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/ Palladon injekt 2 mg

Palladon injekt 2 mg: Beipackzettel

Verschreibungspflichtig: Ja

Wirkstoff:

2 mg Hydromorphon hydrochlorid

Darreichungsform: Injektionslösung

Packungsgrößen (PZN)

10 ML

(1487843)

Leider keine Abbildung vorhanden

Art und Weise von Palladon injekt 2 mg

  • Das Arzneimittel wird Ihnen normalerweise entweder von einem Arzt oder medizinischem Fachpersonal als Spritze oder über eine Infusion verabreicht.
  • Zum Spritzen.

Dosierung von Palladon injekt 2 mg

  • Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die Dosierung hängt von der Stärke Ihrer Schmerzen und dem vorangegangenen Schmerzmittelbedarf ab.
  • Die Dosis sollte schrittweise bis zur optimalen Schmerzstillung gesteigert werden. Grundsätzlich sollte eine ausreichend hohe Dosis gegeben werden und gleichzeitig die im Einzelfall kleinste schmerzlindernde Dosis angestrebt werden.
  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Präparates zu stark oder zu schwach ist.
  • Die empfohlene Dosis beträgt
    • Anwendung bei Erwachsenen und Jugendlichen (ab 12 Jahren)
      • Die Anfangsdosis ist abhängig von der Stärke der Schmerzen und dem vorausgegangenen Schmerzmittelbedarf und beträgt zunächst 1 bis 2 mg subkutan (unter die Haut) oder 1 bis 1,5 mg intravenös (in eine Vene) alle 3 bis 4 Stunden (langsam über mindestens 2 bis 3 Minuten spritzen).
      • Eine kontinuierliche Gabe mittels intravenöser oder subkutaner Infusion ist möglich. Die Anfangsdosis für nicht opioidgewöhnte Patienten bei starken Schmerzen beträgt 0,15 bis 0,45 mg/Stunde (bzw. 0,004 mg/kg Körpergewicht (KG)/Stunde)).
      • Die Anwendung des Präparates ist ebenfalls nach Operationen in einer sogenannten PCA möglich. PCA ist eine patientengesteuerte Schmerztherapie, die es Ihnen erlaubt, sich das Schmerzmittel beim Eintreten von Schmerzen selbst zu verabreichen. Die empfohlene Bolusdosis beträgt 0,2 mg intravenös oder subkutan bei einem Sperrintervall von 5 bis 10 Minuten.
      • Die übliche Anfangsdosis für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von weniger als 50 kg beträgt 0,015 mg/kg KG alle 3 bis 4 Stunden oder bei einer kontinuierlichen Gabe als Infusion 0,005 mg/kg KG/Stunde.
    • Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren
      • Die übliche Anfangsdosis für Kinder ab 12 Monaten mit einem Körpergewicht von weniger als 50 kg beträgt 0,015 mg/kg KG alle 3 bis 4 Stunden oder bei einer kontinuierlichen Gabe als Infusion 0,005 mg/kg KG/Stunde.
      • Das Präparat sollte bei Kindern unter 12 Monaten nur nach sorgsamer Prüfung des Krankheitsbildes subkutan oder intravenös gegeben werden, weil in dieser Altersgruppe nur begrenzte dokumentierte Erfahrungen vorliegen, die im Bereich von 0,001 bis 0,015 mg/kg KG für Bolusgaben und im Bereich von 0,001 bis 0,006 mg/kg KG/Stunde für Infusionen liegen.
    • Übersicht
      • Erwachsene und Jugendliche
        • intravenös, subkutan
          • Einzeldosis, Bolus: 1-2 mg s.c. oder 1-1,5 mg i.v. alle 3 - 4 Stunden, PCA: 0,2 mg Bolus, Sperrintervall 5 - 10 Min.
          • Infusion: 0,15 - 0,45 mg/Stunde bzw. 0,004 mg/kg KG/ Stunde
      • Kinder ab 12 Monaten und Erwachsene < 50 kg KG
        • intravenös, subkutan
          • Einzeldosis, Bolus: 0,015 mg/kg KG alle 3-4 Stunden
          • Infusion: 0,005 mg/kg KG/ Stunde
      • Kinder unter 12 Monaten
        • Nur nach sorgsamer Prüfung des Krankheitsbildes
    • Anwendung bei älteren Patienten
      • Bei älteren Patienten (im Regelfall ab 75 Jahren) können eventuell bereits niedrigere Dosen zur Schmerzstillung ausreichend sein.
    • Anwendung bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
      • Sollte bei Ihnen eine Leber- oder Nierenfunktionsstörung vorliegen, benötigen Sie möglicherweise niedrigere Dosen als andere Patienten, um eine ausreichende Schmerzstillung zu erreichen. Daher sollte bei Ihnen die Dosis des Präparates entsprechend vorsichtig eingestellt werden.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Das Präparat sollte nicht länger als unbedingt notwendig verabreicht werden. Wenn eine Langzeit-Behandlung erforderlich ist, sollte eine sorgfältige und regelmäßige Überprüfung sicherstellen, ob und in welchem Ausmaß eine Weiterbehandlung notwendig ist. Falls die Therapie nicht länger notwendig ist, sollte die Tagesdosis allmählich reduziert werden, um das Auftreten von Entzugserscheinungen zu vermeiden.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
    • Wenn Ihnen mehr als verordnet verabreicht wurde, sollten Sie sofort Ihren Arzt informieren. Im Einzelnen können auftreten: Verengung der Pupillen (Miosis), langsamer Herzschlag (Bradykardie), Beeinträchtigung der Atmung (Atemdepression), eine Funktionsstörung des Gehirns (bekannt unter dem Namen toxische Leukoenzephalopathie), niedriger Blutdruck (Hypotonie) und fortschreitende Benommenheit (Somnolenz) bis zum Starrezustand (Stupor) oder Koma. Es kann eine Lungenentzündung (mögliche Symptome: Atemnot, Husten und Fieber) auftreten, welche durch Einatmen von Erbrochenem oder festen Bestandteilen ausgelöst wird. In schwereren Fällen können Kreislaufversagen oder ein vertieftes Koma unter Umständen mit tödlichem Ausgang auftreten.
    • Keinesfalls dürfen Sie sich in Situationen begeben, die erhöhte Aufmerksamkeit erfordern, z. B. Autofahren.
    • Folgende Maßnahmen bei Überdosierung sind bis zum Eintreffen des Arztes sinnvoll: Wachhalten, Atembefehle geben, Atemhilfe

