/
/ Remifentanil Kabi 5 mg

Remifentanil Kabi 5 mg: Beipackzettel

Verschreibungspflichtig: Ja

Wirkstoff:

5.48 mg Remifentanil hydrochlorid

Darreichungsform: Trockensubstanz ohne Lösungsmittel

Packungsgrößen (PZN)

5 MG

(7541495)

Leider keine Abbildung vorhanden

Art und Weise von Remifentanil Kabi 5 mg

  • Das Arzneimittel kann wie folgt verabreicht werden:
    • als einmalige intravenöse Injektion
    • als intravenöse Dauerinfusion. Hierbei wird das Arzneimittel langsam über einen längeren Zeitraum verabreicht.

Dosierung von Remifentanil Kabi 5 mg

  • Remifentanil darf nur unter sorgfältig kontrollierten Bedingungen verabreicht werden und wenn eine Notfallausrüstung vorhanden ist.
  • Das Arzneimittel wird Ihnen von oder unter der Aufsicht eines erfahrenen Arztes verabreicht, der mit der Anwendung und Wirkung dieser Art von Arzneimitteln vertraut ist.
  • Man wird in keinem Fall von Ihnen erwarten, dass Sie sich dieses Arzneimittel selbst verabreichen.
  • Sie werden das Arzneimittel immer von einer speziell hierfür ausgebildeten Person verabreicht bekommen.
  • Die Verabreichung und Dosis des Arzneimittels hängen von Folgendem ab:
    • Ihrer Operation oder intensivmedizinischen Behandlung
    • wie stark Ihre Schmerzen sind.
  • Die Dosis variiert von Patient zu Patient.
  • Bei Patienten mit Störungen der Leber- oder Nierenfunktion und solchen, bei denen eine neurochirurgische Operation vorgenommen wird, ist keine Verringerung der Dosis erforderlich.

Indikation von Remifentanil Kabi 5 mg

  • Das Arzneimittel enthält einen Wirkstoff der Remifentanil genannt wird. Dieser gehört zur Gruppe der so genannten Opioide, die zur Schmerzlinderung eingesetzt werden. Es unterscheidet sich von anderen Arzneimitteln dieser Gruppe dadurch, dass seine Wirkung sehr schnell eintritt und auch sehr schnell wieder abklingt.
  • Das Präparat kann vor oder während einer Operation angewendet werden, um Ihr Schmerzempfinden auszuschalten.
  • Das Arzneimittel kann während einer kontrollierten mechanischen Beatmung auf einer Intensivstation angewendet werden, um Schmerzen zu lindern (bei Patienten ab 18 Jahren).

Kontraindikation von Remifentanil Kabi 5 mg

  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Remifentanil, einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels oder ähnliche Arzneimittel wie Remifentanil (andere Fentanylpräparate) sind.
    • als Injektion in den Wirbelkanal.
    • als alleiniges Arzneimittel im Rahmen der Narkoseeinleitung.
  • Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob oben Erwähntes auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Ihrem Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Ihnen Remifentanil verabreicht wird.

