Trizivir

Trizivir Patienteninformation

Trizivir wird zur Behandlung der HIV (humanes ImmundefizienzVirus)-Infektion bei Erwachsenen eingesetzt.
Trizivir enthält drei Wirkstoffe, die zur Behandlung der HIVInfektion angewendet werden: Abacavir, Lamivudin und Zidovudin. Alle diese Wirkstoffe gehören zu einer Gruppe von antiretroviralen Arzneimitteln, die nukleosidanaloge ReverseTranskriptase-Hemmer (NRTIs) genannt...

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In Trizivir kommen folgende Wirkstoffe zum Einsatz

Abacavir (als Sulfat) , Lamivudin, Zidovudin

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50 mehr Nebenwirkungen mit Trizivir

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WAS IST TRIZIVIR UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?


Trizivir wird zur Behandlung der HIV (humanes ImmundefizienzVirus)-Infektion bei Erwachsenen eingesetzt.
Trizivir enthält drei Wirkstoffe, die zur Behandlung der HIVInfektion angewendet werden: Abacavir, Lamivudin und Zidovudin. Alle diese Wirkstoffe gehören zu einer Gruppe von antiretroviralen Arzneimitteln, die nukleosidanaloge ReverseTranskriptase-Hemmer (NRTIs) genannt werden.

Trizivir hilft, Ihre Erkrankung unter Kontrolle zu halten. Trizivir kann Ihre HIVInfektion nicht heilen; es senkt die Viruslast in Ihrem Körper und hält sie auf einem niedrigen Wert. Dies hilft Ihrem Körper, die CD4-Zellzahl in Ihrem Blut zu steigern. CD4-Zellen sind eine Art von weißen Blutkörperchen, die Ihrem Körper beim Kampf gegen Infektionen helfen.

Nicht jeder spricht gleich auf die Behandlung mit Trizivir an. Ihr Arzt wird die Wirksamkeit Ihrer Behandlung überwachen.


WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON TRIZIVIR BEACHTEN?



Trizivir darf nicht eingenommen werden,

- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Abacavir (oder ein anderes Arzneimittel, das Abacavir enthält — Kivexa oder Ziagen), gegen Lamivudin oder Zidovudin oder einen der sonstigen Bestandteile (die im Abschnitt 6 aufgelistet sind) von Trizivir sind
Sie müssen die gesamte Information unter „Überempfindlichkeitsreaktionen“ im Kasten im Abschnitt 4 sorgfältig lesen.
- wenn Sie Probleme mit der Leber haben
- wenn Sie schwerwiegende Probleme mit den Nieren haben
- wenn Sie eine sehr geringe Anzahl roter Blutkörperchen (Anämie)oder sehr geringe Anzahl
weißer Blutkörperchen (Neutropenie) haben.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie glauben, dass eine dieser Bedingungen bei Ihnen zutrifft.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Trizivir ist erforderlich

Überempfindlichkeitsreaktionen
In einer klinischen Studie entwickelten etwa 3 bis 4 von 100 Patienten, die mit Abacavir behandelt wurden und die kein Gen namens HLAB*5701 hatten, eine Überempfindlichkeitsreaktion (eine schwerwiegende allergische Reaktion).
Lesen Sie alle Informationen zu Überempfindlichkeitsreaktionen im Abschnitt 4 dieser Gebrauchsinformation sorgfältig durch.
Einige Patienten, die Trizivir einnehmen, haben ein erhöhtes Risiko für schwere Nebenwirkungen. Sie sollten sich dieser zusätzlichen Risiken bewusst sein:
- wenn Sie jemals an einer Lebererkrankung litten, einschließlich einer Hepatitis B oder C (falls Sie an einer HepatitisB-Infektion leiden, setzen Sie Trizivir keinesfalls ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab, da Sie einen HepatitisRückfall erleiden könnten)
- wenn Sie stark übergewichtig sind(insbesondere wenn Sie weiblichen Geschlechts sind)
- wenn Sie zuckerkrank sind und Insulin benötigen.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn eine dieser Bedingungen bei Ihnen zutrifft. In diesen Fällen können zusätzliche Kontrolluntersuchungen einschließlich Blutkontrollen bei Ihnen erforderlich sein, solange Sie Ihre Arzneimittel einnehmen. Siehe Abschnitt 4 für weitere Informationen.