 

  • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
    • Wenn Sie eine geringere Dosis als vorgesehen angewendet oder die Anwendung ganz vergessen haben, kann dies zu einer mangelhaften bzw. fehlenden Schmerzlinderung führen. Führen Sie die Anwendung in der empfohlenen Weise fort.
    • Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

 

  • Wenn Sie die Anwendung abbrechen
    • Setzen Sie das Präparat nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab. Wenn Sie das Präparat nach längerer Anwendung absetzen, kann das Entzugserscheinungen (wie z. B. gesteigerte Erregbarkeit, Angst, Nervosität, Schlaflosigkeit, unwillkürliche Bewegungen, Zittern und Magen-Darm-Beschwerden) auslösen. Falls die Therapie nicht länger notwendig ist, sollten Sie die Therapie ausschleichend beenden.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Indikation von Palladon injekt 2 mg

  • Das Arzneimittel ist ein stark wirkendes Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide.
  • Es wird angewendet zur Behandlung von starken und stärksten Schmerzen bei Patienten aller Altersgruppen.

Kontraindikation von Palladon injekt 2 mg

  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Hydromorphon oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
    • wenn bei Ihnen eine schwere Störung des Atemzentrums und der Atemfunktion vorliegt (Atemdepression),
    • wenn Sie eine schwere, anhaltende Atemwegserkrankung mit einer Verengung der Atemwege haben,
    • wenn Sie schweres Bronchialasthma haben,
    • wenn Sie akute Bauchschmerzen (akutes Abdomen) haben,
    • wenn Sie eine Lähmung der Darmtätigkeit (paralytischer Ileus) haben,
    • wenn Sie gleichzeitig bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen oder Parkinsonsche Krankheit (Monoaminoxidase (MAO)-Hemmer) anwenden oder solche Arzneimittel innerhalb der letzten 14 Tage angewendet haben.
  • Das Präparat darf nicht angewendet werden, wenn der Patient im Koma liegt.

