Myocet

Myocet Patienteninformation

Myocet enthält einen Arzneistoff genannt „Doxorubicin“, welcher Tumorzellen schädigt. Diese Art von Arzneimitteltherapie wird „Chemotherapie“ genannt. Der Arzneistoff ist innerhalb sehr kleiner Fetttröpfchen, sogenannten „Liposomen“ enthalten.

Myocet ist erste Wahl zur Behandlung von Brustkrebs, welcher sich ausgebreitet hat („metastasierender Brustkrebs“), bei erwachsenen Frauen. Es...

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In Myocet kommt folgender Wirkstoff zum Einsatz

Doxorubicin-Hydrochlorid

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Myocet Patienteninformationen

WAS IST MYOCET UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?


Myocet enthält einen Arzneistoff genannt „Doxorubicin“, welcher Tumorzellen schädigt. Diese Art von Arzneimitteltherapie wird „Chemotherapie“ genannt. Der Arzneistoff ist innerhalb sehr kleiner Fetttröpfchen, sogenannten „Liposomen“ enthalten.

Myocet ist erste Wahl zur Behandlung von Brustkrebs, welcher sich ausgebreitet hat („metastasierender Brustkrebs“), bei erwachsenen Frauen. Es wird zusammen mit einem anderen Arzneistoff namens „Cyclophosphamid“ verwendet. Bitte lesen Sie auch diese Packungsbeilage aufmerksam durch.

WAS MUSS BEACHTET WERDEN, BEVOR SIE MYOCET VERABREICHT BEKOMMEN?



Myocet darf nicht angewendet werden,

- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Doxorubicin oder einen der sonstigen Bestandteile von Myocet sind, welche in Abschnitt 6 aufgeführt sind. Verwenden Sie Myocet nicht, wenn dies auf Sie zutrifft. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihren Pflegefachkräften bevor Myocet angewendet wird.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Myocet ist erforderlich

Überprüfen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihren Pflegefachkräften bevor Sie Myocet verabreicht bekommen, ob:
- Sie jemals Herzprobleme hatten (wie zum Beispiel Herzinfarkt, Herzversagen oder ob Sie über sehr lange Zeit einen hohen Blutdruck hatten).
- Sie Leberprobleme haben. Falls etwas von dem oben genannten auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihren Pflegefachkräften bevor Sie Myocet verabreicht bekommen.

Tests

Ihr Arzt wird während Ihrer Behandlung Tests durchführen, um zu überprüfen, ob Ihr Arzneimittel richtig wirkt. Auch wird auf mögliche Nebenwirkungen geachtet werden, wie zum Beispiel Probleme mit Ihrem Blutbild oder Herzen.

Bestrahlungstherapie

Wenn Sie bereits eine Bestrahlungstherapie erhalten haben, können Sie möglicherweise auf Mycocet mit schmerzender, roter oder trockener Haut reagieren. Dies kann während Ihrer Behandlung sofort oder erst später auftreten.

Bei Anwendung von Myocet mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben. Das gilt auch, wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel und pflanzliche Arzneimittel handelt. Dies ist nötig, da Myocet die Wirkung von anderen Arzneimitteln beeinflussen kann. Auch können andere Arzneimittel die Wirkung von Myocet beeinflussen.

Sprechen Sie insbesondere mit Ihrem Arzt oder Ihren Pflegefachkräften, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:
- Phenobarbital oder Phenytoin – gegen Epilepsie
- Warfarin – zur Blutverdünnung
- Streptozotocin – gegen Pankreaskrebs
- Cyclosporin – zur Beeinflussung des Immunsystems Falls etwas von dem oben genannten auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihren Pflegefachkräften bevor Sie Myocet verabreicht bekommen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihren Pflegefachkräften bevor Sie Myocet verabreicht bekommen, wenn Sie schwanger sind, denken, dass Sie schwanger sein könnten oder stillen.
- Myocet sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn es ist unbedingt erforderlich.
- Frauen, die Myocet verabreicht bekommen, sollten nicht stillen.
- Frauen, die schwanger werden könnten, sollten während der Behandlung mit Myocet und bis zu 6 Monate danach zuverlässige Verhütungsmethoden anwenden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Sie könnten sich nach der Behandlung mit Myocet schwindelig fühlen. Wenn Sie sich schwindelig fühlen oder unsicher sind, dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen, keine Werkzeuge benutzen oder Maschinen bedienen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Myocet

Myocet ist in Umkartons erhältlich, die 1 oder 2 Sets mit je 3 Ampullen enthalten (es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht). Wenn die 3 Ampullen zusammengemischt worden sind, enthält Ihr Arzneimittel circa 108 mg Natrium. Dies ist zu berücksichtigen bei Personen unter Natriumkontrollierter (natriumarmer/kochsalzarmer) Diät.

