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Fentanyl - 1 A Pharma 400 ug Sublingualtabletten: Beipackzettel

Verschreibungspflichtig: Ja

Wirkstoff:

628.4 µg Fentanyl dihydrogencitrat

Darreichungsform: Sublingualtabletten

Packungsgrößen (PZN)

30 ST

(16575398)

Teilbar: Ja, Nicht teilbar

Leider keine Abbildung vorhanden

Art und Weise von Fentanyl - 1 A Pharma 400 ug Sublingualtabletten

  • Das Arzneimittel ist zur sublingualen Anwendung. Das bedeutet, die Tablette wird unter die Zunge gelegt, wo sie sich rasch auflöst und der Wirkstoff Fentanyl über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Sobald der Wirkstoff Fentanyl aufgenommen ist, beginnt die schmerzlindernde Wirkung.
  • Beim Auftreten einer Durchbruchschmerzepisode nehmen Sie die von Ihrem Arzt verordnete Dosis wie folgt:
    • Wenn Sie einen trockenen Mund haben, befeuchten Sie ihn mit einem Schluck Wasser. Spucken Sie das Wasser wieder aus, oder schlucken Sie es herunter.
    • Nehmen Sie die Sublingualtablette(n) erst unmittelbar vor der Anwendung folgendermaßen aus der Blisterpackung:
    • Trennen Sie einen der rechteckigen Blisternäpfe vom Rest der Blisterpackung, indem Sie entlang der gestrichelten Linien/Perforierungen reißen (die übrigen Blisternäpfe sollten zusammenbleiben).
    • Ziehen Sie die mit dem Pfeil gekennzeichnete Ecke der Folie ab und entnehmen Sie vorsichtig die Sublingualtablette. Versuchen Sie nicht, die Sublingualtabletten von unten durch die Folie zu drücken, da sie dadurch beschädigt werden.
    • Legen Sie die Tablette so tief wie möglich unter Ihre Zunge und lassen Sie sie sich komplett auflösen.
    • Die Sublingualtablette löst sich rasch unter der Zunge auf, und der Wirkstoff wird dort schnell aufgenommen, um den Schmerz lindern zu können. Daher ist es wichtig, dass Sie die Tablette nicht lutschen, kauen oder hinunterschlucken!
    • Bis sich die Tablette unter der Zunge komplett aufgelöst hat, sollten Sie nichts essen oder trinken.

