Die obige Bewertung bezieht sich auf 2015. Prof. Ahlers ist die Art Mensch, die man einfach mögen muss. Dazu kam, dass er nach einem kurzen
Blick auf das angefertigte Röntgenbild, mir einleuchtend erklärte, warum der Rat meines Orthopäden, vorsichtig formuliert, suboptimal war. 2 Wochen später hatte ich die OP, 3 Wochen nach der OP konnte ich ohne Krücken laufen. Der Mann war ein Genie.
2017 hatte ich wieder Beschwerden und ging diesmal direkt zu ihm. Derselbe liebenswerte Mensch, jedoch mit einer irgendwie veränderten Ausstrahlung. Wieder Röntgen, diesmal war er nicht sicher, ob sich die Tep gelockert hatte, man würde es bei der OP sehen. Wieder nur ganz kurze Wartezeit auf den OP Termin, wieder im KH einen Tag nach der OP die Physiotherapeutin schon da. Prof. Ahlers kam am Tag nach der OP und sagte mir, dass sich nichts gelockert hatte sondern er ein neues Zwischenteil mit 2 mm mehr Höhe eingesetzt habe. Diesesmal kam er nicht, wie beim ersten mal jeden Tag sondern nur noch einmal. Zuhause ging ich zur KG aber irgendwie fühlte sich alles seltsam an. Dann kamen ein paar Fäden der Subkutannaht neugierig durch die Haut und bis heute ist die Narbe immer noch nicht verblasst und ich spüre Druck auf dem Knie.
Da ich derzeit andere gesundheitliche Probleme habe, mache ich mir mit "Druck ist besser als Schmerz" Mut und hoffe, eines nach dem anderen angehen zu können.
Das Zunähen und Klammern hat er sicher nicht selber gemacht. Während meines KH-Aufenthaltes hörte ich jedoch immer wieder, dass er nicht wisse, wann es Zeit sei, aufzuhören. 2 Jahre zuvor stand noch alles "stramm", wenn er da war. Die Rot-Kreuz-Kliniken in Ffm. sind vom Pflegepersonal her einfach nur super. Bei beiden Aufenthalten hatte ich auch nie den Eindruck, dass Grabenkriege ausgefochten werden. Eine der Schwestern habe ich dann mal direkt gefragt, als sonst niemand da war und erhielt obige Auskunft.
Ich weiss und will es derzeit auch nicht wissen, was mit dem Knie ist. Und irgendwie bringe ich es nicht über's Herz, diesem liebenswerten alten Mann die Schuld zuzuschieben. Er ist nun an einem anderen KH in Ffm. aber ich werde, wenn die Beschwerden schlimmer werden, nicht mehr zu ihm gehen. Ich kann ihn verstehen, wenn ich daran denke, wie ich ihn kennengelernt habe, dass ein solches Genie Probleme hat sich einzugestehen, dass uns das Alter irgendwann alle beeinträchtigt. Andererseits sollte bei diesem Beruf auch das Verantwortungsbewusstsein ausgeprägt sein.
Wenn es denn sein muss, wird eine dritte OP stattfinden. Wie es allerdings der Kostenträger sieht, ist noch eine andere Frage. Die OP war im April, bis heute habe ich von ihm keine Rechnung über privatärztliche Leistungen, die GKV hat allerdings bezahlt. Egal wie, ich wünsche ihm alles Gute, diese Art von Ärzten sterben aus.
Bewertet 10,0 von 10 Punkten