Ich habe bei Dr. Grefe eine Psychoanalyse über mehrere Jahre gemacht (Zeitraum oben geschätzt). Eine Analyse läuft so, dass der Patient auf
der Couch liegt und erzählt und der Therapeut empathisch zuhört und nachhakt. Das hört sich einfach an, aber empathisches Zuhören ist nicht so einfach und vor allem das Nachhaken an den RICHTIGEN Stellen und eben das Gefühl immer willkommen und wertgeschätzt zu sein ist sehr wichtig und hat mir viel gebracht. An Stellen, über die man selbst vielleicht lieber hinweggehen möchte oder sie nicht wahrnimmt. Es wird durch den Therapeuten nicht bewertet, sondern es folgen Fragen wie" und wie war das für Sie?" "und wie haben Sie sich dabei gefühlt?", "hat Sie das an irgendwas erinnert?". Gerade die Ruhe von Herrn Dr. Grefe und das einfache Zuhören haben mir geholfen, bei mir zu bleiben und zu meinem Schwarzweißfilm der Erinnerungen die richtigen Gefühle.. wie eine nachträgliche Einfärbung zu finden.. bildlich gesprochen. Mein Zustand hat sich während der Therapie sehr stabilisiert trotz zwischenzeitlicher heftiger Krisen und mein Handlungsspielraum sich sehr erweitert und ich mich auch als Person entwickelt. Ich kann ihn als Therapeut uneingeschränkt empfehlen, aber man muß den Mut haben, sich auch schmerzlichen Gefühlen und Erinnerungen zu stellen, wobei er einen aber jederzeit unterstützt und auch auf das richtige Tempo achtet, was man schon ertragen kann und in welchem Masse.
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