FSME

FSME

Alle Jahre wieder das gleiche Problem: Wenn uns die ersten warmen Sonnenstrahlen nach draußen locken, warten im Unterholz schon die Blutsauger. Zecken sind nicht nur lästig, sondern teilweise auch gefährlich, denn sie können Infektionskrankheiten wie Borreliose oder FSME übertragen. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Viruserkrankung, die die Hirnhäute und das Hirngewebe befällt. Nach Ausbruch der Erkrankung ist die Therapie der FSME sehr schwierig, denn es können nur die Symptome bekämpft werden, nicht aber die Erreger. Besonders ältere Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, die in Zecken-Risikogebieten leben oder dorthin reisen, sollten daher auf einen ausreichenden Zeckenschutz achten und sich nach Rücksprache mit dem behandelten Arzt gegen FSME impfen lassen.

Community über FSME

Weitergeleitet von FSME-Zeckenschutz-Impfung

Wir haben 128 Patienten Berichte zu der Krankheit FSME.

Prozentualer Anteil 72%28%
Durchschnittliche Größe in cm169175
Durchschnittliches Gewicht in kg6579
Durchschnittliches Alter in Jahren4342
Durchschnittlicher BMIin kg/m222,7724,90

Andere Bezeichnungen für die Krankheit FSME

FSME-Zeckenschutz-Impfung, Impfung FSME, Vorbeugung FSME, Zecken-Impfung, Zeckenschutzimpfung

Bei FSME wurde bisher über folgende Medikamente berichtet:

MedikamentHäufigkeitBewertung (Durchschnitt)
Encepur64% (27 Bew.)
FSME-IMMUN20% (8 Bew.)
Td-pur4% (5 Bew.)
Gardasil3% (4 Bew.)
Röteln-Impfstoff HDC Mérieux2% (2 Bew.)
Autan<1%
Begripal<1% (1 Bew.)
Boostrix Polio<1% (1 Bew.)
Gynoflor<1% (1 Bew.)
Pandemrix<1% (1 Bew.)
Perenterol<1% (1 Bew.)
Rabipur<1% (1 Bew.)

Bei FSME wurde bisher über folgende Wirkstoffe berichtet:

WirkstoffHäufigkeitBewertung (Durchschnitt)
Inaktiviertes FSME-Virus Stamm K 2364% (27 Bew.)
Inaktiviertes FSME-Virus20% (8 Bew.)
Tetanus-Toxoid (T)4% (5 Bew.)
Diphtherie-Toxoid (d)4% (5 Bew.)
Humanes Papillomvirus Typ 6,11,16,183% (4 Bew.)
Rötelnvirus2% (2 Bew.)
Influenza Spalt Impfstoff inaktiviert<1% (1 Bew.)
Tollwut-Antigen<1% (1 Bew.)
Saccharomyces boulardii<1% (1 Bew.)
Trockenhefe<1% (1 Bew.)
Tetanus-Toxoid<1% (1 Bew.)
Pertussis-Toxoid<1% (1 Bew.)
Diphtherie-Toxoid<1% (1 Bew.)
Influenza-Antigen/Impfstoff A/California/7/2009<1% (1 Bew.)
Lactobacillus<1% (1 Bew.)
Influenza-Antigen/Impfstoff B/Brisbane/60/2008<1% (1 Bew.)
Poliomyelitis-Impfstoff<1% (1 Bew.)
Icaridin<1%
Influenza-Antigen/Impfstoff A/Victoria/210/2009<1% (1 Bew.)

Fragen zur Kranheit FSME

alle Fragen zu FSME

Folgende Berichte von Patienten liegen bisher vor

Patienten Berichte über die Anwendung von Encepur bei FSME

 

Encepur für FSME-Zeckenschutz-Impfung mit Schmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Gleichgewichtsstörungen, Schwellungen, Empfindungsstörungen

Erstimpfung 26-04-07. Nach 10 Stunden starke Schmerzen im berührungsempfindlichen Impfarm (links), starke Müdigkeit, Nackenschmerzen, Übelkeit und Gleichgewichtsstörungen.
Roter Fleck am Impfarm und harter sehr berührungsempfindlicher dicker Knoten für ca 1 Woche.

