ChondroCelect

ChondroCelect Patienteninformation

ChondroCelect besteht aus autologen kultivierten Knorpelzellen. Das Produkt wird aus einer kleinen Knorpelzellprobe (einer Biopsie) hergestellt, die Ihrem Knie entnommen wird,
- Autolog bedeutet, dass zur Herstellung von ChondroCelect Ihre eigenen Zellen verwendet werden.
- Knorpel ist ein Gewebe, das in jedem Gelenk vorhanden ist.Es schützt die Enden...

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In ChondroCelect kommt folgender Wirkstoff zum Einsatz

humane Knorpelzellen in Zellsuspension

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WAS IST CHONDROCELECT UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?


ChondroCelect besteht aus autologen kultivierten Knorpelzellen. Das Produkt wird aus einer kleinen Knorpelzellprobe (einer Biopsie) hergestellt, die Ihrem Knie entnommen wird,
- Autolog bedeutet, dass zur Herstellung von ChondroCelect Ihre eigenen Zellen verwendet werden.
- Knorpel ist ein Gewebe, das in jedem Gelenk vorhanden ist.Es schützt die Enden Ihrer Knochen und ermöglicht Ihren Gelenken eine reibungslose Funktion.

ChondroCelect wird zur Behebung einzelner symptomatischer Knorpeldefekte in der Femurkondyle des Knies bei Erwachsenen angewendet. Ein Defekt kann durch ein akutes Trauma wie beispielsweise einen Sturz verursacht werden. Eine andere Ursache kann ein wiederholtes Trauma sein, z. B. eine über längere Zeiträume währende falsche Gewichtsbelastung des Knies.
- Die Femurkondyle ist das Ende des Oberschenkelknochens, der einen Teil Ihres Knies bildet.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON CHONDROCELECT BEACHTEN?



ChondroCelect darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen einen der Bestandteile von ChondroCelect oder Rinderserum sind.
- wenn Sie an fortgeschrittener Osteoarthritis (degenerativer Gelenkkrankheit) im Knie leiden.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von ChondroCelect ist erforderlich

Bei Patienten mit akuten oder kürzlich aufgetretenen Knochen- oder Gelenkinfektionen sollte mit der Behandlung vorübergehend gewartet werden, bis eine Wiederherstellung nachgewiesen ist.

Die Anwendung von ChondroCelect wird nicht empfohlen, wenn Sie übergewichtig sind (d. h. einen Body Mass Index über 30 haben). Ihr Chirurg kann Ihnen dazu weitere Informationen geben.

ChondroCelect wird nicht für die Revision von Knorpeldefekten an anderen Stellen als der Femurkondyle empfohlen.

ChondroCelect wird nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren empfohlen. Zu erwachsenen Patienten über 50 Jahren liegen begrenzte Daten vor.

ChondroCelect sollte in ein ansonsten gesundes Knie implantiert werden. Das bedeutet, dass andere Knieprobleme wie beispielsweise Läsionen des Bänderapparats des Knies oder des Meniskus vor oder während der Implantation von ChondroCelect zu beheben sind.

Sie sollten hinsichtlich der Wiederaufnahme von Bewegungsaktivitäten den von Ihrem Physiotherapeuten empfohlenen Rehabilitationsplan befolgen. Zu frühe und intensive Aktivität kann das Implantat und die Nachhaltigkeit des klinischen Nutzens von ChondroCelect beeinträchtigen.

Von Ihrem Chirurgen erfahren Sie mehr zu besonderen Gegebenheiten in Ihrem speziellen Fall.

Sonstige Fälle, in denen ChondroCelect nicht implantiert werden darf Auch wenn der Chirurg bereits eine zur Herstellung des Produktes benötigte kleine Probe mit Knorpelzellen (eine Biopsie) entnommen hat, ist es möglich, dass Sie nicht für eine Behandlung mit ChondroCelect infrage kommen. Dies ist dann der Fall, wenn die Biopsie von nicht ausreichender Qualität für die Herstellung von ChondroCelect ist, oder es kann gelegentlich vorkommen, dass die Zellen im Labor nicht weitergezüchtet werden können oder die expandierten Zellen nicht alle Qualitätskriterien erfüllen. Ihr Chirurg wird über derartige Sachverhalte informiert und muss dann gegebenenfalls für Sie eine Alternativbehandlung wählen.

Bei Anwendung von ChondroCelect mit anderen Arzneimitteln

Die sichere Anwendung von ChondroCelect mit anderen Arzneimitteln wurde nicht untersucht. Fragen Sie Ihren Arzt, welche Schmerzmedikamente Sie risikofrei anwenden können. Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Physiotherapeuten, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich nicht um verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Schwangerschaft und Stillzeit

Die sichere Anwendung von ChondroCelect während der Schwangerschaft oder Stillzeit ist nicht nachgewiesen. ChondroCelect wird nicht für schwangere und stillende Frauen empfohlen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder glauben, schwanger sein zu können.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Das chirurgische Verfahren hat erheblichen Einfluss auf Ihre Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Während der Rehabilitationsphase könnten Ihre Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen eingeschränkt sein. Bitte befolgen Sie in dieser Zeit strikt die Ratschläge Ihres Arztes, Chirurgen oder Physiotherapeuten.

