Edurant

Edurant Patienteninformation

EDURANT ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen mit dem menschlichen Immunschwächevirus (HIV). Es gehört zu einer Gruppe von HIVArzneimitteln, die als NichtNukleosidale ReverseTranskriptase-Inhibitoren (NNRTIs) bezeichnet werden. Die Wirkung von EDURANT beruht auf einer Verringerung der Anzahl der HIViren in Ihrem Körper. EDURANT ist kein Heilmittel gegen eine HIVInfektion. Während...

Edurant Patienteninformation lesen

In Edurant kommt folgender Wirkstoff zum Einsatz

Rilpivirinhydrochlorid

Fragen zu Edurant

Zu Edurant liegen noch keine Fragen vor –  eigene Frage zu Edurant stellen.

50 mehr Nebenwirkungen mit Edurant

Edurant Patienteninformationen

WAS IST EDURANT UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?


EDURANT ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen mit dem menschlichen Immunschwächevirus (HIV). Es gehört zu einer Gruppe von HIVArzneimitteln, die als NichtNukleosidale ReverseTranskriptase-Inhibitoren (NNRTIs) bezeichnet werden. Die Wirkung von EDURANT beruht auf einer Verringerung der Anzahl der HIViren in Ihrem Körper. EDURANT ist kein Heilmittel gegen eine HIVInfektion. Während der Einnahme von EDURANTkönnen Sie weiterhin Infektionen oder andere mit einer HIVInfektion zusammenhängende Erkrankungen entwickeln. Sie können das Virus auch auf Andere übertragen. Daher ist es wichtig,Vorsichtsmaßnamen zu treffen, um eine Infektion anderer Personen zu vermeiden.
EDURANT wird in Kombination mit anderen HIVArzneimitteln zur Behandlung von Erwachsenen über 18 Jahre, die mit HIV infiziert sind und bisher nie HIVArzneimittel erhalten haben, angewendet. Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, welche ArzneimittelKombination für Sie am besten geeignet ist.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON EDURANT BEACHTEN?


