Nervensystems. Teilweise ist die Grenze zur Psychiatrie fließend. In Deutschland wird die Neurologie als Teilbereich der Inneren Medizin angesehen, bei dem das Zentralnervensystem (Rückenmark und Gehirn), das periphere Nervensystem und die Umgebungsstrukturen sowie blutversorgende Gefäße des Gehirns und Rückenmarks berücksichtigt werden.

Was macht ein Neurologe?


Ein Facharzt der Neurologie beschäftigt sich mit Erkrankungen des Gehirns, Rückenmarks, der Muskulatur und der Nerven. Als Neurologe dürfen sich nur diejenigen bezeichnen, die nach ihrem Medizinstudium eine spezielle Ausbildung in diesem Bereich absolviert haben. Zu den häufigsten Erkrankungen im Gehirn zählen Epilepsien, Multiple Sklerose (MS), Schlaganfälle, Parkinson, Demenz und Tumore oder Entzündungen des Rückenmarks und Gehirns. Durch Alkohol oder andere Gifte können Nerven außerhalb des Gehirns geschädigt werden. Aber auch spezielle Muskelerkrankungen, die nur von erfahrenen Neurologen erkannt werden, gehören diesem Gebiet an. Neurologen arbeiten dicht mit der Psychiatrie zusammen. Viele Neurologen sind von daher auch Psychiater.

Die Neurologie gehört zu einem der Fachbereiche mit der größten Wachstumsdynamik. Da Menschen generell immer älter werden, wird es auch immer mehr Patienten mit den üblichen Alterskrankheiten Demenz, Parkinson und Schlaganfällen geben. Es werden aber auch stets neue Therapien entwickelt, die bis vor ein paar Jahren noch als nicht anwendbar galten. Aus diesem Grund werden Neurologen immer gesucht und benötigt.

Die Ausbildung


Zunächst muss ein Medizinstudium erfolgreich absolviert werden. Daraufhin muss der Arzt an einer fünfjährigen Weiterbildungsmaßnahme zum Facharzt für Neurologie teilnehmen. In diesen fünf Jahren wird man als fertig ausgebildeter Arzt arbeiten und darf sich als "Arzt in Weiterbildung" bezeichnen. Während der Ausbildung wird man sich auf neurologische Krankheiten spezialisieren, sodass unter anderem die Arbeit in einer neurologischen Einrichtung und in der Psychiatrie notwendig ist. Weitere sechs Monate müssen in der Intensivmedizin verbracht werden. Am Ende muss die Facharztprüfung erfolgreich abgeschlossen werden, um sich schließlich als "Facharzt der Neurologie" bezeichnen zu dürfen.

Untersuchungen in der Neurologie


Ein Neurologe untersucht seine Patienten mit dem Augenspiegel, der Stimmgabel, dem Nadelrädchen, dem Reflexhammer und technisch hoch entwickelten Geräten. Zu diesen zählen das EEG (Messung der Hirnstromaktivität), das EMG (Messung der Funktion der Muskulatur) und das ENG (Messung der Leitgeschwindigkeit peripherer Nerven). Des Weiteren misst er die Durchblutung der Gefäße, Funktionen von Ohren, Augen sowie Gleichgewichtsnerven und überprüft die motorischen Rückenmarksbahnen. Schlafstörungen, Hirnleitungstests und Gedächtnisübungen gehören ebenfalls zu den Aufgaben eines Neurologen. Ein Facharzt für Neurologie wird außerdem unter Umständen Überweisungen an Physio- und Sprachtherapeuten schreiben.

EEG

Das EEG ist eine Methode zur Messung der Gehirnströme, wobei die natürlichen Spannungsschwankungen der Gehirnrinde abgeleitet werden. Um die Untersuchung durchführen zu können, werden Metallplättchen auf der Kopfhaus platziert. Zwischen je zwei Plättchen werden die elektrischen Spannungsunterschieden in verschiedenen Kombinationen gemessen, mit einem Gerät verstärkt und als Hirnstromwelle aufgezeichnet. Das elektrische Potential wird von den Nervenzellen selbst aufgebaut und ist ein Zeichen für die eigene Aktivität und Funktionstüchtigkeit. Mit dem EEG werden krankhafte Veränderungen der Hirnaktivität erfasst. Es können beispielsweise epilepsietypische Potenziale angezeigt werden. Bei der Diagnose einer Epilepsie kann das EEG demnach häufig helfen, jedoch finden zwischen den Krampfanfällen leider auch des Öfteren keine Auffälligkeiten statt. Von daher wird das Gehirn vor einer Untersuchung gerne gereizt, sodass die Krampfbereitschaft erhöht wird. Herdbefunde sind regionale Veränderungen der Stromwellen, die insbesondere bei lokalen Hirnerkrankungen auftreten. Die Null-Linie liefert einen eindeutigen Beweis für den Hirntod, weil dann keine Gehirnströme mehr messbar sind. Die Gehirnrinde kann keine Gehirnströme mehr aufbauen, weil die Gehirnzellen bereits abgestorben sind.

Wann muss ein Neurologe aufgesucht werden?


Viele Menschen stellen sich nur zu oft die Frage, ob die auftretenden Beschwerden schon einen Arztbesuch fordern oder nicht. Manche Beschwerden haben schließlich keinen schlimmen Hintergrund und verschwinden häufig wieder von alleine. Kopfschmerzen sind beispielsweise in den meisten Fällen harmlos, manchmal versteckt sich aber auch eine düstere Diagnose dahinter. Von daher sollten bei anhaltenden und bisher unbekannten Gesichts-, Nacken- und Kopfschmerzen auf jeden Fall ein Neurologe aufgesucht werden. Aber auch bei folgenden Beschwerden wird ein Besuch angeraten:





  • Vergesslichkeit


  • Verändernde Kopfschmerzen (Stechen, Hämmern)


  • Schwindel, Gleichgewichtsprobleme, Gangunsicherheit


  • kurzzeitige Bewusstlosigkeit


  • Probleme, die passenden Wörter zu finden ("Verlernen" der Sprache)


  • Doppelbilder, Sehstörungen, teilweise Blindheit oder Löcher im Blickfeld


  • Muskeln versteifen auf eine unnatürliche Weise


  • Muskelkrämpfe und Zuckungen


  • Lähmungserscheinungen an Armen, Händen, Beinen, Nacken, Rumpf, Füße, Gesicht


  • Taubheitsgefühl, in der Nacht schlafen die Finger ein


  • Muskeln verhalten sich bei Bewegungen steifer, als gewöhnlich


  • Ermüdung der Muskulatur, Schwäche in Armen und Beinen durch unerklärliche Gründe


  • Missempfindungen und Brennen auf der Haut


  • Zittern ohne Grund


  • ungewollte unkontrollierte Bewegungen


  • Probleme mit der Feinmotorik (Tasse fällt plötzlich aus der Hand)


  • Personen und Orte werden nicht mehr erkannt


  • chronische Schmerzen


  • ungewohntes aggressives Verhalten




Die Kosten für Behandlungen beim Neurologen zahlen die Krankenkassen zu 100 %.
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