WIE IST CHONDROCELECT ANZUWENDEN?



ChondroCelect darf nur von einem orthopädischen Chirurgen in einem Krankenhaus verschrieben und implantiert werden. Behandlung mit ChondroCelect: Ein zweistufiges Verfahren

Visite 1: Evaluierung des Knorpeldefekts und Biopsie

Bei der ersten Visite untersucht der Chirurg Ihren Knorpeldefekt im Rahmen einer Operation, die als Arthroskopie bezeichnet wird. Bei einer Arthroskopie wird ein schmales Teleskop (Arthroskop) durch einen sehr kleinen Einschnitt in die Haut eingeführt, um das Innere des Knies untersuchen zu können. Wenn der Chirurg entscheidet, dass die Behandlung mit ChondroCelect für Sie geeignet ist, entnimmt er Ihrem Knie eine kleine Knorpelzellenprobe (eine Biopsie). Diese Knorpelprobe wird zur Herstellung von ChondroCelect verwendet. Auswahl und Anzucht der Zellen zur Herstellung von ChondroCelect nehmen mindestens vier Wochen in Anspruch.

Visite 2: Implantation von ChondroCelect

Die Knorpelzellen werden im Rahmen einer Operation am offenen Knie in den Knorpeldefekt implantiert. Dieses Verfahren wird als „autologe Chondrozytenimplantation“ (ACI) bezeichnet. Sie dient dazu, den Defekt im Lauf der Zeit mit gesundem und funktionierendem Knorpel zu beheben. Damit die Knorpelzellen an Ort und Stelle bleiben, wird über den Defekt eine biologische Membran genäht.

Rehabilitation

Nach der Operation müssen Sie sich etwa ein Jahr lang einem Rehabilitationsprogramm unterziehen, damit Ihr Knie gut ausheilen kann. Von Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten erfahren Sie weitere Einzelheiten zu Ihrer Rehabilitation.

Es ist sehr wichtig, die Empfehlungen Ihres Arztes und/oder Physiotherapeuten aufmerksam zu befolgen. Wenn Sie den Rehabilitationsplan nicht einhalten, könnte sich das Risiko eines Behandlungsversagens erhöhen.

Sie sollten beim Beugen und Belasten Ihres behandelten Knies sehr vorsichtig sein. Während der Rehabilitationsphase wird der Grad der Gewichtsbelastung je nach Ihrem Körpergewicht und der Größe des Knorpeldefekts allmählich erhöht. Zum Schutz Ihres Knies müssen Sie eine Orthese tragen.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Physiotherapeuten, wenn Sie weitere Fragen über die Behandlung mit ChondroCelect haben.


WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann ChondroCelect Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die meisten Nebenwirkungen der Implantation von ChondroCelect hängen mit der Operation am offenen Knie zusammen, Diese Nebenwirkungen sind im Allgemeinen recht leicht und klingen in den Wochen nach dem Eingriff ab.

An Symptomen wie Schmerz, Schnappen, Reiben, Gelenksperre, Schwellung, Beugungsbeschränkung und Steifheit im Knie können Sie die meisten der gelenkbezogenen Nebenwirkungen erkennen. Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie eines dieser Symptome feststellen.

Die Häufigkeit der nachstehend aufgeführten möglichen Nebenwirkungen ist nach folgender Konvention definiert:
- Sehr häufig (bei mehr als 1 von 10 Patienten)
- Häufig (bei 1 bis 10 von 100 Patienten)
- Gelegentlich (bei 1 bis 10 von 1.000 Patienten)
- Selten (bei 1 bis 10 von 10.000 Patienten)
- Sehr selten (bei weniger als 1 von 10.000 Patienten)
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Sehr häufige Nebenwirkungen
(treten wahrscheinlich bei mehr als 1 von 10 Patienten auf) sind: Gelenkschmerz (Arthralgie), übermäßiges Wachstum von Knorpelzellen (Knorpelhypertrophie), Knack- oder Klickgefühl beim Beugen des Knies (Gelenkkrepitation) und Gelenkschwellung.