Herzinfarkt

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein Zusammenhang zwischen Abacavir und einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte bestehen könnte.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie Probleme mit Ihrem Herzen haben, rauchen oder an Krankheiten leiden, die das Risiko für Herzerkrankungen erhöhen, zum Beispiel hoher Blutdruck oder Diabetes. Setzen Sie Trizivir nicht ab, es sei denn, Ihr Arzt hat Sie angewiesen, dies zu tun.

Achten Sie auf wichtige Symptome

Bei einigen Patienten, die Trizivir einnehmen, können andere Begleiterkrankungen auftreten, die ernsthaft sein können. Sie sollten wissen, auf welche wichtigen Anzeichen und Symptome Sie Acht geben müssen, während Sie Trizivir einnehmen.
Lesen Sie die Information unter „Andere mögliche Nebenwirkungen von Trizivir“ im Abschnitt 4 dieser Gebrauchsinformation.

Schützen Sie andere Menschen

Die HIVInfektion wird durch Sexualkontakt mit einem Infizierten oder durch Übertragung von infiziertem Blut (z. B. durch gemeinsame Verwendung von Injektionsnadeln) verbreitet. Die Behandlung mit Trizivir verringert nicht das Risiko einer Übertragung von HIV auf andere Menschen. Um andere Menschen vor einer Infektion mit HIV zu schützen:
- Verwenden Sie ein Kondom bei oralem oder sonstigem Geschlechtsverkehr.
- Vermeiden Sie Kontakt mit Blut von anderen Leuten — teilen Sie keine Injektionsnadeln mit anderen.

Bei Einnahme von Trizivir mit anderen Arzneimitteln Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen
bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um pflanzliche Arzneimittel oder andere nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Denken Sie daran, Ihren Arzt oder Apotheker zu informieren, wenn Sie mit der Einnahme eines neuen Arzneimittels beginnen, während Sie Trizivir einnehmen.

Diese Arzneimittel sollten nicht zusammen mit Trizivir angewendet werden:

- Stavudin oder Emtricitabin, zur Behandlung der HIVInfektion
- andere Lamivudinenthaltende Arzneimittel, zur Behandlung der HIVInfektion oder der
HepatitisB-Infektion
- Ribavirin oder Injektionen von Ganciclovir, zur Behandlung viraler Infektionen
- Hohe Dosen von Cotrimoxazol, einem Antibiotikum.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie mit einem dieser Arzneimittel behandelt werden.

Einige Arzneimittel können die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten, oder können Nebenwirkungen verstärken.

Dazu gehören:
- Natriumvalproat, zur Behandlung der Epilepsie
- Interferon, zur Behandlung viraler Infektionen
- Pyrimethamin, zur Behandlung der Malaria und anderer parasitärer Infektionen
- Dapson, zur Vorbeugung einer Lungenentzündung und zur Behandlung von Hautinfektionen
- Fluconazol oder Flucytosin, zur Behandlung von Pilzinfektionen wie Candida
- Pentamidin oder Atovaquon, zur Behandlung parasitärer Infektionen wie PCP
- Amphotericin oder Cotrimoxazol, zur Behandlung von Pilzinfektionen und bakteriellen
Infektionen
- Probenecid, zur Behandlung der Gicht oder ähnlicher Zustände, auch bei gemeinsamer Gabe mit einigen Antibiotika zur Verbesserung der Wirksamkeit
- Methadon, zur Heroinsubstitution
- Vincristin, Vinblastin oder Doxorubicin, zur Krebsbehandlung.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie mit einem dieser Arzneimittel behandelt werden.

