Brivaness

Brivaness Patienteninformation

BRINAVESS enthält den Wirkstoff Vernakalanthydrochlorid. BRINAVESS normalisiert einen unregelmäßigen und schnellen Herzschlag.

BRINAVESS wird bei Erwachsenen mit einem kürzlich aufgetretenen schnellen und unregelmäßigen Herzschlag, der vom Arzt als Vorhofflimmern diagnostiziert wurde, angewendet. Das bedeutet, dass Ihr Herz weniger als 7 Tage ohne vorhergehende Herzoperation oder...

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In Brivaness kommt folgender Wirkstoff zum Einsatz

Vernakalanthydrochlorid

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Brivaness Patienteninformationen

WAS IST BRINAVESS UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?


BRINAVESS enthält den Wirkstoff Vernakalanthydrochlorid. BRINAVESS normalisiert einen unregelmäßigen und schnellen Herzschlag.

BRINAVESS wird bei Erwachsenen mit einem kürzlich aufgetretenen schnellen und unregelmäßigen Herzschlag, der vom Arzt als Vorhofflimmern diagnostiziert wurde, angewendet. Das bedeutet, dass Ihr Herz weniger als 7 Tage ohne vorhergehende Herzoperation oder weniger als 3 Tage nach einer Herzoperation unregelmäßig schlägt. Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie mit BRINAVESS behandelt werden sollten.

WAS MÜSSEN SIE BEACHTEN, BEVOR BRINAVESS BEI IHNEN ANGEWENDET WIRD?



Sie dürfen BRINAVESS nicht erhalten,

- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Vernakalanthydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile von BRINAVESS sind (siehe Abschnitt 6),
- wenn bei Ihnen innerhalb der vergangenen 30 Tage Schmerzen im Brustkorb (Angina pectoris) neu aufgetreten sind oder sich verschlimmert haben, die von Ihrem Arzt als akutes Koronarsyndrom diagnostiziert wurden, oder Sie in den vergangenen 30 Tagen einen Herzanfall erlitten haben
- wenn Sie an Herzklappenverengung leiden, einen niedrigen Blutdruck (systolischer Blutdruck <100 mm Hg) haben oder wenn Sie unter einer Herzleistungsschwäche in einem fortgeschrittenen Stadium leiden und bereits bei leichter Anstrengung oder im Ruhezustand Beschwerden verspüren
- wenn Ihr Herzschlag abnorm langsam oder unregelmäßig ist und Sie dafür keinen Herzschrittmacher tragen, oder wenn bei Ihnen eine als QTVerlängerung bezeichnete Störung des Herzschlags vorliegt, die Ihr Arzt in einer EKGUntersuchung des Herzens erkennen kann,
- wenn Ihnen 4 Stunden vor der Gabe von BRINAVESS andere Arzneimittel (Antiarrythmika Klasse I und III) zur Normalisierung Ihres unregelmäßigen Herzschlags in eine Vene gegeben wurden.

Sie dürfen nicht mit BRINAVESS behandelt werden, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft. Wenn Sie Fragen hierzu haben, wenden Sie sich bitte vor der Behandlung an Ihren Arzt.

Bei der Behandlung mit BRINAVESS ist besondere Vorsicht erforderlich:

Vor der Behandlung mit BRINAVESS müssen Sie und Ihr Arzt überprüfen, ob
- Sie folgende Probleme haben:
- Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz)
- Herzerkrankungen, die den Herzmuskel oder die Umhüllung des Herzens betreffen oder mit einer starken Verengung der Herzklappen einhergehen
- Herzklappenerkrankung
- Lebererkrankungen
- andere Arzneimittel zur Herzrhythmuskontrolle anwenden.

Wenn es bei Ihnen während der Behandlung mit diesem Arzneimittel zu stark erniedrigtem Blutdruck oder verlangsamten Herzschlag bzw. bestimmten Veränderungen im EKG kommt, bricht Ihr Arzt möglicherweise die Behandlung ab. Ihr Arzt wird 4 Stunden nach der Behandlung mit BRINAVESS prüfen, ob Sie zusätzliche Arzneimittel zur Einstellung des Herzschlags benötigen. BRINAVESS wirkt möglicherweise nicht bei der Behandlung einiger anderer krankhafter Veränderungen des Herzschlages, worüber Ihr Arzt jedoch informiert ist.

