Viracept

Viracept Patienteninformation


Was ist Viracept

Viracept enthält einen Wirkstoff namens Nelfinavir, dies ist ein „ProteaseInhibitor“. Es gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die „antiretrovirale“ Arzneimittel genannt werden.

Wofür wird Viracept angewendet

Viracept wird mit anderen „antiretroviralen“ Arzneimitteln angewendet, um
- gegen das Humane ImmundefizienzVirus (HIV) zu wirken;...

Viracept Patienteninformation lesen

In Viracept kommt folgender Wirkstoff zum Einsatz

Nelfinavir

Fragen zu Viracept

Zu Viracept liegen noch keine Fragen vor –  eigene Frage zu Viracept stellen.

50 mehr Nebenwirkungen mit Viracept

Viracept Patienteninformationen

WAS IST VIRACEPT UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?



Was ist Viracept

Viracept enthält einen Wirkstoff namens Nelfinavir, dies ist ein „ProteaseInhibitor“. Es gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die „antiretrovirale“ Arzneimittel genannt werden.

Wofür wird Viracept angewendet

Viracept wird mit anderen „antiretroviralen“ Arzneimitteln angewendet, um
- gegen das Humane ImmundefizienzVirus (HIV) zu wirken; dabei wird die Anzahl der HIVPartikel in Ihrem Blut vermindert.
- die Anzahl einiger Zellen in Ihrem Blut zu erhöhen, die helfen, gegen die Infektion zu kämpfen. Diese Zellen bezeichnet man als weiße CD4-Blutzellen. Diese Zellen sind speziell bei einer HIVInfektion reduziert, was zu einem erhöhten Risiko für viele Arten von Infektionen führen kann.

Viracept führt nicht zur Heilung einer HIVInfektion. Sie können weiterhin Infektionen oder andere Erkrankungen infolge Ihrer HIVErkrankung bekommen. Eine Behandlung mit Viracept verhindert nicht die Übertragung des HIVirus auf andere durch Blut- oder Sexualkontakt. Deshalb müssen Sie auch während der Einnahme von Viracept geeignete Vorsichtsmaßnahmen treffen, um eine Übertragung des Virus auf andere zu vermeiden.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON VIRACEPT BEACHTEN?



Viracept darf nicht eingenommen werden,

- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Nelfinavir oder einen der sonstigen Bestandteile sind (siehe Abschnitt 6 „Weitere Informationen“).
- wenn Sie eines der Arzneimittel einnehmen, die im Abschnitt 2 „Bei Einnahme von Viracept mit anderen Arzneimitteln“ und „Nehmen Sie Viracept nicht ein“ aufgelistet sind. Nehmen Sie Viracept nicht ein, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Viracept ist erforderlich
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Viracept einnehmen,
- wenn Sie Probleme mit der Niere haben.
- wenn Sie an hohem Blutzucker leiden (Diabetes).
- wenn Sie eine seltene Blutkrankheit haben, die in ihrer Familie vererbt wird (sogenannte „Hämophilie“).
- wenn Sie eine Lebererkrankung haben, die durch Hepatitis B oder C verursacht wird. Ihr Arzt wird gegebenenfalls regelmäßig Bluttests bei Ihnen durchführen. Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft oder wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Viracept einnehmen.

Patienten mit Lebererkrankungen

Patienten mit chronischer Hepatitis B oder C, die mit antiretroviralen Mitteln behandelt werden, haben ein erhöhtes Risiko für schwere und möglicherweise tödliche Nebenwirkungen an der Leber. Dies kann Bluttests zur Kontrolle der Leberfunktion erforderlich machen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn in Ihrer Vorgeschichte Lebererkrankungen aufgetreten sind.

Körperfett

Die antiretrovirale Kombinationstherapie kann eine Veränderung der Körperform aufgrund einer Fettumverteilung verursachen. Dies kann ein Verlust von Fett an den Beinen, Armen und im Gesicht bedeuten, eine Fettansammlung im Abdomen (Bauch) und anderen inneren Organen, Vergrößerung der Brüste und Fettansammlungen im Nacken („Stiernacken“). Die Ursache dieser Veränderungen und ihre Langzeitauswirkungen auf die Gesundheit sind derzeit nicht bekannt. Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie Veränderungen der Körperfettverteilung bemerken.

