Corlentor

Corlentor Patienteninformation

Corlentor (Ivabradin) ist ein Herzmittel zur Behandlung von stabiler Angina pectoris, die Brustschmerzen verursacht. Es wird bei erwachsenen Patienten angewendet, die sogenannte Betablocker als Herzmittel nicht vertragen oder nicht einnehmen können. Es wird ebenfalls in Kombination mit Betablockern bei erwachsenen Patienten angewendet, deren Zustand mit Betablocker nicht vollständig...

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In Corlentor kommt folgender Wirkstoff zum Einsatz

Ivabradin

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WAS IST CORLENTOR UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?


Corlentor (Ivabradin) ist ein Herzmittel zur Behandlung von stabiler Angina pectoris, die Brustschmerzen verursacht. Es wird bei erwachsenen Patienten angewendet, die sogenannte Betablocker als Herzmittel nicht vertragen oder nicht einnehmen können. Es wird ebenfalls in Kombination mit Betablockern bei erwachsenen Patienten angewendet, deren Zustand mit Betablocker nicht vollständig kontrolliert ist und die eine zu hohe Herzfrequenz (von mehr als 60 Schlägen pro Minute) haben.

Stabile Angina pectoris (üblicherweise als „Angina“ bekannt) Stabile Angina pectoris ist eine Herzkrankheit, die auftritt, wenn das Herz nicht genug Sauerstoff erhält. Die Krankheit tritt normalerweise im Alter von 40 und 50 Jahren auf. Die häufigsten Symptome von Angina pectoris sind Brustschmerzen und Unwohlsein. Angina pectoris tritt eher auf, wenn sich der Herzschlag beschleunigt, d. h. in Situationen wie körperlicher oder emotionaler Belastung, bei Kälte oder nach einer Mahlzeit. Diese Erhöhung des Herzschlages kann den Brustschmerz bei Patienten, die an Angina pectoris leiden, verursachen.

Wie wirkt Corlentor?
Corlentor wirkt hauptsächlich über die Senkung der Herzfrequenz um wenige Herzschläge in der Minute. Dies reduziert den Sauerstoffbedarf des Herzens, vor allem in Situationen in denen das Auftreten von Angina pectoris Anfällen wahrscheinlich ist. Auf diese Weise hilft Corlentor die Anzahl der Angina pectoris Anfälle zu kontrollieren und zu reduzieren.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON CORLENTOR BEACHTEN?



Corlentor darf nicht eingenommen werden,

- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Ivabradin oder einen der sonstigen Bestandteile von Corlentor sind (für eine Auflistung aller Bestandteile siehe „Weitere Informationen“);
- wenn Ihre Herzfrequenz im Ruhezustand vor der Behandlung zu niedrig ist (unter 60 Schläge pro Minute);
- wenn Sie an einem kardiogenen Schock leiden (im Krankenhaus behandeltes Herzleiden);
- wenn Sie eine Herzrhythmusstörung haben;
- wenn Sie einen Herzanfall erleiden;
- wenn Sie an sehr niedrigem Blutdruck leiden;
- wenn Sie an instabiler Angina pectoris leiden (eine schwere Form, bei der Brustschmerzen sehr häufig und bei oder ohne Belastung auftreten);
- wenn Sie an ausgeprägter Herzschwäche leiden (wenn Ihr Herz nicht einwandfrei arbeitet);
- wenn Sie einen Herzschrittmacher haben;
- wenn Sie an schweren Leberfunktionsstörungen leiden;
- wenn Sie bereits Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (wie Ketoconazol, Itraconazol), Makrolidantibiotika (wie Josamycin, Clarithromycin, Telithromycin oder Erythromycin zum Einnehmen), Arzneimittel zur Behandlung von HIVInfektionen (wie Nelfinavir, Ritonavir) oder Nefazodon (ein Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) einnehmen (siehe: Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln);
- wenn Sie schwanger sind;
- wenn Sie stillen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Corlentor ist erforderlich,

