Atriance

Atriance Patienteninformation

Atriance gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die zur Behandlung bestimmter Krebsarten verwendet werden.

Atriance wird angewendet zur Behandlung von Patienten mit:


- einer Form der Leukämie, die akute lymphoblastische TZell-Leukämie genannt wird. Eine Leukämie verursacht eine abnormale Zunahme der Zahl der weißen Blutkörperchen im Körper, die manchmal auch im Blut...

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In Atriance kommt folgender Wirkstoff zum Einsatz

Nelarabin

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Atriance Patienteninformationen

WAS IST ATRIANCE UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?


Atriance gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die zur Behandlung bestimmter Krebsarten verwendet werden.

Atriance wird angewendet zur Behandlung von Patienten mit:


- einer Form der Leukämie, die akute lymphoblastische TZell-Leukämie genannt wird. Eine Leukämie verursacht eine abnormale Zunahme der Zahl der weißen Blutkörperchen im Körper, die manchmal auch im Blut nachweisbar ist. Die Art der Leukämie hängt hauptsächlich von der Art der jeweils betroffenen weißen Blutzellen ab. In diesem Fall handelt sich um Zellen, die Lymphoblasten genannt werden.
- einer Form des Lymphoms, die lymphoblastisches TZell-Lymphom genannt wird. Dieses Lymphom wird durch eine Anhäufung von Lymphoblasten, einer Art weißer Blutzellen, verursacht.

Wenn Sie weitere Fragen zu Ihrer Erkrankung haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON ATRIANCE BEACHTEN?



Sie (oder Ihr Kind, falls es behandelt werden soll) dürfen Atriance nicht erhalten,

- wenn Sie (oder Ihr Kind, falls es behandelt werden soll) überempfindlich (allergisch) gegen Nelarabin oder einen der sonstigen Bestandteile von Atriance sind (ist).

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Atriance ist erforderlich,

Über schwere neurologische Nebenwirkungen wurde bei Anwendung von Nelarabin berichtet. Die Symptome beinhalteten veränderte psychische Zustände (z. B. Müdigkeit), Störungen des zentralen Nervensystems (z. B. Krampfanfälle, Taubheitsgefühl und Prickeln, Schwäche und Lähmung). Ihr Arzt wird auf Sie auf diese Symptome hin regelmäßig untersuchen (siehe auch "Welche Nebenwirkungen sind möglich?").
Ihr Arzt muss vor der Gabe dieses Arzneimittels Folgendes wissen: - ob Sie (oder Ihr Kind, falls es behandelt werden soll) an irgendwelchen Nieren- oder Leberproblemen leiden (leidet). In diesem Fall muss Ihre AtrianceDosis angepasst werden
- wenn Sie (oder Ihr Kind, falls es behandelt werden soll) kürzlich mit einem Lebendimpfstoff (zum Beispiel Polio, Windpocken, Typhus) geimpft wurde(n) oder demnächst geimpft werden soll(en).

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn eine von diesen Bedingungen bei Ihnen zutrifft.


Bei Anwendung von Atriance mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden
bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben. Dies schließt jegliche pflanzlichen Mittel oder nichtverschreibungspflichtige Arzneimittel mit ein.

Denken Sie daran, Ihren Arzt zu informieren, wenn Sie während der Behandlung mit Atriance mit der Einnahme irgendwelcher anderen Arzneimittel beginnen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Atriance wird für Schwangere nicht empfohlen. Es kann ein Kind schädigen, wenn es vor, während oder kurz nach der Behandlung empfangen wird. Es wird empfohlen, geeignete empfängnisverhütende Maßnahmen mit Ihrem Arzt zu besprechen. Versuchen Sie nicht, schwanger zu werden oder ein Kind zu zeugen, ehe Ihnen Ihr Arzt nicht bestätigt, dass Sie es jetzt können.

