Litak: Erfahrungen, Berichte und Bewertungen von Patienten für Patienten

Litak Patienteninformation

Was ist LITAK und wofür wird es angewendet? LITAK enthält den Wirkstoff Cladribin. Cladribin ist ein Zytostatikum. Es hemmt das Wachstum bösartig veränderter weißer Blutkörperchen, die bei der Haarzellleukämie eine Rolle spielen. LITAK wird zur Behandlung dieser Erkrankung eingesetzt. Was sollten Sie vor der Anwendung von LITAK beachten? LITAK darf nicht angewendet werden, -...

Litak Patienteninformation lesen

In Litak kommt folgender Wirkstoff zum Einsatz

Cladribin

Fragen zu Litak

Zu Litak liegen noch keine Fragen vor –  eigene Frage zu Litak stellen.

Litak Patienteninformationen

Was ist LITAK und wofür wird es angewendet?



LITAK enthält den Wirkstoff Cladribin. Cladribin ist ein Zytostatikum. Es hemmt das Wachstum bösartig veränderter weißer Blutkörperchen, die bei der Haarzellleukämie eine Rolle spielen. LITAK wird zur Behandlung dieser Erkrankung eingesetzt.

Was sollten Sie vor der Anwendung von LITAK beachten?


LITAK darf nicht angewendet werden,

- wenn Sie überempfindlich gegen Cladribin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile von LITAK sind,
- wenn Sie schwanger sind oder Ihr Kind stillen,
- wenn Sie jünger als 18 Jahre sind,
- bei mäßiger oder schwerer Nieren- oder Leberfunktionsstörung,
- wenn Sie gleichzeitig andere Arzneimittel einnehmen, die die Blutzellenproduktion im Knochenmark hemmen (Knochenmarksuppression).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie LITAK anwenden.

Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie während oder nach der Behandlung Folgendes bei sich feststellen: verschwommenes Sehen, Verlust des Sehvermögens oder Doppeltsehen, Sprechschwierigkeiten, Schwäche in einem Arm oder Bein, Veränderungen in Ihrer Gangart oder Gleichgewichtsprobleme, dauerhaftes Taubheitsgefühl, verminderte Sinnesempfindung oder Verlust der Sinnesempfindung, Gedächtnisverlust oder Verwirrtheit. Dies können Symptome einer schweren und potenziell tödlichen Hirnerkrankung sein, die als progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML)
bezeichnet wird.

Wenn Sie diese Symptome bereits vor der Behandlung mit Cladribin hatten, teilen Sie Ihrem Arzt
jegliche Veränderungen bei Ihren Symptomen mit.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen oder Beschwerden leiden oder gelitten haben:
- Erkrankungen der Leber oder Nieren

- Infektionen
- Falls Sie an einer Infektion leiden, wird diese behandelt, bevor Sie mit der Anwendung von LITAK beginnen.
- Falls Sie irgendwelche Anzeichen von Infektionen (grippeähnliche Symptome oder Fieber) während oder nach der Behandlung mit LITAK feststellen, verständigen Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt.
- Fieber

Vor und während der Behandlung mit LITAK werden Sie regelmäßigen Bluttests unterzogen, um festzustellen, ob es für Sie sicher ist, Ihre Behandlung mit LITAK fortzusetzen. Ihr Arzt kann möglicherweise die Entscheidung treffen, dass eine Bluttransfusion nötig ist, um Ihr Blutbild zu verbessern. Außerdem wird die Funktionsfähigkeit Ihrer Leber und Ihrer Nieren überprüft.

Männliche Patienten, die ein Kind zeugen möchten, sollten den Arzt vor Beginn der Behandlung mit LITAK darüber informieren. Sie sollten während der Behandlung mit LITAK und über einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten danach kein Kind zeugen. Ihr Arzt kann Sie über die Möglichkeit der Lagerung von tiefgefrorenem Sperma (Kryokonservierung) unterrichten.

Anwendung von LITAK zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden. Teilen Sie es Ihrem Arzt insbesondere mit, wenn Sie Arzneimittel anwenden, die folgende Bestandteile enthalten:
- Kortikosteroide; diese werden häufig zur Behandlung von Entzündungen verwendet
- Antivirale Wirkstoffe, die zur Behandlung von Virusinfektionen verwendet werden

Sie dürfen LITAK nicht zusammen mit anderen Arzneimitteln anwenden, die die Blutzellenproduktion im Knochenmark hemmen (Knochenmarksuppression).

Schwangerschaft und Stillzeit
Sie dürfen LITAK nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind. Für die Dauer der Therapie und über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten nach der letztmaligen Verabreichung von LITAK müssen Sie für eine angemessene Empfängnisverhütung sorgen. Sollte trotzdem eine Schwangerschaft auftreten, müssen Sie sofort Ihren Arzt darüber informieren.

