Docefrez

Docefrez Patienteninformation

Der Wirkstoff in Docefrez ist Docetaxel. Docetaxel wird aus Eibennadeln gewonnen und gehört zur Gruppe der als Taxane bezeichneten Arzneimittel, die gegen Krebs wirksam sind.

Docefrez wird entweder allein oder in Kombination mit anderen Medikamenten zur Behandlung der folgenden Krebsformen eingesetzt:
- fortgeschrittenem Brustkrebs, allein oder in Kombination mit Doxorubicin, oder...

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MedikamentHäufigkeitBewertung (Durchschnitt)
Taxotere100% (19 Bew.)

In Docefrez kommt folgender Wirkstoff zum Einsatz

Docetaxel

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50 mehr Nebenwirkungen mit Docefrez

Docefrez Patienteninformationen

WAS IST DOCEFREZ UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?


Der Wirkstoff in Docefrez ist Docetaxel. Docetaxel wird aus Eibennadeln gewonnen und gehört zur Gruppe der als Taxane bezeichneten Arzneimittel, die gegen Krebs wirksam sind.

Docefrez wird entweder allein oder in Kombination mit anderen Medikamenten zur Behandlung der folgenden Krebsformen eingesetzt:
- fortgeschrittenem Brustkrebs, allein oder in Kombination mit Doxorubicin, oder Trastuzumab, oder Capecitabin
- Brustkrebs im frühen Stadium mit oder ohne Beteiligung von Lymphknoten ,mit Doxorubicin und Cyclophosphamid
- Lungenkrebs, allein oder in Kombination mit Cisplatin
- Prostatakarzinom, in Kombination mit Prednison oder Prednisolon
- metastasiertem Magenkarzinom, in Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil
- KopfHals-Tumoren, in Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil.


WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON DOCEFREZ BEACHTEN?

Docefrez darf nicht angewendet werden,

- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Docetaxel oder einen der sonstigen Bestandteile von Docefrez sind
- wenn die Zahl Ihrer weißen Blutkörperchen zu gering ist
- wenn Sie eine schwere Lebererkrankung haben

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Docefrez ist erforderlich

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an:
- Herzbeschwerden
- Leberbeschwerden
- Nierenbeschwerden leiden.

Vor jeder Dosis Docefrez müssen Sie sich einem Bluttest unterziehen, um feststellen zu lassen, ob die Anzahl Ihrer roten Blutzellen ausreichend ist und Sie eine entsprechende Leberfunktionen haben.

Bei Anwendung von Docefrez mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Ihren Krankenpfleger, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich nicht um verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Informieren Sie Ihren Arzt insbesondere dann, wenn Sie Arzneimittel anwenden, die eine der folgenden Wirkstoffe enthalten:
- Ritonavir und andere ProteaseInhibitoren zur Behandlung von HIVInfektion/AIDS
- Ketoconazol und Itraconazol zur Behandlung fungaler Infektionen
- Ciclosporin zur Unterdrückung des Immunsystems (z. B. nach Transplantationen)
- Erythromycin, Antibiotikum zur Behandlung bakterieller Infektionen

Schwangerschaft

Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt um Rat.

Docefrez darf nicht angewendet werden, wenn Sie schwanger sind, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für eindeutig erforderlich.

Sie dürfen während der Behandlung mit diesem Arzneimittel nicht schwanger werden und müssen eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden, da Docefrez dem ungeborenen Kind schaden kann. Wenn Sie während Ihrer Behandlung schwanger werden, müssen Sie umgehend Ihren Arzt verständigen.

Wenn Sie als Mann mit Docefrez behandelt werden, werden Sie darauf hingewiesen, während und bis zu 6 Monaten nach der Behandlung kein Kind zu zeugen und sich vor der Therapie hinsichtlich einer Spermienkonservierung beraten zu lassen, da Docetaxel die männliche Fortpflanzungsfähigkeit verändern kann.

Stillzeit

Sie dürfen während Ihrer Behandlung mit Docefrez nicht stillen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es gibt keine Studien über die Auswirkungen von Docefrez auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen. Da Docefrez jedoch Schwindel, Müdigkeit und Ohnmachtsanfälle verursachen kann, sollten Sie kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen, wenn Sie unter einer dieser Nebenwirkungen leiden.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Docefrez

Die Lösung enthält einen geringen Anteil an Ethanol (Alkohol), weniger als 100 mg pro Dosis.