Männliche Patienten, die ein Kind zeugen möchten, sollten Ihren Arzt um Rat zur Familienplanung und Behandlung fragen. Sollten es während der Behandlung mit Atriance zu einer Schwangerschaft kommen, müssen Sie umgehend Ihren Arzt davon in Kenntnis setzen.

Es ist nicht geklärt, ob Atriance in die Muttermilch übergeht. Während der Behandlung mit Atriance dürfen Sie nicht stillen. Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt um Rat.

Siehe „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Atriance ist erforderlich“.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Atriance kann sowohl während der Behandlung als auch einige Tage danach müde oder schläfrig machen. Wenn Sie sich müde oder kraftlos fühlen, dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Atriance

Dieses Arzneimittel enthält mindestens 23 mg Natrium pro Dosis. Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.


WIE IST ATRIANCE ANZUWENDEN?


Die Dosis an Atriance, die Sie erhalten, basiert auf: - Ihrer/der Körperoberfläche Ihres Kindes (falls es behandelt werden soll) (die von Ihrem Arzt auf Basis Ihrer Körpergröße und Ihres Gewichts berechnet wird).
- auf den Ergebnissen der Blutuntersuchungen, denen Sie sich vor Beginn der Behandlung unterziehen müssen

Erwachsene und Jugendliche (ab 16 Jahre)

Die übliche Dosis ist
1.500 mg/m2 Körperoberfläche pro Tag.
Der Arzt oder eine Pflegekraft wird Ihnen eine geeignete Dosis an Atriance als Infusion (Tropf) geben. Sie wird üblicherweise in eine Armvene über einen Zeitraum von 2 Stunden zugeführt.

Sie werden eine Infusion (Tropf) einmal am Tag an den Tagen 1, 3 und 5 der Behandlung erhalten
. Dieses Behandlungsschema wird üblicherweise alle drei Wochen wiederholt. Dieses Behandlungsschema kann sich in Abhängigkeit vom Ergebnis der regelmäßigen Blutuntersuchungen ändern.

Kinder und Jugendliche (21 Jahre und jünger)

In der Regel beträgt die Dosis
650 mg/m2 Körperoberfläche pro Tag.

Der Arzt oder eine Pflegekraft
wird Ihnen/Ihrem Kind (falls es behandelt werden soll) eine geeignete Dosis an Atriance als Infusion (Tropf) geben. Sie wird üblicherweise in eine Armvene über einen Zeitraum von 1 Stunde zugeführt.

Sie/Ihr Kind (falls es behandelt werden soll) werden (wird) eine Infusion (Tropf) einmal am Tag über 5 Tage erhalten
. Dieses Behandlungsschema wird üblicherweise alle drei Wochen wiederholt. Es kann sich jedoch in Abhängigkeit vom Ergebnis der regelmäßig durchgeführten Blutuntersuchungen ändern.

Wenn Sie die Behandlung mit Atriance abbrechen

Ihr Arzt wird darüber entscheiden, wann die Behandlung beendet wird.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann Atriance Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die meisten der berichteten Nebenwirkungen von Atriance wurden sowohl bei Erwachsenen, Kindern als auch bei Jugendlichen beobachtet. Einige dieser Nebenwirkungen wurden häufiger bei erwachsenen Patienten berichtet. Es ist kein Grund hierfür bekannt.

Wenn Sie irgendwelche Bedenken haben, besprechen Sie diese mit Ihrem Arzt:

Sehr häufige Nebenwirkungen

Diese können mehr als 1 von 10 Personen unter der Behandlung mit Atriance betreffen. - Anzeichen einer Infektion. Atriance kann die Zahl der weißen Blutkörperchen verringern und damit Ihre Widerstandskraft gegen Infektionen (einschließlich Lungenentzündung) herabsetzen. Dies kann sogar lebensbedrohend werden. Anzeichen einer Infektion können beinhalten:
- Fieber
- eine ernsthafte Verschlechterung Ihres Allgemeinzustandes
- lokale Symptome wie Halsschmerzen, wunde Stellen im Mund oder Probleme mit dem Wasserlassen (zum Beispiel Brennen beim Wasserlassen, das Symptom einer Harnwegsinfektion sein kann)