Wechselwirkungen einiger Arzneimittel mit Trizivir

Zu diesen gehören:
- Clarithromycin, ein Antibiotikum

Wenn Sie Clarithromycin einnehmen, nehmen Sie Ihre Dosis mindestens 2 Stunden vor oder nach der Einnahme von Trizivir ein.
- Phenytoin, zur Behandlung von Epilepsien.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Phenytoin einnehmen. Ihr Arzt kann eine engmaschigere Überwachung für erforderlich halten, während Sie Trizivir einnehmen.

Methadon und Trizivir

Abacavir erhöht die Geschwindigkeit, mit der Methadon aus Ihrem Körper entfernt wird. Wenn Sie Methadon einnehmen, werden Sie auf Anzeichen von Entzugssymptomen hin untersucht werden. Gegebenenfalls muss Ihre MethadonDosis angepasst werden.

Schwangerschaft Trizivir wird nicht zur Anwendung während der Schwangerschaft empfohlen.
Trizivir und ähnliche Arzneimittel können Nebenwirkungen bei ungeborenen Kindern hervorrufen. Wenn Sie während der Einnahme von Trizivir schwanger werden, kann Ihr Kind zusätzlichen Kontrolluntersuchungen (einschließlich Blutuntersuchungen) unterzogen werden, um eine normale

Entwicklung sicherzustellen. Wenn Sie schwanger sind, werden oder eine Schwangerschaft planen:
Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt über mögliche Risiken und den Nutzen einer Einnahme von Trizivir während Ihrer Schwangerschaft. Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft NRTIs (Arzneimittel wie Trizivir) eingenommen haben, haben eine verringerte Wahrscheinlichkeit, mit HIV infiziert zu werden. Dieser Nutzen ist größer als das Risiko, Nebenwirkungen zu bekommen.

Stillzeit HIVinfizierte Frauen dürfen unter keinen Umständen ihre Kinder stillen
, da die HIVInfektion über die Muttermilch auf das Kind übertragen werden kann. Wenn Sie stillen, oder beabsichtigen zu stillen:

Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt darüber.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen Trizivir kann Sie schwindlig machen
; auch können andere Nebenwirkungen auftreten, die Ihre Aufmerksamkeit verringern können.
Führen Sie kein Fahrzeug und bedienen sie keine Maschinen, es sei denn, Sie fühlen sich hierzu in der Lage.

WIE IST TRIZIVIR EINZUNEHMEN?



Nehmen Sie Trizivir immer genau nach Anweisung des Arztes ein.
Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Bleiben Sie in regelmäßigem Kontakt mit Ihrem Arzt
Trizivir hilft, Ihre Erkrankung unter Kontrolle zu halten. Es ist erforderlich, dass Sie Trizivir regelmäßig jeden Tag einnehmen, um eine Verschlechterung Ihrer Erkrankung zu verhindern. Es können nach wie vor andere Infektionen oder Begleiterkrankungen, die mit der HIVInfektion in Zusammenhang stehen, auftreten.
Bleiben Sie in regelmäßigem Kontakt mit Ihrem Arzt und beenden Sie die Einnahme von Trizivir nicht, ohne vorher den Rat Ihres Arztes eingeholt zu haben.

Wie oft ist Trizivir einzunehmen?
Die übliche Dosis für Erwachsene beträgt 1 Tablette zweimal täglich.

Nehmen Sie die Tabletten zu den üblichen Zeiten ein, wobei ungefähr 12 Stunden zwischen den Einnahmen der beiden Tabletten liegen sollten.

Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit Wasser ein. Trizivir kann mit oder ohne eine Mahlzeit eingenommen werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Trizivir eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viel Trizivir eingenommen haben, informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder nehmen Sie mit der nächsten Notfallaufnahme Kontakt auf, um weiteren Rat einzuholen.