Während einer Behandlung mit LITAK und über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten nach der letztmaligen Verabreichung dürfen Sie nicht stillen.


Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

LITAK hat großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Beim Auftreten von Schläfrigkeit, die auf einer durch die Behandlung mit LITAK hervorgerufenen niedrigen Anzahl von roten Blutkörperchen beruhen kann, oder Schwindel dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

Wie ist LITAK anzuwenden?



Wenden Sie LITAK immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Ihr Arzt berechnet Ihre Dosis entsprechend Ihrem Körpergewicht und erklärt Ihnen den Behandlungsplan im Einzelnen. Die empfohlene tägliche Dosis beträgt 0,14 mg pro kg Körpergewicht an fünf aufeinanderfolgenden Tagen (ein Behandlungszyklus).

LITAK muss unter die Haut gespritzt werden (subkutane Injektion), jeden Tag etwa zur gleichen Zeit. Falls Sie LITAK selbst injizieren, müssen Sie vorher durch Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal entsprechend geschult werden. Genaue Anweisungen für die subkutane Injektion finden Sie am Ende der Packungsbeilage.

Möglicherweise erhalten Sie zusätzlich ein Arzneimittel, das den Wirkstoff Allopurinol enthält, um gegebenenfalls einen zu hohen Harnsäurespiegel zu senken.

Wenn Sie eine größere Menge von LITAK angewendet haben, als Sie sollten
Wenn Sie eine falsche Dosis injiziert haben, benachrichtigen Sie unverzüglich Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von LITAK vergessen haben
Injizieren Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben. Wenn Sie die Injektion einer Dosis vergessen haben, benachrichtigen Sie unverzüglich Ihren Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?



Wie alle Arzneimittel kann LITAK Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Benachrichtigen Sie unverzüglich Ihren Arzt, falls Sie während oder nach der Behandlung mit LITAK Folgendes bemerken:
- Zeichen einer Infektion (z. B. grippeähnliche Beschwerden)
- Fieber

Das neuerliche Auftreten einer bösartigen Erkrankung (Krebs) kann nicht ausgeschlossen werden. Das bedeutet, dass Ihr Risiko, zukünftig an Krebs zu erkranken, etwas höher liegt als bei Gesunden. Dieses leicht erhöhte Risiko kann von der Haarzellleukämie selbst oder den zu ihrer Bekämpfung eingesetzten Behandlungen, einschließlich LITAK, ausgehen.

Die folgenden Nebenwirkungen können auftreten:

Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Infektionen
- Fieber
- Niedrige Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutrophile und Lymphozyten) und Blutplättchen bei Blutuntersuchungen
- Niedrige Anzahl von roten Blutkörperchen (Anämie) mit Beschwerden wie Müdigkeit und Schläfrigkeit
- Verminderte Funktionsfähigkeit des körpereigenen Immunsystems
- Kopfschmerzen, Schwindel
- Auffällige Atemgeräusche, auffällige Geräusche im Brustraum, Husten
- Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung und Durchfall
- Hautausschlag, Schwellung, Rötung und Schmerzen an der Injektionsstelle, Schwitzen. Die Hautreaktionen sind in den meisten Fällen leicht bis mittelschwer ausgeprägt und klingen in der Regel innerhalb weniger Tage ab.
- Müdigkeit, Schüttelfrost, verminderter Appetit
- Schwäche

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Neuerliches Auftreten einer bösartigen Erkrankung (Krebs)
- Niedrige Anzahl von Blutplättchen, die ungewöhnliche Blutungen verursachen kann (zum Beispiel Nasenbluten oder Hautblutungen)
- Schlaflosigkeit, Angst
- Beschleunigter Herzschlag, auffällige Herzgeräusche, niedriger Blutdruck, verminderte Durchblutung des Herzmuskels
- Kurzatmigkeit, Anschwellen des Lungengewebes infolge einer Infektion, Entzündung von Mundschleimhaut und Zunge
- Bauchschmerzen und übermäßige Mengen von Gasen im Magen oder Darm, überwiegend leichte Anstiege der Leberwerte (Bilirubin, Transaminasen), die nach Ende der Behandlung auf die Normalwerte zurückgehen
- Juckreiz, juckender Hautausschlag (Urtikaria), Rötung der Haut und Hautschmerzen
- Schwellung von Geweben (Ödeme), Krankheitsgefühl, Schmerzen (in Muskeln, Gelenken und Knochen)

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Anämie infolge einer Zerstörung der roten Blutkörperchen
- Schläfrigkeit, Taubheitsgefühl und Kribbeln der Haut, Mattigkeit, Trägheit, Erkrankung der peripheren Nerven, Verwirrtheit, Koordinationsstörungen
- Augenentzündung
- Halsschmerzen
- Venenentzündung
- Starke Gewichtsabnahme