WIE IST DOCEFREZ ANZUWENDEN?


Ihr behandelnder Arzt wird die Dosis anhand Ihrer Körperoberfläche in m² (hängt von Gewicht und

Größe ab) und Ihrer allgemeinen Konstitution berechnen.

Docefrez wird Ihnen vom medizinischen Fachpersonal im Krankenhaus gegeben. Es wird über etwa eine Stunde als Infusion in eine Vene (intravenöse Infusion) gegeben. Normalerweise sollten Sie Ihre DocefrezInfusion einmal alle 3 Wochen erhalten.

Ihr Arzt kann Dosis und/oder Häufigkeit der Verabreichung abhängig von den Resultaten Ihrer Bluttests, Ihrer allgemeinen Konstitution und dem Vorkommen gewisser Nebenwirkungen ändern. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder den Krankenpfleger beim Auftreten von Fieber, Durchfall, Entzündungen im Mundbereich, Taubheitsgefühl oder einem Kribbelgefühl.

Ihr Arzt kann Ihnen vor oder während der Behandlung mit Docefrez andere Arzneimittel verschreiben, um:
- allergische Reaktionen und Flüssigkeitseinlagerungen möglichst gering zu halten (Vorbehandlung mit einem Kortikoid zum Einnehmen wie Dexamethason),
- Ihr Knochenmark zur erhöhten Produktion roter Blutzellen anzuregen (z. B. Filgrastim).

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendungdes Arzneimittelshaben, fragen Sie Ihren Arzt oderdas medizinische Fachpersonal.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Medikamente kann Docefrez Nebenwirkungenhaben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Nebenwirkungen können mit gewissen Häufigkeiten auftreten, die wie folgt definiert werden:
- sehr häufig: mehr als 1 Anwender von 10
- häufig: 1 bis 10 Anwender von 100
- gelegentlich: 1 bis 10 Anwender von 1.000
- selten: 1 bis 10 Anwender von 10.000
- sehr selten: weniger als 1 Anwender von 10.000
- nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.

Die häufigsten Nebenwirkungen von Docefrez, wenn es allein gegeben wird, sind Abnahme der roten Blutzellen oder der weißen Blutzellen, Haarausfall, Übelkeit, Erbrechen, Entzündungen im Mundbereich, Durchfall und Müdigkeit (alle sehr häufig).

Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Krankenpfleger während oder kurz nach der Infusion, wenn Sie eines der folgenden Symptome oder allergische Reaktionen bemerken (sehr häufig):
- Hitzewallung, Hautreaktionen, Juckreiz
- Gefühl der Brustenge, Atembeschwerden
- Fieber oder Schüttelfrost
- Rückenschmerzen
- niedriger Blutdruck

Andere sehr häufige Nebenwirkungen:
- Fieber*: Unverzüglich Ihren behandelnden Arzt oder Krankenpfleger informieren
- Infektionen, einschließlich Lungenentzündung oder Blutvergiftung
- Abnahme der roten Blutzellen (Anämie, mit Symptomen wie Blässe und Schwäche)
- Abnahme der weißen Blutzellen (macht Sie anfälliger für Infektionen)
- Abnahme der Blutplättchen (erhöhtes Risiko unerwarteter Blutungen)
- allergische Reaktionen (siehe oben)
- Kopfschmerzen*, Schlaflosigkeit*
- Taubheitsgefühl oder ein Kribbelgefühl, Geschmacksveränderungen (aufgrund von Nervenschäden)
- Schmerzen in den Gelenken oder Muskeln
- Augenentzündungen oder vermehrtes Tränen der Augen
- Anschwellen aufgrund der Lymphflüssigkeit, die sich an ungewöhnliche Stellen ausbreitet
- Schwellung der Hände, Füße, Beine
- Kurzatmigkeit, Husten*
- Nasenausfluss; Entzündung des Rachens und der Nase*
- Nasenbluten
- Entzündungen im Mund
- Erbrechen, Übelkeit, Verdauungsstörungen*, Bauchschmerzen*
- Durchfall, Verstopfung*
- Haarverlust
- Rötung und Schwellung Ihrer Handflächen oder Fußsohlen, die eine Ablösung der Haut verursachen können. (Dies kann ebenfalls an den Armen, im Gesicht oder am Körper auftreten.)*
- Veränderung in der Farbe der Nägel*, die sich nachfolgend ablösen können
- Muskelschmerzen; Rücken- oder Knochenschmerzen*
- Veränderung oder Ausbleiben der Regelblutung*
- Müdigkeit, Schmerzen oder grippeähnliche Symptome*
- Appetitmangel (Anorexie), Gewichtszunahme oder -abnahme*