Anzeichen von bereits früher aufgetretenen Infektionen

Bei einigen Patienten mit fortgeschrittener HIVInfektion und bereits früher aufgetretenen BegleitInfektionen können kurz nach Beginn der antiretroviralen Behandlung Anzeichen und Symptome einer Entzündung von zurückliegenden Infektionen auftreten. Es wird angenommen, dass diese Symptome auf eine Verbesserung der körpereigenen Immunantwort zurückzuführen sind, die es dem Körper ermöglicht Infektionen zu bekämpfen, die möglicherweise ohne erkennbare Symptome vorhanden waren. Wenn Sie irgendwelche Anzeichen einer Infektion bemerken, informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt.

Knochenerkrankungen (Osteonekrose)

Bei einigen Patienten, die eine antiretrovirale Kombinationsbehandlung erhalten, kann sich eine als Osteonekrose (Absterben von Knochengewebe infolge unzureichender Blutversorgung des Knochens) bezeichnete Knochenerkrankung entwickeln. Zu den vielen Risikofaktoren für die Entwicklung dieser Erkrankung können unter anderem die Dauer der antiretroviralen Kombinationsbehandlung, die Anwendung von Kortikosteroiden, Alkoholkonsum, eine starke Unterdrückung des Immunsystems oder ein erhöhter BodyMass-Index (Verhältniszahl zur Beurteilung des Körpergewichts) gehören. Anzeichen einer Osteonekrose sind Gelenksteife, -beschwerden und -schmerzen (insbesondere in Hüfte, Knie und Schulter) sowie Schwierigkeiten bei Bewegungen. Falls Sie eines dieser Anzeichen bei sich bemerken, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt.

Bei Einnahme von Viracept mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben. Dies schließt auch nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel und pflanzliche Arzneimittel ein, denn Viracept kann die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen. Auch können andere Arzneimittel die Wirkung von Viracept beeinflussen.

Nehmen Sie Viracept nicht ein
und sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie irgendeines der folgenden Arzneimittel einnehmen:
- Arzneimittel, die Ergot enthalten, wie z.B. Cabergolin, Ergotamin oder Lisurid (gegen die ParkinsonKrankheit oder Migräne)
- Pflanzliche Zubereitungen, die Johanniskraut enthalten (bei Depressionen oder zur Gemütsaufhellung)
- Rifampicin (bei Tuberkulose (TB))
- Terfenadin oder Astemizol (bei Allergien)
- Pimozid (bei psychiatrischen Problemen)
- Amiodaron oder Chinidin (bei Herzrhythmusstörungen)
- Phenobarbital oder Carbamazepin (bei Anfällen oder Epilepsie)
- Triazolam oder oral eingenommenes Midazolam (bei Angstgefühlen oder Schlafstörungen)
- Cisaprid (bei Sodbrennen oder Verdauungsproblemen)
- Omeprazol (bei Magen- oder DarmGeschwüren)
- Alfuzosin (bei gutartiger Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH))
- Sildenafil (bei Lungengefäßhochdruck (pulmonale arterielle Hypertonie, PAH)) Nehmen Sie Viracept nicht ein und sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines der oben genannten Arzneimittel anwenden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Viracept einnehmen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker,
wenn Sie irgendeines der folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden:
- Alle anderen Arzneimittel zur Behandlung der HIVInfektion wie z.B. Ritonavir, Indinavir, Saquinavir und Delavirdin, Amprenavir, Efavirenz oder Nevirapin.
- Orale Kontrazeptiva (Antibabypille). Viracept kann die Wirkung der Antibabypille aufheben. Sie sollten daher andere Methoden zur Empfängnisverhütung anwenden (z.B. Kondome), während Sie Viracept einnehmen.
- Calciumkanalblocker wie z.B. Bepridil (bei Herzproblemen)
- Die Immunabwehr unterdrückende Arzneimittel wie Tacrolimus oder Ciclosporin
- Arzneimittel zur Reduktion der Magensäure, wie Lansoprazol
- Fluticason (bei Heuschnupfen)
- Phenytoin (bei Anfällen oder Epilepsie)
- Methadon (bei Drogenabhängigkeit)
- Sildenafil (bei Erektionsschwierigkeiten)
- Tadalafil (bei Lungengefäßhochdruck (pulmonale arterielle Hypertonie) oder bei Erektionsschwierigkeiten)
- Vardenafil (bei Lungengefäßhochdruck (pulmonale arterielle Hypertonie) oder bei Erektionsschwierigkeiten)
- Ketoconazol, Itraconazol oder Fluconazol (bei Pilzinfektionen)
- Rifabutin, Erythromycin oder Clarithromycin (bei bakteriellen Infektionen)
- Intravenös angewendetes Midazolam oder Diazepam (bei Angstgefühlen oder Schlafstörungen)
- Fluoxetin, Paroxetin, Imipramin, Amitriptylin oder Trazodon (bei Depressionen)
- Simvastatin, Lovastatin, Atorvastatin oder Rosuvastatin (zur Cholesterinsenkung im Blut)
- Salmeterol (bei Asthma oder chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD))
- Warfarin (zur Verminderung der Wahrscheinlichkeit einer Blutgerinnselbildung)
- Colchicin (bei Gichtanfällen oder Mittelmeerfieber)
- Bosentan (bei Lungengefäßhochdruck (pulmonale arterielle Hypertonie)) Falls Sie eines der oben genannten Arzneimittel anwenden oder wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Viracept einnehmen.

