Risperidon bei paranoide Schizophrenie

MedikamentWegen welcher KrankheitDauer der Einnahme
Risperidonparanoide Schizophrenie8 Jahre

Beschreibung der unerwünschten Nebenwirkung:

Ich kann von Neuroleptika, auch von Risperidon, leider aus eigener Erfahrung nur komplett abraten! Freiwillig würde ich diese „Medikamente“ nie wieder anrühren. Körper und Hormonsystem werden irreparabel beeinträchtigt und zerstört. Hier ist meine Erfahrungsgeschichte mit Risperidon:
2009-2016 Medikation gegen Paranoide Schizophrenie Risperidon 1-2 mg (nach Bedarf), überwiegend 1 mg. Erhöhter Prolaktinspiegel (Nachweis durch Frauenarzt), einhergehend mit leichter Vergrößerung der Brust (die nach dem Absetzen geblieben ist).
2016 Absetzen der Medikation. Der Psychiater meinte, ich könne das Medikament einfach komplett weglassen. Nach 2 Tagen plötzlich Herzrasen, Beine geben nach. Wiedereinnahme Ris 1 mg, die Beschwerden verschwinden. Anschließend schrittweises Absetzen von Ris 1 mg zusammen mit dem Hausarzt. Während des Absetzens Herzstechen trotz minimaler Absetzschritte, EKG zeigt zudem Extrasystolen, die aber harmlos sein sollen.
Anfang Mai 2016 komplett runter von Risperidon. 1 Tag danach beginnt ein rätselhafter Haarausfall. Medizinisch keine Ursache erkennbar, hormonell und Blutbild völlig in Ordnung. Eine Haarspezialistin stellt fest, dass meine Haarwurzeln nicht mehr fest sitzen, die Haare lassen sich leicht aus der Kopfhaut ziehen. Der Haarausfall ist bis heute geblieben, meine Haare sind sichtbar ausgedünnt.
Ich will das Medikament nicht mehr nehmen. Nach einer Psychose 2016/2017 (Absetzpsychose?) zwingt man mich dazu (Forensische Psychiatrie). Man gibt mir 3 mg Ris, nach 3 Tagen hat sich meine linke Brust verdoppelt, mein Gesicht ist stark aufgedunsen. Ich verweigere verzweifelt die Medikation. Aber ich habe keine Wahl mehr, denn die Alternative lautet: Dauerhafte Unterbringung in Forensik. Ich akzeptiere unter Zwang zuerst 1 mg, dann 2 mg Risperidon. Schrittweise läuft das Aufdosieren besser. Prolaktinspiegel stark erhöht (97; normal sind bis 23), nach einigen Monaten (da bin ich auf „freiem Fuß“, allerdings unter Bewährungsauflagen) tritt leichter Milchfluss auf, bei Drücken auf die Brüste kommt milchiges Sekret. Organische Ursachen werden durch Frauenarzt ausgeschlossen, zurückzuführen auf erhöhten Prolaktinspiegel. Parallel tritt eine Menorrhagie (starke und lange Regelblutung) auf. Das ist ungewöhnlich, da bei erhöhtem Prolaktinspiegel die Periode normalerweise ausbleibt, entspricht aber leider den Tatsachen.
(Mir ist zudem bekannt, dass 2 andere Frauen in der Forensik unter 4 mg Ris beide unter Milchfluss leiden. Erst durch meinen Hinweis führen sie das Phänomen überhaupt auf Risperidon zurück.)
Hinzu kommt, dass ich mich depressiv fühle und keine Kraft z. B. für schnellere Bewegungen (Sport) habe. Ich bewege mich wie ein Roboter. Kleinigkeiten wie Duschen werden zu einer Aufgabe, die es zu bewältigen gilt, Tag für Tag.
Das Medikament wird bei mir gewechselt (siehe Abilify), ein medikamentöser Spießroutenlauf beginnt. Ich werde vollständig arbeitsunfähig.
Ich kann bei derartigen Problemen nur eine gute und fundierte Verhaltenstherapie empfehlen. In eine psychiatrische Praxis würde ich freiwllig keinen Fuß mehr setzen.

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Die Nebenwirkungen dieses Beitrags wurden wie folgt zusammengefasst:

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Bewertung der Medikamente durch den Eintragenden:

Risperidon
Wirksamkeit
Verträglichkeit
Anwendung
Preis/Leistungs-Verhältnis
Empfehlung
Durchschnitt

Wirkstoffe der Medikamente:

Risperidon

Patientendaten:

Geburtsjahr:1979 
Größe (cm):180 Eingetragen durch Patient
Gewicht (kg):72
Geschlecht:weiblich

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht:

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