Fuzeon

Fuzeon Patienteninformation


Was ist Fuzeon

Fuzeon verhindert das Eindringen des humanen ImmundefizienzVirus (HIV) in die Zellen, die von HIV in Ihrem Blut befallen werden (sogenannte CD4- oder TZellen). Es wirkt, indem es das HI-Virus daran hindert, in Kontakt mit der befallenen Zellmembran zu kommen. Dies bedeutet, dass das HIVirus nicht in die Zelle eindringen kann und sich somit auch nicht...

Fuzeon Patienteninformation lesen

In Fuzeon kommt folgender Wirkstoff zum Einsatz

Enfuvirtid

Fragen zu Fuzeon

Zu Fuzeon liegen noch keine Fragen vor –  eigene Frage zu Fuzeon stellen.

50 mehr Nebenwirkungen mit Fuzeon

Fuzeon Patienteninformationen

WAS IST FUZEON UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?



Was ist Fuzeon

Fuzeon verhindert das Eindringen des humanen ImmundefizienzVirus (HIV) in die Zellen, die von HIV in Ihrem Blut befallen werden (sogenannte CD4- oder TZellen). Es wirkt, indem es das HI-Virus daran hindert, in Kontakt mit der befallenen Zellmembran zu kommen. Dies bedeutet, dass das HIVirus nicht in die Zelle eindringen kann und sich somit auch nicht vermehren kann. Letzteres liegt daran, dass HIV zur Vermehrung die DNA innerhalb der Wirtszelle benötigt.

Wann soll Fuzeon angewendet werden

Fuzeon wird in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln von Personen angewendet, die mit HIV, dem Virus, das AIDS verursacht, infiziert sind. Ihr Arzt hat Ihnen Fuzeon verordnet, damit es hilft, Ihre HIVInfektion unter Kontrolle zu halten. Mit Fuzeon ist keine Heilung der HIV-Infektion zu erzielen. Benutzen oder teilen Sie niemals mit jemandem gebrauchte Nadeln.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON FUZEON BEACHTEN?



Fuzeon darf nicht angewendet werden,

- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Enfuvirtid oder einen der sonstigen Bestandteile von Fuzeon sind (siehe Abschnitt 6).

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Fuzeon ist erforderlich

Informieren Sie Ihren Arzt

- wenn Sie irgendeine andere Erkrankung haben,
- wenn Sie in der Vergangenheit an irgendeiner Lungenerkrankung litten, derzeit intravenös Drogen anwenden oder in der Vergangenheit angewendet haben, oder Raucher sind,
- wenn Sie irgendwelche Nierenprobleme in der Vorgeschichte hatten.

Fuzeon reduziert nicht das Risiko einer HIV-Übertragung auf andere durch Sexualkontakt oder Blutkontamination. Es ist wichtig, weiterhin geeignete Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten, um eine HIV-Übertragung auf andere zu verhindern. Mit Fuzeon ist keine Heilung der HIVInfektion zu erzielen.

Bei einigen Patienten mit fortgeschrittener HIVInfektion (AIDS) und bereits früher aufgetretenen BegleitInfektionen können kurz nach Beginn der antiretroviralen Behandlung Anzeichen und Symptome einer Entzündung von zurückliegenden Infektionen auftreten. Es wird angenommen, dass diese Symptome auf die Erholung des körpereigenen Immunsystems zurückzuführen sind. Diese Verbesserung ermöglicht es dem Körper, Infektionen zu bekämpfen, die möglicherweise ohne erkennbare Symptome vorhanden waren. Patienten mit chronischer Hepatitis B und C, die mit einer antiretroviralen Therapie behandelt werden, unterliegen einem erhöhten Risiko für schwerwiegende Leberprobleme. Wenn Sie irgendwelche Anzeichen einer Infektion bemerken, informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt.

Knochenerkrankungen Bei einigen Patienten, die eine antiretrovirale Kombinationsbehandlung erhalten, kann sich eine als Osteonekrose (Absterben von Knochengewebe infolge unzureichender Blutversorgung des Knochens) bezeichnete Knochenerkrankung entwickeln. Zu den vielen Risikofaktoren für die Entwicklung dieser Erkrankung können unter anderem die Dauer der antiretroviralen Kombinationsbehandlung, die Anwendung von Kortikosteroiden, Alkoholkonsum, eine starke Unterdrückung des Immunsystems oder ein höherer BodyMass-Index (Maßzahl zur Beurteilung des Körpergewichts im Verhältnis zur Körpergröße) gehören. Anzeichen einer Osteonekrose sind Gelenksteife, -beschwerden und
-schmerzen (insbesondere in Hüfte, Knie und Schulter) sowie Schwierigkeiten bei Bewegungen. Falls Sie eines dieser Anzeichen bei sich bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Bei Anwendung von Fuzeon mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Für Fuzeon wurde gezeigt, dass es keine Wechselwirkungen mit Ihren sonstigen AntiHIV-Arzneimitteln oder mit Rifampicin (einem Antibiotikum) aufweist.