Bei Einnahme von Viracept zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Nehmen Sie Viracept zusammen mit einer Mahlzeit ein. Dies hilft Ihrem Körper, die volle Wirksamkeit Ihres Arzneimittels zu erhalten.

Schwangerschaft, Empfängnisverhütung und Stillzeit

- Informieren Sie Ihren Arzt vor der Einnahme von Viracept darüber, wenn Sie schwanger sind oder beabsichtigen schwanger zu werden.
- Sie dürfen nicht stillen, während Sie Viracept einnehmen, da das HIVirus auf das Baby übergehen kann.
- Viracept kann die Wirkung der Antibabypille aufheben. Sie sollten daher andere Methoden zur Empfängnisverhütung anwenden (z.B. Kondome), während Sie Viracept einnehmen.
- Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, bevor Sie irgendein Arzneimittel einnehmen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es ist unwahrscheinlich, dass Viracept einen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit oder das Bedienen von Werkzeugen oder Maschinen hat.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Viracept

- Dieses Arzneimittel enthält Sucrose, eine bestimmte Art von Zucker. Wenn Ihr Arzt Ihnen gesagt hat, dass Sie einige Zucker nicht vertragen oder verdauen können (unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden), sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen. Jede Dosis enthält bis zu 5,9 mg Sucrose. Dies ist bei Patienten mit Diabetes mellitus zu berücksichtigen.
- Dieses Arzneimittel enthält Aspartam als Quelle für Phenylalanin und kann schädlich sein, wenn Sie eine Phenylketonurie haben.
- Dieses Arzneimittel enthält Kalium, aber weniger als 1 mmol (39 mg) pro Dosis, d.h. es ist nahezu „kaliumfrei“. Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft oder wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Viracept einnehmen.

WIE IST VIRACEPT EINZUNEHMEN?


Nehmen Sie Viracept immer genau so ein wie es Ihr Arzt Ihnen gesagt hat. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Die üblichen Dosierungen sind nachfolgend angegeben. Folgen Sie genau den Anweisungen, damit Sie den größtmöglichen Nutzen von Viracept haben.