Dosierung von Fentanyl - 1 A Pharma 400 ug Sublingualtabletten

  • Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Vor der ersten Anwendung wird Ihnen Ihr Arzt die richtige Anwendung von dem Arzneimittel zur Behandlung Ihrer Durchbruchschmerzen erklären.
  • Vor Beginn der Behandlung und regelmäßig während der Behandlung wird Ihr Arzt außerdem mit Ihnen besprechen, was Sie von der Anwendung erwarten können, wann und wie lange Sie es anwenden müssen, wann Sie Ihren Arzt kontaktieren sollten und wann sie aufhören müssen, es anzuwenden.
  • Dieses Arzneimittel darf nur von Ihnen und entsprechend den Anweisungen Ihres Arztes angewendet werden. Es darf von niemand anderem angewendet werden, da es für andere Personen ein ernstes Gesundheitsrisiko darstellen kann - insbesondere für Kinder.
  • Das Präparat unterscheidet sich von anderen Arzneimitteln, die Sie möglicherweise bereits zur Behandlung Ihrer Durchbruchschmerzen angewendet haben. Wenden Sie immer die Dosis von Fentanyl an, die Ihnen Ihr Arzt verordnet hat. Die Dosis kann sich von der anderer von Ihnen bereits zur Behandlung Ihrer Durchbruchschmerzen verwendeter Arzneimittel unterscheiden.
  • Beginn der Behandlung - Dosiseinstellung
    • Damit das Arzneimittel richtig wirken kann, muss Ihr Arzt herausfinden, welche Dosis Ihre Durchbruchschmerzen am besten lindern kann. Das Arzneimittel ist in mehreren Stärken erhältlich. Es ist möglich, dass Sie verschiedene Stärken von Fentanyl bei Ihren Durchbruchschmerzepisoden ausprobieren müssen, bevor die für Sie am besten geeignete Dosis gefunden wird. Ihr Arzt wird Ihnen dabei helfen und gemeinsam mit Ihnen die für Sie beste Dosis finden.
    • Wenn eine Dosis keine ausreichende Schmerzlinderung bringt, kann Ihr Arzt Sie auffordern, zur Behandlung einer Durchbruchschmerzepisode eine zusätzliche Dosis anzuwenden.
    • Nehmen Sie nur dann eine zweite Dosis, wenn Ihr Arzt Sie dazu angewiesen hat, da es sonst zu einer Überdosis kommen kann.
    • Manchmal wird Ihr Arzt Sie möglicherweise anweisen, eine Dosis anzuwenden, die aus mehr als einer Tablette besteht. Sie dürfen dies jedoch nur nach Anweisung durch den Arzt tun.
    • Warten Sie mindestens 2 Stunden nach Anwendung der vorhergehenden Dosis, bevor Sie für Ihre nächste Durchbruchschmerzepisode Fentanyl anwenden.
  • Fortsetzen der Behandlung - nachdem eine wirksame Dosierung gefunden wurde
    • Nachdem Sie mit Ihrem Arzt eine wirksame Dosis von Fentanyl zur Kontrolle Ihrer Durchbruchschmerzen gefunden haben, sollten Sie diese Dosis höchstens 4-mal pro Tag anwenden. Eine Dosis kann dabei aus mehr als einer Sublingualtablette bestehen.
    • Warten Sie mindestens 2 Stunden nach Anwendung der vorhergehenden Dosis, bevor Sie für Ihre nächste Durchbruchschmerzepisode Fentanyl anwenden.
    • Informieren Sie bitte Ihren Arzt, falls Ihre Dosis nicht ausreicht, um Ihre Durchbruchschmerzen zufriedenstellend zu behandeln, damit die Dosis von Ihrem Arzt eventuell angepasst werden kann.
    • Sie dürfen die Dosis von Fentanyl nicht ohne ärztliche Anweisung verändern.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
    • Entfernen Sie noch vorhandene Tabletten aus dem Mund.
    • Verständigen Sie Ihren Betreuer oder eine andere Person über den Vorfall.
    • Sie oder Ihre Betreuungsperson sollten sofort mit Ihrem Arzt, Apotheker oder örtlichen Krankenhaus besprechen, was unternommen werden muss.
    • Halten Sie die betroffene Person wach, während Sie auf den Arzt warten, indem Sie sie ansprechen und gelegentlich schütteln.
    • Mögliche Symptome einer Überdosierung:
      • extreme Schläfrigkeit
      • langsame, flache Atmung
      • Koma
    • Eine Überdosierung kann auch zu einer Erkrankung des Gehirns führen, die als toxische Leukenzephalopathie bezeichnet wird.
    • Rufen Sie sofort den Notarzt, wenn diese Symptome auftreten.
    • Falls Sie vermuten, dass jemand versehentlich das Arzneimittel eingenommen hat, rufen Sie sofort den Notarzt.

 

  • Wenn Sie die Anwendung abbrechen
    • Sie sollten das Arzneimittel absetzen, wenn Sie nicht mehr unter Durchbruchschmerzen leiden. Allerdings müssen Sie zur Behandlung Ihrer andauernden Krebsschmerzen Ihre regulären Opioid-Schmerzmittel weiterhin gemäß den Anweisungen Ihres Arztes einnehmen. Möglicherweise treten bei Ihnen beim Absetzen Entzugssymptome auf, die den möglichen Nebenwirkungen von Fentanyl ähnlich sind. Wenn bei Ihnen Entzugssymptome auftreten oder Sie Bedenken wegen Ihrer Schmerzlinderung haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
    • Er wird prüfen, ob Sie Arzneimittel zur Linderung oder Beseitigung der Entzugssymptome benötigen.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Indikation von Fentanyl - 1 A Pharma 400 ug Sublingualtabletten

  • Das Arzneimittel ist für die Behandlung von Durchbruchschmerzen bei Erwachsenen bestimmt, deren chronische Tumorschmerzen bereits mit starken Schmerzmitteln (Opioiden) behandelt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Durchbruchschmerzen sind Schmerzen, die plötzlich auftreten, obwohl Sie Ihre gewohnten Opioid-Schmerzmittel eingenommen oder angewendet haben.
  • Der Wirkstoff ist Fentanyl. Fentanyl gehört zu einer Gruppe von starken Schmerzmitteln, die als Opioide bezeichnet werden.

