Bridion

Bridion Patienteninformation


Bridion gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die selektiv Relaxanzbindende Substanzen
genannt werden.
Es wird zur Beschleunigung der Erholung Ihrer Muskeln nach einer Operation angewendet. Wenn Sie sich bestimmten Operationen unterziehen, müssen Ihre Muskeln komplett entspannt sein. Dies erleichtert es dem Chirurgen, die Operation durchzuführen. Eine Allgemeinnarkose,...

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In Bridion kommt folgender Wirkstoff zum Einsatz

Sugammadex

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50 mehr Nebenwirkungen mit Bridion

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WAS IST BRIDION UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?



Bridion gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die selektiv Relaxanzbindende Substanzen
genannt werden.
Es wird zur Beschleunigung der Erholung Ihrer Muskeln nach einer Operation angewendet. Wenn Sie sich bestimmten Operationen unterziehen, müssen Ihre Muskeln komplett entspannt sein. Dies erleichtert es dem Chirurgen, die Operation durchzuführen. Eine Allgemeinnarkose, die Sie erhalten, beinhaltet hierfür Arzneimittel, die Ihre Muskeln entspannen. Diese nennt man Muskelrelaxanzien. Beispiele hierfür sind Rocuroniumbromid und Vecuroniumbromid. Da diese Arzneimittel auch die Atemmuskulatur entspannen, brauchen Sie während und nach der Operation Hilfe beim Atmen (künstliche Beatmung), bis Sie wieder selbständig atmen können.

Bridion wird angewendet, um die Wirkung der Muskelrelaxanzien zu beenden.
Es tut dies, indem es in Ihrem Körper Rocuroniumbromid und Vecuroniumbromid bindet. Bridion wird angewendet, um Ihre Erholung von der Muskelrelaxation zu beschleunigen – zum Beispiel am Ende einer Operation, um Ihnen schneller eine normale Atmung zu ermöglichen.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON BRIDION BEACHTEN?



Bridion darf nicht angewendet werden,

- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Sugammadex oder einen der sonstigen Bestandteile sind. → Bitte sprechen Sie mit Ihrem Anästhesisten, falls dies bei Ihnen zutrifft.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Bridion ist erforderlich,

- falls Sie Nierenerkrankungen haben oder in der Vergangenheit hatten. Dies ist wichtig, weil Bridion über die Nieren aus dem Körper ausgeschieden wird.
- falls Sie Herzerkrankungen haben oder in der Vergangenheit hatten.
- falls Sie Lebererkrankungen haben oder in der Vergangenheit hatten.
- falls Sie unter Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) leiden.
- falls Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen.
- falls Sie Erkrankungen haben, von denen bekannt ist, dass sie mit einem erhöhten Blutungsrisiko (Störungen der Blutgerinnung) verbunden sind, oder Arzneimittel einnehmen/anwenden, die die Blutgerinnung hemmen. → Bitte sprechen Sie mit Ihrem Anästhesisten, falls irgendeiner der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft.

Bei Anwendung von Bridion mit anderen Arzneimitteln

→ Bitte informieren Sie Ihren Anästhesisten, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel oder pflanzliche Produkte handelt. Bridion kann die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen oder durch andere Arzneimittel in seiner Wirkung beeinflusst werden.

Einige Arzneimittel verringern die Wirksamkeit von Bridion

→ Es ist sehr wichtig, dass Sie Ihrem Anästhesisten mitteilen, wenn Sie vor kurzem
- Toremifen (zur Behandlung von Brustkrebs)
- Fusidinsäure (ein Antibiotikum) eingenommen haben.

Bridion kann hormonelle Verhütungsmittel beeinflussen

- Bridion kann die Wirksamkeit von hormonellen Verhütungsmitteln (Kontrazeptiva) einschließlich der Pille, des Vaginalrings, eines Implantates oder eines hormonellen Intrauterinsystems (IUS) verringern, indem es die Menge des Hormons Gestagen reduziert, die Sie bekommen. Durch die Gabe von Bridion geht etwa genauso viel Gestagen verloren, als ob Sie Ihre Verhütungspille an diesem Tag vergessen hätten einzunehmen. → Wenn Sie am selben Tag, an dem Ihnen Bridion verabreicht wird, eine Pille
einnehmen, so folgen Sie bitte den Empfehlungen in der Gebrauchsinformation der Pille bei vergessener Einnahme. → Wenn Sie andere hormonelle Kontrazeptiva anwenden (z. B. Vaginalring, Implantat oder IUS), sollten Sie für die folgenden 7 Tage zusätzlich eine nichthormonelle Verhütungsmethode anwenden (z. B. Kondom) und den Empfehlungen in der Gebrauchsinformation folgen.

