Krankheit / Anwendungsgebiet - Wissen
BWS-Syndrom
Drückende, dumpfe Schmerzen, die von der Brustwirbelsäule ausgehen oder den Bereich der Brustwirbelsäure betreffen, werden unter dem Begriff BWS oder BWS-Syndrom zusammengefasst. Die Ursachen für die BWS Schmerzzustände können Abnutzungserscheinungen, Störungen der gelenkigen Wirbelverbindungen, angeborene Missbildungen, Skeletterkrankungen, traumatische Verletzungen oder auch entzündliche Erkrankungen sein. Meistens ist eine ambulante Schmerztherapie mit Medikamenten und Rückentraining ausreichend, manchmal ist jedoch auch der Aufenthalt in einer Schmerzklinik nötig.
Was ist BWS

BWS oder BWS-Syndrom ist ein Sammelbegriff für alle Schmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule. Die Brustwirbelsäule ist der mittlere Abschnitt der Wirbelsäule und besteht aus 12 Wirbelkörpern. Diese können abgenutzt, blockiert, missgebildet oder unzureichend mit Nachbarwirbeln verbunden sein. Die daraus entstehenden Schmerzen machen den Betroffenen das Leben schwer. Die Therapie des BWS-Syndroms setzt nicht nur auf Medikamente und Physiotherapie, sondern in schweren Fällen auch auf lokale Betäubung der gereizten Muskeln und Nerven.
Unsere Wirbelsäule
Unsere Wirbelsäule besteht von oben nach unten betrachtet aus 7 Halswirbeln, 12 Brustwirbeln, 5 Lendenwirbeln, 5 verwachsenen Wirbeln am Kreuzbein und 4-5 verkümmerten Wirbeln am Steißbein. Die ersten beiden Halswirbel heißen Atlas und Axis. Sie sind durch ein Zapfengelenk miteinander verbunden. Der Atlas ist ringförmig gebaut und dreht sich um den Zahnfortsatz der Axis. Dadurch ist ein Kopfschütteln wie beim „Nein-Sagen“ möglich. Der Atlas ist an zwei Stellen mit dem Hinterhauptknochen des Schädels verbunden und bildet ein sogenanntes Eigelenk. Dadurch ist ein seitliches Abbiegen des Kopfes möglich und eine Nickbewegung wie beim „Ja-Sagen“.
Insgesamt wird die doppelt-s-förmige Wirbelsäule durch Bänder und Sehnen aufrechterhalten. Die Wirbelsäule federt den Schädel und damit das Gehirn gegen Stöße ab, sichert zusammen mit den Rippen unsere inneren Organe und schützt das Rückenmark, welches durch die Wirbel läuft. Die einzelnen Wirbel sind durch die Bandscheiben miteinander verbunden. Sie wirken wie ein Kissen, das Stöße abfedert.