Viracept Pulver ist für Patienten, die keine Tabletten einnehmen können. Viracept Tabletten werden im Allgemeinen für Erwachsene und ältere Kinder empfohlen. Jüngere Kinder, die in der Lage sind Tabletten einzunehmen, können Viracept Tabletten anstatt des Pulvers einnehmen. Wenn Sie die Tabletten anstatt des Pulvers einnehmen wollen, beachten Sie bitte die Gebrauchsanweisung von Viracept 250 mg Filmtabletten.

Wie wird Viracept zubereitet

Es befinden sich 2 Messlöffel in der Faltschachtel:
- 1 weißer 1-Gramm(1 g)-Messlöffel
- 1 blauer 5-Gramm(5 g)-Messlöffel

Messen Sie einen gestrichenen Messlöffel voll Pulver ab. Sie können den Griff des zweiten Messlöffels zum Abstreifen des überschüssigen Pulvers benutzen und Ihren Messlöffel damit glatt streichen (siehe nachstehende Abbildung).




- Sie können das Pulver mit einer kleinen Menge Wasser, Milch, Babymilchnahrung, Sojamilchnahrung, Sojamilch, Diätgetränken oder Pudding vermischen.
- Wenn Sie das Pulver mischen, es aber nicht sofort einnehmen, können Sie es bis zu 6 Stunden im Kühlschrank aufbewahren.
- Sie dürfen Viracept nicht mit Orangensaft, Apfelmus oder anderen säurehaltigen Flüssigkeiten oder Nahrungsmitteln mischen. Dies kann zu einem bitteren Geschmack des Arzneimittels führen.
- Sie dürfen dem Pulver in der Originalflasche keine Flüssigkeit hinzufügen.

Einnahme des Arzneimittels


- Nehmen Sie Viracept zusammen mit einer Mahlzeit ein. Dies hilft Ihrem Körper, die volle Wirksamkeit Ihres Arzneimittels zu erhalten.
- Die gesamte Mischung muss jedesmal vollständig eingenommen werden. Damit wird sichergestellt, dass Sie die richtige Menge Ihres Arzneimittels erhalten.
- Nehmen Sie jeden Tag alle Dosen zur richtigen Zeiten ein. Dies erhöht die Wirksamkeit Ihres Arzneimittels.
- Beenden Sie die Einnahme dieses Arzneimittels nicht, ohne zuerst mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben.

Wieviel müssen Sie einnehmen


Erwachsene und Kinder über 13 Jahre
Viracept Pulver kann entweder zweimal täglich oder dreimal täglich zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden. Nachfolgende Tabelle 1 zeigt das übliche Dosierungsschema.
Tabelle 1
Einzunehmende Dosis für Erwachsene und Kinder über 13 Jahre

Anzahl der Messlöffel Gesamtmenge pro Anzahl der Einnahmen blauer Messlöffel weißer Messlöffel Einnahme

(5 g) (1 g) (in Gramm) zweimal täglich
5 - 25 g dreimal täglich 3 - 15 g

Kinder zwischen 3 und 13 Jahren

Bei Kindern zwischen 3 und 13 Jahren hängt die empfohlene Dosis von Viracept Pulver vom Körpergewicht ab. Sie können Ihrem Kind das Arzneimittel entweder zwei- oder dreimal täglich zusammen mit einer Mahlzeit verabreichen.

Die unterschiedlichen Möglichkeiten werden in folgenden separaten Tabellen gezeigt. - Tabelle 2: Wenn Sie das Arzneimittel zweimal täglich verabreichen, geben Sie jedesmal 50 bis 55 mg Nelfinavir pro kg Körpergewicht.
- Tabelle 3: Wenn Sie das Arzneimittel dreimal täglich verabreichen, geben Sie jedesmal 25 bis 35 mg Nelfinavir pro kg Körpergewicht.

