Omnitrope - Patienteninformationen

WAS IST OMNITROPE UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?


Omnitrope ist ein rekombinantes menschliches Wachstumshormon, das auch als Somatropin bezeichnet wird. Es hat dieselbe Struktur wie das körpereigene Wachstumshormon, das Knochen und Muskeln zum Wachsen brauchen. Es trägt auch dazu bei, dass sich Fett- und Muskelgewebe in den richtigen Mengen entwickeln. „Rekombinant“ bedeutet, dass es nicht aus menschlichem oder tierischem Gewebe gewonnen wurde.
Bei Kindern wird Omnitrope angewendet, um die folgenden Wachstumsstörungen zu behandeln:
- Das Körperwachstum verläuft nicht normal, und der Körper stellt nicht genug eigenes Wachstumshormon her.
- Bei TurnerSyndrom– Das TurnerSyndrom ist eine genetisch bedingte Krankheit bei Mädchen, die das Wachstum beeinträchtigen kann. Wenn Sie an Turner leiden, hat Ihr Arzt es Ihnen bereits gesagt.
- Bei chronischer Nierenfunktionsstörung (Insuffizienz) – Wenn die Nieren nicht normal arbeiten, kann dies das Körperwachstum beeinträchtigen.
- Wenn die Körpergröße oder das Körpergewicht bei der Geburt zu gering war – Wachstumshormon kann Patienten helfen, größer zu werden, die bis zum Alter von 4 Jahren oder noch später den Wachstumsrückstand nicht aufgeholt haben bzw. keine normale Wachstumsrate aufrechterhalten.
- Bei PraderWilli-Syndrom (einer genetisch bedingten Krankheit) – Wachstumshormon hilft Patienten, die noch im Wachstum sind, größer zu werden, und verbessert auch die Körperzusammensetzung. Überschüssiges Fett wird abgebaut, und die verringerte Muskelmasse wird aufgebaut.
Bei Erwachsenen wird Omnitrope angewendet:
- zur Behandlung von ausgeprägtem Wachstumshormonmangel, entweder erst ab dem Erwachsenenalter oder schon seit der Kindheit. Wenn Sie schon während der Kindheit wegen Wachstumshormonmangels mit Omnitrope behandelt worden sind, wird Ihr Wachstumshormonstatus noch einmal untersucht, wenn Ihr Wachstum abgeschlossen ist. Wenn sich dabei ein schwerer Mangel an Wachstumshormon bestätigt, wird der Arzt Ihnen raten, die Behandlung mit Omnitrope fortzusetzen.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON OMNITROPE BEACHTEN?