Auswirkungen auf Bluttests

Im Allgemeinen hat Bridion keine Auswirkungen auf Labortests. Allerdings kann es die Ergebnisse von einem Bluttest auf ein Hormon, das Gestagen genannt wird, beeinflussen.

Schwangerschaft und Stillzeit

→ Teilen Sie Ihrem Anästhesisten bitte mit, falls Sie schwanger sind oder schwanger sein könnten. Wenn dies mit Ihrem Anästhesisten so besprochen wurde, kann Ihnen Sugammadex auch während der Schwangerschaft verabreicht werden. Sugammadex kann während der Stillzeit angewendet werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, wann Sie nach der Verabreichung von Bridion wieder sicher fahren oder Maschinen bedienen können. Es ist nicht bekannt, dass Bridion Auswirkungen auf die Aufmerksamkeit oder die Konzentrationsfähigkeit hat.

WIE WIRD BRIDION ANGEWENDET?



Die Dosierung

Ihr Anästhesist wird die für Sie notwendige Dosis von Bridion berechnen. Diese basiert auf:
- Ihrem Körpergewicht
- Wie stark das Muskelrelaxanz bei Ihnen noch wirkt. Die übliche Dosierung beträgt 2-4 mg pro kg Körpergewicht. Falls der Anästhesist möchte, dass Sie sich rascher erholen, kann eine höhere Dosierung verabreicht werden.

Die Dosierung von Bridion für Kinder beträgt 2 mg/kg (Kinder und Jugendliche 2-17 Jahre alt).

Wie Bridion angewendet wird

Bridion wird Ihnen von Ihrem Anästhesisten verabreicht. Es wird als einzelne Injektion in eine Vene (intravenös) verabreicht.

Wenn bei Ihnen mehr Bridion als empfohlen angewendet wurde

Da Ihr Anästhesist Sie sehr genau überwacht, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Ihnen zuviel Bridion verabreicht wird. Aber selbst wenn dies passiert, ist es sehr unwahrscheinlich, dass dadurch Probleme entstehen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann Bridion Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Sollten diese Nebenwirkungen während Ihrer Narkose auftreten, wird Ihr Anästhesist diese bemerken und behandeln.

Sehr häufige Nebenwirkungen (bei mehr als 1 von 10 Anwendern)

- Ein vorübergehend unangenehmer Geschmack in Ihrem Mund.

Häufige Nebenwirkungen (bei 1 bis 10 von 100 Anwendern)

- Flache Narkose – Sie können beginnen aus dem Tiefschlaf zu erwachen, so dass Sie mehr Narkosemittel benötigen. Dies kann am Ende der Operation dazu führen, dass Sie sich bewegen oder husten.
- Ihre Muskeln können nach der Operation erneut erschlaffen (falls eine zu niedrige Dosis verabreicht wurde).

Gelegentliche Nebenwirkungen (bei 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

- Wachheit während der Operation (Wachheit während der Narkose)
- Bei Patienten mit Asthma in der Vorgeschichte kam es zu Kurzatmigkeit aufgrund von Muskelkrämpfen der Atemwege (Bronchospasmen)
- Allergische Reaktionen (Arzneimittelüberempfindlichkeitsreaktionen) wie z. B. Ausschlag, Hautrötung, Schwellung von Zunge und/oder Rachen, Veränderungen des Blutdrucks oder der Herzfrequenz, die manchmal einen schwerwiegenden Blutdruckabfall zur Folge haben.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

WIE IST BRIDION AUFZUBEWAHREN?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Durchstechflasche und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Nicht über 30°C lagern. Nicht einfrieren. Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Nach dem ersten Öffnen und Verdünnen bei 2-8°C lagern und innerhalb von 24 Stunden verbrauchen.

Datenquelle: European Medicines Agency
Stand der Informationen: Dezember 2010

Laut Packungsbeilage können bei der Einnahme von Bridion folgende Nebenwirkungen auftreten

Sehr häufig  (>10%)

vorübergehender unangenehmer Geschmack im Mund

Häufig  (1 - 10%)

Flache Narkose

Muskeln können nach Operation erneut erschlaffen

Gelegentlich  (0,1 - 1%)

Blutdruckabfall

Ausschlag

allergische Reaktionen

Schwellung der Zunge

Kurzatmigkeit (Asthma)

Bronchospasmen (Asthma)

Wachheit während der Narkose

Arzneimittelüberempfindlichkeitsreaktionen

Hautrötung

Schwellung des Rachens

Veränderungen des Blutdrucks

Veränderungen der Herzfrequenz

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