Wenn Sie die Einnahme von Trizivir vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese, sobald Sie daran denken, ein. Setzen Sie dann die Einnahme wie vorher fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Es ist wichtig, Trizivir regelmäßig einzunehmen, da durch eine unregelmäßige Einnahme die Wirkung gegen die HIVInfektion eingeschränkt sein und das Risiko einer Überempfindlichkeitsreaktion erhöht werden kann.


Wenn Sie die Einnahme von Trizivir abbrechen
Falls Sie die Therapie mit Trizivir aus irgendeinem Grund unterbrochen haben — besonders wenn Sie der Meinung waren, Nebenwirkungen oder auch eine andere Erkrankung zu bekommen:
Suchen Sie vor einer erneuten Einnahme von Trizivir unbedingt Ihren Arzt auf. Ihr Arzt wird überprüfen, ob die bei Ihnen aufgetretenen Symptome auf eine Überempfindlichkeitsreaktion zurückzuführen sein könnten. Wenn Ihr Arzt meint, dass ein möglicher Zusammenhang besteht, wird er Sie anweisen, nie wieder Trizivir oder ein anderes Abacavirhaltiges Arzneimittel (z. B. Kivexa oder Ziagen) einzunehmen. Es ist wichtig, dass Sie diese Anweisung befolgen.

Wenn Ihr Arzt Sie angewiesen hat, Trizivir erneut einzunehmen, können Sie gebeten werden, Ihre ersten Dosen in einer Einrichtung einzunehmen, wo eine rasche medizinische Hilfe, falls erforderlich, gewährleistet ist.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann Trizivir Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Wenn Sie wegen einer HIVInfektion behandelt werden, kann man nicht immer mit Sicherheit sagen, ob ein aufgetretenes Symptom eine durch Trizivir oder durch andere gleichzeitig eingenommene Arzneimittel bedingte Nebenwirkung ist, oder durch die HIVInfektion selbst verursacht wird. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass Sie Ihren Arzt über alle Veränderungen Ihres Gesundheitszustandes informieren.

In einer klinischen Studie entwickelten etwa 3 bis 4 von 100 Patienten, die mit Abacavir behandelt wurden und die kein Gen namens HLAB*5701 hatten, eine Überempfindlichkeitsreaktion
(schwerwiegende allergische Reaktion).Diese ist auf der anderen Seite dieser Gebrauchsinformation unter „Überempfindlichkeitsreaktionen“ beschrieben. Es ist sehr wichtig, dass Sie die Information über diese schwerwiegende Reaktion lesen und verstehen.

Ebenso wie die weiter unten für Trizivir aufgeführten Nebenwirkungen können sich andere Begleiterkrankungen unter der Therapie entwickeln. Es ist wichtig, dass Sie die Informationen auf der anderen Seite dieser Gebrauchsinformation unter „Andere mögliche Nebenwirkungen von Trizivir“ lesen.
Überempfindlichkeitsreaktionen
Trizivir enthält Abacavir (das auch ein Wirkstoff in Kivexa und Ziagen ist).

Bei wem kann diese Reaktion auftreten?

Jeder, der Trizivir einnimmt, kann eine Überempfindlichkeitsreaktion auf Abacavir entwickeln, die lebensbedrohlich werden kann, wenn Abacavir weiterhin eingenommen wird. Bei Ihnen kann sich mit höherer Wahrscheinlichkeit eine solche Reaktion entwickeln, wenn Sie Träger eines Gens namens HLAB*5701 sind (Sie können diese Reaktion aber auch entwickeln, wenn Sie nicht Träger dieses Gens sind). Sie müssen vor Verschreibung von Trizivir auf das Vorhandensein dieses Gens getestet werden. Falls Ihnen bekannt ist, dass Sie Träger dieses Gens sind, sollten Sie Ihren Arzt vor Einnahme von Trizivir informieren.

Was sind die Symptome?