Häufige Nebenwirkungen
(treten wahrscheinlich bei 1 bis 10 von 100 Patienten auf) sind: Bewegungseinschränkung des Knies (Arthrofibrose, verringerter Bewegungsumfang, verringerte Mobilität), übermäßiges Vorhandensein von Gelenkflüssigkeit im Gelenk (Gelenkeffusion), Gelenksperre, Gelenkentzündung (Arthritis, Bursitis, Synovitis), mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum im Knie (Knochenzyste, Synovialzyste), Knochenschwellung, Knorpelerkrankung (Chondropathie), gutartiges Knochenwachstum (Exostose), Blut im Gelenk (Hämarthrose), Gelenkinstabilität, Gelenksteife, Gelenkmaus, Muskelschwächung (Muskelatrophie, TrendelenburgZeichen), degenerative Gelenkerkrankung (Osteoarthritis), Sehnenerkrankung, Sehnenentzündung (Tendonitis), beeinträchtigte Wundheilung, Behandlungsversagen, Gangstörungen, Überempfindlichkeit an der Implantatstelle, peripheres Ödem, Fieber (Pyrexie), postoperative Wundkomplikation (Reaktion an der Wundstelle), Lockerung des Implantats oder der Membran (Implantatkomplikation, Implantatdelamination), Verletzung (Knorpelverletzung, Gelenkverletzung), Blutgerinnsel in der tiefen Beinvene (tiefe Venenthrombose), großer Bluterguss (Hämatom), oberflächliche Venenentzündung (Phlebitis), Übelkeit, Schmerzen oder Nervenstörung (peripher Neuropathie, komplexes regionales Schmerzsyndrom, autonome Neuropathie), Synkope, Apnoe, Arthroskopie.

Gelegentliche Nebenwirkungen
(treten wahrscheinlich bei 1 bis 10 von 1.000 Patienten auf) sind: Angststörung, Überempfindlichkeit (Hyperästhesie, Fotophobie), Migräne, Miniinfarkt (transiente ischämische Attacke), Eintritt von Fett in den Blutkreislauf (Fettembolie), Venenentzündung (Thrombophlebitis), Blockage in einer Lungenarterie (Lungenembolie), juckende Narbe, Schmerzen an der Knievorderseite (Chondromalazie), Gewebeabbau (Gonarthrose, Atrophie), Beschwerden, chronische Entzündung (granulomatöse Läsion).

Die Langzeiterfahrungen mit der Implantation von Knorpelzellen sind beschränkt. Es ist daher möglich, dass Komplikationen oder Nebenwirkungen auftreten, die bislang unbekannt sind.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Physiotherapeuten, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.



WIE IST CHONDROCELECT AUFZUBEWAHREN?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen ChondroCelect nach dem auf dem Behältnis nach „EXP.“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Bei 15°C – 25°C lagern. Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren. Bewahren Sie die ProduktDurchstechflasche(n) in dem FalconRöhrchen in dem Außenbehältnis mit Kunststoffschraubdeckel auf, um den Inhalt vor Licht und Verunreinigung mit Bakterien/Pilzen zu schützen. Nicht bestrahlen.

Da dieses Produkt bei Ihrer Knieoperation angewendet wird, ist das Krankenhauspersonal für die sachgemäße Lagerung des Produktes vor und während seiner Anwendung sowie für die sachgemäße Entsorgung verantwortlich.

Datenquelle: European Medicines Agency
Stand der Informationen: Oktober 2011

Laut Packungsbeilage können bei der Einnahme von ChondroCelect folgende Nebenwirkungen auftreten

Sehr häufig  (>10%)

Arthralgie

Knorpelhypertrophie

Gelenkkrepitation

Gelenkschwellung

Häufig  (1 - 10%)

Übelkeit

Schmerzen

Arthritis

Arthrofibrose

verringerter Bewegungsumpfang

verringerte Mobilität

Bewegungseinschränkung des Knies

Gelenkeffusion

Gelenksperre

Gelenkentzündung

Bursitis

Synovitis

Knochenzyste

Synovialzyste

mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum im Knie

Knochenschwellung

Chondropathie

Exostose

Hämarthrose

Gelenkinstabilität

Gelenksteife

Gelenkmaus

Muskelschwächung

Muskelatrophie

TrendelenburgZeichen

Osteoarthritis

Sehnenerkrankung

Tendonitis

beeinträchtige Wundheilung

Behandlungsversagen

Gangstörungen

Überempfindlichkeit an der Implantatstelle

peripheres Ödem

Pyrexie

postoperative Wundkomplikation

Lockerung des Implantats

Lockerung der Membran

Implantatkomplikation

Implantatdelamination

Verletzung

Knorpelverletzung

Gelenkverletzung

tiefe Venenthrombose

Hämatom

Phlebitis

peripher Neuropathie

komplexes regionales Schmerzsyndrom

autonome Neuropathie

Nervenstörung

Synkope

Apnoe

Arthroskopie

Gelegentlich  (0,1 - 1%)

Lungenembolie

Überempfindlichkeit

Migräne

Angststörung

Hyperästhesie

Fotophobie

transiente ischämische Attacke

Fettembolie

Thrombophlebitis

juckende Narbe

Chondromalazie

Gewebeabbau

Gonarthrose

Atrophie

Beschwerden

ganulomatöse Läsion

chronische Entzündung

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