Nebenwirkungen von Palladon injekt 2 mg

  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Schwerwiegende Nebenwirkungen
    • Dieses Arzneimittel kann allergische Reaktionen verursachen (Überempfindlichkeitsreaktionen), die schwerwiegend sein können (anaphylaktische Reaktionen). Die Häufigkeit solcher Reaktionen ist nicht bekannt. Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn bei Ihnen eines der folgenden Symptome auftritt: Probleme beim Atmen, Schwellungen der Augenlider, des Gesichts, der Lippen, des Mundes oder des Rachens, sowie Hautausschlag oder Juckreiz, besonders solchen am ganzen Körper.
    • Abflachung und Verlangsamung der Atmung (Atemdepression) sind die gefährlichste Folge einer Opioid-Überdosierung.
  • Andere mögliche Nebenwirkungen
    • Bei den meisten Patienten kommt es zu Verstopfung, wenn sie dieses Präparat anwenden. Durch Erhöhung der Menge an Ballaststoffen (Obst, Gemüse, Vollkornbrot, Vollkornteigwaren, Naturreis) und Flüssigkeit, die Sie zu sich nehmen, kann dieses Problem verringert werden. Wenn notwendig, kann Ihnen Ihr Arzt ein Abführmittel verschreiben. Gerade wenn Sie vor Beginn der Anwendung schon Probleme mit dem Stuhlgang hatten, sollten Sie von Anfang an ein Abführmittel nehmen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
    • Sie können auch Übelkeit verspüren oder sich übergeben, wenn Sie dieses Präparat erhalten; dies sollte sich im Normalfall nach einigen Tagen legen; Ihr Arzt kann Ihnen aber auch ein Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen verschreiben, falls diese Nebenwirkungen anhalten sollten.
    • Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
      • Verstopfung, Übelkeit
      • Schwindel, Schläfrigkeit
    • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
      • Erbrechen
      • Appetitabnahme
      • Angstzustände, Verwirrtheit, Schlaflosigkeit
      • Kopfschmerzen
      • Mundtrockenheit, Bauchschmerzen oder Bauchbeschwerden
      • Juckreiz, Schwitzen
      • verstärkter Harndrang
      • Schwächegefühl, Hautreaktionen an der Einstichstelle
    • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
      • Entzugserscheinungen wie zum Beispiel gesteigerte Erregbarkeit, Angstzustände, Nervosität, Schlaflosigkeit, unwillkürliche Bewegungen, Zittern und Magen-Darm-Beschwerden
      • Verdauungsstörungen, Durchfall, Geschmacksstörungen
      • Übererregbarkeit, Depressionen, euphorische Stimmung, Halluzinationen, Albträume
      • Zittern, unkontrollierte Muskelzuckungen, Kribbeln der Haut (Nadelstiche)
      • Sehstörung
      • Blutdruckabfall
      • Kurzatmigkeit
      • Erhöhung der Leberwerte
      • Hautausschlag
      • Harnverhalten
      • vermindertes sexuelles Verlangen, Erektionsstörungen
      • Ermüdung, Unwohlsein, Anschwellen von Händen, Knöcheln und Füßen (Wasseransammlungen im Gewebe)
    • Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
      • Müdigkeit bis Benommenheit (Sedierung), Lethargie
      • Pulsbeschleunigung, Pulsverlangsamung, Herzklopfen
      • Krämpfe der Atemwegsmuskulatur, nicht ausreichende d. h. deutlich abgeflachte und verlangsamte Atmung (Atemdepression)
      • Erhöhung von Bauchspeicheldrüsenenzymen
      • Rötung des Gesichts
    • Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)
      • Verhärtungen an der Einstichstelle (insbesondere nach wiederholter subkutaner Gabe)
    • Nicht bekannt (Häufigkeit aufgrund der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
      • Krampfanfälle, Muskelbewegungsstörungen, gesteigerte Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie), Schlafapnoe (Atemaussetzer während des Schlafs
      • Lähmung der Darmtätigkeit
      • Abhängigkeit, Missstimmung
      • Verengung der Pupillen (Miosis)
      • Hitzegefühl
      • juckender Hautausschlag (Urtikaria)
      • Notwendigkeit der Anwendung höherer Dosen (Gewöhnung oder Toleranz genannt)
      • Entzugserscheinungen bei Neugeborenen, deren Mütter in der Schwangerschaft Hydromorphon verwendet haben
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Patientenhinweis für Palladon injekt 2 mg