Die häufigsten Symptome sind:
- Fieber (erhöhte Temperatur) und Hautausschlag.
Andere häufige Symptome sind:
- Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauch(Magen-)schmerzen, starke Müdigkeit.
Weitere Symptome beinhalten:
- Muskel- und Gelenkbeschwerden, Nackenschwellung, Kurzatmigkeit, Halsschmerzen, Husten, Kopfschmerzen
- Gelegentlich Augenentzündungen (Bindehautentzündung), Geschwüre im Mund, niedriger Blutdruck.
Falls Sie die Einnahme von Trizivir fortsetzen, können sich diese Symptome verschlechtern und lebensbedrohlich werden.

Wann können diese Symptome auftreten?
Überempfindlichkeitsreaktionen können zu jeder Zeit während der Behandlung auftreten, treten aber gewöhnlich innerhalb der ersten 6 Wochen nach Beginn der Behandlung auf,

Gelegentlich sind nach Wiederaufnahme der Einnahme von Abacavir bei Patienten Reaktionen aufgetreten, die vor Absetzen von Abacavir nur eines der in der Warnhinweiskarte aufgeführten Symptome zeigten.

In sehr seltenen Fällen sind bei Patienten Reaktionen aufgetreten, die vor Absetzen von Abacavir keines der Symptome zeigten.

Setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung: 1)

wenn Sie einen Hautausschlag bekommen ODER
2)
wenn Sie mindestens 2 Symptome aus den folgenden Gruppen entwickeln:

- Fieber
- Kurzatmigkeit, Halsschmerzen oder Husten
- Übelkeit oder Erbrechen oder Durchfall oder Bauchschmerzen
- starke Müdigkeit oder diffuse Schmerzen oder ein allgemeines Krankheitsgefühl

Ihr Arzt kann Sie anweisen, die Einnahme von Trizivir abzubrechen.

Tragen Sie Ihre Warnhinweiskarte immer bei sich, solange Sie Trizivir einnehmen.


Wenn Sie Trizivir abgesetzt haben
Wenn Sie Trizivir aufgrund einer solchen Überempfindlichkeitsreaktion abgesetzt haben, nehmen
Sie NIE WIEDER Trizivir oder ein anderes Abacavirhaltiges Arzneimittel (Kivexa oder Ziagen) ein. Sollten Sie dies dennoch tun, kann es innerhalb von Stunden zu einem lebensbedrohlichen Blutdruckabfall kommen, der zum Tod führen kann.

Wenn Sie die Einnahme von Trizivir aus irgendeinem Grund abgebrochen haben - insbesondere, wenn Sie der Meinung waren, Nebenwirkungen oder eine Erkrankung zu bekommen:
Sprechen Sie vor einer erneuten Einnahme mit ihrem Arzt. Ihr Arzt wird überprüfen, ob die bei Ihnen aufgetretenen Symptome auf eine Überempfindlichkeitsreaktion zurückzuführen sein könnten. Wenn Ihr Arzt meint, dass ein möglicher Zusammenhang besteht, wird er Sie anweisen, nie wieder Trizivir oder ein anderes Abacavirhaltiges Arzneimittel (Kivexa oder Ziagen) einzunehmen. Es ist wichtig, dass Sie diese Anweisung befolgen.
Wenn Ihr Arzt Sie angewiesen hat, Trizivir erneut einzunehmen, können Sie gebeten werden, Ihre ersten Dosen in einer Einrichtung einzunehmen, wo eine rasche medizinische Hilfe, falls erforderlich, gewährleistet ist.

Falls Sie überempfindlich auf Trizivir sind, bringen Sie alle Ihre restlichen Trizivir Filmtabletten zur sicheren Entsorgung zurück.
Fragen Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.


Sehr häufige Nebenwirkungen
Diese können mehr als 1 von 10 Personen betreffen.
- Kopfschmerzen
- Übelkeit (sich unwohl fühlen).