Bitte teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie einen Herzschrittmacher tragen.

Wenn einer der genannten Punkte auf Sie zutrifft bzw. Sie sich nicht sicher sind, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Blutuntersuchungen

Vor der Behandlung mit diesem Arzneimittel wird Ihr Arzt darüber entscheiden, ob eine Blutuntersuchung zur Bestimmung der Blutgerinnung und des Kaliumspiegels notwendig ist.

Behandlung von Kindern

Es gibt keine Erfahrungen mit der Anwendung von BRINAVESS bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren. Daher wird die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen.

Die Anwendung von BRINAVESS mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, um pflanzliche bzw. homöopathische Arzneimittel oder Naturprodukte handelt.

Schwangerschaft und Stillzeit

- Informieren Sie Ihren Arzt vor der Anwendung des Arzneimittels, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen. Eine Behandlung mit BRINAVESS während der Schwangerschaft sollte vermieden werden.
- Wenn Sie stillen oder stillen möchten, sollten Sie Ihren Arzt darüber informieren, bevor Sie mit BRINAVESS behandelt werden. Die Behandlung mit BRINAVESS während der Stillzeit sollte mit Vorsicht erfolgen, da nicht bekannt ist, ob das Arzneimittel in die Muttermilch übergeht.

Fragen Sie vor der Anwendung von Arzneimitteln Ihren Arzt um Rat, wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Bitte berücksichtigen Sie, dass nach der Behandlung mit BRINAVESS Schwindel auftreten kann, gewöhnlich während der ersten beiden Stunden nach der Anwendung von BRINAVESS (Siehe Abschnitt Welche Nebenwirkungen sind möglich?). Wenn Ihnen nach der Behandlung mit BRINAVESS schwindelig wird, sollten Sie nicht Auto fahren oder mit Maschinen arbeiten.
Wichtige Informationen über bestimmte Bestandteile von BRINAVESS
Dieses Arzneimittel enthält ca. 1,4 mmol (32 mg) Natrium pro 200-mgDurchstechflasche bzw. ca. 3,5 mmol (80 mg) Natrium pro 500-mgDurchstechflasche. Wenn Sie eine Natriumkontrollierte Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

WIE WIRD BRINAVESS BEI IHNEN ANGEWENDET?



- BRINAVESS wird von medizinischem Fachpersonal gegeben.
- Das Arzneimittel wird über 10 Minuten in eine Vene gegeben.
- Die Menge BRINAVESS, die Ihnen gegeben wird, ist von Ihrem Körpergewicht abhängig. Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 3 mg/kg Körpergewicht. Während der Gabe von BRINAVESS werden Ihre Atmung, Ihr Herzschlag und Blutdruck sowie die elektrische Aktivität Ihres Herzens überwacht.
- Wenn sich Ihr Herzschlag auch 15 Minuten nach der ersten Dosis nicht normalisiert hat, erhalten Sie eventuell eine zweite, geringere Dosis von 2 mg/kg. Gesamtdosen von über 5 mg/kg sollten innerhalb von 24 Stunden nicht gegeben werden.

Wenn Sie eine größere Menge von BRINAVESS erhalten haben, als Sie sollten

Wenn Sie vermuten, dass Ihnen möglicherweise eine größere als die empfohlene Menge BRINAVESS gegeben wurde, sollten Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt sprechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Die Häufigkeit der unten aufgelisteten möglichen Nebenwirkungen wird gemäß folgendem Grundsatz bestimmt: Sehr häufig (bei mehr als 1 von 10 behandelten Patienten) Häufig (bei 1 bis 10 von 100 behandelten Patienten) Gelegentlich (bei 1 bis 10 von 1.000 behandelten Patienten)

Wie alle Arzneimittel kann BRINAVESS Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Patienten auftreten müssen. Ihr Arzt entscheidet, ob die Behandlung unterbrochen werden soll, wenn er bei Ihnen eine ungewöhnliche Veränderung der folgenden Messwerte beobachten sollte:
- Herzschlag
- Blutdruck
- elektrische Aktivität des Herzens

Sehr häufig sind folgende Nebenwirkungen, die innerhalb von 24 Stunden nach der Anwendung von BRINAVESS auftraten, beobachtet worden:
- Veränderungen des Geschmackssinns
- NiesenDiese Nebenwirkungen sollten in der Regel schnell vorübergehen.