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Toleranz, Abhängigkeit und Sucht
      • Dieses Arzneimittel enthält das Opioid Hydromorphon. Es kann abhängig und/oder süchtig machen.
      • Dieses Arzneimittel enthält Hydromorphon und ist ein Opioid-Arzneimittel. Die wiederholte Anwendung von opioidhaltigen Schmerzmitteln kann dazu führen, dass das Arzneimittel weniger wirksam wird. (Sie gewöhnen sich daran, was als Toleranz bezeichnet wird.) Die wiederholte Anwendung des Präparates kann auch zu Abhängigkeit, Missbrauch und Sucht führen, was eine lebensbedrohliche Überdosierung zur Folge haben kann. Das Risiko für diese Nebenwirkungen kann mit einer höheren Dosis und einer längeren Anwendungsdauer steigen.
      • Abhängigkeit oder Sucht können dazu führen, dass Sie das Gefühl haben, nicht mehr kontrollieren zu können, wie viel von dem Arzneimittel Sie anwenden oder wie oft Sie es anwenden.
      • Das Risiko, abhängig oder süchtig zu werden, ist von Person zu Person unterschiedlich. Sie haben eventuell ein größeres Risiko, abhängig oder danach süchtig zu werden, wenn:
        • Sie oder ein Familienmitglied schon einmal Alkohol, verschreibungspflichtige Arzneimittel oder illegale Drogen missbraucht haben oder davon abhängig waren („Sucht").
        • Sie Raucher sind.
        • Sie schon einmal psychische Probleme hatten (Depression, Angststörung oder eine Persönlichkeitsstörung) oder wegen einer anderen psychischen Erkrankung von einem Psychiater behandelt wurden.
      • Wenn Sie während der Anwendung des Präparates eines der folgenden Anzeichen bemerken, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass Sie abhängig oder süchtig geworden sind:
        • Sie nehmen das Arzneimittel länger ein, als von Ihrem Arzt empfohlen.
        • Sie nehmen mehr als die empfohlene Dosis ein.
        • Sie haben möglicherweise das Gefühl, dass Sie Ihr Arzneimittel weiter anwenden müssen, auch wenn es Ihre Schmerzen nicht lindert.
        • Sie wenden das Arzneimittel aus anderen Gründen an, als den Gründen, wegen denen es Ihnen verschrieben wurde, zum Beispiel um „ruhig zu bleiben" oder „um zu schlafen".
        • Sie haben mehrere erfolglose Versuche unternommen, die Anwendung des Arzneimittels zu beenden oder zu kontrollieren.
        • Wenn Sie das Arzneimittel nicht annehmen fühlen Sie sich unwohl, und es geht Ihnen besser, wenn Sie das Arzneimittel wieder anwenden („Entzugserscheinungen").
      • Wenn Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen bei sich bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, um den besten Behandlungsweg für Sie zu besprechen, einschließlich der Frage, wann es am besten ist, die Anwendung zu beenden und wie Sie die Anwendung sicher beenden können.
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Präparat anwenden.
    • Besondere Vorsicht bei der Anwendung ist erforderlich:
      • wenn Sie im höheren Alter und geschwächt sind,
      • wenn Sie an einer langdauernden Lungenerkrankung mit einer Verengung der Atemwege oder an einer eingeschränkten Lungenfunktion (z. B. bei Asthma) leiden,
      • bei Unterbrechungen der Atmung während des Schlafs (Schlaf-Apnoe),
      • wenn Sie von starken Schmerzmitteln abhängig sind,
      • wenn Sie eine Kopfverletzung haben (wegen des Risikos einer Druckerhöhung im Gehirn),
      • wenn Sie Krampfanfälle oder epileptische Anfälle haben,
