Tygacil

Tygacil Patienteninformation

Tygacil ist ein Antibiotikum der GlycylcyclinGruppe. Es wirkt, indem es das Wachstum von Bakterien stoppt, die Infektionen verursachen.

Ihr Arzt hat Ihnen Tygacil verschrieben, da Sie eine der folgenden schwerwiegenden Infektionen haben:
- Komplizierte Haut- und Weichgewebsinfektionen (das Gewebe unter der Haut)

Tygacil ist nicht für die Behandlung von Infektionen des...

Tygacil Patienteninformation lesen

In Tygacil kommt folgender Wirkstoff zum Einsatz

Tigecyclin

Fragen zu Tygacil

Zu Tygacil liegen noch keine Fragen vor –  eigene Frage zu Tygacil stellen.

50 mehr Nebenwirkungen mit Tygacil

Tygacil Patienteninformationen

WAS IST TYGACIL UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?


Tygacil ist ein Antibiotikum der GlycylcyclinGruppe. Es wirkt, indem es das Wachstum von Bakterien stoppt, die Infektionen verursachen.

Ihr Arzt hat Ihnen Tygacil verschrieben, da Sie eine der folgenden schwerwiegenden Infektionen haben:
- Komplizierte Haut- und Weichgewebsinfektionen (das Gewebe unter der Haut)

Tygacil ist nicht für die Behandlung von Infektionen des diabetischen Fußes angezeigt.
- Komplizierte Unterleibs (Bauch)-Infektionen

Tygacil sollte nur dann eingesetzt werden, wenn man weiß oder vermutet, dass andere alternative Antibiotika ungeeignet sind.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON TYGACIL BEACHTEN?



Tygacil darf nicht angewendet werden,


- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Tigecyclin, den wirksamen Bestandteil von Tygacil, sind. Wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Antibiotika der TetracyclinGruppe (z. B. Minocyclin, Doxycyclin usw.) sind, können Sie allergisch gegen Tigecyclin sein.

Wann ist besondere Vorsicht bei der Anwendung von Tygacil erforderlich


- Bitte informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn bei Ihnen Symptome einer allergischen Reaktion auftreten.
- Bitte informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn bei Ihnen schwerwiegende Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auftreten. Dies können Symptome einer akuten Pankreatitis sein.
- Bitte informieren Sie Ihren Arzt vor der Anwendung von Tygacil darüber, wenn Sie derzeit an Durchfall leiden. Bitte informieren Sie auch sofort Ihren Arzt, wenn bei Ihnen während oder nach der Behandlung mit Tygacil Durchfall auftritt. Bitte nehmen Sie kein Arzneimittel gegen Durchfall, bevor Sie dies zuerst mit Ihrem Arzt abgeklärt haben.
- Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn bei Ihnen derzeit Nebenwirkungen aufgrund von Antibiotika der TetracyclinGruppe (z. B. Hautreizungen gegenüber dem Sonnenlicht, Zahnverfärbungen, Entzündung der Bauchspeicheldrüse und Veränderungen bestimmter Laborwerte, die die Blutgerinnung betreffen) auftreten oder in der Vergangenheit aufgetreten sind.
- Bei bestimmten schweren Infektionen wird Ihr Arzt über eine Kombinationstherapie mit anderen Antibiotika entscheiden.
- Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie bestimmte Arzneimittel einnehmen (sogenannte Antikoagulanzien), die vorbeugend gegen eine übermäßige Blutgerinnung eingesetzt werden (siehe ebenfalls Bei Anwendung von Tygacil mit anderen Arzneimitteln in dieser Packungsbeilage).
- Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie derzeit die empfängnisverhütende „Pille“ einnehmen, da Sie möglicherweise zusätzliche Methoden zur Schwangerschaftsverhütung während der Anwendung von Tygacil benötigen (siehe ebenfalls Bei Anwendung von Tygacil mit anderen Arzneimitteln in dieser Packungsbeilage).
- Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie derzeit eine Lebererkrankung haben oder in der Vergangenheit eine solche hatten. Ihr Arzt kann entsprechend Ihrer Leberfunktion die Dosis reduzieren, um möglichen Nebenwirkungen vorzubeugen.
- Während Antibiotika einschließlich Tygacil gegen bestimmte bakterielle Krankheitserreger wirken, können andere Bakterien oder Pilze sich weiterhin vermehren. Dies wird als Überwucherung bezeichnet. Ihr Arzt wird Sie auf mögliche Infektionen hin überwachen und gegebenenfalls behandeln.
- Tygacil wird nicht bei Kindern oder Jugendlichen (unter 18 Jahren) angewendet. Bei Kindern unter 8 Jahren kann Tigecyclin zu dauerhaften Zahnschäden, wie z. B. Zahnverfärbungen, führen.
- Wenn Sie Tygacil erhalten, wird Ihr Arzt Sie sorgfältig im Hinblick auf die Entwicklung einer anderen Infektion überwachen. Wenn sich bei Ihnen eine andere Infektion entwickelt, kann Ihr Arzt ein anderes Antibiotikum verordnen.