- wenn Sie an Herzrhythmusstörungen leiden (wie einem unregelmäßigen Herzschlag, Herzrasen, Verstärkung des Brustschmerzes) oder anhaltendem Vorhofflimmern (eine Art von unregelmäßigem Herzschlag);
- wenn Sie an Symptomen leiden wie Müdigkeit, Schwindel oder Kurzatmigkeit (das könnte darauf schließen lassen, dass Ihre Herzfrequenz zu niedrig ist);
-
- wenn Sie vor Kurzem einen Schlaganfall hatten (Durchblutungsstörung im Gehirn)
- wenn Sie unter niedrigem Blutdruck leiden (leicht bis mittel);
- wenn Sie unter chronischer Herzschwäche leiden (wenn Ihr Herz nicht einwandfrei arbeitet);
- wenn Sie an einer chronischen Netzhauterkrankung des Auges leiden,
- wenn Sie unter mäßigen Leberfunktionsstörungen leiden,
- wenn Sie an schweren Nierenfunktionsstörungen leiden.

Wenn eine oder mehrere der oben genannten Erscheinungen auf Sie zutrifft, dann sprechen Sie bitte umgehend mit Ihrem Arzt vor oder während der Behandlung mit Corlentor.

Kinder

Corlentor ist nicht für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren bestimmt.

Bei Einnahme von Corlentor mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Informieren Sie gewissenhaft Ihren Arzt über die Einnahme von folgenden Arzneimitteln, da dies eine Dosisanpassung von Corlentor oder besondere Überwachung erforderlich machen könnte:
- Diltiazem, Verapamil (angewendet gegen hohen Blutdruck oder Angina pectoris)
- Fluconazol (ein Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen)
- Rifampicin (ein Antibiotikum)
- Barbiturate (bei Schlafstörungen oder Epilepsie)
- Phenytoin (bei Epilepsie)
- Hypericum perforatum oder Johanniskraut (pflanzliches Arzneimittel bei Depression)
- QT verlängernde Arzneimittel um entweder Herzrhythmusstörungen oder andere Zustände zu behandeln:
- Chinidin, Disopyramid, Ibutilid, Sotalol, Amiodaron (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)
- Bepridil (zur Behandlung von Angina pectoris)
- bestimmte Arten von Arzneimitteln zur Behandlung von Angstzuständen, Schizophrenie oder anderen Psychosen (wie Pimozid, Ziprasidon, Sertindol)
- Arzneimittel gegen Malaria (wie Mefloquin oder Halofantrin)
- Erythromycin intravenös angewendet (ein Antibiotikum)
- Pentamidin (ein Mittel gegen Parasiten)
- Cisaprid (gegen Sodbrennen)

Bei Einnahme von Corlentor zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Schränken Sie Ihren Konsum an Grapefruitsaft während der Behandlung mit Corlentor ein.

Schwangerschaft und Stillzeit

Nehmen Sie Corlentor während einer Schwangerschaft oder wenn Sie eine solche planen nicht ein (siehe „Corlentor darf nicht eingenommen werden“). Wenn Sie schwanger sind und Corlentor eingenommen haben, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

Nehmen Sie Corlentor nicht ein, wenn Sie stillen (siehe „Corlentor darf nicht eingenommen werden“). Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Corlentor kann zeitweise lichtbedingte Symptome am Auge verursachen (eine zeitweilige Helligkeit im Gesichtsfeld, siehe „Welche Nebenwirkungen sind möglich“). Falls Sie betroffen sein sollten, dann seien Sie im Verkehr und beim Bedienen von Maschinen besonders dann vorsichtig, wenn plötzliche Veränderungen der Lichtstärke auftreten können, besonders wenn Sie während der Nacht Auto fahren.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Corlentor

Corlentor enthält Lactose. Falls Ihr Arzt Sie darüber informiert hat, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegen einige Zuckerarten leiden, kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

WIE IST CORLENTOR EINZUNEHMEN?