Tabelle 2


Zweimal täglich
zu verabreichende Dosis an Kinder zwischen 3 und 13 Jahren

Körpergewicht des Anzahl der Messlöffel Gesamtmenge pro Kindes blauer Messlöffel weißer Messlöffel Einnahme

(5 g) (1 g) (in Gramm) 7,5 bis 8,5 kg 1 plus 3 8 g 8,5 bis 10,5 kg 2 - 10 g 10,5 bis 12 kg 2 plus 2 12 g 12 bis 14 kg 2 plus 4 14 g 14 bis 16 kg 3 plus 1 16 g

Zweimal täglich
zu verabreichende Dosis an Kinder zwischen 3 und 13 Jahren

Körpergewicht des Anzahl der Messlöffel Gesamtmenge pro Kindes blauer Messlöffel weißer Messlöffel Einnahme

(5 g) (1 g) (in Gramm) 16 bis 18 kg 3 plus 3 18 g 18 bis 22 kg 4 plus 1 21 g über 22 kg 5 - 25 g

Tabelle 3


Dreimal täglich
zu verabreichende Dosis an Kinder zwischen 3 und 13 Jahre

Körpergewicht des Anzahl der Messlöffel Gesamtmenge pro Kindes blauer Messlöffel weißer Messlöffel Einnahme

(5 g) (1 g) (in Gramm) 7,5 bis 8,5 kg 1 5 g 8,5 bis 10,5 kg 1 plus 1 6 g 10,5 bis 12 kg 1 plus 2 7 g 12 bis 14 kg 1 plus 3 8 g 14 bis 16 kg 2 10 g 16 bis 18 kg 2 plus 1 11 g 18 bis 22 kg 2 plus 3 13 g über 22 kg 3 15 g

Wenn Sie eine größere Menge von Viracept eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr Viracept einnehmen als Sie sollten, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker oder suchen Sie sofort ein Krankenhaus auf. Nehmen Sie Ihre Arzneimittelpackung mit. Unter anderem können sehr hohe Dosen von Viracept zu Problemen mit Ihrem Herzrhythmus führen.

Wenn Sie die Einnahme von Viracept vergessen haben

Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, nehmen Sie sie ein, sobald Sie die vergessene Einnahme bemerken.
- Wenn es jedoch fast Zeit für die Einnahme Ihrer nächsten Dosis ist, nehmen Sie die vergessene Dosis nicht mehr ein.
- Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Viracept abbrechen

Brechen Sie die Einnahme dieses Arzneimittels nicht ab, ohne zuerst mit Ihrem Arzt zu sprechen. Nehmen Sie jeden Tag alle Dosen zur richtigen Zeiten ein. Dies erhöht die Wirksamkeit Ihres Arzneimittels.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann Viracept Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die folgenden Nebenwirkungen können bei diesem Arzneimittel auftreten.

Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf, wenn Sie irgendeine der folgenden Nebenwirkungen bemerken:


- Überempfindlichkeitsreaktionen. Anzeichen hierfür können Schwierigkeiten beim Atmen, Fieber, Juckreiz, Gesichtsschwellungen und Hautausschläge, die manchmal Blasen bilden, sein.
- Vermehrte Blutungen, wenn Sie an Hämophilie leiden. Wenn Sie an Hämophilie Typ A oder B leiden, können in seltenen Fällen vermehrt Blutungen auftreten.
- Knochenerkrankungen (Osteonekrose). Die Anzeichen sind Gelenksteife, -beschwerden und
-schmerzen (insbesondere in Hüfte, Knie und Schulter) sowie Schwierigkeiten bei Bewegungen. Bei einigen Patienten, die eine antiretrovirale Kombinationsbehandlung erhalten, kann sich eine als Osteonekrose (Absterben von Knochengewebe infolge unzureichender Blutversorgung des Knochens) bezeichnete Knochenerkrankung entwickeln.
- Infektion. Bei einigen Patienten mit fortgeschrittener HIVInfektion und bereits früher aufgetretenen BegleitInfektionen können kurz nach Beginn der antiretroviralen Behandlung Anzeichen und Symptome einer Entzündung von zurückliegenden Infektionen auftreten. Es wird angenommen, dass diese Symptome auf eine Verbesserung der körpereigenen Immunantwort zurückzuführen sind, die es dem Körper ermöglicht, Infektionen zu bekämpfen, die möglicherweise ohne erkennbare Symptome vorhanden waren.

