Krankheit / Anwendungsgebiet - Wissen
Meningitis
Unter Meningitis versteht man eine Entzündung der Hirnhäute (Meningen), die Gehirn und Rückenmark umgeben. Meningitis (Hirnhautentzündung) wird meistens durch eine Infektion mit Viren oder Bakterien verursacht. Selten lösen Pilze und Parasiten eine Meningitis aus. Die Krankheitserreger können das Gehirn selbst befallen (Enzephalitis), die drei Meningen oder beides (Meningoenzephalitis). Besonders gefährdet sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem und Kinder. Gegen einige Formen der Meningitis ist eine Schutzimpfung möglich.
Was ist Meningitis
Bakterien lösen die schwereren und komplikationsreicheren Entzündungen der Hirnhaut aus. Die durch Viren, Pilze und Zecken verursachten Formen der Meningitis verlaufen in der Regel milder.
Wird eine bakterielle Meningitis nicht umgehend ärztlich behandelt, kann sie zum Tode führen! Erschwerend kommt hinzu, dass die typischen Symptome einer Meningitis wie Nackensteife, hohes Fieber, starke Kopfschmerzen bei Kleinkindern und Senioren nicht unbedingt auftreten müssen.
Durch Impfungen wird ein Schutz gegen die häufigsten Erreger der Meningitis aufgebaut, dazu gehören die Bakterien Haemophilus influenzae Typ b, Meningokokken und Pneumokokken. Auch gegen die durch Viren verursachte und von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Impfung möglich.
Inhaltsverzeichnis
Klassifikation nach ICD-10
| G00.- | Bakterielle Meningitis, anderenorts nicht klassifiziert |
| G01* | Meningitis bei anderenorts klassifizierten bakteriellen Krankheiten |
| G02.-* | Meningitis bei sonstigen anderenorts klassifizierten infektiösen und parasitären Krankheiten |
| G03.- | Meningitis durch sonstige und nicht näher bezeichnete Ursachen |