Nebenwirkungen von Remifentanil Kabi 5 mg

  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich anaphylaktischer Reaktionen: Diese treten selten (können bis zu 1 von 1.000 Personen betreffen) bei Menschen auf, die Remifentanil bekommen. Folgende Symptome können auftreten:
    • erhabener und juckender Ausschlag an einer beliebigen Körperstelle
    • Anschwellen der Augenlider, des Gesichts, der Lippen, des Mundes oder der Zunge (Angioödem), was Atemprobleme verursachen kann
    • Kollaps.
    • Wenn Sie eines dieser Symptome feststellen, benachrichtigen Sie unverzüglichen Ihren Arzt.
  • Sehr häufig (kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen)
    • Muskelsteifheit
    • Übelkeit
    • Erbrechen
    • Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
    • Langsamer Herzschlag (Bradykardie)
    • Flache Atmung (Atemdepression)
    • Aussetzen der Atmung (Apnoe)
    • Juckreiz
    • Husten
  • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
    • Verstopfung
    • Sauerstoffmangel (Hypoxie)
  • Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
    • Langsamer Herzschlag mit anschließendem Herzblock (Reizleitungsstörung im Herzen) bei Patienten, die Remifentanil mit einem oder mehreren Narkosemitteln erhalten
  • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
    • Körperliches Bedürfnis an Remifentanil (Arzneimittel-Abhängigkeit) oder Bedürfnis an steigernden Dosierungen über längere Zeit um dieselbe Wirkung zu erzielen (Arzneimittel-Toleranz)
    • Anfälle (Krämpfe)
    • eine Art von unregelmäßigem Herzschlag (atrioventrikulärer Block)
    • Entzugssyndrom (kann sich durch Auftreten folgender Nebenwirkungen äußern: beschleunigter Herzschlag, hoher Blutdruck, Gefühl der Unruhe oder Aufgeregtheit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Angst, Schüttelfrost, Zittern und Schwitzen)
    • Unregelmäßiger Herzschlag (Arrhythmie)
  • Andere Nebenwirkungen, die auftreten können, wenn Sie nach einer Narkose aufwachen:
    • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
      • Schüttelfrost
      • Bluthochdruck (Hypertonie)
    • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
      • Schmerzen
    • Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
      • Gefühl von starker Beruhigung oder Schläfrigkeit (Sedierung)
    • Andere Nebenwirkungen, die insbesondere nach plötzlichem Absetzen von Remifentanil nach einer längeren Verabreichung über mehr als 3 Tage eintraten
      • schnellerer Herzschlag (Tachykardie)
      • hoher Blutdruck (Hypertonie)
      • Unruhe (Erregung)
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Patientenhinweis für Remifentanil Kabi 5 mg

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Ihnen Remifentanil verabreicht wird, wenn Sie
      • irgendwann einmal während einer Operation unerwünschte Reaktionen hatten.
      • irgendwann einmal eine allergische Reaktion hatten oder wenn Ihnen gesagt wurde, dass Sie allergisch sind gegen:
        • Arzneimittel, die während einer Operation eingesetzt werden
        • Opioid-Arzneimittel (z. B. Morphin, Fentanyl, Pethidin, Codein), siehe auch den Kategorie „Kontraindikation"
      • unter einer beeinträchtigten Lungen- und/oder Leberfunktion leiden (möglicherweise kommt es bei Ihnen eher zu Atemproblemen).
    • Ältere oder geschwächte Patienten (aufgrund eines verminderten Blutvolumens und/oder niedrigen Blutdrucks) erleiden häufiger Herz- oder Kreislaufstörungen.
      • Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob oben Erwähntes auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Remifentanil bekommen.
    • Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Ihnen Remifentanil verabreicht wird, wenn
      • Sie selbst oder ein Mitglied Ihrer Familie jemals Alkohol, verschreibungspflichtige Arzneimittel oder illegale Drogen missbraucht haben oder davon abhängig waren („Sucht").
      • Sie Raucher sind.
      • Sie jemals psychische Probleme hatten (Depression, Angststörung oder Persönlichkeitsstörung) oder wegen anderer psychischer Erkrankungen von einem Psychiater behandelt wurden.
    • Dieses Arzneimittel enthält Remifentanil, das zu den Opioiden gehört. Die wiederholte Anwendung von Opioiden gegen Schmerzen kann dazu führen, dass das Arzneimittel weniger wirksam wird (Sie gewöhnen sich daran). Sie kann auch zu Abhängigkeit und Missbrauch führen, wodurch es zu einer lebensbedrohlichen Überdosierung kommen kann. Wenn Sie Bedenken haben, dass Sie von Remifentanil abhängig werden könnten, wenden Sie sich unbedingt an Ihren Arzt.
    • Bei plötzlicher Beendigung der Behandlung mit diesem Arzneimittel, insbesondere nach mehr als dreitägiger Behandlung, wurden gelegentlich Entzugserscheinungen berichtet, darunter schneller Herzschlag, hoher Blutdruck und Unruhe (siehe Gebrauchsinformation). Wenn diese Symptome bei Ihnen auftreten, wird Ihr Arzt möglicherweise die Behandlung mit dem Arzneimittel erneut beginnen und dann die Dosis schrittweise verringern.
    • Kinder
      • Remifentanil wird nicht für Neugeborene und Säuglinge (Kinder unter einem Jahr) empfohlen.
      • Es gibt nur wenig Erfahrung mit der Anwendung von Remifentanil bei der Behandlung von Kindern auf Intensivstationen.
    • Ältere Patienten
      • Bei Anwendung im Rahmen einer Operation unter Vollnarkose sollte die anfängliche Dosis von Remifentanil bei älteren Patienten angemessen verringert werden.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Wenn Sie nur für diesen Tag im Krankenhaus sind, wird Ihnen Ihr Arzt sagen, wie lange Sie warten müssen, bevor Sie das Krankenhaus verlassen oder Auto fahren können. Sie sollten nicht allein nach Hause gehen. Es kann gefährlich sein, zu früh nach einer Operation Auto zu fahren.
    • Es wird empfohlen, dass Sie eine Begleitperson vom Krankenhaus nach Hause begleitet.