Kontraindikation von Fentanyl - 1 A Pharma 400 ug Sublingualtabletten

  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Fentanyl oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • wenn Sie schwerwiegende Atemprobleme haben.
    • wenn Sie zur Behandlung Ihrer Dauerschmerzen nicht regelmäßig ein verordnetes Opioid anwenden (z. B. Codein, Fentanyl, Hydromorphon, Morphin, Oxycodon, Pethidin), jeden Tag, nach einem festen Dosierplan, über mindestens eine Woche. Wenn Sie diese Arzneimittel nicht angewendet haben, dürfen Sie Fentanyl nicht anwenden, da dies ansonsten das Risiko für eine gefährlich verlangsamte und/oder flache Atmung oder sogar einen Atemstillstand erhöhen kann.
    • wenn Sie unter kurzzeitigem Schmerz leiden, der kein Durchbruchschmerz ist.
    • wenn Sie ein Arzneimittel einnehmen, das 4-Hydroxybutansäure-Natriumsalz (Natriumoxybat) enthält (angewendet zur Behandlung bestimmter Symptome einer Narkolepsie).

Nebenwirkungen von Fentanyl - 1 A Pharma 400 ug Sublingualtabletten

  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Wenn Sie sich ungewöhnlich oder extrem schläfrig fühlen, oder Ihre Atmung langsam oder flach wird, müssen Sie oder Ihr Betreuer sich unverzüglich für notfallmäßige Hilfe an Ihren Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus wenden.
  • Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
    • Übelkeit
  • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
    • Schwindel, Kopfschmerz, extreme Schläfrigkeit
    • Atemnot/Kurzatmigkeit
    • Entzündung im Mund, Erbrechen, Verstopfung, trockener Mund
    • Schwitzen, Erschöpfung/Müdigkeit/Antriebslosigkeit
  • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
    • allergische Reaktion, Zittern, Sehstörung oder verschwommenes Sehen, schneller oder langsamer Herzschlag, niedriger Blutdruck, Gedächtnisverlust
    • Depression, Misstrauen/grundlose Ängste, Verwirrtheit, Desorientiertheit, Angstzustände/Traurigkeit/Ruhelosigkeit, ungewöhnliche Hochstimmung/ungewöhnliches Wohlbefinden, Stimmungsschwankungen
    • ständiges Völlegefühl, Magenschmerzen, Verdauungsstörungen
    • Mundgeschwüre, Probleme mit der Zunge, Schmerzen in Mund oder Rachen, Engegefühl im Rachen, Geschwüre an den Lippen oder am Zahnfleisch
    • Appetitlosigkeit, Verlust oder Veränderung des Geruchs-/Geschmacksempfindens
    • Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Schlafstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen/leichte Ablenkbarkeit, Antriebslosigkeit/Schwächegefühl/Kraftlosigkeit
    • Hautanomalien, Ausschlag, Juckreiz, Nachtschweiß, gestörtes Berührungsempfinden, Neigung zu Blutergüssen
    • Gelenkschmerzen oder Gelenksteifigkeit, Muskelsteifigkeit
    • Arzneimittelentzugssymptome (kann sich durch Auftreten der folgenden Nebenwirkungen manifestieren: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Angstzustände, Schüttelfrost, Tremor und Schwitzen), versehentliche Überdosierung, Erektionsstörungen bei Männern, allgemeines Unwohlsein
  • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
    • geschwollene Zunge, schwere Atemprobleme, Stürze, Gesichtsrötung, Hitzegefühl, Durchfall, Konvulsionen (Krämpfe), Schwellungen an Armen oder Beinen, Sehen oder Hören von nicht vorhandenen Dingen (Halluzinationen), Fieber
    • Arzneimittelgewöhnung, Arzneimittelabhängigkeit (Sucht), Arzneimittelmissbrauch
    • Bewusstseinstrübung oder Bewusstseinsverlust
    • juckender Ausschlag
    • Delirium (die Symptome können eine Kombination aus gesteigerter körperlicher Erregbarkeit [Agitiertheit], Unruhe, Orientierungsstörung, Verwirrtheit, Furcht, Sehen oder Hören von nicht vorhandenen Dingen, Schlafstörung und Alpträumen umfassen)
  • Die längerfristige Behandlung mit Fentanyl in der Schwangerschaft kann beim Neugeborenen Entzugserscheinungen hervorrufen, die lebensbedrohlich sein können.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Patientenhinweis für Fentanyl - 1 A Pharma 400 ug Sublingualtabletten