      • wenn Sie sich benommen fühlen oder Ohnmachtsanfälle haben,
      • wenn Sie einen niedrigen Blutdruck mit geringer zirkulierender Blutmenge haben (Hypotension bei Hypovolämie),
      • wenn Sie eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) haben,
      • wenn Ihre Schilddrüse zu wenig Hormone bildet (Hypothyreose),
      • wenn Sie eine geistige Störung haben, die durch eine Vergiftung hervorgerufen wurde (Intoxikationspsychose),
      • wenn Sie eine krankhaft vergrößerte Vorsteherdrüse (Prostatahypertrophie) haben,
      • wenn Ihre Nebennierenrinde zu wenig Hormone bildet (z. B. Addisonsche Krankheit),
      • wenn Sie eine schwere Leber- oder Nierenerkrankung haben,
      • wenn Sie selbst oder ein Mitglied Ihrer Familie jemals Alkohol, verschreibungspflichtige Arzneimittel oder illegale Drogen missbraucht haben oder davon abhängig waren („Sucht"),
      • wenn Sie Raucher sind,
      • wenn Sie jemals psychische Probleme hatten (Depression, Angststörung oder Persönlichkeitsstörung) oder wegen anderer psychischer Erkrankungen von einem Psychiater behandelt wurden
      • wenn Sie eine Gallenwegserkrankung (z. B. Gallenkolik) oder eine Nierenkolik haben
      • wenn Sie mit Verengung oder Entzündung einhergehende Darmerkrankungen haben
      • wenn Sie unter Verstopfung leiden
    • Bei Kindern unter 1 Jahr kann das Präparat nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden.
    • Falls diese Angaben bei Ihnen zutreffen oder früher einmal zutrafen, befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Bei allen vorgenannten Situationen kann eine niedrigere Dosierung ratsam sein.
    • Atemdepression
      • Die bedeutsamste Gefährdung einer Überdosierung von Opioiden ist eine Abflachung und Verlangsamung der Atmung (Atemdepression).
    • Schlafbezogene Atemstörungen
      • Das Präparat kann schlafbezogene Atemstörungen wie Schlafapnoe (Atemaussetzer während des Schlafs) und schlafbezogene Hypoxämie (niedriger Sauerstoffgehalt des Blutes) verursachen. Zu den Symptomen können Atemaussetzer während des Schlafs, nächtliches Erwachen wegen Kurzatmigkeit, Durchschlafstörungen oder übermäßige Schläfrigkeit während des Tages gehören. Wenn Sie selbst oder eine andere Person diese Symptome beobachten, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Ihr Arzt kann eine Verringerung der Dosis in Betracht ziehen.
    • Bei längerfristiger Anwendung kann es zur Entwicklung einer Gewöhnung (Toleranz) mit der Notwendigkeit höherer Dosen zum Erzielen des erwünschten schmerzlindernden Effektes kommen. Eine Kreuztoleranz zu anderen Opioiden kann bestehen, d. h. es besteht die Möglichkeit, dass auch bei Anwendung eines anderen Opioids Gewöhnung gegenüber diesem besteht. Die längerfristige (chronische) Anwendung des Präparates kann zu körperlicher (physischer) Abhängigkeit führen, und bei abrupter Beendigung der Therapie kann ein Entzugssyndrom auftreten. Wenn die Therapie mit Hydromorphon nicht mehr länger erforderlich ist, kann es ratsam sein, die Tagesdosis allmählich zu reduzieren, um das Auftreten von Entzugssymptomen zu vermeiden.
    • Der Wirkstoff Hydromorphon hat ähnlich wie andere starkwirksame Opioide (starke Schmerzmittel) ein Missbrauchspotenzial. Die Entwicklung einer psychischen Abhängigkeit gegenüber opioidhaltigen Schmerzmitteln, einschließlich Hydromorphon, ist möglich. Bei bestehendem oder früherem Alkohol-, Drogen- oder Arzneimittelmissbrauch ist das Präparat daher nur mit besonderer Vorsicht anzuwenden.
