Diphtherie

Die Diptherie ist eine durch das Corynebacterium diphtheriae ausgelöste Infektionskrankheit der oberen Atemwege. Wobei die ersten allgemeinen Symptome nach wenigen Tagen auftreten. Im weiteren Verlauf kann es zu schwerer Atemnot und einer Herzmuskelentzündung kommen. Daher ist eine Schutzimpfung ratsam.

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Diphtherie

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Weitere Bezeichnungen, die zu Diphtherie gruppiert wurden

Dyphterie

Klassifikation nach ICD-10

A36.-Diphtherie
J05.-Akute obstruktive Laryngitis [Krupp] und Epiglottitis
Z22.2Keimträger der Diphtherie

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Diphtherie Krankheit / Anwendungsgebiet - Wissen

Beschreibung


Diphterie ist eine durch das Corynebacterium diphtheriae ausgelöste Infektion der oberen Atemwege. Das durch die Bakterien produzierte Gift greift die Schleimhautzellen an und zerstört sie. Dabei ist in einigen Fällen nicht nur der Nasen-Rachenraum, sondern auch das Herz, die Nieren oder das Nervensystem betroffen, sodass ein tödlicher Verlauf möglich ist. Die Krankheit ist ansteckend und daher meldepflichtig.
Durch die in Deutschland durchgeführten Schutzimpfungen sind Infektionen selten .

Ursachen


Kommt es zu einer Ansteckung mit dem Corynebacterium diphtheriae durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion, so setzt dieses ein Toxin (Giftstoff) namens Diphtherietoxin frei, welches die Schleimhäute entzündet und schädigt. Dadurch stirbt das Gewebe ab und bildet feste, gräulich-weiße Membranen aus Fibrin. Durch das Blut werden die Bakterien dann auch zu entfernt gelegeneren Orten im Körper transportiert.

Symptome


Die ersten Symptome treten etwa 1 bis 4 Tage nach der Ansteckung auf. Dabei sind allgemeine Abgeschlagenheit, Hals- und Schluckbeschwerden, sowie Übelkeit häufige Symptome. Fieber tritt nur leicht auf. Es bilden sich zunehmend Membranen im Rachenraum und Heiserkeit, sowie Husten können auftreten. Mit zunehmendem Krankheitsverlauf breiten sich die Membranen immer weiter aus und können so die Nasenschleimhaut oder den Kehlkopf befallen, sodass Atemnot entsteht. Auch eine Schwellung der Lymphknoten ist typisch.
Zudem kann die Infektion eine Herzmuskelentzündung hervorrufen, die wiederum Herzrhythmusstörungen verursacht und zum Tod führen kann. Auch Lähmungen durch Nervenschädigungen sind möglich.

Diagnose


Wichtig ist es die Diphtherie von einer Epiglottitis oder Pseudokrupp abzugrenzen, um richtig behandeln zu können.
Hierzu wird der Rachenraum untersucht und gegebenenfalls eine Laryngoskopie durchgeführt,um festzustellen, ob das Kehlkopf betroffen ist. Außerdem wird ein Abstrich genommen und im Labor untersucht, um die Erreger nachzuweisen. Zudem liefern Blutbild und Urin wichtig Hinweise.

Therapie


Bei Verdacht auf Diphtherie wird der Patient umgehend isoliert, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Außerdem wird ein Antitoxin, sowie ein Antibiotikum, z.B. Penicillin oder Erythromycin gegeben, um die Bakterien abzutöten.
Es ist auf gute Mundpflege, sowie strenge Bettruhe zu achten. Zudem darf nur weiche Kost gegessen werden.

Vorbeugen


Die beste Vorbeugung ist eine Schutzimpfung, die meistens in Kombination gegeben wird. Dabei gilt eine allgemeine Impfempfehlung für alle Personen. Zunächst findet hierbei eine Grundimmunisierung in den ersten Lebensmonaten statt, die bei Eintritt in das Schulalter, sowie in derm Pubertät nochmals aufgefrischt werden sollte. Anschließend wird alle 10 Jahre geimpft, um den Schutz aufrecht zu erhalten. Die Kosten trägt die Krankenkasse.

Prognose


Wichtig ist es bei Verdacht sofort einen Arzt aufzusuchen. Ansonsten kann sich die Krankheit ausweiten und zu einer Herzmuskel- oder Nierenentzündung, sowie Nervenlähmungen und dem Tod führen. Wird jedoch rechtzeitig behandelt bleiben selten dauerhafte Schäden.

Quellen


Adam, Doerr, Link, Lode. Die Infektiologie. Springer, 2004
Boenninghaus, Lenarz. Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Springer, 2007
Arasteh, Baenkler, Bieber. Duale Reihe – Innere Medizin. Thieme, 2009
Pschyrembel. Klinisches Wörterbuch, 261. Auflage. DeGruyter, 2007
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