Omnitrope darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Somatropin oder einen der sonstigen Bestandteile von Omnitrope sind.
- wenn Sie einen aktiven Tumor (Krebs) haben. Ein Tumor muss inaktiv sein, und die Behandlung des Tumors muss beendet sein, bevor Sie mit der Anwendung von Omnitrope beginnen.
- wenn das Längenwachstum stimuliert werden soll, das Wachstum aber bereits abgeschlossen ist (geschlossene Epiphysenfugen).
- wenn Sie schwerkrank sind (zum Beispiel Komplikationen nach einer Operation am offenen Herzen, Bauchoperation, Mehrfachverletzungen durch Unfall, akuten schweren Störungen der Lungenfunktion (akuter respiratorischer Insuffizienz) oder ähnlichen Komplikationen). Wenn bei Ihnen demnächst eine größere Operation oder ein Krankenhausaufenthalt geplant ist oder gerade stattgefunden hat, sagen Sie es Ihrem Arzt. Informieren Sie ebenso alle anderen Ärzte, bei denen Sie in Behandlung sind, dass Sie Wachstumshormone anwenden.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Omnitrope ist erforderlich
- Wenn Sie ein erhöhtes Risiko haben, an Diabetes (Zuckerkrankheit) zu erkranken, muss Ihr Arzt während der Behandlung mit Somatropin Ihren Blutzuckerspiegel überwachen.
- Wenn Sie Diabetes haben, sollten Sie Ihren Blutzuckerspiegel während der Behandlung mit Somatropin besonders aufmerksam beobachten und die Werte mit Ihrem Arzt besprechen, um festzustellen, ob die Dosis Ihrer DiabetesMedikamente verändert werden muss.
- Nach Beginn einer SomatropinBehandlung kann bei einigen Patienten zusätzlich eine Behandlung mit Schilddrüsenhormonen erforderlich werden.
- Wenn Sie bereits mit Schilddrüsenhormonen behandelt werden, kann es notwendig werden, deren Dosis anzupassen.
- Wenn Sie erhöhten Hirndruck haben (was zu Symptomen wie starken Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Erbrechen führen kann), sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.
- Wenn Sie beim Gehen humpeln oder während der Behandlung mit Wachstumshormonen zu humpeln beginnen, informieren Sie Ihren Arzt.
- Wenn Sie wegen Wachstumshormonmangel nach einer Krebserkrankung behandelt werden, sollten Sie regelmäßig kontrollieren lassen, dass der Krebs nicht wieder auftritt.
- Wenn Sie das 60. Lebensjahr vollendet haben – Ältere Patienten können empfindlicher für die Wirkung von Somatropin und daher auch anfälliger für Nebenwirkungen sein.
Kinder mit chronischer Nierenfunktionsstörung (Insuffizienz)
- Der Arzt untersucht die Nierenfunktion und die Wachstumsrate, bevor die Behandlung mit Somatropin beginnt. Jegliche Behandlung der Nierenfunktion sollte fortgesetzt werden. Bei einer Nierentransplantation sollte die Behandlung mit Somatropin ausgesetzt werden.
Kinder mit PraderWilli-Syndrom
- Der Arzt gibt dem Patienten Diätvorschriften zur Gewichtsabnahme.
- Der Arzt untersucht den Patienten auf Anzeichen einer Verengung der oberen Atemwege, Schlafapnoe (Atmungsaussetzer im Schlaf) sowie Infektionen der Atemwege, bevor die Behandlung mit Somatropin begonnen wird.
- Während der Behandlung mit Somatropin müssen Sie den Arzt informieren, wenn Sie Anzeichen einer Verengung der oberen Atemwege feststellen (zum Beispiel beginnendes oder stärker werdendes Schnarchen). Der Arzt wird die Atemwege untersuchen und die Behandlung mit Somatropin gegebenenfalls unterbrechen.
- Während der Behandlung wird der Arzt auch auf Anzeichen einer Skoliose (Verkrümmung der Wirbelsäule) achten.
- Wenn während der Behandlung eine Lungenentzündung auftritt, informieren Sie den Arzt, damit er die Infektion behandelt.
Kinder, die bei der Geburt zu klein oder zu leicht waren
- Bei Kindern zwischen 9 und 12 Jahren, die mit zu geringem Gewicht oder zu geringer Körpergröße auf die Welt gekommen sind, gibt der Arzt auf Anfrage Ratschläge speziell zum Thema Pubertät und Behandlung mit diesem Arzneimittel.
- Die Behandlung sollte solange fortgesetzt werden, bis das Längenwachstum aufgehört hat.
- Der Arzt überprüft den Blutzucker- und Insulinspiegel vor Beginn der Behandlung und danach in jährlichen Abständen.
Bei Anwendung von Omnitrope mit anderen Arzneimitteln:
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie mit einem der folgenden Medikamente behandelt werden:
- DiabetesMedikamente
- Schilddrüsenhormone
- EpilepsieMedikamente (Antikonvulsiva)
- Ciclosporin (ein Mittel zur Unterdrückung des Immunsystems nach einer Organverpflanzung)
- Geschlechtshormone (z. B. Östrogene)
- synthetische Nebennierenhormone (Kortikosteroide) Möglicherweise muss Ihr Arzt die Dosis dieser Arzneimittel oder die von Somatropin anpassen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Sie sollten Omnitrope nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind oder gerade vorhaben, schwanger zu werden. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, bevor Sie dieses Arzneimittel in der Stillzeit anwenden. Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Omnitrope
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro ml, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.

