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Inkontinenz – Ursachen, Symptome und Hilfsmittel

Veröffentlicht: 25.01.2024

Lesezeit: 6 Min.

Diagnose | Behandlung | Patientenwissen

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Inkontinenzprodukte wie Einlagen können Betroffene sinnvoll unterstützen. | © Alberta Pflegebox

Das Thema Inkontinenz beschäftigt Menschen aller Altersgruppen und Geschlechter, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Über 10 Millionen in Deutschland und ganze 200 Millionen weltweit sehen sich mit der Herausforderung konfrontiert, die Kontrolle über Urin oder Stuhl zu verlieren. Hinter diesen Zahlen verbergen sich jedoch nicht nur Statistiken, sondern auch individuelle Geschichten, in denen die Auswirkungen von leichter Blasenschwäche bis zu schwerwiegender Stuhlinkontinenz reichen. Bei diesen Problemen kann Sie die Alberta Pflegebox mit modernen Inkontinenzprodukten sinnvoll unterstützen.

Auftreten von Inkontinenz nach Geschlecht und Alter. Frauen haben sind häufiger von einer Inkontinenz betroffen als Männer.
Auftreten von Inkontinenz nach Alter und Geschlecht. Frauen haben sind häufiger von einer Inkontinenz betroffen als Männer. | © Stiftung Gesundheitswissen 2019

Definition Inkontinenz

Bei einer Inkontinenz ist der Körper nicht in der Lage, Urin oder Stuhl zurückzuhalten und bewusst zu entleeren. Dies führt zu unfreiwilligem Harnverlust (auch bekannt als Harninkontinenz) oder unkontrolliertem Stuhlgang (Stuhlinkontinenz).

Inkontinenz – Auswirkungen für Betroffene

Das unsichtbare Leiden bei Inkontinenz geht über die körperlichen Symptome hinaus und zeigt seine Auswirkungen ebenso in den sozialen Lebensbereichen der Betroffenen. Viele ziehen sich zurück, vereinsamen und leiden still vor sich hin, da das Gespräch und die Suche nach Unterstützung schambehaftet sind oder sie sich sogar selbst nicht eingestehen möchten, von Inkontinenz betroffen zu sein. Selbst mit nahestehenden Vertrauenspersonen, fällt vielen Betroffenen das Gespräch über die Erkrankung schwer. Dies ist wenig verwunderlich, denn häufig leidet auch das Selbstwertgefühl unter den Auswirkungen der Krankheit.

Tabuthema Inkontinenz: Eine Umfrage vom Februar 2019 zeigt, wie viele Deutsche im Stillen leiden.
Tabuthema Inkontinenz: Eine Umfrage vom Februar 2019 zeigt, wie viele Deutsche im Stillen leiden. | © HARTMANN Molicare®

Es gilt zu verstehen, dass Inkontinenz meist kein isoliertes Problem ist, sondern oft ein Symptom einer zugrunde liegenden Erkrankung. Ein frühzeitiger Arztbesuch ist daher von entscheidender Bedeutung, um die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten. Moderne Inkontinenzprodukte und vielfältige Therapieansätze können einen Weg zurück zu einem aktiven Leben ebnen. Dabei kann Sie die bedarfsgerechte Alberta Pflegebox bestens unterstützen. Trotz anfänglicher Unannehmlichkeiten ist die Suche nach professioneller Hilfe bei den ersten Anzeichen von Blasenschwäche unverzichtbar.

Arten der Inkontinenz

Inkontinenz tritt in verschiedenen Formen auf, wobei Dranginkontinenz, Überlaufinkontinenz und Belastungsinkontinenz zu den häufigsten Arten zählen.

  1. Dranginkontinenz: Dranginkontinenz ist durch plötzlichen, überwältigenden Harndrang gekennzeichnet, der schwer zu kontrollieren ist. Betroffene verspüren den starken Drang, die Blase zu entleeren, auch wenn sie erst kürzlich auf der Toilette waren. Ursachen können neurologische Probleme oder eine Blasenentzündung sein.

  2. Überlaufinkontinenz: Bei Überlaufinkontinenz kann die Blase nicht vollständig entleert werden, was zu ständigem Tropfen oder Tröpfeln führt. Dies tritt auf, wenn die Blase übermäßig voll ist und der normale Entleerungsmechanismus gestört ist. Prostataprobleme bei Männern oder Nervenschäden können zu dieser Form der Inkontinenz führen.

  3. Belastungsinkontinenz: Belastungsinkontinenz tritt auf, wenn der Druck auf die Blase erhöht wird, wie zum Beispiel beim Niesen, Lachen oder Heben schwerer Gegenstände. Dies kann auf eine Schwächung der Beckenbodenmuskulatur zurückzuführen sein, die oft nach Schwangerschaften oder in den Wechseljahren bei Frauen auftritt.

Neben diesen drei Haupttypen gibt es auch noch weitere Formen von Inkontinenz, die jeweils spezifische Ursachen haben und Behandlungsansätze erfordern. Ein individueller Ansatz bei der Diagnose und Behandlung ist entscheidend, um den bestmöglichen Erfolg zu erzielen. Spezifische Inkontinenzprodukte unterstützen bei allen Inkontinenzformen und erleichtern den Alltag.

Ursachen: Wie entsteht Inkontinenz?

Die Ursachen von Inkontinenz sind vielfältig und können von individuellen Faktoren abhängen. Oft liegt der Ursprung in einer Schwächung der Beckenbodenmuskulatur, die besonders bei Frauen durch Schwangerschaft und Geburt auftreten kann. Mit fortschreitendem Alter nimmt die Elastizität der Blase und der umgebenden Muskulatur ab, was das Risiko für Inkontinenz erhöht. Auch neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Diabetes können die Kommunikation zwischen Blase und Gehirn stören.