Am Tag nach der Impfung Fingerkribbeln (Daumen, Zeigefinger, Ringfinger)und Taubheitsgefühl im rechten Arm. Konnte bisher weder mit Spritzen noch Chirotherapie behoben werden. Zusammenhang der Beschwerden vom rechten Arm zur Impfung konnte noch nicht bewiesen werden.
Ich werde vermutlich von einer weiteren Impfung absehen.mehr

 

Encepur für FSME mit Schwindel, Abgeschlagenheit, Gleichgewichtsstörungen, Sehstörungen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit

Erste Impfung mit Encepur am 16.4.15.Erst nach ca.5 Wochen traten Schwindel Abgeschlagenheit und Gleichgewichtsstörungen auf.War nach einer Woche wieder weg.Dann zweite Impfung am 10.7.15.Am Impftag keine Probleme.Am zweiten Tag fing es mit Gleichgewichtsstörungen an.Am dritten Tag Schwindel,Abgeschlagenheit und wieder Gleichgewichtsstörungen.Dazu kommen noch Sehstörungen,Übelkeit,Nackensteifheit mit leichten Kopfschmerzen,welche sich über den ganzen Kopf ziehen bis in die Augebrauen.Man hat ständig das Gefühl als stände man neben sich.Diese ganzen Probleme sind bis zum heutigen Tag nicht weg.War beim Hausarzt,Orthophäden und HNO.Alles ohne Befund.Und alle winken ab und sagen das es nicht von der Impfung kommt.Das ist schon sehr…mehr

Patienten Berichte über die Anwendung von FSME-IMMUN bei FSME

 

FSME immun für FSME-Zeckenschutz-Impfung mit Sehstörungen, erhöhter Blutdruck, Schwindel, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Bluthochdruck

1.Impfung bekommen.Am Tag der Impfung keine Probleme.Fast genau 24Std.später Sehstörungen.Konnte kaum noch was erkennen.Alles verschwommen.Kaum noch arbeitsfähig.Dazu kamen leicht erhöhter Blutdruck,Schwindel,Übelkeit,Appetitlosigkeit,Kopfschmerzen,kribbeln in den Fingern und Blassheit im Gesicht. Am nächsten Morgen war aber alles wieder ok.Hoffe,dass nichts mehr nachkommt.War schon heftig!mehr

 

FSME-Immun für FSME mit Schüttelfrost, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Fieber

Leider nach 48h Impfreaktionen - Schüttelfrost, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Fiebermehr

Patienten Berichte über die Anwendung von Td-pur bei FSME

 

Td-pur für Impfung mit Muskelschmerzen, Schmerzen an der Injektionsstelle, Rötung an der Injektionsstelle, Bewegungseinschränkung

Habe vor 8 Tagen meine TD-Impfung bekommen, leider in einen angespannten Muskel im Arm, hatte direkt bei der Injektion schon Schmerzen. Konnte danach 4 Tage lang kaum etwas mit dem Arm machen, wegen Schwäche und Schmerzen im Schulterbereich.
Jetzt lässt der Schmerz täglich etwas nach. Die Einstichstelle ist bis heute gerötet und leicht geschwollen, wie ein Mückenstich.mehr

Patienten Berichte über die Anwendung von Gardasil bei FSME

 

Gardasil für Impfung mit Unterbauchschmerzen, Temperaturanstieg

Meine Tochter (15 Jahre) hat heute ihre erste HPV-Impfung bekommen. Ungefähr 2 Stunden nach der Impfung klagte sie über leichte Unterleibsschmerzen. Im laufe des Abends wurden diese immer stärker und nun sagt sie, dass sie diese Schmerzen bei jedem Schritt zeimlich stark zu spüren sind und schon deutlich schlimmer geworden sind. Zudem hat sie leicht erhöhte Temperatur. Wir sind noch am überlegen, ob die zweite Impfung bei diesen Nebenwirkungen Sinn macht!mehr

 

Gardasil für Impfung mit Kopfschmerzen, Gesichtsschwellung, Fieber, Halsschmerzen, Geschmacksstörungen, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit

Kopfschmerzen
starke Gesichtsschwellung
Fieber
Halsschmerzen
starke Geschmacksstörungen
Appetitlosigkeit
Abgeschlagenheitmehr

Patienten Berichte über die Anwendung von Röteln-Impfstoff HDC Mérieux bei FSME

 

Mérieux für Impfung mit Schmerzen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, erhöhte Temperatur, Müdigkeit, Unwohlsein

Habe mich mit dem KombiImpfstoff impfen lassen (m. Gluteus). Zuerst keine Symptome. Nach 24 Stunden Schmerzen an der Injektionsstelle, Kopf- und Gliederschmezen - erhöhte Temperatur, Müdigkeit, schlechtes Allgemeinbefinden.mehr

 

Röteln-Impfstoff HDC Mérieux für Impfung mit Schmerzen an der Injektionsstelle

Die Spritze hat kaum weh getan,aber die Impfstelle im Oberarm tat nachher 3 Tage weh!!

Deshalb mein Tipp immer die Spritze in den Po geben lassen!!!mehr

Patienten Berichte über die Anwendung von Autan bei FSME

 

Autan für Zeckenabwehr mit Restless-Legs-Syndrom

Abends kribbeln in den Beinen (restless Legs) und Vermutung von Nierenbeschwerden



Anm.d.Mod.: Autan ist nur zur äußeren Anwendung bestimmt!mehr

Patienten Berichte über die Anwendung von Begripal bei FSME

 

Begripal für Impfung mit Schmerzen an der Injektionsstelle

Grippeschutzimpfung; ein paar Stunden nach Impfung beginnend und ca. 1,5 Tage dauernde leichte Schmerzen an Einstichstelle, keine Rötungen oder andere NWmehr

Patienten Berichte über die Anwendung von Boostrix Polio bei FSME

Patienten Berichte über die Anwendung von Gynoflor bei FSME

 

Gynoflor für Vorbeugung mit Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall, Schwindel

Nach Einnahme einer halben Tablette vaginal, die ich vor dem Schlafengehen eingeführt hatte, dachte ich morgens ich hätte einen Magen-Darm-Virus. Übelkeit, Magenschmerzen und Durchfall hat mir den Feiertag vermiest. Bei Kamillentee und Knäckebrot gings dann einigermassen. Hab das erst gar nicht in Verbindung gebracht und zufällig abends hier die Nebenwirkungen gelesen, da war mir alles klar. 2. Tag noch Schwindel und leichte Übelkeit. Schade ansonsten hab ich ein etwas besseres Gefühl im Vaginalbereich.mehr

Patienten Berichte über die Anwendung von Pandemrix bei FSME

 

Pandemrix (Impfstoff gegen Schweinegrippe) für Impfung mit Schmerzen an der Injektionsstelle, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit

Nach der Injektion in den linken Oberarm spürte ich einen leichten, drückenden Schmerz an der Injektionsstelle, der sich im Laufe der Zeit verstärkt hat.
Heute, 2 Tage nach der Injektion ist dieser im Grunde wie ein starker Muskelkater und nach wie vor so stark, dass ich den linken Arm nicht über ein gewisses Maß hinaus belasten kann (das öffnen einer Tür ist überaus unangenehm, Autofahren hält sich in Grenzen...)
Darüber hinaus fühle ich mich seit der Injektion ein wenig geschwächt, habe permanent leichte Kopfschmerzen und bin über das Normalmaß hinaus Müde.

Bis dato haben sich noch keine Besserung der Nebenwirkungen eingestellt.mehr

Patienten Berichte über die Anwendung von Perenterol bei FSME

 

Perenterol für Vorbeugung mit keine Nebenwirkungen

Seit Jahren nutzen wir Perenterol auf Auslandsreisen, insbesondere den Tropen zur Vorbeugung. Jeden Tag eine Kapsel und wir hatten beide nie Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt, trotz Reisen in entlegenste und "unsaubere" Gebiete. Können es einfach nur jedem Individual- Und Backpackingreisenden sehr empfehlen....mehr