EDURANT darf nicht eingenommen werden,wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Rilpivirin oder einen der sonstigen Bestandteile von EDURANT sind. Die sonstigen Bestandteile sind in Abschnitt 6 aufgeführt.
Nehmen Sie EDURANT nicht in Kombination mit einem der folgenden Arzneimittel ein, weil diese die Wirkweise von EDURANT oder des anderen Arzneimittels beeinflussen können:Carbamazepin, Oxcarbazepin, Phenobarbital, Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie und Vermeidung von Krampfanfällen)
- Rifabutin, Rifampicin und Rifapentin (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter bakterieller Infektionen, wie etwa Tuberkulose)
- Omeprazol, Esomeprazol, Lansoprazol, Pantoprazol, Rabeprazol (Protonenpumpenhemmer sind Arzneimittel zur Vermeidung und Behandlung von Magengeschwüren, Sodbrennen oder Säurerefluxkrankheit)
- Dexamethason (ein Kortikosteroid, das bei einer Vielzahl von Erkrankungen wie Entzündungen und allergischen Reaktionen angewendet wird; wenn eingenommen oder injiziert, außer bei einer Behandlung mit einer Einzeldosis)
- Produkte, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten (ein pflanzliches Mittel, das bei Depressionen angewendet wird) Wenn Sie eines der obigen Arzneimittel einnehmen, fragen Sie Ihren Arzt nach Alternativen.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von EDURANT ist erforderlich
EDURANT ist kein Heilmittel gegen eine HIVInfektion. Es ist Teil einer Behandlung, die die Anzahl der Viren im Blut verringert. Es besteht weiterhin das Risiko einer Übertragung von HIV auf andere Personen durch sexuellen Kontakt oder eine Ansteckung durch Blut, wenn EDURANT eingenommen wird. Angemessene Vorsichtsmaßnahmen sollten ergriffen werden, um eine Übertragung der Infektiondurch sexuellen Kontakt (z. B. durch Verwendung eines Kondoms) oder eine Ansteckung durch Blut zu verhindern. Bei Personen die EDURANT einnehmen, können sich weiterhin Infektionen oder andere mit einer HIVInfektion zusammenhängende Erkrankungen entwickeln. Sie müssen regelmäßigen Kontakt zu Ihrem Arzt halten. EDURANT soll nicht bei Kindern oder Jugendlichen angewendet werden, weil es bei Patienten unter 18 Jahren noch nicht ausreichend untersucht wurde. EDURANT wurde nur bei einer begrenzten Anzahl von Patienten angewendet, die 65 Jahre oder älter waren. Besprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, ob Sie EDURANT anwenden können, wenn Sie dieser Altersgruppe angehören.
Informieren Sie Ihren Arzt über Ihren Zustand
Achten Sie darauf, folgende Punkte zu prüfen und Ihrem Arzt mitzuteilen, ob einer oder mehrere davon auf Sie zutreffen.
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Probleme mit Ihrer Leber, einschließlich Hepatitis B und/oder C, und/oder Probleme mit Ihren Nieren haben oder früher hatten. Unter Umständen muss Ihr Arzt erst die Schwere Ihrer Leber- oder Nierenerkrankung beurteilen, bevor er darüber entscheiden kann, ob Sie EDURANT einnehmen können.
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Veränderungen Ihrer Körperform oder Ihres Körperfettanteils feststellen. Wenn Sie mit EDURANT behandelt werden, kann es zu einer Zunahme, Abnahme oder Umverteilung von Körperfett kommen.
- Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie irgendwelche Symptome einer Infektion