Bei Anwendung von Tygacil mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Tygacil kann zu einer Verlängerung bestimmter Tests zur Messung der Blutgerinnung führen. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihren Arzt darüber informieren, wenn Sie Arzneimittel gegen eine übermäßige Blutgerinnung einnehmen. Sollte dies der Fall sein, wird Ihr Arzt Sie engmaschig überwachen.

Tygacil kann die Wirkung der empfängnisverhütenden „Pille“ vermindern. Daher sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob während der Anwendung von Tygacil zusätzliche Methoden zur Schwangerschaftsverhütung erforderlich sind.

Schwangerschaft und Stillzeit

Tygacil kann den Fetus schädigen. Sollten Sie schwanger sein oder eine Schwangerschaft planen, sollten Sie vor der Anwendung von Tygacil mit Ihrem Arzt darüber sprechen.

Es ist nicht bekannt, ob Tygacil beim Menschen in die Muttermilch übergeht. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, bevor Sie Ihr Kind stillen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Tygacil kann Nebenwirkungen wie z. B. Schwindel verursachen. Dies kann Ihre Fahrtüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.

WIE IST TYGACIL ANZUWENDEN?


Tygacil wird Ihnen von Ihrem Arzt oder einer medizinischen Fachkraft verabreicht.

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 100 mg, gefolgt von 50 mg alle 12 Stunden. Diese Dosis wird intravenös (in die Vene) über einen Zeitraum von 30 bis 60 Minuten gegeben. Der Behandlungszeitraum beträgt in der Regel 5 bis 14 Tage. Ihr Arzt wird über die Dauer der Behandlung entscheiden.

Wenn Sie zu viel Tygacil erhalten haben

Wenn Sie besorgt sind, dass Sie zu viel Tygacil erhalten haben könnten, wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt oder an die medizinische Fachkraft.

Wenn eine Dosis Tygacil versäumt wurde

Wenn Sie befürchten, dass Sie eine Dosis Tygacil nicht erhalten haben, wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt oder an die medizinische Fachkraft.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann Tygacil Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: Sehr häufig: Mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000
Sehr selten: Weniger als 1 Behandelter von 10 000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Sehr häufige Nebenwirkungen sind:
- Übelkeit, Erbrechen, Durchfall

Häufige Nebenwirkungen sind:
- Abszess (Eiteransammlung), Infektionen
- Laborwerte, die auf eine Blutgerinnungsstörung hinweisen
- Schwindel
- Reizzustände der Vene aufgrund der Injektion, einschließlich Schmerz, Entzündung, Schwellungen und Blutgerinnselbildung
- Bauchschmerzen, Verdauungsstörung, Appetitlosigkeit
- Erhöhung der Leberenzyme, Hyperbilirubinämie (erhöhte Konzentration an Gallenfarbstoff im Blut)
- Pruritus (Juckreiz), Hautausschlag
- Kopfschmerzen
- Erhöhung der Amylase, eines Enzyms, das in den Speichel- und Bauchspeicheldrüsen vorkommt, Erhöhung des BlutHarnstoff-Stickstoffs (BUN)
- Pneumonie
- erniedrigter Blutzuckerspiegel