Wenn Sie irgendeines der oben genannten Anzeichen bemerken, suchen Sie sofort Ihren Arzt auf.

Andere mögliche Nebenwirkungen, über die Sie mit Ihrem Arzt sprechen sollten

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken oder Nebenwirkungen, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Sehr häufig (betrifft mehr als 1 von 10 Personen):

- Durchfall.

Häufig (betrifft weniger als 1 von 10 Personen):

- Hautausschlag.
- Blähungen.
- Krankheitsgefühl.
- Niedrige Anzahl von bestimmten weißen Blutzellen, die Infektionen bekämpfen (Neutrophile).
- Anormale Ergebnisse bei Blutuntersuchungen, mit welchen die Funktion Ihrer Leber und Ihres Muskelgewebes gemessen werden.

Gelegentlich (betrifft weniger als 1 von 100 Personen):

- Erbrechen.
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Ein Anzeichen hierfür können starke Schmerzen im Bauch, die in den Rücken ausstrahlen, sein.
- Eine antiretrovirale Kombinationstherapie kann zu Veränderungen der Körpergestalt aufgrund einer veränderten Fettverteilung führen. Dies kann Fettverlust an Beinen, Armen und im Gesicht, eine Fettzunahme in Bauch und anderen inneren Organen, eine Vergrößerung der Brüste und Fettansammlungen im Nacken („Stiernacken“) einschließen. Die Ursache dieser Veränderungen und ihre Langzeitauswirkungen auf die Gesundheit sind derzeit nicht bekannt.

Selten (betrifft weniger als 1 von 1000 Personen):

- Gelbfärbung der Haut oder der Augen. Dies kann ein Zeichen eines Leberproblems sein, wie z.B. Hepatitis oder Gelbsucht.
- Eine schwere Form von Hautausschlag (Erythema multiforme).
- Geschwollener Bauch (Abdomen).
- Erhöhter Blutzucker (Diabetes) oder Verschlechterung eines bestehenden Diabetes.
- Es wurde selten über Schmerzen, Empfindlichkeit und Schwäche der Muskulatur berichtet, insbesondere unter antiretroviraler Behandlung mit Proteasehemmern zusammen mit Nukleosidanaloga. In seltenen Fällen waren diese Störungen der Muskulatur schwerwiegend und verursachten einen Muskelabbau (Rhabdomyolyse).

Andere Nebenwirkungen, von denen auch berichtet wurde:

- Eine antiretrovirale Kombinationstherapie kann auch erhöhte Blutwerte für Milchsäure und Zucker, eine Hyperlipidämie (erhöhte Blutfettwerte) sowie eine Insulinresistenz verursachen.
- Niedrige Anzahl von roten Blutzellen (Anämie).
- Lungenerkrankung (Lungenentzündung).
- Fälle von Diabetes mellitus oder erhöhten Blutzuckerwerten sind bei Patienten berichtet worden, die mit diesem Arzneimittel oder mit einem anderen Proteasehemmer behandelt wurden.

Nebenwirkungen bei Kindern

Etwa 400 Kinder (von 0 bis 13 Jahren) erhielten Viracept in klinischen Studien. Die bei Kindern beobachteten Nebenwirkungen sind ähnlich denen bei Erwachsenen. Die am häufigsten berichtete Nebenwirkung bei Kindern ist Durchfall. Die Nebenwirkungen führten nur selten zum Abbruch der Behandlung mit Viracept.

WIE IST VIRACEPT AUFZUBEWAHREN?



- Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
- Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.
- Nicht über 30 °C lagern.
- Im Originalbehältnis aufbewahren.
- Die gemischte Lösung kann bis zu 6 Stunden im Kühlschrank gelagert werden.