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
- Verminderte Leberfunktion
- Verminderte Nierenfunktion
- Komplikationen, die von dem durch die Krebsbehandlung verursachten Abbau von Krebszellen herrühren
- Abstoßungsreaktion gegen Bluttransfusionen
- Erhöhte Anzahl von bestimmten weißen Blutkörperchen (Eosinophile)
- Schlaganfall
- Sprech- und Schluckstörungen
- Herzinsuffizienz
- Herzrhythmusstörungen
- Unfähigkeit des Herzens, einen ausreichenden Blutkreislauf aufrechtzuerhalten
- Darmverschluss
- Schwere allergische Hautreaktion (Stevens-Johnson-Syndrom oder Lyell-Syndrom)

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)
- Depression, epileptischer Anfall
- Schwellung des Augenlids
- Blutgerinnsel in der Lunge
- Entzündung der Gallenblase
- Organfunktionsstörungen, die durch große Mengen einer bestimmten körpereigenen Substanz (ein Glykoprotein) verursacht werden

Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist LITAK aufzubewahren?



Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Im Kühlschrank lagern (2C - 8C). Nicht einfrieren.

Sie dürfen LITAK nach dem auf dem Etikett der Durchstechflasche nach „Verw. bis:“ und dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Aus mikrobiologischer Sicht muss das Arzneimittel unverzüglich verwendet werden, sofern beim Öffnen nicht das Risiko einer mikrobiologischen Kontaminierung ausgeschlossen wird. Wird das Arzneimittel nicht sofort verwendet, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

Sie dürfen LITAK nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken: die Durchstechflasche ist beschädigt, oder die Lösung ist nicht klar oder enthält Schwebteilchen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.


Datenquelle: European Medicines Agency
Stand der Informationen: April 2018

Laut Packungsbeilage können bei der Einnahme von Litak folgende Nebenwirkungen auftreten

Sehr häufig  (>10%)

Hautausschlag

Übelkeit

Durchfall

Verstopfung

Erbrechen

Schwäche

Müdigkeit

Fieber

Kopfschmerzen

Schläfrigkeit

Schüttelfrost

Anämie

Husten

Schmerzen an der Injektionsstelle

Rötung an der Injektionsstelle

Schwindel

verminderter Appetit

Infektionen

niedrige Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen …

niedrige Anzahl der Neutrophile im Blut

niedrige Anzahl der Lymphozyten im Blut

niedrige Anzahl der Blutplättchen im Blut

verminderte Funktionsfähigkeit des körpereigenen …

auffällige Atemgeräusche

auffällige Geräusche im Brustraum

Schwellung an der Injektionsstelle

Schwitzen

Häufig  (1 - 10%)

Bauchschmerzen

Juckreiz

Kurzatmigkeit

Schmerzen

niedriger Blutdruck

Angst

juckender Hautausschlag

Schmerzen in den Muskeln

Schlaflosigkeit

Ödeme

beschleunigter Herzschlag

Rötung der Haut

Nasenbluten

neuerliches Auftreten einer bösartigen Erkrankung…

niedrige Anzahl von Blutplättchen

ungewöhnliche Blutungen

Hautblutungen

auffällige Herzgeräusche

verminderte Durchblutung des Herzmuskels

Anschwellen des Lungengewebes infolge einer Infek…

Entzündung der Mundschleimhaut

Entzündung der Zunge

übermäßige Mengen von Gasen im Magen

übermäßige Mengen von Gasen im Darm

überwiegend leichte Anstiege der Leberwerte

überwiegend leichter Anstieg von Bilirubin

überwiegend leichter Anstieg von Transaminasen

Urtikaria

Hautschmerzen

Krankheitsgefühl

Schmerzen in den Gelenken

Schmerzen in den Knochen

Gelegentlich  (0,1 - 1%)

Schläfrigkeit

Verwirrtheit

Anämie

Koordinationsstörungen

Halsschmerzen

Augenentzündung

Venenentzündung

Zerstörung der roten Blutkörperchen

Taubheitsgefühl der Haut

Kribbeln der Haut

Mattigkeit

Trägheit

Erkrankung der peripheren Nerven

starke Gewichtsabnahme

Selten  (0,01 - 0,1%)

Herzinsuffizienz

StevensJohnson-Syndrom

Schlaganfall

verminderte Leberfunktion

verminderte Nierenfunktion

Komplikationen die von dem durch die Krebsbehandl…

Abstoßungsreaktion gegen Bluttransfusionen

Eosinophile

Sprechstörungen

Schluckstörungen

Herzrhythmusstörungen

Unfähigkeit des Herzens einen ausreichenden Blutk…

Darmverschluss

schwere allergische Hautreaktionen

LyellSyndrom

Sehr selten  (0 - 0,01%)

Depression

epileptischer Anfall

Schwellung des Augenlids

Blutgerinnsel in der Lunge

Entzündung der Gallenblase

Organfunktionsstörungen verursacht durch große Me…

[]