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt,
wenn eines dieser Anzeichen bei Ihnen auftritt. Er wird dann eine Blutuntersuchung auf eine mögliche Verminderung der weißen Blutkörperchen durchführen.
Andere sehr häufige Nebenwirkungen

- Gefühlsstörungen an den Händen oder Füßen, Muskelschwäche, die sich in Form von Schwierigkeiten beim Aufstehen von einem Stuhl oder beim Gehen (periphere Neuropathie) äußert; verringerte Empfindung gegenüber leichten Berührungen, oder Schmerzen; Empfindungsstörungen wie Brennen, Prickeln, Kribbeln auf der Haut.
- Allgemeines Schwächegefühl und Müdigkeit (vorübergehende Blutarmut). In einigen Fällen können Sie deshalb eine Bluttransfusion benötigen.
- Ungewöhnliche blaue Flecken oder Blutungen, die durch eine Abnahme der Zahl der für die Blutgerinnung verantwortlichen Zellen verursacht werden. Dies kann auch bei relativ kleinen Verletzungen wie kleinen Schnittverletzungen zu schwereren Blutungen führen. In seltenen Fällen kann es zu noch schwereren Blutungen (Blutsturz) führen. Sie sollten mit Ihrem Arzt über Möglichkeiten zur Verringerung des Risikos von Blutungen sprechen.
- Gefühl von Schläfrigkeit und Müdigkeit; Kopfschmerzen; Schwindel.
- Kurzatmigkeit, Schwierigkeiten oder Mühe beim Atmen; Husten.
- Magenverstimmung (Übelkeit); sich übergeben müssen (Erbrechen); Durchfall; Verstopfung.
- Muskelschmerzen.
- Schwellungen an Körperteilen als Folge einer krankhaften Flüssigkeitsansammlung (Ödem).
- Erhöhte Körpertemperatur (Fieber); Müdigkeit, Schwächegefühl.

Informieren Sie einen Arzt,
wenn Sie irgendeine dieser Nebenwirkungen als belastend empfinden.

Häufige Nebenwirkungen

Diesen können bis zu 1 von 10 Personen unter der Behandlung mit Atriance betreffen:
- Heftige, unkontrollierbare Muskelkontraktionen, häufig begleitet von Ohnmacht, die Folge eines epileptischen Anfalls (Krampfanfalls) sein kann.
- Schwerfälligkeit und Koordinationsschwäche mit Auswirkungen auf Gleichgewicht, Gehen, Bewegungen der Gliedmaßen oder der Augen sowie auf die Sprache.
- Unbeabsichtigtes rhythmisches Zittern eines oder mehrerer Gliedmaßen (Tremor).
- Muskelschwäche (möglicherweise von peripherer Neuropathie begleitet - siehe oben), Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen; Schmerzen in Händen und Füßen mit Empfindlungsstörungen („Nadelstiche“) und Taubheitsgefühl.
- Niedriger Blutdruck.
- Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit (Anorexie); Magenschmerzen; wunde Stellen im Mund, Geschwüre im Mund oder Entzündungen.
- Gedächtnisschwäche, Gefühl der Orientierungslosigkeit; verschwommene Wahrnehmung; Veränderung oder Verlust des Geschmackssinns (Dysgeusie).
- Flüssigkeitsansammlung im Lungenbereich, die zu Brustschmerzen und Atembeschwerden führen kann (Pleuraerguss); Keuchen.
- Erhöhte Mengen an Bilirubin in Ihrem Blut, die zu einer Gelbfärbung der Haut führen und Sie träge machen können.
- Erhöhte Blutspiegel von Leberenzymen.
- Erhöhte KreatininBlutspiegel (ein Anzeichen für Nierenprobleme, die zu weniger häufigem Wasserlassen führen können).
- Freisetzung des Inhalts von Tumorzellen (TumorlyseSyndrom), wodurch Ihr Körper zusätzlich belast werden kann. Anfängliche Symptome können Übelkeit und Erbrechen, Kurzatmigkeit, unregelmäßiger Herzschlag, Trübung des Urins, Trägheit und/oder Gelenkbeschwerden einschließen. Sollte dies eintreten, dann am ehesten nach der ersten Dosis. Ihr Arzt wird angemessene Vorsichtsmaßnahmen treffen, um derartige Risiken zu verringern.
- Niedrige Blutspiegel von einigen Stoffen: — niedrige Kalziumspiegel, die Muskelkrämpfe, Bauchkrämpfe oder Spasmen verursachen können. — niedrige Magnesiumspiegel, die Muskelschwäche, Verwirrtheit, ruckartige Bewegungen, Bluthochdruck, unregelmäßigen Herzschlag und verringerte Reflexe bei stark erniedrigten Magnesiumspiegeln im Blut verursachen können. — niedrige Kaliumwerte, die ein Schwächegefühl verursachen können. — niedrige Blutzuckerspiegel, die Übelkeit, Schwitzen, Schwäche, Mattigkeit, Verwirrtheit oder Wahnvorstellungen verursachen können.

