Norovirus

Norovirus

Es ist klein und furchtbar gemein. Bei einer Infektion mit dem hochansteckenden Norovirus kommt es zu Übelkeit, urplötzlich auftretendem und nicht enden wollendem Erbrechen, starken Bauchkrämpfen und wässrigen Durchfällen. Das Norovirus gehört zu den häufigsten Erregern infektiöser Magen-Darm-Erkrankungen. Gerade im Winter häufen sich die Ansteckungen, die immer dort auftreten, wo viele Menschen zusammenkommen.

Community über Norovirus

Wir haben 2 Patienten Berichte zu der Krankheit Norovirus.

Prozentualer Anteil 50%50%
Durchschnittliche Größe in cm156180
Durchschnittliches Gewicht in kg6380
Durchschnittliches Alter in Jahren6246
Durchschnittlicher BMIin kg/m225,8924,69

Andere Bezeichnungen für die Krankheit Norovirus

Norovirus, Norovirus-Infektion

Bei Norovirus wurde bisher über folgende Medikamente berichtet:

Medikament%Bewertung (Durchschnitt)
Valcyte50% (1 Bew.)
Vomex50% (1 Bew.)

Bei Norovirus wurde bisher über folgende Wirkstoffe berichtet:

Wirkstoff%Bewertung (Durchschnitt)
Dimenhydrinat50% (1 Bew.)
Valganciclovir hydrochlorid50% (1 Bew.)

Fragen zur Kranheit Norovirus

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Folgende Berichte von Patienten liegen bisher vor

Patienten Berichte über die Anwendung von Valcyte bei Norovirus

 

Valcyte für Norovirus mit Hauttrockenheit, Magenbeschwerden

Ist wenn man es rechtzeitig beginnt, sehr effektiv. Sollte nach Transplantationen automatisch nach 6 Monaten präventiv gegeben werden, ansonsten kommt das Virus in Schwung, das ist bei fast 100 % der Organtransplantierten so. Auf jeden Fall unbedingt sofort ins Spital und äußerste Hygiene und...

Valcyte bei Norovirus

MedikamentWegen welcher KrankheitDauer der Einnahme
ValcyteNorovirus14 Tage

Beschreibung der unerwünschten Nebenwirkung:

Ist wenn man es rechtzeitig beginnt, sehr effektiv. Sollte nach Transplantationen automatisch nach 6 Monaten präventiv gegeben werden, ansonsten kommt das Virus in Schwung, das ist bei fast 100 % der Organtransplantierten so.
Auf jeden Fall unbedingt sofort ins Spital und äußerste Hygiene und Reinigung und Desinfektion der Räume, wo man sich aufhält bzw. der Dinge, die man angreift. Extrem oft Händewaschen.

Eingetragen am  als Datensatz 50285
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Die Nebenwirkungen dieses Beitrags wurden wie folgt zusammengefasst:

,

Wirkstoffe der Medikamente:

Valganciclovir hydrochlorid

Patientendaten:

Geburtsjahr:1954 Die Nebenwirkung ist behoben
Größe (cm):156 Eingetragen durch Patient
Gewicht (kg):63
Geschlecht:weiblich

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Patienten Berichte über die Anwendung von Vomex bei Norovirus

 

Vomex A Dragees N für ---, Übelkeit, Erbrechen, Norovirus-Infektion mit keine Nebenwirkungen

Medikament zumindest bei Norovirus ziemlich nutzlos

Vomex A Dragees N bei Übelkeit, Erbrechen, Norovirus-Infektion; --- bei ---

MedikamentWegen welcher KrankheitDauer der Einnahme
Vomex A Dragees NÜbelkeit, Erbrechen, Norovirus-Infektion3 Tage
-------

Beschreibung der unerwünschten Nebenwirkung:

Medikament zumindest bei Norovirus ziemlich nutzlos

Eingetragen am  als Datensatz 15135
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Die Nebenwirkungen dieses Beitrags wurden wie folgt zusammengefasst:

Wirkstoffe der Medikamente:

Dimenhydrinat

Patientendaten:

Geburtsjahr:1970 Die Nebenwirkung ist behoben
Größe (cm):180 Eingetragen durch Patient
Gewicht (kg):80
Geschlecht:männlich

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Norovirus Krankheit / Anwendungsgebiet - Wissen

Was ist das Norovirus


Norovirus

Das Norovirus ist hoch ansteckend und wird weltweit ganzjährig von Mensch zu Mensch übertragen. Die Infektionen mit dem Norovirus häufen sich insbesondere in den Monaten von Oktober bis März, also in der kalten Jahreszeit in der unsere Abwehr geschwächt ist.

