Peyona

Peyona Patienteninformation

Peyona regt das zentrale Nervensystem an und gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Methylxanthine bezeichnet werden.

Peyona wird angewendet in der Behandlung einer wiederholt aussetzenden Atmung bei Frühgeborenen (primäre Frühgeborenenapnoe). Diese kurzen Aussetzer, also die Zeitspanne, während der das Baby nicht atmet, sind darauf zurückzuführen, dass das Atemzentrum des...

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In Peyona kommt folgender Wirkstoff zum Einsatz

Coffeincitrat

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WAS IST PEYONA UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?


Peyona regt das zentrale Nervensystem an und gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Methylxanthine bezeichnet werden.

Peyona wird angewendet in der Behandlung einer wiederholt aussetzenden Atmung bei Frühgeborenen (primäre Frühgeborenenapnoe). Diese kurzen Aussetzer, also die Zeitspanne, während der das Baby nicht atmet, sind darauf zurückzuführen, dass das Atemzentrum des Frühgeborenen noch nicht vollständig entwickelt ist.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON PEYONA BEACHTEN?



Peyona darf nicht angewendet werden,


- wenn Ihr Neugeborenes überempfindlich (allergisch) gegen Coffeincitrat oder einen der sonstigen Bestandteile von Peyona ist.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Peyona ist erforderlich:

Vor der erstmaligen Gabe von Peyona zur Behandlung der Frühgeborenenapnoe sollten sonstige Ursachen der Apnoe ausgeschlossen bzw. vom Arzt Ihres Babys entsprechend behandelt worden sein.

Peyona ist mit Vorsicht anzuwenden. Bitte informieren Sie den Arzt Ihres Babys:
- wenn Ihr Neugeborenes Krampfanfälle hat
- wenn Ihr Neugeborenes an einer Herzkrankheit leidet
- wenn Ihr Neugeborenes Nieren- oder Leberprobleme hat
- wenn Ihr Neugeborenes häufig an zurückfließendem Mageninhalt (Regurgitationen) leidet
- wenn Ihr Neugeborenes mehr Urin als normal produziert
- wenn Ihr Neugeborenes eine verminderte Gewichtszunahme oder Nahrungsaufnahme zeigt
- wenn Ihr Neugeborenes zuvor schon einmal mit Theophyllin (gegen Atemnot) behandelt worden ist
- wenn Sie (die Mutter) vor der Geburt Coffein zu sich genommen haben

Bei Anwendung von Peyona mit anderen Arzneimitteln:

Die folgenden Arzneimittel dürfen ohne Rücksprache mit dem Arzt während der Behandlung mit Peyona nicht eingenommen werden. Der Arzt muss möglicherweise eine Dosisanpassung vornehmen oder eines der Arzneimittel auf ein anderes umstellen:
- Theophyllin (zur Behandlung von Atemnot)
- Doxapram (zur Behandlung von Atemnot)
- Cimetidin (zur Behandlung von Magenerkrankungen)
- Ketoconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen)
- Phenobarbital (zur Behandlung von Epilepsie)
- Phenytoin (zur Behandlung von Epilepsie)

Dieses Arzneimittel kann das Risiko für eine schwere Darmerkrankung mit blutigen Stühlen (nekrotisierende Enterokolitis) erhöhen, wenn es zusammen mit Arzneimitteln zur Behandlung einer Magenerkrankung angewendet wird (wie Antihistamin H2-Rezeptorblocker oder Protonenpumpenhemmer, die die Absonderung von Magensäure reduzieren).

Bitte informieren Sie den Arzt Ihres Babys wenn bei Ihrem Neugeborenen andere Arzneimittel angewendet werden oder bis vor kurzem angewendet wurden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie (die Mutter) während der Behandlung Ihres Babys mit Peyona stillen, sollten Sie keinen Kaffee trinken oder sonstige stark coffeinhaltige Produkte zu sich nehmen, da Coffein in die Muttermilch übergeht.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Peyona

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

WIE IST PEYONA ANZUWENDEN?



Peyona darf nur auf einer speziellen Intensivstation für Neugeborene (Neonatologie) angewendet werden, auf der die für eine Patientenüberwachung erforderlichen Einrichtungen vorhanden sind. Die Behandlung muss unter der Aufsicht eines in der intensivmedizinischen Versorgung von Neugeborenen erfahrenen Arztes eingeleitet werden.

Dosierung

Der Arzt Ihres Babys wird auf der Grundlage des Körpergewichts die für Ihr Kind richtige Menge Peyona festlegen. Die Startdosis beträgt 20 mg pro kg Körpergewicht (entsprechend 1 ml pro kg Körpergewicht). Die Erhaltungsdosis beträgt 5 mg pro kg Körpergewicht (entsprechend 0,25 ml pro kg Körpergewicht) alle 24 Stunden.