bemerken. Bei manchen Patienten mit fortgeschrittener HIVInfektion und opportunistischen Infektionen in der Vorgeschichte können kurz nach Beginn der HIVBehandlung Anzeichen und Symptome einer Entzündung auftreten, die von früheren Infektionen herrühren. Man nimmt an, dass diese Symptome auf einer verbesserten Immunreaktion des Körpers beruhen, die ihn in die Lage versetzt, Infektionen zu bekämpfen, die ohne offensichtliche Symptome schon vorher bestanden haben.
Bei Einnahme von EDURANT mit anderen Arzneimitteln
Sie müssen EDURANT zusammen mit anderen HIVArzneimitteln einnehmen. Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, welche HIVArzneimittel mit EDURANT kombiniert werden können. Zusammen werden Sie entscheiden, welche Kombination am besten zu Ihren Bedürfnissen passt. Befolgen Sie sorgfältig die Anweisungen Ihres Arztes. Einige Arzneimittel können Auswirkungen auf die Konzentrationen von EDURANT im Blut haben, wenn sie gleichzeitig mit EDURANT eingenommen werden. Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt (zum Beispiel rezeptfreie pflanzliche Mittel).
Es wird nicht empfohlen, EDURANT mit anderen NichtNukleosidalen ReverseTranskriptase-Inhibitoren (NNRTIs) wie Delavirdin, Efavirenz, Etravirin und Nevirapin zu kombinieren.
Die Wirkungen von EDURANT oder anderen Arzneimitteln könnten beeinflusst werden, wenn Sie EDURANT zusammen mit irgendeinem der folgenden Arzneimittel einnehmen. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie Folgendes einnehmen:
- Clarithromycin, Erythromycin, Troleandomycin (Antibiotika)
- Cimetidin, Famotidin, Nizatidin, Ranitidin (H2-RezeptorAntagonisten zur Behandlung von Magen- oder Darmgeschwüren oder zur Linderung von Sodbrennen aufgrund von Säurereflux). Wenn Sie diese Arzneimittel einnehmen, lesen Sie bitte aufmerksam die Einnahmehinweise unter Abschnitt 3 „Hinweise für die richtige Anwendung bei Erwachsenen (> 18 Jahre)“.
- Antazida (Arzneimittel zur Behandlung von Krankheiten in Zusammenhang mit der Magensäure; zum Beispiel Aluminium- /Magnesiumhydroxid, Calciumcarbonat). Wenn Sie diese Arzneimittel einnehmen, lesen Sie bitte aufmerksam die Einnahmehinweise unter Abschnitt 3 „Hinweise für die richtige Anwendung bei Erwachsenen (> 18 Jahre)“.
- Methadon (zur Behandlung eines Rauschgiftentzugs und Abhängigkeit)
- Digoxin (Antiarrhythmikum)
- Dabigatran (Antikoagulanz)
- Metformin (Antidiabetikum).
Bei Einnahme von EDURANT zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
EDURANT muss mit einer Mahlzeit eingenommen werden. Eine Mahlzeit ist wichtig, um die richtigen Wirkstoffspiegel in Ihrem Körper zu erreichen. Ein nahrhaftes Getränk (z. B. proteinreich) allein ersetzt eine Mahlzeit nicht. Siehe Abschnitt 3 „Wie ist EDURANT einzunehmen?“.
Schwangerschaft und Stillzeit
Informieren Sie Ihren Arzt unverzüglich, wenn Sie schwanger sind. Schwangere sollen EDURANTnicht einnehmen, es sei denn, der Arzt hat es ausdrücklich angeordnet.HIVinfizierte Mütter dürfen nicht stillen, weil die Möglichkeit besteht, das Kind über die Muttermilch mit HIV zu infizieren. Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Bei manchen Patienten können während der Behandlung mit EDURANT Müdigkeit, Schwindel oder Schläfrigkeit auftreten. Fahren Sie kein Auto oder bedienen Sie keine Maschinen, wenn Sie sich während der Behandlung mit EDURANT müde, schwindelig oder schläfrig fühlen.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von EDURANT
EDURANT enthält Lactose. Bitte nehmen Sie EDURANT daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

