Krankheit / Anwendungsgebiet - Wissen

Bypass-Operation

Bypass Operation Vorbereitung


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Nach den allgemeinen Herzuntersuchungen, bei denen Ihr Allgemeinzustand und das Leistungsspektrum Ihres Herzens unter die Lupe genommen werden, folgt eine genauere Untersuchung der betroffenen Herzgebiete.

Um Ausmaß und Lage der Verengung der Herzkranzgefäße (Koronarstenose) festzustellen, wird zunächst eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt.

EKG und Echokardiogramm


Beim Belastungs-EKG werden alle elektrischen Aktivitäten des Herzens während einer körperlichen Belastung (Radfahren) aufgezeichnet. EKG steht für Elektrokardiogramm. Es gibt wertvolle Hinweise auf die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels, die bei Belastung ansteigt.

Beim Langzeit-EKG werden Sie 24 Stunden mit einem tragbaren Aufzeichnungsgerät verbunden. Es gibt Hinweise zu Durchblutungsstörungen des Herzmuskels unter alltäglichen Bedingungen.

Das Echokardiogramm ist eine Ultraschalluntersuchung des Herzmuskels. Mit Hilfe von Ultraschallwellen werden Narben am Herz sichtbar gemacht, die auf einen überstandenen Herzinfarkt hindeuten. Um Durchblutungsstörungen festzustellen, wird ein Echokardiogramm unter Belastung angefertigt. Das bezeichnet man als Stressechographie.

Herzkatheteruntersuchung


Die Herzkatheteruntersuchung dauert ungefähr 15-20 Minuten und kann ambulant oder stationär erfolgen. Bei der Herzkatheteruntersuchung führt der Arzt einen kleinen Schlauch (Katheter) über die Leiste oder die Arme durch ein großes Blutgefäß in den Körper, bis er die Herzkammer erreicht. Je nachdem, ob der Herzkatheter über eine Arterie oder Vene eingeführt wird, spricht man von Linksherzkatheter (großer Herzkatheter) oder Rechtsherzkatheter (kleiner Herzkatheter).

Der rechte Teil des Herzens ist für die Durchblutung der Lungen verantwortlich und wird durch das Blut gespeist, das durch die Venen des Körpers zum Herzen fließt. Mit der Rechtsherzkatheteruntersuchung wird unter anderem der Druck in den Lungenschlagadern gemessen sowie die Pumpleistung des Herzens.

Bei der Linksherzkatheteruntersuchung wird der Katheter in eine Arterie eingeführt und gegen den Blutstrom in Richtung Herz vorgeschoben. So erreicht er die Hauptschlagader (Aorta), die Herzkranzgefäße und die linke Herzkammer. Die linke Seite des Herzens ist für die Blutversorgung des gesamten Körpers (außer der Lungen) verantwortlich.

Über den Katheter kann der Arzt Blut und Gewebeproben entnehmen oder Messgeräte einführen, die die Temperatur, den Druck und den Sauerstoffgehalt bestimmen. Um Bewegungen des Herzens, Veränderungen der Gefäße und des Blutflusses sichtbar zu machen, wird ein Kontrastmittel in den Katheter gespritzt (Koronarangiographie). Das Kontrastmittel vermischt sich mit dem Blut in der Herzkammer oder dem Blutgefäß und macht beides auf dem Röntgenbild sichtbar. Während der Herzkatheter-Untersuchung wird das Herz mithilfe eines Elektrokardiogramms (EKG) überwacht. Denn es besteht das Risiko, dass der Katheter den Herzrhythmus stören kann, wenn er direkt ins Herz gelegt wird.

Die normale Linksherzkatheteruntersuchung erfolgt von der rechten Leiste aus. Nur wenn beispielsweise wegen einer Erkrankung der Beckenarterien oder der Hauptschlagader nicht von der Leiste aus untersucht werden kann wählt der Arzt die Untersuchungstechnik vom Arm aus.

Grundsätzlich ist es gleichgültig, ob man von der rechten oder der linken Leiste aus vorgeht, denn beide Gefäße vereinigen sich noch im Becken zur Hauptschlagader und von dort gelangen die Katheter auf dem gleichen Weg zum Herzen. Der Grund für die Untersuchung von rechts aus liegt darin, dass die meisten Ärzte Rechtshänder sind und die Bedienungselemente des Untersuchungstisches und der Röntgenanlage für Rechtshänder ausgelegt sind. Der Arzt kann diese Bedienungselemente daher immer mit der rechten Hand bedienen.

Nach der Herzkatheteruntersuchung werden Sie noch einige Stunden zur Beobachtung in der Klinik oder der Ambulanz bleiben müssen, um Blutdruck, Puls und Allgemeinbefinden zu kontrollieren. Um das Kontrastmittel aus Ihrem Körper zu spülen und den durch das Kontrastmittel verursachten Wasserverlust auszugleichen, bekommen Sie 1-2 Flaschen Mineralwasser, die Sie austrinken müssen.

Auch zur Kontrolle der eingesetzten Bypässe wird die Herzkatheteruntersuchung eingesetzt. Dann dauert die Untersuchung länger als normal, weil die zusätzlichen Gefäße eines nach dem anderen gesucht und untersucht werden müssen. Das liegt daran, dass die Bypässe oft an ungewöhnlichen Stellen der Aorta angenäht wurden, die auf den ersten Blick nicht so leicht zu erkennen sind.

Druckbeschwerden oder Schmerzen verspüren Sie nach einer Herzkatheteruntersuchung nur noch an der Untersuchungsarterie in der Leiste oder am Arm. Meistens verschwinden diese Beschwerden in den ersten 2 Stunden nach der Untersuchung aber wieder und es bleibt nur das unangenehme Druckgefühl durch den Druckverband. Manchmal entsteht an der Stelle der Arterienpunktion eine rundliche Verhärtung. Das sind die Reste eines in der Tiefe gelegenen Blutergusses. Er verschwindet aber meistens innerhalb von 2 – 3 Wochen wieder.

Manchmal bemerkt man am Tag nach der Untersuchung einen blauen Bluterguss unter dem Druckverband. Dieser Bluterguss kann in den folgenden Tagen sogar noch etwas größer werden. Diese Vergrößerung bedeutet nicht, dass es in der Tiefe der Leiste weiter bluten würde, sondern dass sich das während der Untersuchung ausgetretene Blut verteilt. In seltenen Fällen kann sich dieser Bluterguss bis zum Knie ausdehnen.
Wenn Schmerzen an der Untersuchungsstelle in der Leiste auftreten oder wenn die leichten Schmerzen am Untersuchungstag nicht verschwinden oder sogar zunehmen sollten Sie das unbedingt dem Arzt sagen.

Was ist ein Bypass Bypass Operation Ablauf
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