Respiratorisches Synzytial-Virus-Infektion (RSV) – Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlung

Ein Vater mit offensichtlich erkranktem Baby auf dem Schoß in einer kinderärztlichen Praxis. Eine Kinderärztin hört das Baby an der Brust ab.

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein weit verbreiteter Erreger von Atemwegsinfektionen. Besonders häufig betroffen sind Säuglinge und Kleinkinder. In den Herbst- und Wintermonaten kommt es regelmäßig zu RSV-Wellen.

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Andere Bezeichnungen für die Krankheit Respiratorisches Synzytial-Virus-Infektion (RSV)

Respiratorisches Synzytial-Virus (RSV), Respiratorisches Synzytial-Virus-Infektion (RSV)

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Respiratorisches Synzytial-Virus-Infektion (RSV) Krankheit / Anwendungsgebiet - Wissen

Symptome RSV-Infektion

Die Beschwerden ähneln zunächst einer gewöhnlichen Erkältung. Typisch sind:

Bei Säuglingen kann sich die Infektion rasch auf die unteren Atemwege ausbreiten. Warnzeichen sind:

  • schnelle oder erschwerte Atmung
  • pfeifende Atemgeräusche
  • Einziehungen der Haut zwischen den Rippen beim Atmen
  • Trinkschwäche
  • bläuliche Lippen oder Haut (Notfall)

In schweren Fällen kann sich eine Bronchiolitis (Entzündung der kleinen Atemwege) oder eine Lungenentzündung entwickeln.

Wie wird eine RSV-Infektion diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt zunächst anhand der typischen Symptome und der körperlichen Untersuchung. Der Arzt oder die Ärztin hört die Lunge ab und beurteilt die Atmung.

Zur Bestätigung kann ein Abstrich aus Nase oder Rachen durchgeführt werden. Mit einem Schnelltest oder einer Laboruntersuchung lässt sich das Virus direkt nachweisen. Ein Bluttest ist meist nicht erforderlich.

Schnelltests zum Nachweis einer RSV-Infektion finden Sie unter anderen hier:

Welcher Arzt diagnostiziert eine RSV-Infektion?

Bei Kindern ist in der Regel der Kinderarzt oder die Kinderärztin die erste Anlaufstelle.

Bei älteren Jugendlichen oder Erwachsenen kann auch der Hausarzt oder die Hausärztin die Diagnose stellen.

Bei schweren Verläufen erfolgt die Behandlung im Krankenhaus.

Heilungschancen bei einer Respiratorisches Synzytial-Virus-Infektion

In den meisten Fällen heilt eine RSV-Infektion innerhalb von ein bis zwei Wochen folgenlos aus. Die Behandlung ist symptomatisch, das heißt:

  • Fiebersenkung
  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr
  • Nasentropfen zur Erleichterung der Atmung (altersgerecht)
  • Inhalationen nach ärztlicher Empfehlung

Ein spezielles Medikament gegen RSV ist im Regelfall nicht erforderlich. Antibiotika helfen nur bei bakteriellen Zusatzinfektionen.

Risikogruppen – etwa Frühgeborene oder Kinder mit Herz- oder Lungenerkrankungen – haben ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe. Für bestimmte Hochrisikokinder gibt es vorbeugende Antikörpertherapien.

Schutzmaßnahmen: Wie können Eltern vorbeugen?

RSV wird über Tröpfcheninfektion und direkten Kontakt übertragen. Folgende Maßnahmen reduzieren das Risiko:

  • regelmäßiges und gründliches Händewaschen
  • Vermeidung von engem Kontakt zu erkälteten Personen
  • kein Küssen des Babys bei Erkältungssymptomen
  • regelmäßiges Lüften
  • Reinigung von Spielzeug und Oberflächen
  • Rauchverzicht im Umfeld des Kindes

Besonders in der RSV-Saison sollte der Kontakt zu größeren Menschenansammlungen bei Neugeborenen möglichst eingeschränkt werden.

Impfmöglichkeiten und vorbeugende Antikörper gegen das Respiratorisches Synzytial-Virus

Folgende RSV-Impfungen stehen zur Verfügung:

  • Monoklonale Antikörper (z. B. Nirsevimab) können Säuglinge in ihrer ersten RSV-Saison vor schweren Verläufen schützen. Sie werden einmalig intramuskulär verabreicht.
  • Für Schwangere ist eine RSV-Impfung möglich, um über die Plazenta schützende Antikörper an das Neugeborene weiterzugeben.

Die Empfehlungen können sich je nach Alter, Risikoprofil und aktueller Impfstrategie unterscheiden. Eine individuelle Beratung durch die Kinderärztin oder den Kinderarzt ist daher sinnvoll.

Mehr Wissenswertes zur Impfung gegen das Respiratorische Synzytial-Virus: RSV-Impfung: Schutz vor dem Respiratorischen Synzytial-Virus

Quellen

Autor

Daniel Haag ist seit November 2021 Head of SEO bei der ärzte.de MediService GmbH & Co. KG und in dieser Funktion unter anderem für die Suchmaschinenoptimierung von sanego.de zuständig. Mit jahrelanger Erfahrung als Online-Redakteur und in anderen Disziplinen erweitert er das Know-how der Redaktion.
Als ausgebildeter Sänger, passionierter Hobby-Fußballer und Radfahrer beschäftigt er sich privat immer wieder mit dem Stimmapparat, Erkrankungen der Atemwege und Beschwerden am Bewegungsapparat. Der Vater zweier Kinder interessiert sich naturgemäß auch besonders für Kinderkrankheiten.