WIE WIRD MYOCET VERABREICHT?


Myocet wird normalerweise von einem Arzt oder Pflegefachkräften verabreicht. Es wird als Tropf (Infusion) in eine Vene verabreicht.
Welche Dosis wird Ihnen verabreicht werden
Ihr Arzt wird auf der Grundlage Ihrer spezifischen Anforderungen die von Ihnen benötigte Dosis genau berechnen. Die Grundlage ist Ihre Körperoberfläche (gemessen in „Quadratmetern“ oder „m2“).

Die allgemeine Dosierung liegt zwischen 60 und 75 mg des Arzneimittels pro Quadratmeter Ihrer Körperoberfläche:
- Diese wird einmal alle drei Wochen verabreicht.
- Der Arzneistoff „Cyclophosphamid“ wird am gleichen Tag verabreicht. Wenn der Arzt es für nötig erachtet, kann er Ihnen eine niedrigere Dosierung verabreichen.

Die Anzahl der Zeitpunkte, an denen Sie die Infusion über den Tropf verabreicht bekommen, hängt ab von:
- Dem Stadium Ihres Brustkrebses.
- Wie gut Ihr Körper auf das Arzneimittel reagiert. Die Behandlung dauert in der Regel ungefähr 3 bis 6 Monate.

Wenn Sie Myocet auf Ihre Haut bekommen

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Pflegefachkraft sofort mit, falls das Arzneimittel vom Tropf (Infusion) auf Ihre Haut gelangt oder mit Ihrer Haut in Kontakt kommt, da Myocet Ihre Haut schädigen kann. Der Tropf wird dann sofort gestoppt. Eis wird für 30 Minuten auf die betroffene Stelle gegeben. Danach wird der Tropf über eine andere Vene verabreicht.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Pflegefachkräfte.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann Myocet Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die folgenden Nebenwirkungen können durch dieses Arzneimittel auftreten.

Berichten Sie Ihrem Arzt oder Ihren Pflegefachkräften sofort, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken. Diese sind Zeichen einer allergischen Reaktion und Ihr Tropf (Infusion) muss möglicherweise beendet werden:

- Gefühl der Kurzatmigkeit oder einer engen Brust oder eines engen Halses
- Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen
- Fieber oder Schüttelfrost
- Angeschwollenes oder gerötetes Gesicht
- Gefühl der Müdigkeit, Schwindel oder Benommenheit. Informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt oder Ihre Pflegefachkräfte, wenn Sie eine der oben aufgeführten Nebenwirkungen bemerken.

Andere Nebenwirkungen Sehr häufig (betrifft mehr als 1 Behandelten von 10)

- Haarausfall
- Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen
- Appetitverlust, Durchfall, Übelkeit oder Gefühl der Übelkeit (Brechreiz oder Erbrechen)
- Herabgesetzte Anzahl bestimmter Blutzellen

Ihr Arzt wird Ihr Blut regelmäßig auf diese Wirkungen untersuchen und entscheiden, ob eine Behandlung erforderlich ist.
- Anzeichen können sein: o Vermehrtes Entstehen von Blutergüssen o Schmerzgefühle in der Mundhöhle oder im Hals und Geschwüre im Mund o Verringerte Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen oder Fieber o Müdigkeits- oder Schwindelgefühl, Mangel an Energie.

Häufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)

- Muskelschmerzen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen
- Atembeschwerden, Brustschmerzen
- Durstgefühl, Schmerzen oder Schwellungen der Speiseröhre
- Kurzatmigkeit, geschwollene Knöchel, Muskelkrämpfe. Diese können Zeichen einer Herzschwäche, unregelmäßigen Herzschlages oder eines niedrigen Kaliumblutspiegels sein.
- Anormale Ergebnisse bei Leberfunktionstests
- Schlafschwierigkeiten
- Nasenbluten, Hitzewallungen
- Verstopfung, Gewichtsverlust
- Hautausschlag und Nagelprobleme.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000)

- Bluthusten
- Unruhegefühl, Schläfrigkeitsgefühl
- Niedriger Blutdruck, Unwohlsein
- Änderung in der Gangart, Sprachprobleme
- Magenschmerzen, welche Anzeichen der Ausprägung eines Magengeschwürs sein können
- Muskelschwäche
- Juckreiz, trockene Haut oder geschwollene Bereiche um die Haarwurzeln
- Anschwellen, Rötung und Blasenbildung der Haut rund um die Infusionsstelle
- Hohe Blutzuckerwerte (Ihr Arzt wird dies mithilfe eines Bluttests erkennen)
- Gelbfärbung der Haut oder Augen. Dies könnten Zeichen eines Leberproblems, genannt Gelbsucht, sein
- Veränderungen bei der Häufigkeit des Wasserlassens (Urin), Schmerzen beim Wasserlassen oder Blut im Urin

Myocet kann einige Nebenwirkungen verursachen, die im Zusammenhang mit der Geschwindigkeit der Verabreichung Ihres Tropfes stehen. Diese sind Hitzewallungen, Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Rückenschmerzen. Diese Nebenwirkungen können verhindert werden, wenn der Tropf langsamer über einen längeren Zeitraum verabreicht wird.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Ihre Pflegefachkräfte, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

WIE WIRD MYOCET AUFBEWAHRT?



- Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
- Das Arzneimittel darf nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr angewendet werden.
- Im Kühlschrank lagern (2 ºC - 8 ºC).
- Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt unverzüglich angewendet werden. Falls Myocet nicht sofort angewendet wird, liegt die Verantwortung für Aufbewahrungszeit und -bedingungen vor der Anwendung beim Anwender. Die Zubereitung sollte normalerweise nicht mehr als 24 Stunden bei einer Temperatur von 2°C - 8°C aufbewahrt werden, es sei denn, die Zubereitung fand unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen statt.
- Sie dürfen Myocet nicht anwenden, wenn Sie folgendes bemerken: Verfärbungen, Schwebeteilchen oder sonstige Fremdpartikel.
- Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Datenquelle: European Medicines Agency
Stand der Informationen: November 2011

Laut Packungsbeilage können bei der Einnahme von Myocet folgende Nebenwirkungen auftreten

Sehr häufig  (>10%)

Haarausfall

Schmerzen

Übelkeit

Durchfall

Appetitverlust

Erbrechen

Fieber

Schwindelgefühl

Schüttelfrost

Halsschmerzen

Brechreiz

Geschwüre im Mund

vermehrtes Entstehen von Blutergüssen

Schmerzen in der Mundhöhle

verringerte Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen

Müdigkeits

Mangel an Energie

Häufig  (1 - 10%)

Kopfschmerzen

Verstopfung

Brustschmerzen

Atembeschwerden

Rückenschmerzen

Muskelkrämpfe

Kurzatmigkeit

Hautausschlag

Muskelschmerzen

Gewichtsverlust

Hitzewallungen

Durstgefühl

Nasenbluten

Schlafschwierigkeiten

Nagelprobleme

geschwollene Knöchel

Schmerzen in der Speiseröhre

Schwellungen der Speiseröhre

anormale Ergebnisse bei Leberfunktionstests

Gelegentlich  (0,1 - 1%)

Blut im Urin

trockene Haut

Magengeschwür

Juckreiz

Muskelschwäche

niedriger Blutdruck

Magenschmerzen

Unwohlsein

Schmerzen beim Wasserlassen

Gelbsucht

Sprachprobleme

Bluthusten

hohe Blutzuckerwerte

Unruhegefühl

Schläfrigkeitsgefühl

Änderung in der Gangart

geschwollene Bereiche um die Haarwurzeln

Anschwellen der Haut rund um die Infusionsstelle

Rötung der Haut rund um die Infusionsstelle

Blasenbildung der Haut rund um die Infusionsstelle

Veränderungen bei der Häufigkeit des Wasserlassens

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