FLUORESCEIN Alcon 10 %: Beipackzettel
Verschreibungspflichtig: Ja
Wirkstoff:
566.15 mg Fluorescein, Natriumsalz
Darreichungsform: Ampullen
Packungsgrößen (PZN)
12 ML
(1467007)
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Art und Weise von FLUORESCEIN Alcon 10 %
- Üblicherweise wird der Inhalt einer Durchstechflasche in eine Armvene injiziert. Das Präparat sollte nicht intrathekal (in den Spinalkanal) oder intraarteriell (in die Arterien) injiziert werden.
Dosierung von FLUORESCEIN Alcon 10 %
- Das Arzneimittel wird nur von Ihrem Arzt verabreicht. Ihr Arzt verändert möglicherweise die Dosierung unter Berücksichtigung Ihres Gesundheitszustandes. Da dieses Produkt nicht für die Anwendung bei Kindern untersucht wurde, gibt es keine Empfehlungen zur Dosisanpassung bei Kindern. Fluorescein sollte nicht bei Patienten unter 18 Jahren angewendet werden, da zu Wirksamkeit und Sicherheit bei dieser Gruppe keine Informationen vorliegen.
- Bei weiteren Fragen zur Verabreichung fragen Sie bitte Ihren Arzt.
Indikation von FLUORESCEIN Alcon 10 %
- Das Arzneimittel ist eine Farbstofflösung, mit der während einer Augenuntersuchung die Blutgefäße im hinteren Teil Ihres Auges sichtbar gemacht werden. Diese Untersuchung wird als Fluoresceinangiographie bezeichnet. Das Arzneimittel ist nur für diagnostische Zwecke bestimmt und wird nicht zur Behandlung von Krankheiten verwendet.
Kontraindikation von FLUORESCEIN Alcon 10 %
- Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen Fluorescein oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie meinen, dass sie allergisch gegen Fluorescein oder einen der sonstigen Bestandteile sind.
Nebenwirkungen von FLUORESCEIN Alcon 10 %
- Wie alle Arzneimittel kann dieses Präparat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Folgende Nebenwirkungen sind bekannt geworden:
- Sehr häufige Nebenwirkungen
- Diese können bei mehr als 1 von 10 Personen auftreten.
- Übelkeit
- Diese können bei mehr als 1 von 10 Personen auftreten.
- Häufige Nebenwirkungen
- Diese können bei bis zu 1 von 10 Personen auftreten.
- Erbrechen, Bauchschmerzen, Ohnmachtsanfall, Juckreiz, Beschwerden am Verabreichungsort infolge des Übertritts von Fluorescein in das umliegende Gewebe.
- Diese können bei bis zu 1 von 10 Personen auftreten.
- Gelegentliche Nebenwirkungen
- Diese können bei bis zu 1 von 100 Personen auftreten.
- Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Hautkribbeln, Husten, Engegefühl im Hals, Magen-Darm-Beschwerden, Nesselsucht, Sprach- und Sprechstörungen, Schmerzen, Wärmegefühl, Überempfindlichkeit, Venenentzündungen.
- Diese können bei bis zu 1 von 100 Personen auftreten.
- Seltene Nebenwirkungen
- Diese können bei bis zu 1 von 1.000 Personen auftreten.
- Schwere allergische Reaktion, Herzstillstand, niedriger Blutdruck, Schock, Atemschwierigkeiten oder pfeifende Atmung (Bronchospasmen).
- Diese können bei bis zu 1 von 1.000 Personen auftreten.
- Sehr seltene Nebenwirkungen
- Diese können bei bis zu 1 von 10.000 Personen auftreten.
- Anaphylaktischer Schock, Zuckungen, Angina pectoris, verlangsamter Herzschlag, beschleunigter Herzschlag, hoher Blutdruck, Gefäßkrämpfe, Wadenkrämpfe, eingeschränkte Kreislauffunktion, Hautrötung, Hautblässe, Hitzewallungen, Atemstillstand, Flüssigkeit in den Lungen, Asthma, verminderte Atmungsfunktion, Anschwellen der Kehle, Kurzatmigkeit, Anschwellen der Nase, Niesen.
- Diese können bei bis zu 1 von 10.000 Personen auftreten.
- Nebenwirkungshäufigkeit nicht bekannt
- (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Schlaganfall, Brustkorbschmerz, Ohnmacht, Zittern, anomale oder herabgesetzte Berührungsempfindlichkeit der Haut, Hautausschlag, kalter Schweiß, Entzündung der Haut, schwitzen, Gewebsschwellung (Ödem), allgemeiner Schwächezustand, Herzinfarkt, Rachenreizung, Hautverfärbung, Geschmacksstörung, Schüttelfrost, Durchfall.
