Ösophaguskarzinom

Als Ösophaguskarzinom oder Speiseröhrenkrebs werden bösartige Tumore der Speiseröhrenschleimhaut bezeichnet.

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Andere Bezeichnungen für die Krankheit Ösophaguskarzinom

Oesophaguskarzinom, Ösophaguskarzinom

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Weitere Bezeichnungen, die zu Ösophaguskarzinom gruppiert wurden

Ösophaguskarzinom, Oesosophaguskarzinom, Speiseröhrenkarzinom

Klassifikation nach ICD-10

C15.-Bösartige Neubildung des Ösophagus
C15.0Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus
C15.1Bösartige Neubildung: Thorakaler Ösophagus
C15.2Bösartige Neubildung: Abdominaler Ösophagus
C15.3Bösartige Neubildung: Ösophagus, oberes Drittel
C15.4Bösartige Neubildung: Ösophagus, mittleres Drittel
C15.5Bösartige Neubildung: Ösophagus, unteres Drittel
C15.8Bösartige Neubildung: Ösophagus, mehrere Teilbereiche überlappend
C15.9Bösartige Neubildung: Ösophagus, nicht näher bezeichnet

Ösophaguskarzinom Krankheit / Anwendungsgebiet - Wissen

Beschreibung


Es handelt sich um eine Erkrankung mit bösartigem Tumorwachstum, diese entstehen zu 80% als Plattenepithelkarzinome aus der Ösophagusschleimhaut und zu 20% und weiter steigend auf dem Boden einer Barrett-Metaplasie als Adenokarzinome. Bei dem Ösophaguskarzinom handelt es sich um eine seltene Erkrankung mit etwa 3-6 Neuerkrankungen pro 100.000 Personen und Jahr in Deutschland. Am häufigsten betroffen sind Männer über 55 Jahren.
Während das Adenokarzinom nur im magennahen Ösophagus vorkommt kann das Plattenepithelkarzinom die ganze Speiseröhre befallen.

Ursachen


Das Adenokarzinom des Ösophagus ist eine mögliche Folge der chronischen Refluxösophagitis, bei der Magensäure in die Speiseröhre gelangt und zu Schleimhautveränderungen (Barrett-Metaplasie) führt. Als Reaktion auf die saure Umgebung wandelt sich das Epithel der Schleimhaut zu Drüsengewebe, ähnlich dem im Magen, um, welches vermehrt basischen Schleim produziert um die Magensäure zu neutralisieren. Entarten diese Zellen spricht man vom Adenokarzinom des Ösophagus.
Das Plattenepithelkarzinom des Ösophagus ist streng mit Alkohol- und Nikotinabusus assoziiert.

Symptome


Die klassischen Symptome sind Gewichtsverlust, Schluckstörungen und Appetitverlust. Außerdem typisch sind okkultes (mit dem bloßen Auge nicht sichtbares) Blut im Stuhl und die Anzeichen der Metastasierung, wie schmerzlose Lymphknotenschwellungen, Heiserkeit oder Ikterus (Gelbsucht).

Diagnose


Abgesichert wird der Befund Ösophaguskarzinom mittels endoskopischer Untersuchung der Speiseröhre sowie der mikroskopischen Analyse entnommener Tumorbiopsien.

Therapie


Da sich die meisten Patienten erst im fortgeschrittenen Stadium vorstellen ist häufig nur noch eine palliative Therapie möglich, bei der der Fokus auf der Linderung der Symptome und nicht auf der Heilung der Krankheit liegt. Standardtherapien sowohl für palliative als auch kurative (auf Heilung ausgerichtete) Therapien sind Chemo- sowie Strahlentherapie. In frühen Stadien ohne weitreichende Metastasierung kann der Tumor chirurgisch entfernt werden, eine Strahlen-, Chemo- oder Kombinationstherapie ist dennoch unbedingt nötig um eine Wiederausbreitung verbliebener Tumorzellen zu verhindern. Moderne neoadjuvante (vor der OP stattfindende) Therapieschemata können zunächst nicht-operierbare Tumoren so beeinflussen, dass diese anschließend mit Heilungsabsicht entfernt werden können.

Vorbeugen


Wie bereits oben erwähnt sind Alkohol- und Tabakgenuss die wichtigsten Risikofaktoren neben einer unbehandelten Refluxkrankheit.

Prognose


Da der Tumor meist er spät entdeckt wird und früh metastasiert sind die Heilungschancen gering. Bei früher Erstdiagnose und rascher Behandlung ist das Ösophaguskarzinom allerdings heilbar.

Quellen


Böcker, Denk, Heitz, Moch: Pathologie, 4. Auflage
Brochert, Adam: Pathologie I: Von Fall zu Fall, 1. Auflage
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