Weitere Nebenwirkungen sind folgende:
Häufig:
- Taubheitsgefühl oder Schmerzen an der Einstichstelle, Taubheitsgefühl oder herabgesetzte Sinneswahrnehmung der Haut, Kribbeln oder Taubheitsgefühl
- Übelkeit und Erbrechen
- Hitzegefühl und Müdigkeit
- Niedriger Blutdruck, zu langsamer, schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, Schwindel
- Kopfschmerzen
- Husten, trockener Mund, wunde Nase
- Schwitzen, Juckreiz

Gelegentlich:
- Gewisse Beschwerden am Herzen (wie eine kurze Unterbrechung der normalen Herzaktivität oder ein fehlender Herzschlag, bewusste Wahrnehmung des eigenen Herzschlags [Palpitationen])
- Entzündete oder tränende Augen oder Sehstörungen, Veränderungen des Geruchssinns, Schmerzen in Fingern und Zehen, Brennen, kalter Schweiß, Hitzewallungen, Juckreiz
- Stuhldrang, Durchfall
- Kurzatmigkeit oder Engegefühl im Brustkorb
- Reizung an der Infusionsstelle
- Benommenheit oder Ohnmacht, allgemeines Unwohlsein, Müdigkeit oder Schläfrigkeit
- Laufende Nase, Halsschmerzen
- Blasse Haut
- Schwerwiegende Störung der Herzfunktion durch sehr stark erniedrigten Blutdruck (kardiogener Schock)

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

WIE IST BRINAVESS AUFZUBEWAHREN?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen BRINAVESS nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

BRINAVESS muss vor der Anwendung verdünnt werden. Das sterile, verdünnte Konzentrat ist chemisch und physikalisch 12 Stunden lang bei Temperaturen bis 25 °C stabil. Das Produkt sollte aus mikrobiologischen Gründen sofort verwendet werden. Wird es nicht sofort verwendet, liegen die Lagerungszeiten und -bedingungen vor der Anwendung in der Verantwortung des Anwenders und dürfen 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C nicht überschreiten, es sei denn, die Verdünnung erfolgte unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen.

Verwenden Sie BRINAVESS nicht, wenn es kleine Teilchen enthält oder Verfärbungen aufweist.

Arzneimittel sollten nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Datenquelle: European Medicines Agency
Stand der Informationen: Juli 2011

Laut Packungsbeilage können bei der Einnahme von Brivaness folgende Nebenwirkungen auftreten

Sehr häufig  (>10%)

Veränderungen des Geschmacksinns

Niesen

Häufig  (1 - 10%)

Kopfschmerzen

Übelkeit

Müdigkeit

Erbrechen

Schwindel

Taubheitsgefühl

Juckreiz

Husten

Kribbeln

niedriger Blutdruck

Taubheitsgefühl der Haut

Hitzegefühl

Taubheitsgefühl an der Einstichstelle

Schmerzen an der Einstichstelle

herabgesetzte Sinneswahrnehmung der Haut

zu langsamer Herzschlag

zu schneller Herzschlag

unregelmäßiger Herzschlag

trockener Mund

wunde Nase

Schwitzen

Gelegentlich  (0,1 - 1%)

Ohnmacht

Kurzatmigkeit

laufende Nase

allgemeines Unwohlsein

Schläfrigkeit

Durchfall

Müdigkeit

Juckreiz

Sehstörungen

Benommenheit

kalter Schweiß

Beschwerden am Herzen

kurze Unterbrechung der normalen Herzaktivität

ein fehlender Herzschlag

Palpitationen

entzündete Augen

tränende Augen

Veränderungen des Geruchssinns

Schmerzen in Fingern

Schmerzen in Zehen

Brennen

Hitzewallungen

Stuhldrang

Engegefühl im Brustkorb

Reizung an der Infusionsstelle

Halsschmerzen

blasse Haut

schwerwiegende Störung der Herzfunktion

kardiogener Schock

sehr stark erniedrigter Blutdruck

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