- Nach der Injektion kann es zu Geschmacksveränderungen kommen. Eine mögliche gelbliche Verfärbung der Haut klingt in der Regel nach 6-12 Stunden ab. Der ebenfalls kräftig gelb gefärbte Urin nimmt nach 24-36 Stunden wieder normale Farbe an.
- Nach der Injektion kann es zu Venenentzündungen mit der Bildung von Blutgerinnseln in der Vene kommen. Sollte bei der Injektion Lösung aus der Vene ins Gewebe übertreten, so kann es zu Hautschädigungen und zu Entzündungen der Venen, der Nerven und des Gewebes an der Injektionsstelle kommen. Dies kann starke Schmerzen verursachen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an der Injektionsstelle Schmerzen oder andere Probleme spüren. Mit Schmerzmitteln oder einer anderen Behandlung kann Ihr Zustand gebessert werden.
- Wie oben aufgeführt, kann Fluorescein unerwartete schwere Nebenwirkungen verursachen.
- Die Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen ist erhöht, wenn bei Ihnen bei einer früheren Fluorescein-Anwendung Nebenwirkungen aufgetreten sind oder wenn Sie an Allergien (Nahrungsmittel- oder Arzneimittelallergien) oder an Ekzemen, Asthma oder Heuschnupfen leiden.
- Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
- (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Sehr häufige Nebenwirkungen
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Patientenhinweis für FLUORESCEIN Alcon 10 %
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Informieren Sie Ihren Arzt vor der Anwendung des Arzneimittels
- wenn bei Ihnen Herzkreislauferkrankungen, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder sonstige Erkrankungen festgestellt wurden.
- wenn Sie eine eingeschränkte Nierenfunktion haben. Eine Fluoresceinangiographie kann die Funktion Ihrer Nieren schwächen oder schädigen. Dies kann für Personen mit schweren Nierenerkrankungen ein Risiko bedeuten. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt um festzustellen, ob diese Untersuchung für Sie unbedenklich ist. Falls notwendig, wird Ihr Arzt Ihnen weniger als vorgesehen verabreichen.
- wenn Sie Betablocker einnehmen. Betablocker werden zur Behandlung des Bluthochdrucks und weiterer Herzerkrankungen eingesetzt. Außerdem können Augentropfen zur Behandlung des Glaukoms (Grüner Star) Betablocker enthalten. Eine allergische Reaktion auf das Arzneimittel kann zu einem plötzlichen Blutdruckabfall führen. Diese Reaktion kann bei Patienten verstärkt sein, die Betablocker einnehmen (z. B. Atenolol, Sotalol, Propranolol, Metoprolol, Bisoprolol).
- wenn Sie früher schon einmal eine Reaktion auf Fluorescein hatten. Um Beschwerden vorzubeugen, bekommen Sie eventuell ein weiteres Arzneimittel.
- Wenn von den oben genannten Punkten etwas auf Sie zutrifft oder wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, informieren Sie Ihren Arzt, bevor das Arzneimittel bei Ihnen angewendet wird.
- Blut- und Urintests
- Fluorescein kann bestimmte Blut- und Urintests 3 bis 4 Tage nach der Anwendung beeinflussen. Sollten in diesem Zeitraum bei Ihnen Blut- und Urintests oder weitere Röntgenuntersuchungen durchgeführt werden, informieren Sie bitte den Arzt, dass Sie Fluorescein erhalten haben.
- Warnhinweise zu ggf. enthaltenen Hilfsstoffen finden Sie in der Gebrauchsinformation.
- Informieren Sie Ihren Arzt vor der Anwendung des Arzneimittels
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Für Ihre Augenuntersuchung werden Ihnen möglicherweise Augentropfen zur Pupillenerweiterung verabreicht. Dadurch kann es zeitweilig zu Sehstörungen kommen, die das Reaktionsvermögen im Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen beeinträchtigen können. Sie müssen daher warten, bis Ihr Sehvermögen völlig wiederhergestellt ist, bevor Sie ein Fahrzeug steuern oder Maschinen bedienen.
Schwangerschaftshinweis für FLUORESCEIN Alcon 10 %
- Schwangerschaft und Fortpflanzungsfähigkeit
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Wenn Sie schwanger sind, darf das Arzneimittel nur nach ärztlicher Anweisung angewendet werden. In der Schwangerschaft sollte es nur mit Vorsicht angewendet werden, da nur wenige Erfahrungen zur Anwendung in der Schwangerschaft vorliegen.
- Stillzeit
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie stillen. Fluorescein, der Wirkstoff des Präparates, geht in die Muttermilch über und verbleibt dort sehr lange. Nach einer Anwendung von Fluorescein sollten Sie daher 7 Tage nicht stillen. Die Muttermilch sollte während dieser Zeit abgepumpt und verworfen werden.
Wechselwirkungen von FLUORESCEIN Alcon 10 %
- Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
- Dieses Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.