Rivastigmine Sandoz

Rivastigmine Sandoz Patienteninformation

Der Wirkstoff in Rivastigmin Sandoz ist Rivastigmin.

Rivastigmin gehört zu einer Gruppe von Wirkstoffen, die Cholinesterasehemmer genannt werden.

Rivastigmin Sandoz wird zur Behandlung von Gedächtnisstörungen bei Patienten mit AlzheimerKrankheit verwendet. Außerdem wird es zur Behandlung von Demenz bei Patienten mit ParkinsonKrankheit verwendet.

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In Rivastigmine Sandoz kommt folgender Wirkstoff zum Einsatz

Rivastigminhydrogentartrat

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Rivastigmine Sandoz Patienteninformationen

WAS IST RIVASTIGMIN SANDOZ UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?


Der Wirkstoff in Rivastigmin Sandoz ist Rivastigmin.

Rivastigmin gehört zu einer Gruppe von Wirkstoffen, die Cholinesterasehemmer genannt werden.

Rivastigmin Sandoz wird zur Behandlung von Gedächtnisstörungen bei Patienten mit AlzheimerKrankheit verwendet. Außerdem wird es zur Behandlung von Demenz bei Patienten mit ParkinsonKrankheit verwendet.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON RIVASTIGMIN SANDOZ


BEACHTEN?

Rivastigmin Sandoz darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Rivastigmin (den Wirkstoff von Rivastigmin Sandoz) oder einen der sonstigen Bestandteile von Rivastigmin Sandoz sind, die in Abschnitt 6 dieser Packungsbeilage aufgeführt sind. Wenn dies auf Sie zutrifft, informieren Sie Ihren Arzt und nehmen Sie kein Rivastigmin Sandoz ein.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Rivastigmin Sandoz ist erforderlich, wenn Sie

- einen unregelmäßigen Herzschlag (Herzrhythmusstörungen) haben oder schon einmal hatten.
- ein aktives Magengeschwür haben oder schon einmal hatten.
- Schwierigkeiten beim Wasserlassen haben oder schon einmal hatten.
- Krampfanfälle haben oder schon einmal hatten.
- Asthma oder eine schwere Atemwegserkrankung haben oder schon einmal hatten.
- eine eingeschränkte Nierenfunktion haben oder schon einmal hatten.
- eine eingeschränkte Leberfunktion haben oder schon einmal hatten.
- krankhaft zittern.
- ein sehr niedriges Körpergewicht haben.
- Probleme mit Ihrem Verdauungstrakt haben wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Sie können zu viel Flüssigkeit verlieren, wenn Erbrechen und Durchfall zu lange anhalten. Wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, muss Ihr Arzt Sie eventuell besonders sorgfältig überwachen, solange Sie dieses Arzneimittel verwenden.

Wenn Sie einige Tage lang kein Rivastigmin Sandoz eingenommen haben, dürfen Sie Rivastigmin Sandoz erst wieder einnehmen, nachdem Sie zuvor mit Ihrem Arzt gesprochen haben.

Die Anwendung von Rivastigmin Sandoz bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren) wird nicht empfohlen.

Bei Einnahme von Rivastigmin Sandoz mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Rivastigmin Sandoz sollte nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln gegeben werden, die eine ähnliche Wirkung wie Rivastigmin Sandoz aufweisen. Rivastigmin Sandoz kann Wechselwirkungen mit Anticholinergika haben (Arzneimittel, die zur Linderung von Magenkrämpfen oder Spasmen, zur Behandlung der Parkinsonkrankheit oder zur Vorbeugung von Reisekrankheit verwendet werden).

Wenn Sie sich während der Behandlung mit Rivastigmin Sandoz einer Operation unterziehen müssen, müssen Sie den Narkosearzt davon in Kenntnis setzen, da Rivastigmin Sandoz die Wirkung von einigen Muskelrelaxanzien während der Narkose verstärken kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie während der Behandlung schwanger werden. Die Einnahme von Rivastigmin Sandoz sollte in der Schwangerschaft vermieden werden, es sei denn, sie ist unbedingt notwendig.

Während der Behandlung mit Rivastigmin Sandoz dürfen Sie nicht stillen.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Ihr Arzt sagt Ihnen, ob Ihre Erkrankung es zulässt, dass Sie am Straßenverkehr teilnehmen und Maschinen bedienen. Rivastigmin Sandoz kann Schwindel oder Schläfrigkeit hervorrufen, vor allem zu Beginn der Behandlung oder bei Dosissteigerung. Wenn Sie sich schwindlig oder schläfrig fühlen, setzen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs, bedienen Sie keine Maschinen und tun Sie auch sonst nichts, wofür man konzentrierte Aufmerksamkeit braucht.