Nehmen Sie Corlentor immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Anfangsdosis eine Tablette Corlentor 5 mg zweimal täglich, bis zu einer Erhöhung von einer Tablette Corlentor 7,5 mg zweimal täglich falls notwendig. Ihr Arzt wird über die richtige Dosis für Sie entscheiden. Die übliche Dosis ist eine Tablette am Morgen und eine Tablette am Abend. In einigen Fällen (z.B. wenn Sie älter sind) kann Ihr Arzt die halbe Dosis verschreiben, d.h. eine halbe Tablette Corlentor 5 mg (entsprechend 2,5 mg Ivabradin) am Morgen und eine halbe 5 mg Tablette am Abend. Corlentor sollte während der Mahlzeiten eingenommen werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Corlentor eingenommen haben, als Sie sollten

Eine große Menge an Corlentor könnte Sie atemlos oder müde machen, da sich Ihr Herzschlag zu sehr verlangsamt. Wenn dies passiert, dann kontaktieren Sie bitte sofort Ihren Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Corlentor vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme von Corlentor vergessen haben, nehmen Sie die nächste Dosis zur üblichen Zeit ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein um die vergessene Einnahme wieder aufzuholen.

Der Kalender, der auf der Blisterpackung mit den Tabletten aufgedruckt ist, soll Ihnen helfen sich an die letzte Einnahme von Corlentor zu erinnern.
Wenn Sie die Einnahme von Corlentor abbrechen
Da die Behandlung der Angina normalerweise lebenslang durchgeführt wird, wenden Sie sich an Ihren Arzt bevor Sie die Therapie mit diesem Arzneimittel abbrechen.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Corlentor zu stark oder zu schwach ist, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann Corlentor Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die Häufigkeit der aufgelisteten möglichen Nebenwirkungen wird nach folgendem System definiert:
- Sehr häufig (betrifft mehr als 1 von 10 Behandelten)
- Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Behandelten)
- Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1.000 Behandelten)
- Selten (betrifft 1 bis 10 von 10.000 Behandelten)
- Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10.000 Behandelten)
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Sehr häufig:
Visuelle Lichtphänomene (kurze Momente erhöhter Helligkeit, meistens verursacht durch plötzlichen Wechsel der Lichtstärke).

Häufig:
Veränderung der Herzfunktion (Symptom ist eine Verlangsamung der Herzfrequenz), abnormale Wahrnehmung des Herzschlags, Kopfschmerzen, Schwindel und verschwommene Sicht.

Gelegentlich:
Herzklopfen und zusätzliche Herzschläge, auch Übelkeit, Verstopfung, Durchfall, Schwindel, Atemnot, Muskelkrämpfe, Änderungen der Laborwerte (Blutuntersuchungen): erhöhte Harnsäurewerte, ein Anstieg von eosinophilen Blutzellen (eine Untergruppe von weißen Blutzellen) und erhöhte Werte des Kreatinins (einem Abbauprodukt von Muskeln) im Blut, Hautausschlag, Angioödem (Symptome wie Anschwellen von Gesicht, Zunge oder Hals, Atemschwierigkeiten oder Schwierigkeiten beim Schlucken), niedriger Blutdruck, Ohnmacht, Müdigkeits- und Schwächegefühl.

Selten: Nesselsucht, Juckreiz, Hautrötung, Unwohlsein.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

WIE IST CORLENTOR AUFZUBEWAHREN?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und auf der Blisterpackung nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Datenquelle: European Medicines Agency
Stand der Informationen: Oktober 2011

Laut Packungsbeilage können bei der Einnahme von Corlentor folgende Nebenwirkungen auftreten

Sehr häufig  (>10%)

visuelle Lichtphänomene

Häufig  (1 - 10%)

Kopfschmerzen

Schwindel

Veränderung der Herzfunktion

Verlangsamung der Herzfrequenz

abnormale Wahrnehmung des Herzschlags

verschwommene Sicht

Gelegentlich  (0,1 - 1%)

Atemnot

Schwindel

Ohnmacht

Atemschwierigkeiten

Übelkeit

Hautausschlag

Durchfall

Herzklopfen

Angioödem

Muskelkrämpfe

niedriger Blutdruck

Schwächegefühl

Verstopfung

zusätzliche Herzschläge

Änderungen der Laborwerte im Blut

erhöhte Harnsäurewerte

Anstieg von eosinophilen Blutzellen

erhöhte Werte des Kreatinins im Blut

Müdigkeitsgefühl

Anschwellen von Gesicht

Anschwellen der Zunge

Anschwellen des Halses

Schwierigkeiten beim Schlucken

Selten  (0,01 - 0,1%)

Nesselsucht

Juckreiz

Hautrötung

Unwohlsein

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