WIE IST OMNITROPE ANZUWENDEN?


Dieses Arzneimittel sollte Ihnen ausschließlich von einem Arzt verordnet werden, der in der Behandlung mit Wachstumshormonen erfahren ist und der Ihre Diagnose zuvor bestätigt hat.
Empfohlene Dosierung
Die Dosis richtet sich nach Ihrer Größe, nach der Krankheit, die behandelt werden soll, und danach, wie gut Wachstumshormone bei Ihnen wirken. Ihr Arzt wird Sie beraten, welche OmnitropeDosis und welches Behandlungsschema für Sie das Richtige ist. Die Dosis wird in Milligramm (mg) entweder bezogen auf das Körpergewicht in Kilogramm (kg) oder auf die Körperoberfläche (berechnet aus Körpergröße undgewicht) in Quadratmetern (m2) angegeben. Ändern Sie nicht die Dosierung oder das Behandlungsschema, ohne vorher mit Ihrem Arzt zu sprechen.
Kinder mit Wachstumshormonmangel:
0,025 - 0,035 mg/kg Körpergewicht pro Tag bzw. 0,7 - 1,0 mg/m2 Körperoberfläche pro Tag. Höhere Dosen sind möglich. Wenn der Wachstumshormonmangel auch im Jugendalter weiter besteht, sollte die Behandlung mit Omnitrope bis zum Abschluss der körperlichen Entwicklung fortgesetzt werden.
Kinder mit TurnerSyndrom:
0,045 - 0,050 mg/kg Körpergewicht pro Tag bzw. 1,4 mg/m2 Körperoberfläche pro Tag.
Kinder mit chronischer Nierenfunktionsstörung (Insuffizienz):
0,045 - 0,050 mg/kg Körpergewicht pro Tag bzw. 1,4 mg/m2 Körperoberfläche pro Tag. Höhere Dosen können erforderlich sein, wenn die Wachstumsrate weiterhin zu niedrig ist. Nach 6 Monaten Behandlung kann eine Dosisanpassung erforderlich werden.
Kinder mit PraderWilli-Syndrom:
0,035 mg/kg Körpergewicht pro Tag bzw. 1,0 mg/m2 Körperoberfläche pro Tag. Die Tagesdosis sollte insgesamt 2,7 mg nicht überschreiten. Bei Jugendlichen, deren Wachstum zum Ende der Pubertät fast abgeschlossen ist, sollte die Therapie nicht angewendet werden.
Unerwartet klein oder leicht geborene Kinder mit Wachstumsstörungen:
0,035 mg/kg Körpergewicht pro Tag bzw. 1,0 mg/m2 Körperoberfläche pro Tag. Es ist wichtig, die Behandlung fortzusetzen, bis die Endgröße erreicht ist. Wenn die Behandlung nach einem Jahr keine Wirkung zeigt oder die Endgröße erreicht und das Wachstum beendet ist, sollte die Behandlung abgesetzt werden.
Erwachsene mit Wachstumshormonmangel:
Bei Wachstumshormonmangel, der im Erwachsenenalter erstmals auftritt, sollten Sie mit 0,15 - 0,3 mg pro Tag beginnen. Diese Dosis sollte schrittweise erhöht werden, je nach Blutwerten, klinischer Wirkung und eventuellen Nebenwirkungen. Die Erhaltungsdosis beträgt nur selten mehr als 1,0 mg pro Tag. Bei Frauen kann eine höhere Dosis erforderlich sein als bei Männern. Die Dosierung sollte alle 6 Monate überprüft werden. Es sollte stets die geringstmögliche wirksame Dosis angewendet werden. Befolgen Sie alle Anweisungen Ihres Arztes.
Injektion von Omnitrope
Omnitrope ist zur subkutanen Anwendung bestimmt. Dies bedeutet, dass es mit einer kurzen Injektionsnadel in das Fettgewebe unter der Haut gespritzt wird. Ihr Arzt müsste Ihnen bereits gezeigt haben, wie Sie sich OmnitropeSpritzen geben. Wenden Sie Omnitrope immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Wie wird Omnitrope 1,3 mg/ml injiziert?
In den folgenden Anweisungen wird erklärt, wie man Omnitrope 1,3 mg/ml selbst injiziert. Bitte lesen Sie die Anweisungen sorgfältig durch und folgen Sie ihnen Schritt für Schritt. Ihr Arzt oder das Pflegepersonal wird Ihnen zeigen, wie Omnitrope injiziert wird. Versuchen Sie nicht, die Injektion durchzuführen, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie die Vorgehensweise verstanden haben.
- Nach der Auflösung (Rekonstitution) wird Omnitrope unter die Haut gespritzt.
- Prüfen Sie vor der Injektion die Lösung sorgfältig und verwenden Sie sie nur, wenn sie klar und farblos ist.
- Wechseln Sie die Injektionsstelle, um das Risiko einer lokalen Lipoatrophie (lokaler Schwund des Fettgewebes unter der Haut) gering zu halten.
Vorbereitung