Informieren Sie einen Arzt,
wenn Sie irgendeine dieser Nebenwirkungen als belastend empfinden.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

WIE IST ATRIANCE AUFZUBEWAHREN?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf Umkarton und Durchstechflasche angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Nach Anbruch der Durchstechflasche ist Atriance bis zu 8 Stunden bei bis zu 30°C haltbar.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Datenquelle: European Medicines Agency
Stand der Informationen: Dezember 2011

Laut Packungsbeilage können bei der Einnahme von Atriance folgende Nebenwirkungen auftreten

Sehr häufig  (>10%)

Muskelschmerzen

Übelkeit

Durchfall

Verstopfung

Erbrechen

Müdigkeit

Fieber

Kopfschmerzen

Schläfrigkeit

Husten

Halsschmerzen

Schwindel

Kurzatmigkeit

Ödeme

Blutungen

wunde Stellen im Mund

Magenverstimmung

allgemeines Schwächegefühl

vorübergehende Blutarmut

Ungewöhnliche blaue Flecken

Verringerung der Anzahl weißer Blutkörperchen

Verschlechterung des Allgemeinzustandes

Probleme mit dem Wasserlassen

Gefühlsstörungen an den Händen

Gefühlsstörungen an den Füßen

periphere Neuropathie

verringerte Empfindung gegenüber leichten Berühru…

Schmerzen auf der Haut

Brennen auf der Haut

Prickeln auf der Haut

Kribbeln auf der Haut

Schwierigkeiten beim Atmen

Häufig  (1 - 10%)

Rückenschmerzen

Taubheitsgefühl

Gelenkschmerzen

Ohnmacht

Muskelschwäche

niedriger Blutdruck

Gewichtsverlust

Appetitlosigkeit

Schmerzen in Händen

Schmerzen in Füßen

Magenschmerzen

Gelbfärbung der Haut

Keuchen

Tremor

Entzündungen im Mund

Anorexie

wunde Stellen im Mund

Heftige unkontrollierbare Muskelkontraktionen

Schwerfälligkeit

Koordinationsschwäche der Gliedmaßen

Koordinationsschwäche der Augen

Koordinationsschwäche der Sprache

Empfindlungsstörungen

Geschwüre im Mund

Gedächtnisschwäche

Gefühl der Orientierungslosigkeit

verschwommene Wahrnehmung

Dysgeusie

Pleuraerguss

erhöhte Mengen an Bilirubin im Blut

erhöhte Blutspiegel von Leberenzymen

erhöhte Kreatinin-Blutspiegel

Tumorlyse-Syndrom

niedrige Kalziumspiegel

niedrige Magnesiumspiegel

niedrige Kaliumwerte

niedrige Blutzuckerspiegel

Selten  (0,01 - 0,1%)

Blutsturz

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