    • Dieses Arzneimittel enthält Hydromorphon, das zu den Opioiden gehört. Die wiederholte Anwendung von Opioiden gegen Schmerzen kann dazu führen, dass das Arzneimittel weniger wirksam wird (Sie gewöhnen sich daran).
    • Die wiederholte Anwendung des Präparates kann zu Abhängigkeit und Missbrauch führen, wodurch es zu einer lebensbedrohlichen Überdosierung kommen kann. Wenn Sie befürchten, dass Sie abhängig werden könnten, wenden Sie sich unbedingt an Ihren Arzt.
    • Das Arzneimittel sollte nicht eingesetzt werden, wenn die Möglichkeit besteht, dass eine Lähmung der Darmtätigkeit (paralytischer Ileus) auftritt. Sollte ein paralytischer Ileus vermutet werden oder während der Behandlung auftreten, muss die Behandlung mit Hydromorphon sofort abgebrochen werden.
    • Insbesondere in hoher Dosierung kann eine gesteigerte Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie) auftreten, die nicht auf eine weitere Dosiserhöhung von Hydromorphon anspricht. Ihr Arzt wird entscheiden, ob dann eine Dosisminderung oder ein Wechsel des Schmerzmittels (Opioids) erforderlich ist.
    • Vor und innerhalb der ersten 24 Stunden nach einer Operation ist das Präparat nur mit Vorsicht anzuwenden (erhöhtes Risiko insbesondere einer Darmlähmung).
    • Wenn Sie sich einer anderen zusätzlichen Schmerzbehandlung (z. B. Operation, Plexusblockade) unterziehen müssen, sollten Sie 4 Stunden vor dem Eingriff das Präparat nicht mehr erhalten. Anschließend wird die Dosis neu einzustellen sein. Dies wird im gegebenen Fall durch Ihren Arzt geschehen.
    • Es ist zu beachten, dass Sie nach erfolgter Einstellung auf wirksame Dosen eines bestimmten Opioids (Gruppe stark wirksamer Schmerzmittel, zu der auch dieses Präparat gehört) nicht ohne ärztliche Beurteilung und sorgfältige bedarfsorientierte Neueinstellung auf ein anderes Opioid umgestellt werden sollten. Andernfalls ist eine kontinuierliche, schmerzlindernde Wirkung nicht gewährleistet.
    • Das Präparat in den Wirkstärken 10 mg und 100 mg sind nicht für den Beginn einer Opioidtherapie geeignet. Diese höheren Wirkstärken dürfen als Einzeldosis nur angewendet werden, wenn im Rahmen einer Schmerzbehandlung mit Wirkstärke 2 mg oder anderen, vergleichbar starken, Schmerzmitteln keine ausreichende Schmerzfreiheit mehr erreicht werden kann. Für das Befüllen des Reservoirs einer Schmerzpumpe können auch 10 mg oder 100 mg als Einzeldosis genutzt werden, da hier die Dosissteuerung über die Pumpeneinstellung erfolgt.
    • Sollte bei Ihnen eine unzureichende Funktion der Nebennierenrinde (Insuffizienz) bestehen, wird Ihr Arzt unter Umständen die Plasmakortisolkonzentration kontrollieren und Ihnen entsprechende Medikamente (Kortikoide) verordnen.
    • Ähnlich wie andere Opioide kann das Präparat die normale Produktion der körpereigenen Hormone (wie Kortisol oder Sexualhormone) beeinflussen. Dies geschieht vor allem dann, wenn Sie über lange Zeiträume hohe Dosen erhalten haben.
    • Kinder und Jugendliche
      • Dieses Arzneimittel kann bei Kindern über 12 Monaten und bei Jugendlichen angewendet werden. Bei Kindern unter 12 Monaten kann das Präparat nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden.


  • Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Das Präparat kann Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Eine Beeinträchtigung ist insbesondere zu Beginn einer Hydromorphon-Therapie, nach Dosiserhöhung oder Präparatewechsel sowie bei Zusammenwirken des Präparates mit Alkohol oder anderen zentral dämpfenden Substanzen zu erwarten. Wenn Sie auf eine stabile Dosis eingestellt sind, sind Sie nicht unbedingt beeinträchtigt. Deshalb sollten Sie Ihren behandelnden Arzt befragen, ob Sie Autofahren oder Maschinen bedienen dürfen.

 

  • Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
    • Die Anwendung des Präparates kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Schwangerschaftshinweis für Palladon injekt 2 mg

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Das Präparat sollten Sie während der Schwangerschaft nicht anwenden. Es sind keine klinischen Daten zur Anwendung beim Menschen während der Schwangerschaft verfügbar.
    • Wird Ihnen das Präparat während der Schwangerschaft oder während der Geburt gegeben, kann die Fähigkeit der Gebärmutter sich zusammenzuziehen beeinträchtigt werden. Des Weiteren besteht beim Neugeborenen die Gefahr einer Atemdämpfung (Atemdepression).
    • Wendet die Mutter während der Schwangerschaft über einen längeren Zeitraum Hydromorphon an, können beim neugeborenen Kind Entzugserscheinungen auftreten. Hierzu zählen u. a. hochfrequentes Schreien, Unruhe, Krampfanfälle, ungenügende Nahrungsaufnahme und Durchfall.
  • Stillzeit
    • Es sind keine Daten zur Anwendung während der Stillzeit verfügbar. Deshalb sollte das Präparat bei stillenden Müttern nicht angewendet werden; wenn die Anwendung erforderlich ist, sollten Sie abstillen.
  • Fortpflanzungsfähigkeit
    • Es liegen keine ausreichenden Daten der Wirkung von Hydromorphon in Bezug auf eine Fortpflanzungstoxizität beim Menschen vor. Tierexperimentelle Studien an Ratten ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen von Hydromorphon bei männlichen oder weiblichen Tieren in Bezug auf eine Fortpflanzungstoxizität.

Wechselwirkungen von Palladon injekt 2 mg

  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Die gleichzeitige Anwendung von Hydromorphon und anderen zentral, d. h. auf die Gehirnfunktion dämpfend wirkenden Arzneimitteln oder Alkohol kann zu einer Verstärkung der Nebenwirkungen beider Präparate führen. Das Risiko von z. B. Schläfrigkeit bis Benommenheit (Sedierung), Beeinträchtigung der Atemfunktion (Atemdepression) und Koma ist erhöht und kann lebensbedrohlich sein. Derartig zentral dämpfende Arzneimittel sind z. B. Arzneimittel gegen Angststörungen (Tranquilizer), zur Narkose (Anästhetika wie z. B. Barbiturate), gegen psychische Störungen (Neuroleptika), gegen Schlafstörungen (Hypnotika, Sedativa), gegen Depressionen (Antidepressiva), gegen Allergien, Reisekrankheit oder Übelkeit (Antihistaminika oder Antiemetika) oder andere Opioide (starke Schmerzmittel, Arzneimittel zur Substitutionstherapie und einige Hustenmittel).
    • Aus diesem Grund sollte die gleichzeitige Anwendung nur in Betracht gezogen werden, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt. Die gleichzeitige Anwendung von Opioiden und Arzneimitteln gegen Epilepsie, Nervenschmerzen oder Angststörungen (Gabapentin und Pregabalin) erhöht das Risiko für eine Opioid-Überdosierung und Atemdepression und kann lebensbedrohlich sein.
    • Wenn Ihr Arzt jedoch das Präparat zusammen mit Opioiden oder sedierenden Arzneimitteln verschreibt, sollten die Dosis und die Dauer der begleitenden Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt werden.
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt über alle opioidhaltigen und alle sedierenden Arzneimittel, die Sie einnehmen, und halten Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Es könnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte darüber zu informieren, bei Ihnen auf die oben genannten Anzeichen und Symptome zu achten. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn solche Symptome bei Ihnen auftreten.
    • Arzneimittel mit anticholinerger Wirkung (z. B. Psychopharmaka, Arzneimittel gegen Allergien, Erbrechen oder Parkinsonsche Krankheit) können anticholinerge Nebenwirkungen von Opioiden verstärken (z. B. Verstopfung, Mundtrockenheit oder Störungen beim Wasserlassen).
    • Die gleichzeitige Anwendung von Hydromorphon und Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmer) oder die Gabe von Hydromorphon innerhalb von 14 Tagen nach Absetzen von MAO-Hemmern ist zu vermeiden.
  • Anwendung zusammen mit Alkohol
    • Trinken Sie während der Behandlung keinen Alkohol, da seine Wirkung verstärkt werden kann.

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