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bewahren Sie dieses Arzneimittel an einem sicheren und geschützten Ort auf, zu dem andere Personen keinen Zugang haben.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel anwenden, wenn Sie eine der folgenden Erkrankungen haben oder in letzter Zeit hatten. Ihr Arzt wird dies bei der Auswahl der Dosierung berücksichtigen.
      • Kopfverletzungen, da Fentanyl das Ausmaß der Verletzung verschleiern kann
      • Atembeschwerden oder Myasthenia gravis (eine durch Muskelschwäche charakterisierte Krankheit)
      • Wenn Sie Probleme mit dem Herzen haben, insbesondere bei einem langsamen Herzschlag
      • niedriger Blutdruck
      • Leber- oder Nierenerkrankungen, da in diesen Fällen eine vorsichtigere Anpassung der Dosis nötig sein kann
      • Gehirntumor und/oder erhöhter intrakranieller Druck (eine Erhöhung des Drucks im Gehirn, der starke Kopfschmerzen, Übelkeit/Erbrechen und getrübtes Sehen verursacht)
      • Wunden im Mund oder Mundschleimhautentzündung (Schwellung und Rötung im Mund)
      • Wenn Sie Antidepressiva oder Antipsychotika einnehmen, lesen Sie bitte Kategorie „Wechselwirkungen".
    • Wenden Sie sich während der Anwendung an Ihren Arzt, wenn Sie
      • an Schmerzen oder erhöhter Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie) leiden, die nicht auf eine von Ihrem Arzt verordnete höhere Dosis Ihres Arzneimittels ansprechen.
      • eine Kombination der folgenden Symptome bemerken: Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Ermüdung, Schwäche, Schwindelgefühl und niedriger Blutdruck. Zusammen könnten diese Symptome auf eine Nebenniereninsuffizienz hinweisen, eine potenziell lebensbedrohliche Störung, bei der die Nebennieren nicht mehr ausreichend Hormone produzieren.
      • bereits bei einer früheren Anwendung von Opioiden eine Nebenniereninsuffizienz oder einen Mangel an Geschlechtshormonen(Androgenmangel) entwickelt haben.
    • Langzeitanwendung und Gewöhnung
      • Dieses Arzneimittel enthält Fentanyl, ein Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide. Die wiederholte Anwendung von Opioidschmerzmitteln kann dazu führen, dass das Arzneimittel weniger wirksam ist (d. h., Sie gewöhnen sich daran; dies wird als Arzneimitteltoleranz bezeichnet). Bei der Anwendung von Fentanyl können Sie auch schmerzempfindlicher werden. Dies wird als Hyperalgesie bezeichnet. Eine Erhöhung der Dosis kann helfen, die Schmerzen eine Zeit lang zu reduzieren, sie kann Ihnen aber auch schaden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie feststellen, dass Ihr Arzneimittel weniger wirksam wird. Ihr Arzt wird entscheiden, ob es für Sie besser ist, die Dosis zu erhöhen oder Ihre Anwendung schrittweise zu verringern.
    • Abhängigkeit und Sucht
      • Die wiederholte Anwendung von Fentanyl kann auch zu Abhängigkeit, Missbrauch und Sucht führen, was wiederum zu einer lebensbedrohlichen Überdosierung führen kann. Das Risiko für solche Nebenwirkungen kann mit höherer Dosis und längerer Anwendungsdauer zunehmen. Abhängigkeit oder Sucht können dazu führen, dass Sie das Gefühl haben, nicht mehr die Kontrolle darüber zu besitzen, wie viel Arzneimittel Sie anwenden müssen oder wie oft. Möglicherweise haben Sie das Gefühl, dass Sie Ihr Arzneimittel weiterhin anwenden müssen, auch wenn es nicht hilft, Ihre Schmerzen zu lindern.
