Mozobil

Mozobil Patienteninformation

Mozobil enthält den Wirkstoff Plerixafor, der ein Protein auf der Oberfläche von Stammzellen im Blut blockiert. Dieses Protein „bindet“ die Stammzellen des Blutes an das Knochenmark. Plerixafor verbessert die Freisetzung von Stammzellen in die Blutbahn (Mobilisierung). Die Stammzellen können dann mit einem Apheresegerät entnommen und anschließend bis zu Ihrer Transplantation tiefgefroren und...

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In Mozobil kommt folgender Wirkstoff zum Einsatz

Plerixafor

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Mozobil Patienteninformationen

WAS IST MOZOBIL UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?


Mozobil enthält den Wirkstoff Plerixafor, der ein Protein auf der Oberfläche von Stammzellen im Blut blockiert. Dieses Protein „bindet“ die Stammzellen des Blutes an das Knochenmark. Plerixafor verbessert die Freisetzung von Stammzellen in die Blutbahn (Mobilisierung). Die Stammzellen können dann mit einem Apheresegerät entnommen und anschließend bis zu Ihrer Transplantation tiefgefroren und gelagert werden.

Wenn die Mobilisierung unzureichend ist, soll Mozobil bei der Gewinnung von Stammzellen aus dem Blut für die Transplantation bei Patienten helfen, die unter Lymphom (einer Krebserkrankung, die die weißen Blutkörperchen befällt) und multiplem Myelom (einer Krebserkrankung, die Plasmazellen im Knochenmark befällt) leiden.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON MOZOBIL BEACHTEN?



Mozobil DARF NICHT angewendet werden,

- wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Plerixafor oder einen der sonstigen Bestandteile von Mozobil sind (siehe Abschnitt 6, „Was Mozobil enthält“).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Mozobil ist erforderlich

Informieren Sie Ihren Arzt:
- wenn Sie unter Herzproblemen leiden oder gelitten haben.
- wenn Sie unter Nierenproblemen leiden. Gegebenenfalls passt Ihr Arzt die Dosis an.
- wenn bei Ihnen hohe weiße Blutkörperchenzahlen vorliegen.
- wenn bei Ihnen niedrige Bluttplättchenzahlen vorliegen.
- wenn Sie sich in der Vergangenheit beim Aufstehen oder Setzen der Ohnmacht nahe gefüllt haben, Ihnen schwindelig war oder Sie bei Injektionen in Ohnmacht gefallen sind.
- wenn Sie unter 18 Jahren sind. Die Auswirkungen von Mozobil auf Kinder und Jugendliche wurden nicht untersucht.

Gegebenenfalls führt Ihr Arzt regelmäßige Blutuntersuchungen durch, um Ihre Blutkörperchenzahl zu überwachen.



Es wird nicht empfohlen, Mozobil zur Mobilisierung von Stammzellen zu verwenden, wenn Sie unter Leukämie leiden (eine Krebserkrankung, die das Blut oder Knochenmark befällt).

Bei Anwendung von Mozobil mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Schwangerschaft und Stillzeit

Sie sollten Mozobil nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind, da keine Erfahrungen mit Mozobil bei Schwangeren vorliegen. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie schwanger sind oder sein könnten oder eine Schwangerschaft planen. Empfängnisverhütung wird empfohlen, wenn Sie im gebärfähigen Alter sind.

Sie sollten nicht stillen, wenn Sie Mozobil anwenden, da nicht bekannt ist, ob Mozobil in die Muttermilch übergeht.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Mozobil kann Benommenheit und Müdigkeit verursachen. Deswegen sollten Sie sich nicht ans Steuer eines Fahrzeugs setzen, wenn Sie sich benommen, müde oder unwohl fühlen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Mozobil

Mozobil ist nahezu natriumfrei. Es enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis.

WIE IST MOZOBIL ANZUWENDEN?


Das Arzneimittel wird Ihnen von einem Arzt oder einer Krankenschwester injiziert.

Sie erhalten erst GCSF und dann wird Ihnen Mozobil gegeben

Die Mobilisierung wird eingeleitet, indem Ihnen zunächst ein anderes Mittel namens GCSF (GranulocyteColony Stimulating Factor) gegeben wird. GCSF hilft dabei, dass Mozobil ordnungsgemäß in Ihrem Körper wirkt. Wenn Sie mehr über GCSF wissen wollen, fragen Sie Ihren Arzt oder lesen Sie die zugehörige Packungsbeilage.

Wie viel Mozobil wird angewendet?

Die übliche Dosis ist 0,24 mg/kg Körpergewicht/Tag. Ihre MozobilDosis richtet sich nach Ihrem Körpergewicht, das in der Woche, bevor Sie Ihre erste Dosis erhalten, bestimmt werden sollte. Wenn Sie unter mäßigen oder schweren Nierenproblemen leiden, wird Ihr Arzt die Dosis verringern.

Wie wird Mozobil gegeben?