Patienten Berichte über die Anwendung von Rabipur bei FSME

 

Rabipur für Impfung mit keine Nebenwirkungen

Keinerlei Nebenwirkungen verspürt und habe die letzten 20 Jahre die Impfung ca. 8mal erhaltenmehr

Weitere Bezeichnungen, die zu FSME gruppiert wurden

2. Zeckenimpfung, FSME, FSME Imfung, FSME Impfe, FSME Impfung, FSME Prophylaxe, FSME Schutzimpfung, FSME Scpfung, FSME Vaccination, FSME Zeckenimpfung

Klassifikation nach ICD-10

A84.-Virusenzephalitis, durch Zecken übertragen
A84.1Mitteleuropäische Enzephalitis, durch Zecken übertragen

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FSME Krankheit / Anwendungsgebiet - Wissen

Was ist FSME


FSME

Die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch Viren ausgelöste Hirn- und Hirnhautentzündung, die durch Zecken übertragen werden kann. Viele Menschen infizieren sich bei Freizeitaktivitäten in Feld, Wald und Wiese, am häufigsten in den Monaten Juni bis August.

Beim Biss sondern Zecken ein Enzym ab, was unsere Blutgerinnung an der Saugstelle hemmt. Dabei können sogenannte Flaviviren in unser Blut gelangen. Die Folge: Fieber, Kopfschmerzen und in fast 20 Prozent der Fälle eine Hirnhautentzündung, welche auch das Rückenmark miteinbeziehen kann. In schwersten Krankheitsverläufen kommt es zu Lähmungen oder sogar zum Tod. Nicht jeder Zeckenbiss führt allerdings automatisch zu FSME. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis tritt fast ausschließlich in Risikogebieten auf. In Deutschland sind vor allem Zecken in Baden-Württemberg, Bayern, Südhessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen besonders häufig Überträger des FSME-Virus. Aber auch in anderen Ländern Europas ist FSME verbreitet. Eine FSME-Erkrankung lässt sich durch Antikörper im Blut nachweisen. Der beste Schutz ist eine Impfung.

Zecken


Die Zeckenart, die uns Menschen am häufigsten befällt, ist der sogenannte Holzbock (Ixodes ricinus). Er wie auch andere Zecken erkennen ihre „Opfer“ an Erschütterungen, Körperwärme und Duftstoffen, sie stechen vormittags und am frühen Abend am liebsten zu.

Von März bis Oktober setzen sich Zecken, die im Gras, in Farnen im Wald und im Unterholz beim Spaziergang von uns abgestreift werden an unseren Beinen und Armen fest. Von dort kriechen sie zu weichen, warmen und dünnhäutigen Partien an Kopf, Hals, Schultern, Leistengegend und Achseln. Hier saugen sie sich fest, indem sie mit ihren Kieferklauen die Haut einritzen und anschließend durch die Wunde eine Art Stachel einbohren. Meistens bemerken wir den Zeckenbiss gar nicht, da die kleinen Blutsauger mit ihrem Speichel einen schmerzstillenden Stoff in unsere Haut injizieren.

An einer Blutmahlzeit sitzt eine Zecke bis zu einer Woche und wächst in dieser Zeit bis auf das Vierfache ihrer normalen Größe an. Ihr Gewicht steigert sich sogar um das Hundertfache. Ist die Zecke satt, lässt sie sich einfach fallen. Doch damit ist die Gefahr nicht gebannt. Denn während der Blutmahlzeit sondert die Zecke Speichel ab, der krankmachende Keime enthalten kann. Nicht nur FSME kann übertragen werden, auch die Borreliose. Hier sind Bakterien der Gattung Borrelia die Auslöser. Die Krankheit ist im Gegensatz zur FSME nicht auf bestimmte Risikogebiete beschränkt, sondern weltweit verbreitet. Einen Impfstoff gegen die in Europa verbreitete Borreliose gibt es derzeit nicht, die Krankheit wir mit Antibiotika behandelt.

