Kepivance

Kepivance Patienteninformation

Kepivance enthält den arzneilich wirksamen Bestandteil Palifermin. Palifermin ist ein Protein, das biotechnologisch aus Escherichia coli- Bakterien hergestellt wird. Palifermin stimuliert das Wachstum von spezifischen Zellen, so genannten Epithelzellen, die die Schleimhäute Ihres Mundes und Verdauungstraktes, aber auch andere Gewebe wie Ihre Haut bilden. Palifermin funktioniert wie der...

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In Kepivance kommt folgender Wirkstoff zum Einsatz

Palifermin

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50 mehr Nebenwirkungen mit Kepivance

Kepivance Patienteninformationen

WAS IST KEPIVANCE UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?


Kepivance enthält den arzneilich wirksamen Bestandteil Palifermin. Palifermin ist ein Protein, das biotechnologisch aus Escherichia coli- Bakterien hergestellt wird. Palifermin stimuliert das Wachstum von spezifischen Zellen, so genannten Epithelzellen, die die Schleimhäute Ihres Mundes und Verdauungstraktes, aber auch andere Gewebe wie Ihre Haut bilden. Palifermin funktioniert wie der Keratinozytenwachstumsfaktor (KGF), den Ihr Körper normalerweise in kleinen Mengen selbst herstellt.

Kepivance wird zur Behandlung von oraler Mukositis (Wundschmerzen, Trockenheit und Entzündungen im Mund) angewendet, einer Nebenwirkung der Behandlung Ihres Blutkrebses.

Sie erhalten zur Behandlung Ihres Blutkrebses möglicherweise eine Chemotherapie, Strahlentherapie und autologe Transplantation hämatopoetischer Stammzellen (dazu werden Ihre eigenen blutbildenden Zellen verwendet). Eine der Nebenwirkungen dieser Behandlung ist die orale Mukositis. Kepivance wird angewendet, um die Häufigkeit, Dauer und den Schweregrad der Symptome von oraler Mukositis zu reduzieren.

Kepivance ist zur Anwendung bei Erwachsenen im Alter von mindestens 18 Jahren bestimmt.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON KEPIVANCE BEACHTEN?



Kepivance darf nicht angewendet werden:

- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Palifermin, einen der sonstigen Bestandteile von Kepivance oder aus Escherichia coli hergestellten Proteinen sind.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Kepvance ist nicht zur Verwendung bei Kindern (0 bis 18 Jahre) bestimmt.
Bei Anwendung von Kepivance mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Es kann zu Wechselwirkungen von Kepivance und dem Arzneimittel Heparin kommen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie derzeit Heparin anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben.

Schwangerschaft und Stillzeit

Kepivance wurde nicht bei schwangeren Frauen untersucht. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie:
- schwanger sind
- glauben, dass Sie schwanger sind oder
- eine Schwangerschaft planen.

In der Schwangerschaft darf Kepivance nur angewendet werden, wenn dies unbedingt notwendig ist.

Es ist nicht bekannt, ob Palifermin in die Muttermilch übertritt. Verwenden Sie Kepivance nicht, wenn Sie stillen.

Fragen Sie vor der Einnahme von Arzneimitteln aller Art Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.


WIE IST KEPIVANCE ANZUWENDEN?


Kepivance wird Ihnen von einem in der Behandlung von Krebs erfahrenen Arzt oder Pfleger verabreicht.

Die übliche Dosis von Kepivance ist 60 Mikrogramm Kepivance pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Diese Dosis wird Ihnen als intravenöse Injektion (in eine Vene) gegeben.

Wann erhalten Sie Kepivance?

Insgesamt erhalten Sie sechs Dosen Kepivance an drei aufeinanderfolgenden Tagen vor der Chemotherapie und/oder Strahlentherapie und an drei aufeinanderfolgenden Tagen nach der Chemotherapie und/oder Strahlentherapie.

Die letzten drei Dosen, die vor der Chemotherapie/Strahlentherapie gegeben werden, müssen mindestens 24 bis 48 Stunden vor Beginn der Chemotherapie/Strahlentherapie gegeben werden. Die erste der drei Dosen, die nach der Chemotherapie/Strahlentherapie gegeben wird, darf frühestens vier Tage nach der letzten Anwendung von Kepivance gegeben werden.

Informationen zur Zubereitung und Anwendung von Kepivance finden Sie im unteren Teil dieser Broschüre im Abschnitt mit Informationen für medizinisches Fachpersonal.


WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann Kepivance Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Sehr häufige Nebenwirkungen (betrifft mehr als 1 Behandelten von 10) sind:

- Hautausschlag, Juckreiz und Rötung (Pruritus und Erytheme)
- Verdickung im Mund oder der Zunge
- Verfärbungen des Mundes oder der Zunge
- allgemeine Schwellungen (Ödeme)
- Schwellung der Hände, Knöchel oder Füße
- Schmerzen
- Fieber
- schmerzende Gelenke (Arthralgien)
- veränderter Geschmack
- erhöhte Lipase- und Amylasewerte (Verdauungsenzyme) im Blut (die keiner Behandlung bedürfen und normalerweise nach Beendigung der Behandlung mit Kepivance wieder den Normalwert erreichen)

Häufige Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100) sind:

- Kribbeln im Mund
- Dunkelfärbung einer Hautpartie (Hyperpigmentierung)
- Schwellung des Augenlids
- Schwellung der Lippen

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

- Rötung, Bläschen, Schwellung der Zunge
- Schwellung (Ödem) im Gesicht oder im Mund
- Schwellung oder Rötung der Vagina
- Hautreaktionen an Händen und Füßen (Handflächen oder Fußsohlen kribbeln, werden taub, schmerzen, sind geschwollen oder rot)
- allergische Reaktionen

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.


WIE IST KEPIVANCE AUFZUBEWAHREN?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen Kepivance nach dem auf dem Etikett bzw. dem Umkarton – nach „EXP:“ bzw. „Verwendbar bis:“ – angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C).

Nicht einfrieren.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Datenquelle: European Medicines Agency
Stand der Informationen: Juni 2011

Laut Packungsbeilage können bei der Einnahme von Kepivance folgende Nebenwirkungen auftreten

Sehr häufig  (>10%)

Hautausschlag

Schmerzen

Fieber

Pruritus

Erytheme

Verdickung im Mund

Verdickung der Zunge

Verfärbungen des Mundes

Verfärbungen der Zunge

Ödeme

Schwellung der Hände

Schwellung der Knöchel

Schwellung der Füße

Arthralgien

schmerzende Gelenke

veränderter Geschmack

erhöhte Lipasewerte im Blut

erhöhte Amylasewerte im Blut

erhöhte Verdauungsenzyme im Blut

Häufig  (1 - 10%)

Kribbeln im Mund

Hyperpigmentierung

Schwellung des Augenlids

Schwellung der Lippen

Nicht bekannt

allergische Reaktionen

Schwellung der Zunge

Rötung der Zunge

Blässchen auf der Zunge

Ödem im Gesicht

Ödem im Mund

Schwellung der Vagina

Rötung der Vagina

Hautreaktionen an den Händen

Hautreaktionen an den Füßen

Handflächen kribbeln

Fußsohlen kribbeln

Handflächen werden taub

Fußsohlen werden taub

Handflächen schmerzen

Fußsohlen schmerzen

Handflächen sind geschwollen

Fußsohlen sind geschwollen

Fußsohlen sind rot

Handflächen sind rot

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