Häufige Nebenwirkungen

Diese können bis zu 1 von 10 Personen betreffen.
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- Unwohlsein (Erbrechen)
- Durchfall
- Magenschmerzen
- Appetitlosigkeit
- Sich schwindlig fühlen
- Müdigkeit, Lethargie
- Fieber (erhöhte Temperatur)
- Allgemeines Krankheitsgefühl
- Schlafstörungen (Insomnie)
- Muskelschmerzen und -beschwerden
- Gelenkschmerzen
- Husten
- Nasenreizung oder "laufende" Nase
- Hautausschlag
- Haarausfall.

Häufige, in Bluttests erkennbare Nebenwirkungen sind:
- niedrige Anzahl roter (Anämie) oder weißer Blutkörperchen (Neutropenie oder Leukopenie)
- Anstieg bestimmter Leberenzyme
- eine erhöhte Konzentration an Bilirubin (ein in der Leber hergestellter Stoff) im Blut, der Ihre Haut gelb erscheinen lassen kann.

Gelegentliche Nebenwirkungen

Diese können bis zu 1 von 100 Personen betreffen.
- Atemlosigkeit
- Blähungen (Flatulenz)
- Juckreiz
- Muskelschwäche. Eine gelegentliche, in Bluttests erkennbare Nebenwirkung ist:
- eine Abnahme der Blutzellen, die für die Blutgerinnung wichtig sind (Thrombozytopenie) oder aller Blutzellen (Panzytopenie).

Seltene Nebenwirkungen

Diese können bis zu 1 von 1.000 Personen betreffen.
- Lebererkrankungen wie Gelbsucht, Lebervergrößerung oder Fettleber, Entzündung (Hepatitis)
- Laktatazidose (siehe nächster Abschnitt „Andere mögliche Nebenwirkungen von Trizivir“)
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
- Brustschmerzen; Herzmuskelerkrankung (Kardiomyopathie)
- Krampfanfälle (Konvulsionen)
- Angstgefühl oder Depression, Konzentrationsschwäche, Schläfrigkeit
- Verdauungsstörungen, Geschmacksstörungen
- Farbveränderungen Ihrer Nägel und Ihrer Haut, oder Farbflecken in Ihrem Mund
- Grippeähnliche Symptome - Schüttelfrost und Schwitzen
- Kribbeliges Gefühl an der Haut („Ameisenkribbeln“)
- Schwächegefühl der Gliedmaßen
- Taubheit
- Häufiges Wasserlassen
- Vergrößerung der Brust bei männlichen Patienten. Seltene, in Bluttests erkennbare Nebenwirkungen sind:
- Anstieg eines Enzyms namens Amylase
- Eine Störung der Produktion neuer roter Blutzellen im Knochenmark (Erythroblastopenie).

Sehr seltene Nebenwirkungen

Diese können bis zu 1 von 10.000 Personen betreffen.
- Hautausschlag, der Blasen bilden kann und wie kleine Zielscheiben (zentrale dunkle Flecken umgeben von einer helleren Fläche mit einem dunkel eingesäumten Ring) aussieht (Erythema multiforme)
- Ein ausgedehnter Hautausschlag mit Bläschen und Hautablösung, besonders um den Mund, die Nase, die Augen und die Geschlechtsorgane herum (StevensJohnson-Syndrom), sowie eine schwerere Form mit Hautablösungen bei mehr als 30% der Körperoberfläche (toxische epidermale Nekrolyse).

Informieren Sie unverzüglich einen Arzt, wenn eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt.
Eine sehr seltene, in Bluttests erkennbare Nebenwirkung ist:
- Eine Störung der Produktion neuer roter Blutzellen im Knochenmark (aplastische Anämie).

Sollten bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Andere mögliche Nebenwirkungen von Trizivir

Trizivir kann andere Begleiterkrankungen während der HIVBehandlung hervorrufen.