Nicht jeder Zeckenbiss ruft allerdings eine Infektion hervor. Bis zu 35 Prozent der Zecken im europäischen Raum sind schätzungsweise mit Borrelien infiziert, aber nur bis zu 5 Prozent mit den FSME-Erregern. Außerdem führt auch nicht jeder Stich einer infizierten Zecke zum Ausbruch der Krankheit.

FSME Ursachen


FSME

Der Erreger der FSME ist ein nur 45 nm (45 Millionstel Millimeter) großes Virus. Es ist von einer Lipidhaltigen Hülle umgeben, in die zwei wichtige Proteine eingelagert sind. Das E-Protein (E für Envelope) und das M-Protein (M für Membran). Das E-Protein ist für die Anlagerung des Erregers an die zu infizierende Zelle verantwortlich. Um vor einer FSME-Infektion geschützt zu sein muss man Antikörper gegen das E-Protein haben (IgE).

Das FSME-Virus kommt hauptsächlich in Süddeutschland, Österreich, Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn und Südschweden vor. Überträger des Virus sind Zecken. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Zecken nehmen die Viren von kleinen, im Wald lebenden Säugetieren auf und geben es an den nächsten Wirt, also den Menschen oder andere Tiere weiter. Zeckenbisse kommen im Frühjahr und Frühsommer am häufigsten vor. Doch nicht alle Zecken sind mit dem Virus infiziert.

Besonders in Osteuropa kann man sich auch über verseuchte Rohmilch oder Rohmilchprodukte von infizierten Ziegen oder Schafen mit FSME anstecken. Das ist in Deutschland allerdings durch verstärkte Kontrollen kaum möglich.

FSME Symptome


FSME

Nach einer Inkubationszeit (Zeit vom Biss bis zum Auftreten erster Symptome) von 7-14 Tagen kommt es bei FSME zu grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und Gliederschmerzen. Diese Beschwerden klingen meist nach 2-4 Tagen ab. Für viele ist die FSME damit ausgestanden und sie sind immun gegen eine weitere Infektion. Bei einigen kommt es aber nach ein paar Tagen erneut zu Fieber und es entwickelt sich eine Hirnhautentzündung oder Meningitis mit heftigen Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Schwindel, Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und hohem Fieber.

Schreitet die Krankheit weiter fort kann auch das Hirngewebe betroffen sein. Eine Meningoenzephalitis entsteht. Sie macht sich durch Schläfrigkeit, Krampfanfälle, Sprachstörungen, Konzentrations- und Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma bemerkbar. Selten, aber möglich ist eine Entzündung des Hirn- und Rückenmarkgewebes (Meningoenzephalomyelitis). Sie kann zusätzlich zu den Symptomen der Meningoenzephalitis noch zu Atemlähmung führen.

Spätfolgen der FSME können Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen und Psychosen sein.

Bei Kindern, die an FSME erkranken, ist der Krankheitsverlauf milder und heilt meist ohne Folgeschäden aus.

FSME Diagnose


FSME

Wenn Sie wenige Tage bis 2 Wochen nach einem Zeckenbiss grippeähnliche Symptome bei sich bemerken, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

In einem ausführlichen Gespräch versucht der Arzt herauszufinden, ob Sie sich in einem FSME-Verbreitungsgebiet aufgehalten haben und sich an den Zeckenbiss 2-3 Wochen vor Krankheitsbeginn erinnern. Typisch für FSME ist, dass vor Beginn von Nackensteifigkeit, Kopfschmerz und anderer neurologischer Symptome eine zwischenzeitlich abgeklungene fieberhafte Erkrankung durchlebt wurde.

Der Arzt wird Ihnen bei Verdacht auf FSME Blut abnehmen. Aus dem Serum können im Labor mit speziellen Tests Antikörper gegen das FSME-Virus (IgM, IgE) nachgewiesen werden.

IgM- und IgE-Antikörper sind spezielle Proteine, mit denen unser Immunsystem körperfremde Erreger abwehrt. Antikörper markieren die eingedrungenen Erreger, so dass sie von anderen Zellen unschädlich gemacht werden können. Diese Antikörper sind Immunglobuline, also spezielle Proteine, die sich in ihrer Funktion und Struktur voneinander unterscheiden. Sie werden in fünf verschiedene Klassen (IgG, IgA, IgM, IgD, IgE) mit weiteren Unterklassen eingeteilt. Immunglobuline der Klasse M (IgM) befinden sich im Blut und in der Lymphflüssigkeit. Sie werden gebildet, wenn unser Körper sich gegen das FSME-Virus wehrt. Immunglobuline der Klasse E (IgE) werden vom Lymphgewebe in der Nähe der Atemwege und des Verdauungstraktes gebildet werden.