    • Das Risiko, abhängig oder süchtig zu werden, ist von Person zu Person unterschiedlich. Sie können ein höheres Risiko haben, von Fentanyl abhängig oder danach süchtig zu werden, wenn
      • Sie oder jemand in Ihrer Familie schon einmal Alkohol, verschreibungspflichtige Arzneimittel oder illegale Drogen missbraucht hat oder davon abhängig war („Sucht").
      • Sie Raucher sind.
      • Sie schon einmal psychische Probleme (Depression, Angst oder eine Persönlichkeitsstörung) hatten oder wegen anderer psychischer Erkrankungen von einem Psychiater behandelt wurden.
    • Wenn Sie während der Anwendung eines der folgenden Anzeichen bemerken, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass Sie abhängig oder süchtig geworden sind.
      • Sie müssen das Arzneimittel länger anwenden, als von Ihrem Arzt empfohlen wurde.
      • Sie müssen mehr als die empfohlene Dosis anwenden.
      • Sie wenden das Arzneimittel aus anderen Gründen an, als den Gründen wegen denen es Ihnen verschrieben wurde, z. B., „um ruhig zu bleiben" oder „um schlafen zu können".
      • Sie haben wiederholt erfolglos versucht, die Anwendung des Arzneimittels zu beenden oder zu kontrollieren.
      • Wenn Sie die Anwendung des Arzneimittels stoppen, fühlen Sie sich unwohl (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Angstzustände, Schüttelfrost, Zittern und Schwitzen) und Sie fühlen sich besser, wenn Sie das Arzneimittel wieder anwenden („Entzugssymptome").
    • Wenn Sie eines dieser Anzeichen bemerken, besprechen Sie mit Ihrem Arzt den besten Behandlungsweg für Sie, einschließlich der Frage, wann Sie aufhören sollten es anzuwenden und wie Sie dies sicher tun können.
    • Schlafbezogene Atemstörungen
      • Das Arzneimittel kann schlafbezogene Atemstörungen wie Schlafapnoe (Atemaussetzer während des Schlafs) und schlafbezogene Hypoxämie (niedriger Sauerstoffgehalt des Blutes) verursachen. Zu den Symptomen können Atemaussetzer während des Schlafes, nächtliches Erwachen wegen Kurzatmigkeit, Durchschlafstörungen oder übermäßige Schläfrigkeit während des Tages gehören. Wenn Sie selbst oder eine andere Person diese Symptome beobachten, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Ihr Arzt wird eine Verringerung der Dosis in Betracht ziehen.
    • Informieren Sie bei einer bevorstehenden Operation Ihren Arzt oder Zahnarzt, dass Sie Fentanyl anwenden.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Das Arzneimittel kann Ihre geistigen und/oder körperlichen Fähigkeiten beeinträchtigen, die zur Ausübung potentiell gefährlicher Aufgaben (z. B. Führen von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen) erforderlich sind.
    • Wenn Sie während der Behandlung mit Fentanyl Schwindel, Schläfrigkeit oder verschwommenes Sehen bemerken, dürfen Sie kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen.