Art der Anwendung

Peyona wird als kontrollierte intravenöse Infusion unter Verwendung einer Spritzeninfusionspumpe oder einer sonstigen skalierten Infusionsvorrichtung angewendet. Diese Art der Anwendung ist auch bekannt unter der Bezeichnung “Tropf”. Einige der Dosen (Erhaltungsdosen) können möglicherweise eingenommen werden. Es kann erforderlich werden, dass der Arzt Ihres Babies sich dazu entschließt, in periodischen Abständen während der Behandlung anhand eines Bluttests die Coffeinspiegel zu kontrollieren, um eine Vergiftung (Toxizität) zu vermeiden.

Dauer der Behandlung

Der Arzt Ihres Babys wird festlegen, wie lange genau Ihr Neugeborenes die Therapie mit Peyona erhalten wird. Wenn Ihr Baby 5 bis 7 Tage lang keine Apnoeanfälle hat, wird der Arzt die Behandlung beenden.

Wenn Ihr Neugeborenes eine größere Menge von Peyona erhalten hat als es sollte

Bei Ihrem Neugeborenen kann es zu Fieber, beschleunigter Atmung (Tachypnoe), Unruhe, Muskelzittern, Erbrechen, hohen Blutzuckerspiegeln (Hyperglykämie), niedrigen Kaliumspiegeln im Blut (Hypokaliämie), hohen Blutkonzentrationen bestimmter Substanzen (Harnstoff), einer erhöhten Zahl bestimmter Zellen (Leukozyten) im Blut sowie zu Krampfanfällen kommen, wenn es mehr Coffeincitrat erhält als es sollte. In diesem Fall muss die Behandlung mit Peyona unverzüglich beendet und die Überdosierung durch den Arzt Ihres Babys behandelt werden. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie den Arzt Ihres Babys.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann Peyona Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Jedoch ist es schwierig, diese von häufigen bei frühgeborenen Babies auftretenden Komplikationen und von erkrankungsbedingten Komplikationen zu unterscheiden. Bei der Bewertung der unten aufgeführten möglichen Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig betrifft mehr als 1 Behandelten von 10 Häufig betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100 Gelegentlich betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000 Sehr selten betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000 Nicht bekannt Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Während der Behandlung mit Peyona können bei Ihrem Neugeborenen die folgenden Reaktionen auftreten: - Häufig: lokale Entzündungsreaktionen an der Infusionsstelle
- Selten: allergische Reaktionen
- Häufigkeit nicht bekannt:
- durch eine Infektion hervorgerufene “Blutvergiftung” (Sepsis)
- Veränderungen des Blutzuckers (Hypoglykämie und Hyperglykämie), Gedeihstörung, Ernährungsunverträglichkeit
- Anregung des zentralen Nervensystems wie Reizbarkeit, Nervosität und Unruhe; Gehirnschäden und Krampfanfälle
- Taubheit
- Herzerkrankungen wie ein beschleunigter Herzschlag (Tachykardie)
- Rückfluss von Mageninhalt, vermehrtes Eindringen von Mageninhalt in die Atemwege, schwere Erkrankung des Darmes mit blutigen Stühlen (nekrotisierende Enterokolitis)
- vermehrte Urinproduktion, Anstieg bestimmter Urinbestandteile (Natrium und Calcium)
- Bluttestveränderungen (reduzierte Hämoglobinspiegel nach längerer Behandlung und reduziertes Thyroxin zu Beginn der Behandlung)

Bitte informieren Sie den Arzt Ihres Babys, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen eine erhebliche Beeinträchtigung hervorruft oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

WIE IST PEYONA AUFZUBEWAHREN?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Das Arzneimittel darf nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nicht mehr angewendet werden. Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Jegliche Ampullen, die parenteral anzuwendende Lösungen enthalten, müssen vor der Anwendung visuell auf feste Bestandteile hin überprüft werden. Nach dem Öffnen der Ampullen ist das Arzneimittel unverzüglich zu verwenden.

Datenquelle: European Medicines Agency
Stand der Informationen: November 2011

Laut Packungsbeilage können bei der Einnahme von Peyona folgende Nebenwirkungen auftreten

Häufig  (1 - 10%)

lokale Entzündungsreaktionen an der Infusionsstel…

Selten  (0,01 - 0,1%)

allergische Reaktionen

Nicht bekannt

Nervosität

Taubheit

Krampfanfälle

Unruhe

Reizbarkeit

durch eine Infektion hervorgerufene “Blutvergiftu…

Gedeihstörung

Ernährungsunverträglichkeit

Gehirnschäden

Tachykardie

Rückfluss von Mageninhalt

vermehrtes Eindringen von Mageninhalt in die Atem…

nekrotisierende Enterokolitis

vermehrte Urinproduktion

Anstieg von Natrium im Urin

Anstieg von Calciumim Urin

reduzierte Hämoglobinspiegel

reduziertes Thyroxin

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