Schwangerschaftshinweis für Remifentanil Kabi 5 mg

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal um Rat.
  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, wird Ihr Arzt mit Ihnen über die möglichen Risiken und Nutzen einer Behandlung mit Remifentanil sprechen.
  • Schwangerschaft
    • Wenn Ihnen dieses Arzneimittel verabreicht wird, wenn Sie Wehen haben oder kurz vor der Geburt stehen, kann es Auswirkungen auf die Atmung Ihres Babys haben. Sie und Ihr Baby werden auf Anzeichen für übermäßige Schläfrigkeit und Atembeschwerden überwacht werden.
  • Stillzeit
    • Sie sollten 24 Stunden nicht stillen, nachdem Sie dieses Arzneimittel bekommen haben. Wenn Sie während dieser Zeit Muttermilch abpumpen, werfen Sie sie weg und geben Sie sie nicht Ihrem Säugling.

Wechselwirkungen von Remifentanil Kabi 5 mg

  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, einschließlich nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel. Hierzu zählen auch pflanzliche Arzneimittel.
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen:
      • Arzneimittel gegen Blutdruck- oder Herzprobleme (so genannte Betablocker oder Calciumantagonisten). Diese Arzneimittel können die Wirkung von Remifentanil auf das Herz verstärken (Blutdrucksenkung und Verlangsamung des Herzschlags).
      • Arzneimittel für die Behandlung von Depression wie selektive Serotonin- WiederaufnahmeHemmer (SSRI), Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) und Monoaminooxidase-Hemmer (MAOI). Es wird empfohlen, diese Arzneimittel nicht gleichzeitig mit Remifentanil anzuwenden, da sie das Risiko für ein Serotonin-Syndrom, eine potenziell lebensbedrohliche Krankheit, erhöhen können.
    • Die gleichzeitige Anwendung von Remifentanil und anderen beruhigend wirkenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln erhöht das Risiko von Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression), Koma und kann lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund sollte die gleichzeitige Anwendung nur in Betracht gezogen werden, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten nicht möglich sind. Die gleichzeitige Anwendung von Opioiden und Arzneimitteln gegen Epilepsie, Nervenschmerzen oder Angststörungen (Gabapentin und Pregabalin) erhöht das Risiko für eine Opioid-Überdosierung und Atemdepression und kann lebensbedrohlich sein.
    • Wenn Ihr Arzt Remifentanil zusammen mit sedierenden Arzneimitteln verschreibt, sollte die Dosis und Dauer der begleitenden Behandlung jedoch von Ihrem Arzt begrenzt werden.
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt über alle sedierenden Arzneimittel, die Sie einnehmen und halten Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Es könnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte darüber zu informieren, bei Ihnen auf die oben genannten Anzeichen und Symptome zu achten. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn solche Symptome bei Ihnen auftreten.
    • Möglicherweise können Sie Remifentanil trotzdem erhalten und Ihr Arzt wird wissen, was für Sie richtig ist.
  • Anwendung zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
    • Nachdem Sie Remifentanil erhalten haben, sollten Sie so lange keinen Alkohol trinken, bis Sie sich vollständig erholt haben.

Original-Beipackzettel als PDF

Hersteller

Fresenius Kabi Deutschland GmbH

Deutschland

Bad Homburg v.d.H.

Folgen Sie uns auf Social Media