Der Mangel an Sonnenlicht in den Wintermonaten lässt den Vitamin-D-Spiegel im menschlichen Körper sinken. Das schwächt unser Immunsystem. Außerdem kann Kälte dem Norovirus nichts anhaben. Es übersteht Temperaturen bis minus 20 Grad ebenso unbeschadet wie große Hitze bis 60 Grad.

Besonders Kinder unter 5 Jahren sowie Senioren ab 70 Jahren werden besonders häufig vom Norovirus befallen. Bei Säuglingen und Kleinkindern sind Noroviren nach den Rotaviren sogar die zweithäufigste Ursache einer akuten Gastroenteritis (Magen-Darm-Entzündung).

Das tückische am Norovirus ist, dass man nach überstandener Infektion nicht für immer immun gegen den Brechdurchfall-Erreger ist. Eine Immunität, die sich nach einer überstandenen Norovirus-Infektion entwickelt, schützt nur vor demselben unveränderten Virus. Es gibt allerdings sehr viele Untergruppen der Noroviren, auch verändern diese sich regelmäßig. Die Norovirus-Infektion kann uns also immer wieder treffen.

Außerdem können Menschen, die sich mit dem Norovirus infiziert haben, noch bis zu 14 Tage nach überstandener akuter Erkrankung andere Menschen anstecken. Denn das Virus kann innerhalb dieser Zeit noch mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Daher ist es sehr wichtig, auf eine sorgfältige Hand- und Sanitärhygiene zu achten.

Norovirus Ursachen


Norovirus

Noroviren werden indirekt und direkt über Schmierinfektion übertragen. Wer also mit den Ausscheidungen, dem Speichel oder dem Erbrochenen von Erkrankten in Kontakt kommt, kann sich anstecken und innerhalb von sechs bis 50 Stunden erkranken. Die Übertragung erfolgt fäkal-oral, das heißt durch Berührung infizierter Flächen und/oder Gegenstände und anschließendem Kontakt mit Nase, Mund und Augen.

Aber auch virushaltige Tröpfchen, die im Rahmen des schwallartigen Erbrechens in der Gegend herumfliegen, können eine Infektionsquelle sein. Infektionen mit dem Norovirus können außerdem von verunreinigtem Wasser oder von kontaminierten Speisen ausgehen. Nahrungsmittel, die mit Viren verunreinigt wurden und anschließend nicht mehr erhitzt wurden, stellen also ein Infektionsrisiko dar. Doch egal, wo und wie man sich infiziert hat, in jedem Fall breiten sich Noroviren sehr rasch von Mensch zu Mensch aus. Daher kommen Krankheitsausbrüche überall dort vor, wo sich viele Menschen gleichzeitig aufhalten oder Speisen zusammen einnehmen.

Norovirus Symptome


Norovirus

Der durch das Norovirus hervorgerufene Brechdurchfall beginnt mehrere Stunden bis drei Tage nach der Infektion und hält in der Regel 48-72 Stunden an. Zu den charakteristischen Symptomen gehören beim Norovirus:

  • Übelkeit und schwallartiges Erbrechen
  • Magenkrämpfe, starke Bauchschmerzen
  • wässrige, nicht blutige Durchfälle (Diarrhöe)
  • Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen (Myalgie)
  • vorübergehend erhöhte Temperatur (kann, muss aber nicht auftreten)
  • erheblicher Flüssigkeitsverlust durch Erbrechen und Durchfall

Bei jedem, der sich mit dem Norovirus infiziert hat, kann das Krankheitsbild variieren. Kinder haben in der Regel häufiger Erbrechen und seltener Temperaturerhöhung. Bei Erwachsenen ist der Durchfall besonders ausgeprägt. Es gibt allerdings auch mild verlaufende Formen und nicht jeder, der mit einem Erkrankten in Kontakt kommt, infiziert sich automatisch mit dem Norovirus.

Durch den Brechdurchfall verliert der Körper sehr viel Flüssigkeit und damit Elektrolyte (Salze). Das wiederum kann folgende Symptome hervorrufen: Kreislaufprobleme, starke Müdigkeit und Herzrhythmusstörungen.