Bei Anwendung von Fuzeon zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Die Anwendung von Fuzeon kann unabhängig von der Nahrungsaufnahme erfolgen, jedoch müssen Sie weiterhin die Anweisungen befolgen, die in der Packungsbeilage Ihrer anderen Arzneimittel angegeben sind.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangere Frauen und stillende Mütter sollen Fuzeon nicht anwenden, außer auf ausdrückliche Anordnung ihres Arztes. Informieren Sie unbedingt unverzüglich Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind, wenn bei Ihnen ein Verdacht auf Schwangerschaft besteht, oder wenn Sie ein Kind stillen. HIVinfizierte Mütter sollen ihre Kinder nicht stillen, da das Risiko besteht, dass ihr Kind über die Muttermilch mit HIV infiziert wird. Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Fuzeon wurde nicht speziell hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf Ihre Verkehrstüchtigkeit oder Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen untersucht. Wenn Sie jedoch während der Anwendung von Fuzeon Schwindelgefühle haben, so setzen Sie sich bitte nicht ans Steuer eines Fahrzeugs und bedienen Sie auch keine Maschinen.

WIE IST FUZEON ANZUWENDEN?



Wenden Sie Fuzeon immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die übliche Dosis ist 90 mg zweimal täglich
, anzuwenden als subkutane (d.h. direkt unter die Haut zu gebende) 1-mlInjektion.

Weitere Angaben zur Anwendung von Fuzeon finden Sie am Ende dieser Packungsbeilage. Sie finden dort Anweisungen zur Zubereitung von Fuzeon und zur Selbstinjektion.

Wenn Sie eine größere Menge von Fuzeon angewendet haben, als Sie sollten

Es gibt kein spezifisches Gegenmittel gegen eine Überdosierung mit Fuzeon. Wenn Sie mehr als die empfohlene Dosis angewendet haben, suchen Sie bitte Ihren Arzt auf.

Wenn Sie die Anwendung von Fuzeon vergessen haben

Wenden Sie die vergessene Dosis an, sobald Sie sich daran erinnern; danach sollen Sie die nächste Dosis zur regulären Zeit anwenden. Wenden Sie die vergessene Dosis nicht an, wenn die Zeit bis zur nächsten regulären Dosis weniger als 6 Stunden beträgt, und wenden Sie niemals die doppelte Dosis an, um eine vergessene Dosis nachzuholen.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann Fuzeon Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die Nebenwirkung, die bei Ihnen während der Anwendung von Fuzeon am häufigsten auftreten kann, sind Reaktionen an der Stelle Ihres Körpers, an der Sie sich das Arzneimittel injiziert haben. An der Injektionsstelle werden Sie vermutlich eine oder mehrere der folgenden, leichten bis mittelschweren Reaktionen feststellen:
- Juckreiz
- Schwellung
- Rötung
- Schmerzen oder Druckempfindlichkeit
- Verhärtungen der Haut oder Beulen. Diese Reaktionen können innerhalb der ersten Woche der Behandlung auftreten und verschlimmern sich im Allgemeinen im Verlauf der Behandlung mit Fuzeon nicht. Die Reaktionen an einer einzelnen Injektionsstelle dauern für gewöhnlich bis zu 7 Tage an. Wenn Sie Reaktionen an der Injektionsstelle feststellen, ist es wichtig, dass Sie die Anwendung von Fuzeon nicht abbrechen, bis Sie mit Ihrem Arzt über alle Ihre Bedenken, die Sie möglicherweise haben, gesprochen haben.

Die Reaktionen an der Injektionsstelle können schlimmer ausfallen, wenn Injektionen wiederholt an derselben Körperstelle vorgenommen werden oder wenn das Arzneimittel tiefer als beabsichtigt injiziert wird (z.B. in einen Muskel). In seltenen Fällen kam es bei Patienten zu einer Infektion an einer einzelnen Injektionsstelle. Zur Verringerung des Infektionsrisikos ist es wichtig, dass Sie die nachfolgenden Anweisungen zur Injektion von Fuzeon genau einhalten.

