Sertralin bei Depression, Dysthymie

MedikamentWegen welcher KrankheitDauer der Einnahme
SertralinDepression, Dysthymie28 Tage
Eingetragen am als Datensatz 43148

Beschreibung der unerwünschten Nebenwirkung:

Das Medikament half einigermaßen gegen die Depression, wenn auch etwas anders als im Lehrbuch: Die erste Wirkung war bei mir schon nach wenigen Tagen bei einer Dosis von 12,5 mg zu spüren: Der Nebel in meinem Gehirn lichtete sich deutlich.
Leider waren auch die Nebenwirkungen erheblich. Anfangs Blähungen, extreme Müdigkeit, allgemeines Unwohlsein, zum Teil auch Schlafprobleme. Diese Probleme wurden nach einigen Tagen besser, traten aber bei jeder Erhöhung der Dosis wieder verstärkt auf.
Nach der Erhöhung der Dosis auf 50mg besserte sich die Stimmung, doch gleichzeitig litt ich unter merkwürdigen Kopfschmerzen und starker Erhöhung des Blutdrucks. Leider wurden diese Symptome von meinen Ärzten nicht ernst genommen. Obwohl ich das Medikament zu diesem Zeitpunkt bereits auf 12,5 mg reduziert hatte, hatte ich zwei Tage später eine hypertensive Krise mit einem systolischen Blutdruck von über 230 (ab da war ich nicht mehr in der Lage mich zu rühren oder gar den Blutdruck zu messen), während der ich mich einfach grauenhaft fühlte. Und das trotz der "Notfalltropfen", die ich mir von meiner Hausärztin hatte verschreiben lassen! Sie kam plötzlich und unerwartet kurz nach dem Aufstehen. Zwei Stunden zuvor hatte ich noch einen Blutdruck von 130:80.
Zwei Tage später war der Blutdruck wieder sehr hoch. Generell schwankte er sehr stark, was sehr anstrengend für meinen Körper war.
Der Blutdruck ist jetzt nach drei Wochen wieder im Normbereich und stabil, aber ich fühle mich immer noch sehr erschöpft und leide unter starkem Schwindel, weichen Knien, starkem Krankheitsgefühl und völliger Appetitlosigkeit (wie bei Grippe).
Laut meiner Psychiaterin gibt es diese Symptome alle nicht, und schon gar nicht bei einer so niedrigen Dosis.
Ich kann nur sagen: NIE WIEDER!
Ergänzung einige Tage später: Da ich mangels Verständnis meiner Ärzte wieder arbeiten gehen mußte, ging es mir nun jeden Tag schlechter, der Blutdruck stieg wieder, der Schwindel steigerte sich, so dass ich momentan extrem zum Umkippen neige (was auch schon mehrmals passiert ist, nur leider erst nach der Arbeit), die Müdigkeit war zeitweise nicht mehr in den Griff zu bekommen (so dass ich fast am Schreibtisch eingeschlafen bin) - und als besonders scheußliches Symptom kam jetzt auch noch Muskelzittern hinzu.
Ich kann nur jeden vor diesem Medikament WARNEN. Es hat massive Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem, die völlig unberechenbar sind, und nicht einfach nach dem Absetzen verschwinden. Mit den Folgen muß man alleine klarkommen, denn Ärzte erhalten ihre Informationen ausschließlich von der Pharmaindustrie (jedenfalls meine Ärztin) und halten diese für gut und ausreichend, während Patienten sich ja bekanntermaßen immer alles mögliche einbilden.

Missbrauch melden

Die Nebenwirkungen dieses Beitrags wurden wie folgt zusammengefasst:

, , , , , , , ,

Wirkstoffe der Medikamente:

Sertralin

Patientendaten:

Geburtsjahr: 1964   Die Nebenwirkung dauert an
Größe (cm): 160   Eingetragen durch Patient
Gewicht (kg): 58
Geschlecht: weiblich

Einträge zu Sertralin

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht?

Bewertungsdurchschnitt

 

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht:

Sie müssen angemeldet sein um selbst einen Kommentar zu verfassen.
Loggen Sie sich ein, oder registrieren Sie sich hier schnell und kostenlos.

Mitglied werden…

  • Gleichgesinnte kennen lernen
  • Antworten erhalten
  • Unterstützung finden
  • Anderen helfen
  • Wissen weiter geben
  • Umarmt werden und Mut machen
Anmelden
 
/External/redirect/url/http%253A%252F%252Fwww.gesuendernet.de%252F

Wichtiger Hinweis zu Gesundheitsthemen

Die Inhalte und Dienste auf sanego dienen der persönlichen Information und dem Austausch von Erfahrungen. Eine individuelle ärztliche Beratung oder eine Fernbehandlung finden nicht statt. Alle Inhalte können in keinem Fall professionelle Beratung und Behandlung durch Ihren Arzt oder Apotheker ersetzen. Nehmen Sie keine Medikamente ohne Absprache mit Ihrem Arzt ein. Stellen Sie auch nicht die Einnahme verschriebener Medikamente ohne ärztliche Rücksprache ein.