Krankheit / Anwendungsgebiet - Wissen

Schlafstörungen

Die meisten Schlafstörungen haben keine organischen, sondern seelische Ursachen. Sich verändernde Lebenssituationen, mitmenschliche Konflikte, familiäre und berufliche Sorgen und Probleme, Krankheit und auch Zukunftsängste sind die Hauptgründe für Schlafstörungen. Durchwachte Nächte verursachen das Gefühl, dass die nächtliche Schlafphase keine ausreichende Erholung gebracht hat. Die Folge: je verzweifelter man sich bemüht einzuschlafen, desto wacher wird man. Von einer Behandlungsbedürftigen Schlafstörung (Insomnie) spricht man, wenn der Zustand der Schlaflosigkeit über einen Monat andauert und dabei öfter als dreimal pro Woche auftritt.

Gut schlafen


Schlafstörungen

Dass man manchmal länger braucht, um einzuschlafen und dass man nachts auch öfter mal länger wach bleibt, ist normal. Denn wie lange und wie gut ein Mensch schläft ist nicht so wichtig wie das persönliche Schlaf-Empfinden. Müdigkeit, Erschöpfung, Unruhe, Reizbarkeit und Angst sind die Folgen von Schlaf, der als nicht erholsam empfunden wird.

Schlafdauer

Wie viel Schlaf ein Mensch braucht ist individuell sehr verschieden. Vier bis fünf Stunden sind in der Regel nötig, um sich körperlich und seelisch zu erholen. Manche brauchen dafür auch eine Schlafdauer von acht bis neun Stunden. Säuglinge schlafen täglich etwa 14 Stunden, Kleinkinder 11 bis zu 13 Stunden, Schulkinder 9 bis 10 Stunden. Bei Erwachsenen nimmt mit zunehmendem Alter das Schlafbedürfnis ab.

REM Phase

Unser Schlaf besteht aus verschiedenen Abschnitten, die jeweils etwa 90 Minuten dauern und sich wiederholen. Zuerst kommt der leichte Schlaf, der den Übergang vom Wachzustand zum Schlafen darstellt. Dann folgen Tiefschlafphasen, auch REM-Phasen genannt. REM steht für Rapid Eye Movement, da in der Tiefschlafphase erhöhte Augenbewegungen messbar sind. Zwischen zwei Schlafabschnitten gibt es jeweils eine Traumphase und danach in der Regel eine kurze Wachphase. In welcher der Phasen man sich gerade befindet kann durch ein Elektroenzephalogramm (EEG) im Schlaflabor gemessen werden. Das EEG zeichnet die Hirnströme auf.

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