Legen Sie sich zuerst alle benötigten Gegenstände zurecht:
- eine Durchstechflasche mit Omnitrope 1,3 mg/ml Lyophilisat (gefriergetrocknetes Pulver) zur Herstellung einer Injektionslösung.
- eine Durchstechflasche mit Lösungsmittel (Flüssigkeit) für Omnitrope 1,3 mg/ml.

- eine sterile Einwegspritze (z.B. 2 ml Spritze) und eine Nadel (z.B. 0,33 mm x 12,7 mm) zur Entnahme des Lösungsmittels aus der Durchstechflasche (nicht in der Packung enthalten).
- eine sterile Einwegspritze von geeigneter Größe (z.B. 1 ml Spritze)

und eine Injektionsnadel (z.B. 0,25 mm x 8 mm) für die subkutane Injektion (nicht in der Packung enthalten).
- 2 Alkoholtupfer (nicht in der Packung enthalten).



Waschen Sie bitte die Hände, bevor Sie mit den nächsten Schritten

fortfahren.


Auflösen (Rekonstitution) von Omnitrope

- Nehmen Sie von den beiden Durchstechflaschen, die sich in der Faltschachtel befinden, die Schutzkappen ab. Desinfizieren Sie mit einem Alkoholtupfer die Gummimembranen der beiden Durchstechflaschen mit dem Lyophilisat (gefriergetrocknetes

Pulver) und dem Lösungsmittel.
- Nehmen Sie die Durchstechflasche mit dem Lösungsmittel und eine sterile Einwegspritze (z.B. 2 ml Spritze) und eine Nadel (z.B. 0,33 mm x 12,7 mm). Drücken Sie die an der Spritze befestigte Nadel durch die Gummimembran.

- Drehen Sie die Durchstechflasche mit dem Lösungsmittel mit dem Kopf nach unten und entnehmen Sie das gesamte Lösungsmittel aus der Durchstechflasche.

- Nehmen Sie die Durchstechflasche mit dem Lyophilisat (gefriergetrocknetes Pulver) und drücken Sie die Nadel durch die Gummimembran. Spritzen Sie das Lösungsmittel langsam hinein.

Richten Sie den Flüssigkeitsstrom gegen die Glaswand, um Schaumbildung zu vermeiden. Entfernen Sie die Spritze und Nadel.
- Bewegen Sie die Durchstechflasche mit sanften kreisenden Bewegungen bis der Inhalt vollständig aufgelöst ist. Nicht schütteln.

- Falls die Lösung trübe ist (und wenn die Trübung nicht innerhalb

von 10 Minuten verschwindet) oder Partikel enthält, darf sie nicht benutzt werden. Der Inhalt muss klar und farblos sein.
- Verwenden Sie die Lösung sofort.



Abmessen der zu injizierenden OmnitropeDosis

- Nehmen Sie die sterile Einwegspritze von geeigneter Größe (z.B.