WIE IST RIVASTIGMIN SANDOZ EINZUNEHMEN?


Nehmen Sie Rivastigmin Sandoz immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

So beginnt die Behandlung

Ihr Arzt sagt Ihnen, welche Dosis Rivastigmin Sandoz Sie einnehmen sollen.
- Normalerweise beginnt die Behandlung mit einer niedrigen Dosis.
- Danach wird Ihr Arzt die Dosis langsam steigern, abhängig davon, wie Sie auf die Behandlung reagieren.
- Die höchste Dosis, die eingenommen werden sollte, beträgt 6,0 mg zweimal täglich.

Ihr Arzt wird regelmäßig untersuchen, ob das Medikament bei Ihnen wirkt. Außerdem wird Ihr Arzt Ihr Gewicht überwachen, während Sie dieses Medikament einnehmen.

Sollten Sie die Einnahme von Rivastigmin Sandoz einmal mehrere Tage lang unterbrochen haben, müssen Sie mit Ihrem Arzt sprechen, bevor Sie wieder Rivastigmin Sandoz einnehmen.

So nehmen Sie das Medikament ein

- Sagen Sie der Person, die sich um Sie kümmert, dass Sie Rivastigmin Sandoz einnehmen.
- Um einen Nutzen von dem Medikament zu haben, müssen Sie es jeden Tag einnehmen.
- Nehmen Sie Rivastigmin Sandoz zweimal täglich (morgens und abends) mit einer Mahlzeit ein.
- Schlucken Sie die Kapseln unzerkaut mit Flüssigkeit.
- Sie dürfen die Kapseln nicht öffnen oder zerkleinern.

Wenn Sie eine größere Menge von Rivastigmin Sandoz eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie versehentlich mehr Rivastigmin Sandoz eingenommen haben, als Sie sollten, informieren Sie Ihren Arzt. Möglicherweise brauchen Sie ärztliche Betreuung. Bei manchen Patienten, die aus Versehen zu viel Rivastigmin Sandoz eingenommen haben, traten Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, erhöhter Blutdruck und Halluzinationen auf. Außerdem können verlangsamter Herzschlag und Ohnmacht auftreten.

Wenn Sie die Einnahme von Rivastigmin Sandoz vergessen haben
Wenn Sie feststellen, dass Sie einmal vergessen haben, Rivastigmin Sandoz einzunehmen, warten Sie bis zum nächsten Einnahmezeitpunkt und führen Sie dann das von Ihrem Arzt für Sie vorgesehene Behandlungsschema fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann Rivastigmin Sandoz Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Nebenwirkungen können dann häufiger auftreten, wenn Sie die Behandlung gerade begonnen oder die Dosis erhöht haben. In den meisten Fällen werden die Nebenwirkungen allmählich wieder verschwinden, wenn sich Ihr Körper an das Arzneimittel gewöhnt hat.

Die Häufigkeitsangaben sind wie folgt definiert: Sehr häufig (betrifft mehr als 1 Patienten von 10) Häufig

(betrifft 1 bis 10 Patienten von 100) Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Patienten von 1.000) Selten

(betrifft 1 bis 10 Patienten von 10.000) Sehr selten (betrifft weniger als 1 Patienten von 10.000) Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Sehr häufig

- Schwindel
- Appetitverlust
- Magenbeschwerden wie Übelkeit oder Erbrechen; Durchfall

Häufig

- Angst
- Schwitzen
- Kopfschmerzen
- Sodbrennen
- Gewichtsabnahme
- Bauchschmerzen
- Aufgeregtheit
- Müdigkeits- oder Schwächegefühl
- Allgemeines Unwohlsein
- Zittern, Verwirrtheit

Gelegentlich

- Depressionen
- Schlafstörungen
- Ohnmachtsanfälle oder Hinfallen
- Verschlechterung der Leberfunktion

Selten

- Brustschmerzen
- Hautausschlag, Juckreiz
- Krampfanfälle
- Magen- oder Darmgeschwüre

Sehr selten

- Bluthochdruck
- Harnwegsinfektionen
- Halluzinationen (Dinge sehen, die es nicht wirklich gibt)
- Störungen des Herzrhythmus (z. B. zu schneller oder zu langsamer Herzschlag)
- Blutungen im Darm; zu erkennen als Blut im Stuhl oder im Erbrochenen
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse; typische Anzeichen sind starke Schmerzen im Oberbauch, oft in Verbindung mit Übelkeit oder Erbrechen
- Verschlechterung der Symptome einer ParkinsonKrankheit oder Auftreten Parkinson-ähnlicher Symptome; z. B. Muskelsteife oder Schwierigkeiten beim Ausführen von Bewegungen