Hormonelle Veränderungen während der Menopause bei Frauen können ebenfalls eine Rolle spielen. Bei Männern können Prostataerkrankungen wie eine vergrößerte Prostata oder entsprechende Operationen zu Beeinträchtigungen der Harnwege und Inkontinenz führen. Auch Medikamente können Blasenschwäche  verursachen, darunter Diuretika, Antidepressiva oder bestimmte Blutdruckmedikamente.

Faktoren wie Übergewicht, genetische Präposition, Rauchen und wiederkehrende Harnwegsinfektionen sind weitere potenzielle Auslöser und Risikofaktoren. Eine umfassende medizinische Untersuchung ist entscheidend, um die genauen Ursachen zu identifizieren und eine angemessene Behandlung zu empfehlen. Es ist wichtig zu betonen, dass Inkontinenz in vielen Fällen behandelbar ist. Eine frühzeitige Diagnose kann die Chancen auf eine erfolgreiche Therapie deutlich verbessern.

Hilfsmittel wie Bettschutzeinlagen können die Beschwerden, die durch diese vielfältigen Ursachen verursacht werden, lindern. Diese sind sowohl zum Einmalgebrauch sowie in waschbarer Form mit der Alberta Pflegebox kostenlos bei Bedarf zu erhalten. Jetzt kostenfrei beantragen.

Diagnostik und Behandlung

Welcher Arzt diagnostiziert Inkontinenz?

Bei Verdacht auf Inkontinenz ist der erste Ansprechpartner der Hausarzt bzw. die Hausärztin oder Allgemeinmediziner:innen. Diese können eine erste Einschätzung vornehmen und gegebenenfalls an einen Spezialisten oder eine Spezialistin überweisen:

  • Urologe/Urologin: Spezialist:in für Harnwegserkrankungen

  • Gynäkologe/Gynäkologin: Relevant bei gynäkologischen Ursachen

  • Proktologe/Proktologin: Zuständig bei Stuhlinkontinenz, spezialisiert auf Enddarm- und Analerkrankungen

  • Neurologe/Neurologin: Bei Verdacht auf neurologische Ursachen

  • Internist:in: Für eine umfassende Bewertung interner Ursachen und Koordination mit anderen Fachärzten und Fachärztinnen

Ein frühzeitiger Arztbesuch ermöglicht eine präzise Diagnose und gezielte Behandlung.

Behandlungsmöglichkeiten bei Inkontinenz      

  • Toilettentraining: Das Notieren von Toilettengängen und Trinkmenge können helfen, den eigenen Harndrang besser einzuschätzen und somit die Blase vorsorglich regelmäßig zu entleeren.

  • Beckenbodentraining: Lässt sich gut in den Alltag einbauen und kann Beschwerden verschiedener Inkontinenzformen verbessern.

  • Hormonpräparate: Wenn ein Östrogenmangel (z.B. in den Wechseljahren) Ursache für die Inkontinenz ist, können Hormonpräparate den fehlenden Botenstoff ersetzen.

  • Übergewicht vermeiden: Übergewicht belastet den Beckenboden, der häufig im Zusammenhang mit Inkontinenz steht, zusätzlich.

  • Medikamentöse Therapie: Bei den unterschiedlichen Inkontinenzarten können verschiedene Medikamente Abhilfe schaffen.

  • Operative Therapie: Auch Eingriffe wie minimal-invasive Techniken und spezialisierte Verfahren können effektive Behandlungsmöglichkeiten bei schweren Inkontinenzformen sein.

Neben den aufgeführten Behandlungsmöglichkeiten gibt es außerdem verschiedene Hilfsmittel, die den Alltag mit Inkontinenz erleichtern. Dazu gehören beispielsweise Inkontinenzprodukte wie Einlagen, Pants oder Vorlagen sowie Bettschutzeinlagen und auch Desinfektionsmittel, die Diskretion und Schutz bieten.

Liegt zusätzlich zu der Inkontinenz ein Pflegegrad vor, hat die betroffene Person Anspruch auf Unterstützung durch die Krankenkassen, beispielsweise in Form einer monatlichen Belieferung mit Pflegehilfsmitteln im Wert von 40€. Diese Auswahl von zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln enthält nicht nur allgemeine Pflegeprodukte, sondern auch spezielle Artikel zur Bewältigung von Blasenschwäche . Mit der richtigen Unterstützung und einer individuell angepassten Versorgung ist ein aktives Leben ohne Einschränkungen trotz Inkontinenz möglich. Professionelle Beratung und regelmäßige Arztbesuche können dazu beitragen, die bestmögliche Lebensqualität zu erhalten.

Bei bestehender Inkontinenz und vorhandenem Pflegegrad unterstützt Sie die Alberta Pflegebox kostenfrei und unkompliziert. Die Pflegebox benötigt kein Rezept und kann schnell und einfach per Post oder online beantragt werden. Nach Genehmigung durch Ihre Krankenkasse erhalten Sie Ihre individuell ausgewählten Pflegehilfsmittel monatlich oder nach Bedarf kostenlos nach Hause geliefert. Bei der Beantragung oder bei offenen Fragen unterstützt Sie das Team der Alberta Pflegebox gerne telefonisch (0911 47758159) oder per E-Mail (service@alberta-pflegebox.de).

Bei Inkontinenz kann Sie die Alberta Pflegebox mit modernen Inkontinenzprodukten sinnvoll unterstützen.
Bei Inkontinenz kann Sie die Alberta Pflegebox mit modernen Inkontinenzprodukten sinnvoll unterstützen. | © Alberta Pflegebox