1 ml Spritze) und eine Injektionsnadel (z.B. 0,25 mm x 8 mm).
- Drücken Sie die Nadel durch den Gummistopfen der

Durchstechflasche mit der aufgelösten Injektionslösung.
- Drehen Sie die Durchstechflasche samt Spritze mit dem Kopf nach unten und halten Sie sie mit einer Hand fest.
- Stellen Sie sicher, dass sich die Nadelspitze in der aufgelösten

OmnitropeInjektionslösung befindet. Ihre andere Hand ist nun frei, um den Kolben der Spritze zu bewegen.
- Bewegen Sie den Kolben langsam nach hinten und ziehen Sie ein

wenig mehr als die von Ihrem Arzt verschriebene Dosis in die Spritze auf.
- Halten Sie die Durchstechflasche mit der Spritze so, dass die Nadel

nach oben zeigt, und entfernen Sie die Spritze aus der Durchstechflasche.
- Prüfen Sie, ob sich Luftbläschen in der Spritze befinden. Wenn Sie

Luftbläschen sehen können, ziehen Sie den Kolben ein wenig zurück, klopfen Sie sanft auf die Spritze, mit der Nadel nach oben zeigend, bis die Luftbläschen verschwinden. Drücken Sie den Kolben langsam wieder zurück auf die korrekte Dosis.
- Die gebrauchsfertige Lösung muss vor der Anwendung visuell

geprüft werden. Verwenden Sie die Lösung nicht, wenn sie trübe ist oder Partikel enthält. Sie können die Dosis nun injizieren.


Injizieren von Omnitrope

- Wählen Sie eine Injektionsstelle aus. Die besten Injektionsstellen

sind dort, wo sich zwischen Haut und Muskel eine Fettschicht befindet, wie z.B. am Oberschenkel oder Bauch (außer Bauchnabel- und Taillenbereich).
- Injizieren Sie mindestens 1 cm von der letzten Injektionsstelle

entfernt und denken Sie daran, die Injektionsstellen abzuwechseln, wie es Ihnen gezeigt worden ist.
- Reinigen Sie die Haut gründlich mit einem Alkoholtupfer, bevor Sie die Injektion verabreichen. Warten Sie, bis die Stelle getrocknet ist.
- Drücken Sie mit einer Hand eine Hautfalte zusammen und halten

Sie diese fest. Halten Sie mit der anderen Hand die Spritze, so als ob Sie einen Bleistift halten würden. Stechen Sie die Nadel in die Hautfalte in einem Winkel von 45º bis 90º. Wenn sich die Nadel unter der Haut befindet, nehmen Sie die Hand, mit der Sie die Hautfalte gehalten haben weg, und halten Sie mit dieser Hand nun den Spritzenzylinder fest. Ziehen Sie mit der anderen Hand den Kolben ganz leicht zurück. Falls Blut in die Spritze fließt, bedeutet dies, dass die Nadel in ein Blutgefäß gestochen wurde. Injizieren Sie nicht an dieser Stelle, sondern ziehen Sie die Nadel heraus und wiederholen Sie diesen Schritt. Injizieren Sie die Lösung, indem Sie den Kolben vorsichtig bis zum Anschlag herunterdrücken.
- Ziehen Sie die Nadel gerade heraus aus der Haut.


Nach der Injektion:

- Drücken Sie nach der Injektion ein kleines Stück Verbandsmull

oder sterile Gaze einige Sekunden lang auf die Injektionsstelle. Die Injektionsstelle nicht massieren.
- Die übrig gebliebene Lösung, Durchstechampullen und das

