Zunächst einmal: Ich bin sehr zufrieden mit Frau Dr. Vogt-Hell. Sie ist menschlich, kompetent, nimmt sich Zeit und auch das Praxisteam ist f
reundlich und natürlich.
Zum Thema „Termine und Wartezeit“, weil das hier erwähnt wird: Einen Termin zur regelmäßigen Kontrolle muss man als Kassenpatient leider rechtzeitig einplanen. Das ist aber inzwischen in fast jeder Praxis so. Zur Frage warum, verweise ich auf einen großen Artikel im Stern letzten Herbst zum Thema „Was verdienen Ärzte“ bzw. fragen Sie Ihren Arzt doch einfach mal selbst. Wenn man liest oder hört, wie wenig von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird, grenzt es für mich an ein Wunder, das man als Kassenpatient überhaupt noch untersucht wird. Ich schätze mal, ohne Privatpatienten könnte es sich kein Arzt leisten, gesetzlich Versicherte zu behandeln (es denn vielleicht, er ist von Hause aus gut betucht).
In dringenden Fällen gibt es bei Frau Dr. Vogt-Hell auf jeden Fall sofort einen Termin – egal, ob man privat oder gesetzlich versichert ist. Das kann ich als schwangere Kassenpatientin bestätigen (können Sie das bei akuter Erkrankung von einem Hautarzt oder Orthopäden auch sagen?!).
Und Frau Dr. Vogt-Hell nimmt sich Zeit! Egal, ob Kasse oder privat versichert, ob regulärer Termin oder Notfall. Dadurch kann es natürlich schon mal sein, dass man nicht punktgenau zum Termin dran kommt – wobei ich auch „nicht schwanger“ nie über Gebühr hinaus warten musste. Um evtl. Wartezeiten zu überbrücken, stehen zumindest ein Wasserautomat sowie eine gute Auswahl aktueller Zeitschriften zur Verfügung (was wesentlich angenehmer ist als im Apothekermagazin oder abgegriffenen Titeln über „die neue Mode von `84“ zu lesen wie in manch anderen Wartezimmern).
Offen gesagt verstehe ich diese Mentalität nicht, wenn „beim Bäcker die Brötchen mal etwas zu kross sind, gleich den Bäcker zu wechseln“ oder in Foren „vom Leder zu ziehen“. Warum übt man nicht konstruktive Kritik, fragt einfach mal nach?! Eine Arztpraxis ist ein Dienstleister, ja. Aber, eine Arztpraxis kann trotzdem nur so gut sein wie es das Feedback der Patienten erlaubt. Letztlich sitzen auch da „nur“ Menschen und keine Roboter.
Es hat sich in unserem Krankheitssystem viel geändert – leider nicht zum Guten für die meisten Ärzte und Patienten. Aber es kann sich da nur etwas bewegen, wenn man als Patient seinen Unmut äußert. Und dass nicht nur beim Arzt, sondern vor allem auch bei seiner Kasse und der kassenärztlichen Vereinigung.
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