Häufige Nebenwirkungen:
- Pilzbefall im Mund (Mundcandidiasis)
- Dehydrierung
- Schwindel, beeinträchtigtes Hörvermögen
- Abfall des Blutdrucks (Hypotonie), Herzversagen, unregelmäßige Herzschläge (Arrhythmien)
- Mundtrockenheit, Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Schlucken, Entzündung der Speiseröhre (Ösophagitis)
- Blutungen
- Anstieg der Leberenzyme (in Bluttests)

Gelegentliche Nebenwirkungen:
- Ohnmachtsanfälle
- Hautreaktionen, Entzündung der Vene und Schwellung an der Injektionsstelle
- Entzündung des Dickdarms, des Dünndarms; Darmdurchbruch
- Blutgerinnsel.

Wird Docefrez zusammen mit anderen Krebsmedikamenten verabreicht, kann sich die Häufigkeit oder der Schweregrad einiger Nebenwirkungen erhöhen. Nebenwirkungen, die mit * bezeichnet sind, wurden berichtet, wenn Docefrez zusammen mit anderen Medikamenten verabreicht wurde.

Wenn Sie eine der Nebenwirkungen erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Krankenpfleger.

WIE IST DOCEFREZ AUFZUBEWAHREN?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Docefrez darf nach dem auf der Verpackung und der Durchstechflasche angegebenen Verfalldatum

nicht mehr verwendet werden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Im Kühlschrank lagern (2ºC - 8ºC). Nicht einfrieren. Durchstechflasche in der äußeren Verpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Die rekonstituierte Lösung sollte sofort nach der Zubereitung verwendet werden.

Die chemischphysikalische Stabilität wurde für die rekonstituierte Lösung über 8 Stunden bei Lagerung zwischen 2°C und 8°C bzw. unter 25°C und für die fertige Infusionslösung über 4 Stunden bei Raumtemperatur.

Die Infusion sollte innerhalb von 4 Stunden unter 25ºC angewendet werden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Datenquelle: European Medicines Agency
Stand der Informationen: Februar 2011

Laut Packungsbeilage können bei der Einnahme von Docefrez folgende Nebenwirkungen auftreten

Sehr häufig  (>10%)

Haarausfall

Taubheitsgefühl

Gelenkschmerzen

Muskelschmerzen

Übelkeit

Durchfall

Erbrechen

Müdigkeit

Fieber

Abnahme der Blutplättchen

Juckreiz

allergische Reaktionen

Rückenschmerzen

Schüttelfrost

Lungenentzündung

Anämie

Kurzatmigkeit

Geschmacksveränderungen

Schwellung der Hände

Schwellung der Füße

Infektionen

Atembeschwerden

Nasenbluten

niedriger Blutdruck

Hautreaktionen

Abnahme der roten Blutzellen

Abnahme der weißen Blutzellen

Haarverlust

Entzündungen im Mundbereich

Hitzewallung

Gefühl der Brustenge

vermehrtes Tränen der Augen

Nasenausfluss

Entzündungen im Mund

Schwellung der Beine

Augenentzündungen

Blutvergiftung

Kribbelgefühl

Häufig  (1 - 10%)

Schwindel

Schmerzen beim Schlucken

Blutungen

Mundtrockenheit

Ösophagitis

Dehydrierung

Anorexie

Herzversagen

Hypotonie

Mundcandidiasis

Schwierigkeiten beim Schlucken

Anstieg der Leberenzyme

beeinträchtigtes Hörvermögen

Arrhythmien

Gelegentlich  (0,1 - 1%)

Blutgerinnsel

Hautreaktionen

Ohnmachtsanfälle

Schwellung an der Injektionsstelle

Entzündung des Dickdarms

Entzündung des Dünndarms

Darmdurchbruch

Entzündung der Vene

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