Injektionszubehör zum einmaligen Gebrauch muss vernichtet werden. Entsorgen Sie die Spritzen aus Sicherheitsgründen in einem geschlossenen Behältnis.
Wenn Sie eine größere Menge Omnitrope angewendet haben, als Sie sollten
Wenn Sie erheblich mehr von dem Arzneimittel gespritzt haben, als Sie sollten, sprechen Sie so schnell wie möglich mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Ihr Blutzuckerspiegel könnte erst übermäßig abfallen und später übermäßig ansteigen. Möglicherweise fühlen Sie sich zittrig, schwitzig, schläfrig, haben das Gefühl, Sie „stehen neben sich“, oder werden bewusstlos.
Wenn Sie die Anwendung von Omnitrope vergessen haben
Spritzen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben. Es ist am besten, wenn Sie Ihr Wachstumshormon regelmäßig anwenden. Wenn Sie die Anwendung einmal vergessen, spritzen Sie einfach die nächste Dosis zur gewohnten Uhrzeit am nächsten Tag. Schreiben Sie es sich auf, wenn Sie eine Injektion ausgelassen haben, und informieren Sie beim nächsten Kontrolltermin Ihren Arzt.
Wenn Sie die Anwendung von Omnitrope abbrechen
Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, bevor Sie aufhören, Somatropin anzuwenden. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann Omnitrope Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Häufige Nebenwirkungen (bei weniger als jedem 10. Patienten zu erwarten):
Bildung von Antikörpern gegen das injizierte Wachstumshormon. Die Antikörper scheinen jedoch die Wirkung des Wachstumshormons nicht zu bremsen.
Bei Kindern
- vorübergehende Rötung, Jucken oder Schmerzen an der Einstichstelle der Spritze
Bei Erwachsenen
- Taubheitsgefühl/Kribbeln
- steife Arme und Beine, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen
- Wassereinlagerungen (zu erkennen an geschwollenen Fingern oder Knöcheln für eine kurze Zeit zu Beginn der Behandlung). Diese Symptome können am Anfang der Behandlung auftreten, klingen jedoch von selbst oder nach Herabsetzung der Dosis wieder ab. Diese häufigen Nebenwirkungen bei Erwachsenen können in den ersten Monaten der Behandlung auftreten und klingen entweder von selbst wieder ab oder sobald die Dosis verringert wird.
Gelegentlich auftretende Nebenwirkungen (bei weniger als jedem 100. Patienten zu erwarten):
Bei Kindern
- Taubheitsgefühl/Kribbeln
- steife Arme und Beine, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen
- Wassereinlagerungen (zu erkennen an geschwollenen Fingern oder Knöcheln für eine kurze Zeit zu Beginn der Behandlung).
Bei Erwachsenen
- Schmerzen oder Brennen in den Händen oder Unterarmen (sogenanntes Karpaltunnelsyndrom)
Seltene Nebenwirkungen (bei weniger als jedem 1.000. Patienten zu erwarten):
- Diabetes mellitus Typ 2
- erhöhter Hirndruck (verursacht Symptome wie starke Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Erbrechen)
Sehr seltene Nebenwirkungen (bei weniger als jedem 10.000. Patienten zu erwarten):
- Leukämie (Blutkrebs) In der Haut um die Einstichstelle herum können sich Unebenheiten oder Beulen bilden; dies sollte jedoch nicht passieren, wenn Sie die Spritze jedes Mal an eine andere Stelle setzen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

WIE IST OMNITROPE AUFZUBEWAHREN?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach „Verw. bis“ / „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
- Kühl lagern und transportieren (2°C - 8°C).
- Nicht einfrieren.
- In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
- Aus mikrobiologischer Sicht muss das Produkt nach Auflösung (Rekonstitution) sofort verwendet werden. Die AnwendungsStabilität wurde jedoch für einen Zeitraum von bis zu 24 Stunden bei 2°C - 8°C in der Originalverpackung nachgewiesen.
- Das Produkt ist nur zum einmaligen Gebrauch. Sie dürfen Omnitrope nicht verwenden, wenn Sie bemerken, dass die Lösung trübe ist. Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Datenquelle: European Medicines Agency
Stand der Informationen: Februar 2012

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Wichtiger Hinweis zu Gesundheitsthemen

Die Inhalte und Dienste auf sanego dienen der persönlichen Information und dem Austausch von Erfahrungen. Eine individuelle ärztliche Beratung oder eine Fernbehandlung finden nicht statt. Alle Inhalte können in keinem Fall professionelle Beratung und Behandlung durch Ihren Arzt oder Apotheker ersetzen. Nehmen Sie keine Medikamente ohne Absprache mit Ihrem Arzt ein. Stellen Sie auch nicht die Einnahme verschriebener Medikamente ohne ärztliche Rücksprache ein.