Auch eine Untersuchung der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) kann nötig werden, um die FSME von einer viralen oder bakteriellen Meningitis sicher zu unterscheiden. Bei dieser sogenannten Lumbalpunktion wird unter örtlicher Betäubung eine dünne Hohlnadel zwischen zwei Rückenwirbeln im unteren Bereich der Wirbelsäule geschoben. Hat die Nadel den Raum erreicht, der das Rückenmark umgibt, wird von da etwas Flüssigkeit (Liquor) entnommen. Der Liquor wird im Labor mikroskopisch untersucht. Bei einer bakteriell bedingten Meningitis ist der Liquor eitrig-trüb. Eine durch Viren hervorgerufene Meningitis verändert den Liquor nicht, er bleibt klar.

In Zweifelsfällen kann der sogenannte Neutralisationstest (FSME-NT) Abhilfe schaffen. Dazu werden dem Blutserum FSME-Viren zugegeben und die Reaktion der Antikörper gegen die FSME-Viren optisch sichtbar gemacht.

Eine Magnetresonanztomografie (MRT) kommt zum Einsatz, wenn der Befall bestimmter Gehirngebiete nachgewiesen werden soll. Bei FSME befinden sich die Krankheitsherde typischerweise im Zwischenhirn (Thalamus).

FSME Therapie


FSME

Eine medikamentöse Behandlung des FSME-Erregers gibt es nicht, so dass sich die Therapie auf die Symptome beschränkt. Wenn Sie an FSME erkrankt sind, sollten Sie Bettruhe einhalten. Bei Bedarf kann Ihnen der Arzt schmerzstillende Medikamente verschreiben.

FSME vorbeugen


FSME

Der einfachste und wirkungsvollste Schutz gegen einen Zeckenbiss ist und bleibt lange, geschlossene Kleidung. Sie erschwert den Zecken den Weg an die Haut. Trotzdem sollten Sie Ihre Kleidung und Ihre Haut nach einem Aufenthalt in Wald und Wiese gründlich nach Zecken absuchen. Besonders beliebt bei den kleinen Blutsaugern sind Kniekehlen, Achseln, Leisten oder Haaransatz.

Zecken entfernen


Haben Sie eine Zecke entdeckt, sollten Sie sie mit einer Zeckenzange entfernen. Wichtig dabei ist der richtige Dreh: Setzen Sie direkt über der Einstichstelle am Kopf der Zecke an und ziehen Sie unter leichtem Hin- und Herrütteln in eine Richtung bis die Zecke loslässt. Es gibt auch sogenannte Zeckenkarten, die wie eine Scheckkarte geformt sind. Behandeln Sie die Einstichstelle nach dem Entfernen der Zecke mit einem Desinfektionsmittel.

Vorsicht: Reißt der Kopf der Zecke beim Entfernen ab (passiert meistens, wenn Sie drehen statt ziehen), eitert der Fremdkörper heraus. Die Biss-Stelle kann dabei gerötet und geschwollen sein. Suchen Sie dann auf jeden Fall einen Arzt auf. Auf keinen Fall sollten Sie die Zecke mit Butter, Öl, Nagellackentferner oder Alkohol bestreichen. Das führt dazu, dass die Zecke im Erstickungskampf noch mehr infektiösen Speichel absondert und ihren Darminhalt in die Wunde entleert. Dadurch steigt das Risiko für eine Infektion mit Borreliose, da sich deren bakterielle Erreger (Borrelien) im Verdauungstrakt der Zecke befinden.

Ist das Nervensystem von der FSME-Infektion betroffen, bedarf es einer ständigen Überwachung im Krankenhaus. Hier kann man bei plötzlich auftretenden Krampfanfällen und weiteren Komplikationen sofort eingreifen.