Alte Infektionen können wieder aufflammen

Patienten mit fortgeschrittener HIVInfektion (AIDS) haben ein schwaches Immunsystem und können daher mit höherer Wahrscheinlichkeit schwere Infektionen entwickeln (opportunistische Infektionen). Wenn diese Patienten mit der Behandlung beginnen, können alte, versteckte Infektionen wieder aufflammen und Anzeichen und Symptome einer Entzündung verursachen. Diese Entzündungen werden wahrscheinlich durch die Verbesserung der körpereigenen Immunantwort verursacht, da der Körper erneut versucht, diese Infektionen zu bekämpfen. Wenn bei Ihnen irgendwelche Symptome einer Infektion unter der Behandlung mit Trizivir auftreten:
Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker. Nehmen Sie keine anderen Arzneimittel gegen die Infektion ohne Anweisung Ihres Arztes ein.

Ihre Körperform kann sich ändern:

Patienten unter einer HIVKombinationstherapie können eine Veränderung Ihrer Körperform an sich durch eine veränderte Fettverteilung beobachten:
- Verlust von Fett an Beinen, Armen und im Gesicht
- Fettzunahme am Bauch, an den Brüsten oder in inneren Organen
- Auftreten von Fettgeschwülsten im Nacken („Stiernacken“). Die Ursache dieser Veränderungen und ihre Langzeitauswirkungen auf die Gesundheit sind derzeit nicht bekannt. Wenn Sie Veränderungen Ihrer Körperform bemerken:

Informieren Sie Ihren Arzt.

Eine Laktatazidose ist eine seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkung

Einige Patienten können unter der Behandlung mit Trizivir oder anderer Arzneimittel wie Trizivir (NRTIs) eine Erkrankung entwickeln, die als Laktatazidose bezeichnet wird und von einer vergrößerten Leber begleitet wird.

Eine Laktatazidose wird durch einer Erhöhung der Milchsäure im Körper verursacht. Sie tritt selten auf; falls sie auftritt, entwickelt sie sich üblicherweise nach einigen Monaten der Behandlung. Sie kann lebensbedrohlich sein und zum Versagen innerer Organe führen.

Eine Laktatazidose tritt mit höherer Wahrscheinlichkeit bei Patienten mit Lebererkrankungen oder bei Übergewichtigen (sehr hohes Übergewicht), besonders bei Frauen, auf.

Anzeichen einer Laktatazidose beinhalten:

- Tiefes, beschleunigtes Atmen, Atemschwierigkeiten
- Schläfrigkeit
- Taubheitsgefühl oder Schwäche in den Gliedmaßen
- Übelkeit oder Erbrechen
- Bauchschmerzen. Ihr Arzt wird Sie während der Behandlung auf Anzeichen für eine Laktatazidose hin überwachen. Wenn Sie eines der oben aufgeführten Symptome an sich beobachten, oder ein anderes Sie beunruhigendes Symptom:

Suchen Sie schnellstmöglich Ihren Arzt auf.

Sie können Probleme mit Ihren Knochen haben

Bei einigen Patienten, die eine Kombinationsbehandlung gegen HIV erhalten, kann sich eine als Osteonekrose bezeichnete Knochenerkrankung entwickeln. Bei dieser Erkrankung können Teile des Knochengewebes infolge unzureichender Blutversorgung des Knochens absterben. Patienten können mit höherer Wahrscheinlichkeit diese Erkrankung bekommen:
- wenn sie eine Kombinationsbehandlung über einen langen Zeitraum einnehmen
- wenn sie zusätzlich antientzündliche Arzneimittel, die Kortikosteroide genannt werden, einnehmen
- wenn sie Alkohol trinken
- wenn ihr Immunsystem schwach ist
- wenn sie übergewichtig sind.

Anzeichen einer Osteonekrose können sein:

- Gelenksteife
- Gelenkbeschwerden und -schmerzen (insbesondere in Hüfte, Knie und Schulter)
- Schwierigkeiten bei Bewegungen. Wenn Sie eines dieser Anzeichen bei sich bemerken:
Informieren Sie Ihren Arzt.