Norovirus Diagnose


Norovirus

Eine Infektion mit dem Norovirus wird nachgewiesen, indem eine Stuhlprobe des erkrankten Menschen im Labor untersucht wird. Hierbei kommt die PCR zum Einsatz. PCR steht für Polymerase Chain Reaction (Polymerase-Kettenreaktion). Dabei wird das Erbgut des Norovirus sichtbar gemacht. Das ist in diesem Fall die RNS (Ribonukleinsäure). Sie gehört mit der DNS (Desoxyribunukleinsäure) zu den Trägern der Erbsubstanz. Jeder Organismus besitzt eine charakteristische Struktur der RNS, die man sich im PCR-Testverfahren zu Nutze macht. Dieser qualitative Test sagt aber nicht aus, in welchen Mengen das Norovirus im Körper vorkommt und auch nicht, um welche Virus-Untergruppe es sich handelt. Dazu sind weitere Testschritte notwendig.

Um bestimmte virale Proteine nachzuweisen kommt der Antigen-EIA zum Einsatz. EIA steht für Enzymatische Immunadsorptionsverfahren. Bei diesen Testverfahren werden mittels einer enzymatischen Farbreaktion für den Norovirus charakteristische Partikel sichtbar gemacht.

Meldepflicht nach IfSG §7 (Infektionsschutzgesetz) besteht unter anderem für den direkten Nachweis von Noroviren aus Stuhl, soweit der Nachweis auf eine akute Infektion hinweist. Für den Verdacht auf eine Norovirus-Infektion besteht nur dann eine Meldepflicht, wenn die betroffene Person eine Tätigkeit nach IfSG §42 ausübt. Also in der Lebensmittelbranche (Küchen, Imbiss, Gaststätte) oder Lebensmittelherstellung arbeitet. Außerdem besteht Meldepflicht, wenn mindestens zwei oder gleichartige Erkrankungen auftreten, bei denen ein epidemiologischer Zusammenhang wahrscheinlich oder zu vermuten ist.

Norovirus Therapie


Norovirus

Einen Impfstoff gegen das Norovirus gibt es nicht, ebenso wenig eine Standardtherapie. Menschen, die am Norovirus erkrankt sind, brauchen vorübergehend Bettruhe. Ganz wichtig ist es, den Verlust an Flüssigkeit und Elektrolyten (Salzen) auszugleichen.

Sofortmaßnahmen


Besonders wenn eine Infektion mit Noroviren in Krankenhäusern, Altenheimen und Gemeinschaftseinrichtungen auftritt, ist rasches und umsichtiges Handeln wichtig. Erste Maßnahmen können bereits ergriffen werden bevor die Laboruntersuchungen ausgewertet sind. Zu diesen Sofortmaßnahmen gehören:
  • Isolierung der erkrankten Person in einem eigenen Zimmer mit separatem WC
  • Auf Handhygiene achten. Bei der Pflege des Patienten Einweghandschuhe tragen und nach Ablegen der Handschuhe die Hände mit einem virenabtötenden Handdesinfektionsmittel behandeln
  • Atemschutzmaske und Schutzkittel tragen. Das beugt der Übertragung durch Kontakt mit Stuhl, Erbrochenem oder durch virenhaltigen Partikel in der Luft vor
  • Für die Reinigung des Sanitärbereichs gilt: Alle Kontaktflächen (auch Türgriffe) mit einem Flächendesinfektionsmittel abreiben. Als Wirkstoffe haben sich Perverbindungen oder Aldehyde bewährt
  • Pflegeutensilien desinfizieren und nur für den Erkrankten mit dem Norovirus verwenden
  • Bettwäsche und Kleidung des Erkrankten in einem geschlossenen Wäschesack transportieren und mit über 60 °C waschen. Geschirr bitte abkochen

Hausmittel


Wen das Norovirus erwischt hat, der sollte auf die bewährten Hausmittel gegen Übelkeit zurückgreifen: sehr wenig essen, maximal etwas Zwieback, viel Tee und Mineralwasser trinken. Durch Durchfall und Erbrechen verliert unser Körper sehr viel Flüssigkeit und die darin enthaltenen Mineralsalze. Daher gilt: drei bis vier Liter täglich trinken, damit der Körper nicht austrocknet. Geeignet sind leicht gesüßte Tees und Säfte, die zur Hälfte mit abgekochtem Wasser verdünnt werden. Auch Brühe und stilles Mineralwasser mit einer Prise Zucker leisten gute Dienste. Denn Salz kann in Verbindung mit Zucker vom Darm besser aufgenommen werden kann. Salzstangen enthalten jedoch überwiegend Natrium, der Körper braucht bei Brechdurchfall aber vor allem Kalium. Das ist vor allem in Bananen enthalten. Eine zerquetschte Banane ist neben einem geriebenen Apfel sowie passierten Möhren mit Brühe oder Haferschleim mit Brühe eine leichte, gut verträgliche Kost.