WIE IST EDURANT EINZUNEHMEN?


Nehmen Sie EDURANT immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arztoder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Hinweise für die richtige Anwendung bei Erwachsenen (> 18 Jahre)
Die empfohlene Dosis von EDURANT beträgt eine Tablette einmal am Tag. EDURANT muss mit einer Mahlzeit eingenommen werden. Eine Mahlzeit ist wichtig, um die richtigen Wirkstoffspiegels in Ihrem Körper zu erreichen. Ein nahrhaftes Getränk (z. B. proteinreich) allein ersetzt eine Mahlzeit nicht. Es gibt zwei Situationen, die eine besondere Aufmerksamkeit erfordern:
1.
Wenn Sie ein Antazidum (ein Arzneimittel zur Behandlung von Krankheiten in Zusammenhang mit der Magensäure wie etwa Aluminium- /Magnesiumhydroxid, Calciumcarbonat) einnehmen. Nehmen Sie das Antazidum mindestens 2 Stunden vor oder frühestens 4 Stunden nach EDURANT ein (siehe Abschnitt 2 „Bei Einnahme von EDURANTmit anderen Arzneimitteln“).
2.
Wenn Sie einen H2-RezeptorAntagonisten (ein Arzneimittel zur Behandlung von Magen- oder Darmgeschwüren oder zur Linderung von Sodbrennen aufgrund von Säurereflux wie etwa Cimetidin, Famotidin, Nizatidin oder Ranitidin) einnehmen. Nehmen Sie den H2-Rezeptor- Antagonisten mindestens 12 Stunden vor oder frühestens 4 Stunden nach EDURANT ein (siehe Abschnitt 2 „Bei Einnahme von EDURANT mit anderen Arzneimitteln“). H2-Rezeptor- Antagonisten sollten nicht zweimal täglich eingenommen werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über ein alternatives Einnahmeschema.
Öffnen des kindersicheren Verschlusses
Die Plastikflasche ist mit einem kindersicheren Verschluss versehen. Er wird geöffnet, indem der Schraubverschluss nach unten gedrückt und dabei gegen den Uhrzeigersinn gedreht wird.
Wenn Sie eine größere Menge von EDURANT eingenommen haben, als Sie sollten
Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker. Im Fall einer Überdosierung können Sie Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und/oder abnorme Träume bekommen.
Wenn Sie die Einnahme von EDURANT vergessen haben
Wenn Sie dies innerhalb von 12 Stunden Ihrer gewöhnlichen Einnahmezeit von EDURANT
bemerken, müssen Sie die Tablette sobald als möglich einnehmen. Die EDURANTTablette muss mit einer Mahlzeit eingenommen werden. Nehmen Sie die nächste Dosis dann wie gewohnt ein. Wenn Sie die Einnahme länger als 12 Stunden vergessen haben, lassen Sie sie aus, und nehmen Sie die nächste Dosis wie gewöhnlich ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben. Wenn Sie sich innerhalb von 4 Stunden nach der Einnahme von EDURANT erbrechen, nehmen Sie eine weitere Tablette mit einer Mahlzeit ein. Wenn Sie sich später als 4 Stunden nach der Einnahme von EDURANT erbrechen, müssen Sie bis zu Ihrer nächsten planmäßigen Tabletteneinnahme keine weitere Tablette einnehmen. Nehmen Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt, wenn Sie unsicher sind, was zu tun ist, wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen oder sich erbrochen haben.
Beenden Sie die Einnahme von EDURANT nicht
Beenden Sie die Einnahme von EDURANT nicht, ohne vorher darüber mit Ihrem Arzt zu sprechen.Brechen Sie die Behandlung mit EDURANT oder Ihren übrigen HIVMedikamenten nicht ab, auch wenn Sie sich besser fühlen. Sonst kann sich das Risiko einer Resistenzentwicklung des Virus erhöhen. Sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann EDURANT Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Sehr häufige Nebenwirkungen (betrifft mehr als 1 von 10 Behandelten)
- Veränderungen bei einem der Werte Ihrer RoutineLeberuntersuchungen (Transaminase)
- Kopfschmerzen
- Übelkeit. Häufige Nebenwirkungen (betrifft weniger als 1 von 10 Behandelten)
- verringerter Appetit
- Depressionen, depressive Verstimmung
- abnorme Träume, Schwierigkeiten beim Einschlafen, Schlafstörungen
- Schwindel, Schläfrigkeit
-Magenschmerzen, Erbrechen, Magenbeschwerden, Mundtrockenheit
- Hautausschlag
- Müdigkeit. Gelegentliche Nebenwirkungen (betrifft weniger als 1 von 100 Behandelten)
- Anzeichen und Symptome einer Entzündung oder Infektion (Immunreaktivierungssyndrom). Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

WIE IST EDURANT AUFZUBEWAHREN?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Flasche nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.
Datenquelle: European Medicines Agency
Stand der Informationen: Dezember 2011

Laut Packungsbeilage können bei der Einnahme von Edurant folgende Nebenwirkungen auftreten

Sehr häufig  (>10%)

Übelkeit

Kopfschmerzen

Veränderung bei einem der Werte Ihrer RoutineLebe…

Veränderung des Transaminasewertes

Häufig  (1 - 10%)

Müdigkeit

Erbrechen

Schläfrigkeit

Schwindel

Schlafstörungen

Depressionen

verringerter Appetit

Hautausschlag

Mundtrockenheit

Magenschmerzen

Magenbeschwerden

depressive Verstimmung

abnorme Träume

Schwierigkeiten beim Einschlafen

Gelegentlich  (0,1 - 1%)

Anzeichen einer Infektion

Symptome einer Infektion

Anzeichen einer Entzündung

Symptome einer Entzündung

Immunreaktivierungssyndrom

[]