Gelegentliche Nebenwirkungen sind:
- Sepsis (Blutvergiftung)/septischer Schock (ernste Folgeerkrankung der Blutvergiftung, die zu multiplem Organversagen und Tod führen kann)
- niedrige Proteinspiegel im Blut
- akute Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die zu schwerwiegenden Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen führen kann)
- Gelbsucht, Leberentzündung
- Reaktionen an der Injektionsstelle (Schmerz, Rötung, Entzündung)

Nebenwirkungen mit unbekannter Häufigkeit sind:
- Anaphylaxie/anaphylaktoide Reaktionen (deren Schweregrad von leicht bis schwerwiegend reichen kann, einschließlich plötzlich auftretenden generalisierten allergischen Reaktionen, die zu einem lebensbedrohlichen Schock führen können [z. B. Atemnot, Abfall des Blutdrucks, schneller Puls]).
- Verminderte Zahl an Blutplättchen im Blut (dies kann zu einer erhöhten Blutungsneigung und Blutergüssen/Hämatomen führen)
- Leberfunktionsstörungen
- Hautausschlag, der zu ausgeprägter Blasenbildung und Abschälen der Haut führen kann (StevensJohnson-Syndrom)

Bei Anwendung von nahezu allen Antibiotika, einschließlich Tygacil, kann eine pseudomembranöse Kolitis auftreten. Sie besteht aus schwerwiegenden, anhaltenden oder blutigen Durchfällen verbunden mit Bauchschmerzen oder Fieber. Dies kann ein Anzeichen für eine schwerwiegende Darmentzündung sein, die während oder nach Ihrer Behandlung auftreten kann.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

WIE IST TYGACIL AUFZUBEWAHREN?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Unter 25 °C aufbewahren.

Sie dürfen Tygacil nach dem auf der Durchstechflasche angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Aufbewahrung nach Zubereitung

Nachdem das Pulver zur Lösung verarbeitet und zum Gebrauch verdünnt worden ist, sollte es Ihnen unverzüglich verabreicht werden.

Datenquelle: European Medicines Agency
Stand der Informationen: November 2011

Laut Packungsbeilage können bei der Einnahme von Tygacil folgende Nebenwirkungen auftreten

Sehr häufig  (>10%)

Übelkeit

Durchfall

Erbrechen

Häufig  (1 - 10%)

Kopfschmerzen

Bauchschmerzen

Schwindel

Erhöhung der Leberenzyme

Hautausschlag

Appetitlosigkeit

Infektionen

Verdauungsstörung

Pruritus

Abszess

Laborwerte die auf eine Blutgerinnungsstörung hin…

Reizzustände der Vene aufgrund der Injektion

Schmerzen an der Vene aufgrund der Injektion

Entzündung an der Vene aufgrund der Injektion

Schwellungen an der Vene aufgrund der Injektion

Blutgerinnselbildung an der Vene aufgrund der Inj…

Hyperbilirubinämie

Erhöhung der Amylase

Erhöhung des BlutHarnstoff-Stickstoffs (BUN)

Pneumonie

erniedrigter Blutzuckerspiegel

Gelegentlich  (0,1 - 1%)

Leberentzündung

Sepsis

Schmerzen an der Injektionsstelle

septischer Schock

niedrige Proteinspiegel im Blut

akute Pankreatitis

Gelbsucht

Reaktionen an der Injektionsstelle

Rötung an der Injektionsstelle

Entzündung an der Injektionsstelle

Nicht bekannt

Hautausschlag

Atemnot

StevensJohnson-Syndrom

Blasenbildung der Haut

Anaphylaxie

Anaphylaktoide Reaktionen

verminderte Zahl an Blutplättchen im Blut

Leberfunktionsstörungen

Abschälen der Haut

leichte anaphylaktoide Reaktionen

schwerwiegende anaphylaktoide Reaktionen

plötzlich auftretende generalisierte allergische …

lebensbedrohlicher Schock

Abfall des Blutdrucks

schneller Puls

[]