Andere, in Bluttests erkennbare Nebenwirkungen sind:

Trizivir kann außerdem verursachen:
- erhöhte Milchsäurewerte im Blut, die in seltenen Fällen zu einer Laktatazidose führen können.
- erhöhte Zucker- und Fettwerte (Triglyzeride und Cholesterin) im Blut
- Insulinresistenz (falls Sie zuckerkrank sind, müssen Sie gegebenenfalls Ihre Insulindosis ändern, um Ihren Blutzucker zu kontrollieren).


WIE IST TRIZIVIR AUFZUBEWAHREN?


Trizivir für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen Trizivir nach dem auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Nicht über 30°C lagern.

Sollten Sie übrige Trizivir Tabletten haben, dürfen Sie diese nicht im Abwasser oder mit dem Haushaltsabfall entsorgen. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

Datenquelle: European Medicines Agency
Stand der Informationen: Juli 2011

Laut Packungsbeilage können bei der Einnahme von Trizivir folgende Nebenwirkungen auftreten

Sehr häufig  (>10%)

Übelkeit

Kopfschmerzen

Häufig  (1 - 10%)

Müdigkeit

Erbrechen

Schlafstörungen

Durchfall

Haarausfall

Husten

Gelenkschmerzen

Hautausschlag

Leukopenie

Muskelschmerzen

Appetitlosigkeit

laufende Nase

Magenschmerzen

allgemeines Krankheitsgefühl

Anämie

erhöhte Temperatur

Überempfindlichkeitsreaktionen

Muskelbeschwerden

Lethargie

sich schwindlig fühlen

Neutropenie

Anstieg bestimmter Leberenzyme

Nasenreizung

erhöhte Konzentration an Bilirubin im Blut

Gelegentlich  (0,1 - 1%)

Blähungen

Atemlosigkeit

Thrombozytopenie

Juckreiz

Muskelschwäche

Panzytopenie

Überempfindlichkeitsreaktionen (Träger des Gens HLAB*5701 )

Selten  (0,01 - 0,1%)

Taubheit

Hepatitis

Laktatazidose

Schläfrigkeit

Fettleber

Gelbsucht

Pankreatitis

Geschmacksstörungen

häufiges Wasserlassen

Schwitzen

Brustschmerzen

Schüttelfrost

Kardiomyopathie

Lebervergrößerung

Anstieg der Amylase

Farbveränderungen der Nägel

Farbveränderungen der Haut

Konzentrationsschwäche

Brustvergrößerung (Männer)

Konvulsionen

Angstgefühl. Depression

Verdauungsstörungen

Farbflecken im Mund

kribbeliges Gefühl an der Haut

Schwächegefühl der Gliedmaßen

Erythroblastopenie

Sehr selten  (0 - 0,01%)

toxische epidermale Nekrolyse

Erythema multiforme

Stevens-Johnson-Syndrom

Nicht bekannt

Insulinresistenz

Opportunistische Infektionen (aids)

erlust von Fett an Beinen (Patienten unter einer HIVKombinationstherapie)

Verlust von Fett an Armen (Patienten unter einer HIVKombinationstherapie)

Verlust von Fett im Gesicht (Patienten unter einer HIVKombinationstherapie)

Fettzunahme am Bauch (Patienten unter einer HIVKombinationstherapie)

Fettzunahme an den Brüsten (Patienten unter einer HIVKombinationstherapie)

Fettzunahme im Gesicht (Patienten unter einer HIVKombinationstherapie)

Laktatazidose (Patienten mit Lebererkrankungen, Patienten mit sehr hohem Übergewicht)

Osteonekrose (Patienten unter einer HIVKombinationstherapie)

erhöhte Milchsäurewerte im Blut

erhöhte Zuckerwerte im Blut

erhöhte Fettwerte im Blut

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