Krankheit / Anwendungsgebiet - Wissen
Insektenstiche
Sie umschwirren die leckeren Speise-Eiskugeln, sie sitzen auf der Obsttorte oder am Gläserrand, sie stören mit feinem Sirren unsere Nachtruhe: Insekten können ganz schön lästig sein. Vor allem, wenn sie unsere Haut mit Stichen plagen und Schwellungen, Rötungen und Juckreiz die Folge sind. Gefährlich sind die durch einen Insektenstich ausgelöste allergische Reaktionen (Atemnot, Kreislaufzusammenbruch). Doch nicht jeder summende und brummende Plagegeist ist automatisch auch gefährlich. Vorausgesetzt, Sie beachten schon im Vorfeld einige Regeln….
Wer sticht denn da

Hummel: Sie ist mit 2 cm Länge größer und stärker behaart als eine Biene. Nur die weiblichen Exemplare der Hummel können stechen. Das tun sie aber nur, wenn sie von uns bedrängt werden. Der Stachel bleibt nicht in der Haut stecken und der Stich ist in der Regel harmlos und weniger schmerzhaft als der einer Biene oder Wespe.
Schwebfliege: Diese Insekten werden leicht mit Wespen verwechselt, sind aber nicht mit Stacheln ausgerüstet. Mit Rauch vom Grill oder brennenden Kerzen lassen sich die harmlosen Flieger leicht vertreiben.
Hornisse: Sie ist mit etwa 3 cm zwar viel größer als eine Wespe, aber deswegen nicht aggressiver und gefährlicher als andere Insekten. Hornissen sind relativ scheu und stechen nur, wenn sie sich massiv bedroht fühlen. Ihr Stich ist nicht gefährlicher als der einer Wespe oder Biene. Kühlen Sie die danach entstehende Schwellung sofort und bis zu einer halben Stunde mit Eis.
Wespe: Das 1,5 cm lange, unbehaarte Insekt mit der schwarz-gelben Bänderung und der auffälligen Wespentaille belästigt uns besonders stark von Juli bis September. Wespen lieben Süßes und werden auch von Parfüm, Haarspray und parfümierten Seifen angelockt. Beim Stich bleibt der Stachel nicht stecken. Die Einstichstelle sollte allerdings sofort ausgesaugt und danach gut gekühlt werden!
Biene: Diese etwa 1,5 cm großen Brummer mit den auffälligen Pollenkissen an den Hinterbeinen werden besonders von gelber Kleidung angezogen. Bienen stechen aber nur zu, wenn sie sich bedroht fühlen und sich verteidigen. Das passiert beispielsweise, wenn wir Barfuß über das Gras laufen und dabei eine Pollen suchende Biene unsanft von einer Blüte abstreifen.
Werden Sie gestochen, bleibt der Stachel in der Haut stecken. Die Haut schwillt an, wird rot, schmerzt und brennt. Ziehen Sie den Stachel möglichst schnell heraus. Vermeiden Sie dabei zu viel Druck, damit sich die am Stachel befindliche Giftdrüse nicht vollständig entleert. Außerdem sollten Sie gut kühlen und eine aufgeschnittene Zwiebelhälfte auflegen.
Bremse: Diese Fliegen trifft man an schwül-heißen Sommertagen auf feuchten Weiden. Sie werden von unserem Schweiß angelockt. Mit ihren kräftigen Mundwerkzeugen stechen sie zu und zapfen mit dem stielartigen Saugrüssel Blut. Vor dem Blutsaugen spritzen sie ein gerinnungshemmendes Sekret in die Stichwunde, das dafür sorgt, dass die Wunde sich nicht verschließt. Ein Bremsenstich schmerzt im Gegensatz zu einem Stich der Stechmücke ziemlich stark, er brennt und juckt. Die Haut schwillt an und rötet sich, es bildet sich für einige Stunden eine Quaddel. Selten, aber dennoch möglich, ist die Übertragung von Borreliose durch Bremsen.
Stechmücke: Sie schwirren nachts mit ihrem charakteristischen Sirren durch unsere Schlafzimmer. Habe sie ein unbedecktes Körperteil ausfindig gemacht, bohren sie ihren Stechrüssel in die Haut und saugen unser Blut. Die Stichstelle beginnt furchtbar zu jucken, es bildet sich eine Beule, die oft erwärmt ist. Stiche von Stechmücken sind zwar durch den Juckreiz extrem lästig, in der Regel aber hierzulande völlig ungefährlich. Im Urlaub sieht die Sache jedoch anders aus. In Süditalien, Nordeuropa, Afrika oder Südostasien können bestimmte Stechmücken-Arten Krankheiten wie Malaria oder Dengue-Fieber übertragen.