Außer den Reaktionen an der Injektionsstelle sind die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen bei Patienten, die eine antiretrovirale Behandlung mit oder ohne Fuzeon erhalten hatten, Diarrhö und Übelkeit.

Sehr häufige Nebenwirkungen (betrifft mehr als 1 von 10 Anwendern) sind Schmerzen und Taubheit in den Händen, Füßen oder Beinen und Gewichtsverlust.

Häufige Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern) sind
- Entzündung der Stirnhöhlen,
- lokale Schwellungen der Haut,
- Reaktionen an der Injektionsstelle,
- Lungenentzündung,
- Infektion des Ohres,
- geschwollene Drüsen,
- verminderter Appetit,
- Anorexie,
- erhöhte Blutfettwerte,
- Diabetes,
- Angstgefühle oder Reizbarkeit,
- Albträume,
- Schwindelgefühl,
- Konzentrationsschwäche,
- Tremor(Zittern),
- Entzündung der Augenlider,
- geschwollene Nasenschleimhäute,
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse,
- Sodbrennen,
- trockene Haut,
- Ekzem,
- Hautrötung,
- Akne,
- Muskelschmerzen,
- Nierensteine,
- grippeähnliche Symptome,
- Schwächegefühl,
- Blut im Urin.

Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber Fuzeon ist selten (betrifft 1 bis 10 von 10 000 Anwendern). Sollten sich jedoch bei Ihnen Symptome entwickeln, die darauf hindeuten, dass Sie allergisch auf dieses Arzneimittel reagieren, dann müssen Sie sofort mit der Anwendung aufhören und unverzüglich Ihren Arzt aufsuchen. Symptome, die Sie beachten sollten, sind Hautrötung, hohe Temperatur oder Frösteln, Kranksein oder Krankheitsgefühl, Schweißausbrüche und Schüttelfrost. Diese Symptome bedeuten nicht unbedingt, dass Sie gegen dieses Arzneimittel allergisch sind, aber Sie müssen sie mit Ihrem Arzt besprechen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

WIE IST FUZEON AUFZUBEWAHREN?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett der Durchstechflaschen mit Fuzeon bzw. dem Wasser für Injektionszwecke angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sobald die Lösung zur Injektion vorbereitet ist, soll sie unverzüglich verwendet werden. Wird die Lösung nicht unmittelbar verwendet, so muss sie im Kühlschrank (2 °C – 8 °C) gelagert und innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden. Sie dürfen Fuzeon nicht verwenden, wenn Sie irgendwelche Partikel in dem Pulver oder - nach Hinzufügen des Wassers für Injektionszwecke - in der Lösung entdecken. Ebenso dürfen Sie das Wasser für Injektionszwecke nicht verwenden, wenn Sie in der Durchstechflasche irgendwelche Partikel entdecken oder wenn das Wasser trüb erscheint.

Datenquelle: European Medicines Agency
Stand der Informationen: Mai 2010

Laut Packungsbeilage können bei der Einnahme von Fuzeon folgende Nebenwirkungen auftreten

Sehr häufig  (>10%)

Übelkeit

Gewichtsverlust

Schmerzen in den Beinen

Schmerzen in den Händen

Schmerzen in den Füßen

Taubheit in den Händen

Taubheit in den Füßen

Taubheit in den Beinen

Diarrhö

Häufig  (1 - 10%)

trockene Haut

Akne

verminderter Appetit

Reizbarkeit

Hautrötung

Muskelschmerzen

Ekzem

Angstgefühle

Sodbrennen

grippeähnliche Symptome

Schwächegefühl

Schwindelgefühl

Tremor

Anorexie

Blut im Urin

Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Reaktionen an der Injektionsstelle

Entzündung der Stirnhöhlen

lokale Schwellungen der Haut

Lungenentzündung

Infektion des Ohres

geschwollene Drüsen

erhöhte Blutfettwerte

Diabetes

Albträume

Konzentrationsschwäche

Entzündung der Augenlider

geschwollene Nasenschleimhäute

Nierensteine

Selten  (0,01 - 0,1%)

Hautrötung

Überempfindlichkeit

Schüttelfrost

Allergie

hohe Temperatur

Frösteln

Kranksein

Krankheitsgefühl

Schweißausbrüche

Infektion an einer einzelnen Injektionsstelle

Nicht bekannt

Schmerzen an der Injektionsstelle

Schwellung an der Injektionsstelle

Juckreiz an der Injektionsstelle

Rötung an der Injektionsstelle

Druckempfindlichkeit an der Injektionsstelle

Verhärtungen der Haut an der Injektionsstelle

Beulen an der Injektionsstelle

[]