Besonders bei Kindern und Senioren muss der durch den Brechdurchfall hervorgerufene Flüssigkeitsverlust schnell ausgeglichen werden. Denn ihre Körper verfügen nur über geringe Flüssigkeitsreserven. Flößen Sie Kleinkindern und Säuglingen die Flüssigkeit mit einem Löffel in kleinen Portionen ein, dafür aber umso häufiger. Wenn Sie stillen, dann füttern Sie Ihr Kind ganz normal soweit das möglich ist. Eine spezielle Schonkost ist während der Norovirus Therapie nicht nötig. Achtung: Cola-Getränke eignen sich zur Bekämpfung des Durchfalls bei einer Norovirus-Infektion nicht. Sie enthalten sehr viel Zucker, der dem Körper zusätzlich Wasser entzieht. Außerdem verstärkt das in Cola-Getränken enthaltene Koffein den Verlust von Kalium.

Homöopathie


Für den durch das Norovirus hervorgerufenen Brechdurchfall gibt es kein spezielles homöopathisches Mittel. Wenn bei Ihnen allerdings Kolikartige Bauchschmerzen, anhaltende Übelkeit und Erbrechen, das keine Erleichterung verschafft, die Hauptsymptome sind, dann kann eventuell Ipecacuanha (Brechwurzel) Linderung verschaffen. Zur Potenzierung, Art und Dauer der Anwendung fragen Sie bitte Ihren naturheilkundlich tätigen Arzt oder Heilpraktiker.

Medikamente


Durch Durchfall und Erbrechen verliert unser Körper viel Flüssigkeit und die darin enthaltenen Mineralsalze. Elektrolytpräparate, die dem Körper verlorene Salze zuführen, können helfen. Elektrolytmischungen sind so zusammengesetzt, dass der Darm die Stoffe leicht aufnehmen kann, auch wenn der Durchfall noch anhält. Elektrolytpräparate können die Noroviren selbst jedoch nicht bekämpfen. Vorsicht: Elektrolytpräparate enthalten Zucker (Glukose). Wenn Sie Diabetes haben, dann müssen Sie Ihren Insulinbedarf beziehungsweise Ihre Medikamentendosis entsprechend anpassen. Wenn Sie unter Herzschwäche leiden und Medikamente mit Digitaliswirkstoffen einnahmen, dann müssen Sie bedenken, dass Elektrolytmischungen die Wirkung von Digitaliswirkstoffen herabsetzen können. Fragen Sie unbedingt Ihren Arzt!

Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen (Antiemetika) werden häufig dann verordnet, wenn diese Beschwerden sehr stark sind.

Klinikaufenthalt


Bei mit dem Norovirus infizierten Kleinkindern und Senioren sowie in schweren Fällen kann ein kurzer Aufenthalt im Krankenhaus notwendig werden. Dort wird versucht, den Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen. Dazu erhalten die mit dem Norovirus infizierten Menschen Nährstoffen und Elektrolyten über die Vene als Infusion oder über eine Nasensonde in den Magen.

Norovirus vorbeugen


Norovirus

Gegen den Norovirus steht leider keine Impfung zur Verfügung. Um sich vor einer Ansteckung zu schützen gilt: Kontakt mit infizierten Personen möglichst vermeiden, auf Handhygiene achten (besonders nach dem Toilettengang) und Speisen (besonders Fisch und Meeresfrüchte) immer gut durchgaren.

Norovirus Prognose


Norovirus

Die Infektion mit dem Norovirus ist zwar unangenehm, aber nicht hoffnungslos. In der Regel heilt die Erkrankung innerhalb von drei Tagen folgenlos aus. Im extrem seltenen Fällen kann eine Infektion mit Noroviren zum Tod führen.

Quellen


Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch 2012, de Gruyter
Redaktion/Bieni
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