 

  • Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
    • Die Anwendung von Fentanyl kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Eine missbräuchliche Anwendung von Fentanyl als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen.

Schwangerschaftshinweis für Fentanyl - 1 A Pharma 400 ug Sublingualtabletten

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Sie dürfen das Präparat während einer Schwangerschaft nicht anwenden, es sei denn, Ihr Arzt hat es Ihnen ausdrücklich verordnet.
  • Stillzeit
    • Fentanyl kann in die Muttermilch übergehen und Nebenwirkungen beim gestillten Kind verursachen. Wenden Sie das Arzneimittel nicht an, wenn Sie stillen. Beginnen Sie frühestens 5 Tage nach der letzten Fentanyl-Dosis mit dem Stillen.

Wechselwirkungen von Fentanyl - 1 A Pharma 400 ug Sublingualtabletten

  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden (außer Ihren regelmäßig verordneten Opioid-Schmerzmitteln).
    • Das Präparat darf nicht angewendet werden, wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die 4-Hydroxybutansäure-Natriumsalz(Natriumoxybat) enthalten.
    • Bestimmte Arzneimittel können die Wirkung von Fentanyl steigern oder verringern. Informieren Sie deshalb Ihren Arzt, falls Sie eine Behandlung mit den folgenden Arzneimitteln beginnen, deren Dosis verändern oder die Behandlung abbrechen. Möglicherweise muss Ihre Dosis in diesen Fällen angepasst werden:
      • bestimmte Antimykotika, wie beispielsweise Ketoconazol oder Itraconazol (zur Behandlung von Pilzerkrankungen)
      • bestimmte Antibiotika vom Makrolid-Typ, z. B. Erythromycin (zur Behandlung von Infektionen)
      • bestimmte antivirale Arzneimittel, sogenannte Proteaseinhibitoren, z. B. Ritonavir (zur Behandlung von Virusinfektionen)
      • Rifampin oder Rifabutin (Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen Infektionen)
      • Carbamazepin, Phenytoin oder Phenobarbital (Arzneimittel zur Behandlung von Konvulsionen/Krampfanfällen)
      • pflanzliche Arzneimittel, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten
      • Arzneimittel, die Alkohol enthalten
      • Monoaminoxidase- (MAO-) Hemmer (zur Behandlung von schwerer Depression oder Parkinson-Krankheit).
        • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie diese Arzneimittel innerhalb der letzten 2 Wochen eingenommen haben.
      • bestimmte Arten von starken Schmerzmitteln, sogenannte Partialagonisten/-antagonisten, wie z. B. Buprenorphin, Nalbuphin und Pentazocin (Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen). Während der Anwendung dieser Arzneimittel könnten Sie Symptome eines Entzugssyndroms (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Angstzustände, Schüttelfrost, Tremor und Schwitzen) bei sich bemerken.
    • Das Präparat kann die Wirkung von Arzneimitteln verstärken, die schläfrig machen, einschließlich:
      • andere starke Schmerzmittel (Opioide, z. B. gegen Schmerzen oder Husten)
      • einige Schmerzmittel gegen Nervenschmerzen (Gabapentin und Pregabalin)
      • Allgemeinanästhetika (zur Betäubung bei Operationen)
      • Muskelrelaxanzien
      • Schlaftabletten
      • Arzneimittel zur Behandlung von
        • Depressionen
        • Allergien
        • Angststörungen und Psychosen
      • Arzneimittel mit dem Wirkstoff Clonidin (zur Behandlung von Bluthochdruck)
    • Das Risiko für Nebenwirkungen steigt, wenn Sie Arzneimittel wie bestimmte Antidepressiva oder Antipsychotika einnehmen. Fentanyl kann Wechselwirkungen mit diesen Arzneimitteln verursachen, und es kann zu Veränderungen des Bewusstseinszustandes (z. B. Erregtheit, Halluzinationen, Koma) und anderen Wirkungen wie einer Körpertemperatur über 38 °C, einer Beschleunigung des Herzschlags, einem instabilen Blutdruck sowie gesteigerten Reflexen, Muskelsteifigkeit, Koordinationsstörungen und/oder Magen-Darm-Symptomen (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) kommen. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, ob Fentanyl für Sie geeignet ist.
    • Die gleichzeitige Anwendung von Fentanyl und Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel erhöht das Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression), Koma und kann lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund sollte die gleichzeitige Anwendung nur in Betracht gezogen werden, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt.
    • Wenn Ihr Arzt jedoch Fentanyl zusammen mit sedierenden Arzneimitteln verschreibt, sollten die Dosis und die Dauer der begleitenden Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt werden.
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt über alle sedierenden Arzneimittel, die Sie einnehmen und halten Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Es könnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte darüber zu informieren, bei Ihnen auf die oben genannten Anzeichen und Symptome zu achten. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn solche Symptome bei Ihnen auftreten.
  • Anwendung zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
    • Das Arzneimittel kann manche Menschen benommen machen. Vermeiden Sie den Genuss von Alkohol, ohne zuvor den Rat Ihres Arztes eingeholt zu haben, da Alkohol die Benommenheit noch weiter verstärken kann.
    • Trinken Sie während der Behandlung mit dem Arzneimittel keinen Grapefruit-Saft, da dieser die Nebenwirkungen von Fentanyl verstärken kann.

Hersteller

1 A Pharma GmbH

Deutschland

Holzkirchen

https://www.1apharma.de

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