Mozobil wird durch eine subkutane Injektion (unter die Haut) gegeben.

Wann wird Mozobil erstmals gegeben?

Sie erhalten Ihre erste Dosis Mozobil 6 bis 11 Stunden vor der Apherese (Gewinnung von Stammzellen aus Ihrem Blut).

Wie lange wird Mozobil angewendet?

Die Behandlung mit Mozobil dauert 2 bis 4 aufeinander folgende Tage (in manchen Fällen auch bis zu 7 Tage), bis genügend Stammzellen für Ihre Transplantation gewonnen wurden. In einigen Fällen können nicht genügend Stammzellen gewonnen werden. Dann wird der Versuch, Stammzellen zu gewinnen, abgebrochen.


WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann Mozobil Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt umgehend, wenn

- bei Ihnen kurz nach der Anwendung von Mozobil Hautausschlag, Schwellungen rund um die

Augen, Kurzatmigkeit oder Sauerstoffmangel, Schwindelgefühl beim Stehen oder Sitzen, das

Gefühl, der Ohnmacht nahe zu sein, oder Ohnmacht auftreten.
- Sie Schmerzen im linken Oberbauch oder an der Schulterspitze haben.

Nebenwirkungen können mit bestimmten Häufigkeiten auftreten, die im Folgenden definiert sind:
- sehr häufig: Betrifft mehr als 1 von 10 Anwendern
- häufig: Betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern
- gelegentlich: Betrifft 1 bis 10 von 1.000 Anwendern
- selten: Betrifft 1 bis 10 von 10.000 Anwendern
- sehr selten: Betrifft weniger als 1 von 10.000 Anwendern
- nicht bekannt: Häufigkeit ist auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.

Sehr häufige Nebenwirkungen

- Durchfall, Übelkeit (Unwohlsein), Rötung oder Reizung am Injektionsort

Häufige Nebenwirkungen

- Kopfschmerzen
- Benommenheit, Müdigkeit oder Unwohlsein
- Schlafstörungen
- Flatulenz, Verstopfung, Verdauungsstörungen, Erbrechen
- Magensymptome wie Schmerzen, Schwellung oder Beschwerden
- Mundtrockenheit, Taubheitsgefühl in der Mundregion
- Vermehrtes Schwitzen, allgemeine Rötung der Haut, Schmerzen in Gelenken, Muskeln und Knochen

Gelegentliche Nebenwirkungen

- Allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Schwellungen rund um die Augen, Kurzatmigkeit

In seltenen Fällen können schwere Auswirkungen auf den MagenDarm-Trakt auftreten (Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen und Übelkeit).

Herzanfälle

In klinischen Studien litten Patienten mit entsprechenden Risikofaktoren gelegentlich unter Herzanfällen, nachdem ihnen Mozobil und GCSF gegeben wurden. Bitte informieren Sie Ihren Arzt unverzüglich, wenn Sie Beschwerden in der Brust haben.

Kribbeln und Taubheitsgefühl

Kribbeln und Taubheitsgefühl treten bei Patienten, die gegen Krebs behandelt werden, häufig auf. Etwa einer von fünf Patienten leidet unter diesen Erscheinungen. Allerdings scheinen sie nicht in größerer Häufigkeit aufzutreten, wenn Sie Mozobil anwenden.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Ihre Krankenschwester.

WIE IST

MOZOBIL
AUFZUBEWAHREN?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.



Sie dürfen Mozobil nach dem auf dem Umkarton und der Durchstechflasche angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Nach dem Öffnen der Durchstechflasche sollte Mozobil sofort verwendet werden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Der Apotheker entsorgt Arzneimittel, die nicht mehr benötigt werden. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

Datenquelle: European Medicines Agency
Stand der Informationen: Dezember 2011

Laut Packungsbeilage können bei der Einnahme von Mozobil folgende Nebenwirkungen auftreten

Sehr häufig  (>10%)

Übelkeit

Durchfall

Rötung am Injektionsort

Reizung am Injektionsort

Häufig  (1 - 10%)

Kopfschmerzen

Müdigkeit

Erbrechen

Verstopfung

Benommenheit

Verdauungsstörungen

Knochenschmerzen

Schlafstörungen

Gelenkschmerzen

Mundtrockenheit

Muskelschmerzen

vermehrtes Schwitzen

Magenschmerzen

Unwohlsein

Magenbeschwerden

Rötung der Haut

Flatulenz

Kribbeln (Patienten, die gegen Krebs behandelt werden)

Taubheitsgefühl (Patienten, die gegen Krebs behandelt werden)

Magenschwellung

Taubheitsgefühl in der Mundregion

Gelegentlich  (0,1 - 1%)

Kurzatmigkeit

Hautausschlag

Schwellungen rund um die Augen

Selten  (0,01 - 0,1%)

Durchfall

Übelkeit

Erbrechen

Bauchschmerzen

Nicht bekannt

Herzanfälle

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