Nicht bekannt

- Heftiges Erbrechen, das zum Einreißen der Speiseröhre führen kann
- Dehydrierung (zu starker Flüssigkeitsverlust)
- Lebererkrankungen (gelbe Haut, Gelbfärbung des weißen Bereiches im Auge, anormales Dunklerwerden des Urins oder ungeklärte Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit und Appetitsverlust)
- Aggression, Ruhelosigkeit
- Ungleichmäßiger Herzschlag

Patienten mit Demenz und ParkinsonKrankheit

Bei dieser Patientengruppe kommen einige der Nebenwirkungen häufiger vor, einige weitere Nebenwirkungen treten hier zusätzlich auf:

Sehr häufig

- Zittern

Häufig

- Ängstlichkeit
- Ruhelosigkeit
- Verlangsamter Herzschlag
- Schlafstörungen
- Vermehrter Speichelfluss und Dehydrierung
- Ungewöhnlich langsame oder unkontrollierte Bewegungen
- Verschlechterung der Symptome einer ParkinsonKrankheit oder Auftreten Parkinson-ähnlicher Symptome; z. B. Muskelsteife oder Schwierigkeiten beim Ausführen von Bewegungen

Gelegentlich

- Unregelmäßiger Herzschlag und unkontrollierte Bewegungen
Weitere Nebenwirkungen, die bei Rivastigmin transdermalen Pflastern beobachtet wurden und die möglicherweise auch bei den Hartkapseln auftreten können:

- HäufigFieber
- Schwere Verwirrung

Wenn Sie eine dieser Nebenwirkungen bekommen, wenden Sie sich an Ihren Arzt – möglicherweise brauchen Sie ärztliche Hilfe.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

WIE IST RIVASTIGMIN SANDOZ AUFZUBEWAHREN?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!

Sie dürfen Rivastigmin Sandoz nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht über 30°C lagern.

Datenquelle: European Medicines Agency
Stand der Informationen: Februar 2012

Laut Packungsbeilage können bei der Einnahme von Rivastigmine Sandoz folgende Nebenwirkungen auftreten

Sehr häufig  (>10%)

Übelkeit

Durchfall

Appetitverlust

Erbrechen

Schwindel

Zittern (Parkinson-Demenz)

Häufig  (1 - 10%)

Kopfschmerzen

Zittern

Bauchschmerzen

Gewichtsabnahme

Verwirrtheit

Fieber

allgemeines Unwohlsein

Angst

Sodbrennen

Schwächegefühl

Schwitzen

Müdigkeitsgefühl

Aufgeregtheit

Schlafstörungen (Parkinson-Demenz)

Ängstlichkeit (Parkinson-Demenz)

Ruhelosigkeit (Parkinson-Demenz)

Verschlechterung der Parkinson-Erkrankung (Parkinson-Demenz)

Parkinson-Demenz-ähnliche Symptome (Parkinson-Demenz)

abnormal langsame Bewegungen (Parkinson-Demenz)

verlangsamter Herzschlag (Parkinson-Demenz)

vermehrter Speichelfluss (Parkinson-Demenz)

unkontrollierte Bewegungen (Parkinson-Demenz)

Gelegentlich  (0,1 - 1%)

Schlafstörungen

Depressionen

Ohnmachtsanfälle

Hinfallen

Verschlechterung der Leberfunktion

unregelmäßiger Herzschlag (Parkinson-Demenz)

unkontrollierte Bewegungen (Parkinson-Demenz)

Selten  (0,01 - 0,1%)

Krampfanfälle

Juckreiz

Hautausschlag

Brustschmerzen

Magen-Darm-Geschwüre

Sehr selten  (0 - 0,01%)

Halluzinationen

hoher Blutdruck

Harnwegsinfektionen

Blutungen im Darm

zu schneller Herzschlag

Entzündungen des Pankreas

verlangsamter Herzschlag

Verschlechterung der Parkinson-Erkrankung

Parkinson-ähnliche-Symptome

Nicht bekannt

Lebererkrankungen

Ruhelosigkeit

Dehydrierung

heftiges Erbrechen

Aggression

ungleichmäßiger Herzschlag

Einreißen der Speiseröhre

schwere Verwirrtheit

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