Datenquelle: European Medicines Agency
Stand der Informationen: Dezember 2011

Laut Packungsbeilage können bei der Einnahme von Viracept folgende Nebenwirkungen auftreten

Sehr häufig  (>10%)

Durchfall

Durchfall (Kinder)

Häufig  (1 - 10%)

Blähungen

Hautausschlag

Krankheitsgefühl

Niedrige Anzahl von bestimmten weißen Blutzellen …

niedrige Anzahl an Neutrophilen

Anormale Ergebnisse bei Blutuntersuchungen mit we…

Anormale Ergebnisse bei Blutuntersuchungen

Anormale Ergebnisse bei Blutuntersuchungen mit we…

Gelegentlich  (0,1 - 1%)

Erbrechen

Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Vergrößerung der Brüste

starke Schmerzen im Bauch

starke schmerzen im Bauch die in den Rücken ausst…

Veränderungen der Körpergestalt

veränderte Fettverteilung

Fettverlust an den Beinen

Fettverlust an den Armen

Fettverlust im Gesicht

Fettzunahme am Bauch

Fettzunahme an anderen inneren Organen

Fettansammlungen im Nacken

Stiernacken

Selten  (0,01 - 0,1%)

Hepatitis

Muskelabbau

Gelbfärbung der Haut

Gelbsucht

Leberprobleme

Gelbfärbung der Augen

Rhabdomyolyse

Schmerzen der Muskulatur

Schwäche der Muskulatur

Erythema multiforme

Verschlechterung eines bestehenden Diabetes (Diabetes)

schwere Form von Hautausschlag

geschwollener Bauch

geschwollenes Abdomen

erhöhter Blutzucker

Diabetes

Empfindlichkeit der Muskulatur

schwerwiegende Störungen der Muskulatur

vermehrte Blutungen (Hämophilie)

vermehrte Blutungen

vermehrte Blutungen (Hämophilie Typ A)

vermehrte Blutungen (Hämophilie Typ B)

Nicht bekannt

Fieber

Gelenkschmerzen

Hyperlipidämie

Juckreiz

Überempfindlichkeitsreaktionen

Gesichtsschwellungen

Hautausschläge mit Blasenbildung

Anämie

Hautausschläge

Lungenentzündung

Schwierigkeiten beim Atmen

Lungenerkrankung

Osteonekrose

Infektion

Insulinresistenz

erhöhte Blutwerte für Milchsäure

erhöhte Blutwerte für Zucker

erhöhte Blutfettwerte

Niedrige Anzahl von roten Blutzellen

Diabetes mellitus

erhöhte Blutzuckerwerte

Knochenerkrankungen

Gelenksteife

Gelenkbeschwerden

Hüftsteife

Kniesteife

Schultersteife

Hüftbeschwerden

Kniebeschwerden

Schulterbeschwerden

Hüftschmerzen

Knieschmerzen

Schulterschmerzen

Schwierigkeiten bei Bewegungen

Anzeichen einer Entzündung zurückliegender Infekt… (fortgeschrittene HIVInfektion)

Anzeichen einer Entzündung zurückliegender Infekt… (HIVInfektion und BegleitInfektionen)

Anzeichen einer Entzündung zurückliegender Infekt… (HIVInfektion)

Symptome einer Entzündung zurückliegender Infekti… (fortgeschrittene HIVInfektion)

Symptome einer Entzündung zurückliegender Infekti… (HIVInfektion)

Symptome einer Entzündung zurückliegender Infekti… (HIVInfektion und BegleitInfektionen)

Symptome einer Entzündung zurückliegender Infekti… (BegleitInfektionen)

Anzeichen einer Entzündung zurückliegender Infekt… (BegleitInfektionen)

Entzündung zurückliegender Infektionen (BegleitInfektionen)

Entzündung zurückliegender Infektionen (HIVInfektion und BegleitInfektionen)

Entzündung zurückliegender Infektionen (HIVInfektion)

Entzündung zurückliegender Infektionen (fortgeschrittene HIVInfektion)

Absterben von Knochengewebe

unzureichende Blutversorgung der Knochen

Knochenerkrankung

Anzeichen einer Entzündung zurückliegender Infekt…

Symptome einer Entzündung zurückliegender Infekti…

[]