Ein Aufenthalt auf der Intensivstation kann nötig werden, wenn es im Laufe der FSME zu Atemlähmungen oder Koma kommt.

FSME Impfung


Die gegen FSME erhältliche Impfung schützt ausschließlich vor der viralen Meningoenzephalitis. Sie wirkt nicht gegen Borreliose. Diese wird zwar auch durch einen Zeckenbiss übertragen, wird aber durch einen anderen Krankheitserreger verursacht gegen den es derzeit noch keine Impfung gibt. Die Impfung gegen FSME besteht aus drei Teilimpfungen, die möglichst frühzeitig durchgeführt werden sollten, damit der Impfschutz schon zu Beginn der Zeckensaison im Frühjahr besteht.

Die ersten beiden Injektionen werden im Abstand von ein bis drei Monaten vorgenommen, die dritte Impfung erfolgt neun bis zwölf Monate nach der zweiten. Nach dieser Grundimmunisierung sollte nach drei Jahren eine Auffrischungsimpfung erfolgen. Sind Sie jünger als 50 Jahre sollten Sie sich nach der Auffrischungsimpfung im Abstand von fünf Jahren gegen FSME impfen lassen. Sind Sie älter als 50 Jahre sollte der Abstand 3 Jahre betragen, um einen sicheren Schutz gegen FSME zu gewährleisten.

Wenn es schnell gehen muss, beispielsweise vor einer geplanten Reise in ein FSME-Risikogebiet, können Sie sich auch zwei Impfungen im Abstand von einer Woche geben lassen. Die dritte FSME-Impfung erfolgt dann zwei Wochen später. Der Impfschutz hält bei diesem Verfahren allerdings nur 12 bis 18 Monate. Eine Auffrischungsimpfung empfiehlt sich hier nach einem Jahr. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt!

Die FSME-Impfung ist für Kinder möglich, führt jedoch bei den Kleinen unter drei Jahren häufiger zu Nebenwirkungen wie Fieber.

Allgemein können als Nebenwirkungen einer FSME-Impfung Rötungen und Juckreiz an der Injektionsstelle auftreten sowie Abgeschlagenheit, Magen-Darm-Beschwerden oder leichte Temperaturerhöhung. Auch möglich, aber selten sind Nervenentzündungen.

Zeckenschutzmittel


Zecken sind sehr geruchsempfindlich. Daher sind Insektenschutzmittel gegen Mückenstiche ein guter Schutz vor den kleinen Blutsaugern. Diese Mittel verändern den Körpergeruch unserer Haut sowie deren Temperatur und Feuchtigkeit und machen uns damit „unsichtbar“ für Zecken. Sie können uns nicht mehr riechen und finden daher den Weg auf unserer Haut nicht mehr. Leider hält die Wirkung der Insektenschutzmittel (Repellents) nur wenige Stunden an. Wiederholtes Auftragen und Einsprühen ist daher bei längeren Aufenthalten im Freien zu empfehlen.

FSME Prognose


FSME

FSME heilt meist folgenlos aus. Manchmal bleiben jedoch Muskellähmungen und Hirnfunktionsstörungen zurück. Auch Todesfälle sind möglich, aber sehr selten. Das Sterberisiko steigt mit der Zahl der befallenen Nervenstrukturen. Die schlimmste Form der FSME, die eine Entzündung der Hirnhäute, des Hirngewebes und des Rückenmarks betrifft (Meningoenzephalomyelitis), endet in zehn Prozent der Fälle tödlich. Die Spätfolgen bei den Überlebenden dieser Verlaufsform der FSME sind Konzentrationsstörungen, Lähmungen, Epilepsie oder Kopfschmerzen. Die Beschwerden können einige Monate anhalten, oft jedoch auch dauerhaft verbleiben.

Die reine Hirnhautentzündung oder Meningitis, die durch FSME ausgelöst werden kann, heilt meist ohne gesundheitliche Folgen aus.

Hat man eine FSME überstanden, hält die Immunität gegen eine weitere Infektion lebenslang an.

Quellen


Redaktion/Bieni
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