Bakterien, Pilze, Viren und Milben gelten gemeinhin als etwas Schlechtes. Tatsächlich haben sie aber auch eine wichtige Aufgabe. Sie gehören zu einem fragilen Ökosystem, das in unserem Darm und auf unserer Haut lebt. Dort beeinflussen sie zum Beispiel verschiedene Erkrankungen. Die Forschung dazu steht allerdings noch am Anfang.
Was wir bisher zum Hautmikrobiom wissen, hat Ernährungswissenschaftlerin Dr. Michaela Axt-Gadermann in ihrem Buch „Das Hautmikrobiom: Der ganzheitliche Ansatz für eine gesunde und schöne Haut“ zusammengetragen. In unserem Interview gibt sie Tipps zur Hautpflege, zum Stärken des Hautmikrobioms und für das fragile Ökosystem unseres Körpers.
sanego: Bakterien und Pilze verbinden wir nach wie vor eher mit etwas Schlechtem. Wie reagieren die Menschen, wenn Sie ihnen vom Hautmikrobiom erzählen?
Dr. Michaela Axt-Gadermann: Zunächst oft mit Erstaunen oder auch einem kleinen Schreckmoment. Viele Menschen möchten am liebsten nicht wissen, dass auf einem Quadratzentimeter Haut bis zu eine Million Mikroorganismen leben – Bakterien, Pilze, Viren und sogar Milben. Auf einer durchschnittlichen Handoberfläche leben mehr als 150 Bakterienarten. Das klingt erst einmal nach einem überzeugenden Argument für Desinfektionsmittel. Seit Corona ist es für viele zu einem Reflex geworden, sich mehrmals täglich die Hände zu desinfizieren. Viele fühlen sich unsicher, wenn sie es nicht tun. Aber tatsächlich ist die Bakterienvielfalt auf der Haut ein Zeichen für ein stabiles Ökosystem., das wir schützen müssen und nicht schädigen sollten.
Und erfreulicherweise haben mehr als 20 Jahre Forschung zum Darmmikrobiom und auch die umfangreiche Berichterstattung in den Medien zu interessanten Bereichen der Mikrobiom-Forschung sicher schon einiges bewirkt und dadurch das einstmals schlechte Image der Mikroorganismen etwas korrigieren können
Das Hautmikrobiom ist allerdings noch ein ganz neues Forschungsgebiet und dementsprechend fehlt vielen noch das Wissen über seine Bedeutung. Deshalb versuche ich, den Blick von „Keime entfernen“ zu „gute Keime fördern“ zu verändern. Gesundheit bedeutet nicht sterile Sauberkeit, sondern ein widerstandsfähiges mikrobielles Gleichgewicht. Und ohne die richtigen Bakterien altert die Haut schneller und wird anfälliger für zahlreiche Hauterkrankungen.
ist Ernährungs- und Sportmedizinerin, Dermatologin sowie Professorin für Gesundheitsförderung an der Hochschule Coburg. Dort erforscht sie unter anderem den Zusammenhang zwischen Darmbakterien und Gesundheit. Außerdem hat sie mehrere Bücher geschrieben, darunter „Der neue Fasten-Code“, „Schlank mit Darm“ und „Das Hautmikrobiom“.

sanego: Welche drei Dinge sollte jede(r) unbedingt über das Hautmikrobiom wissen?
Dr. Michaela Axt-Gadermann: Erstens: Bakterien sind enorm wichtig für unsere Gesamtgesundheit. Ein artenreiches Hautmikrobiom schützt uns nicht nur Hauterkrankungen, Alterungsprozessen und Entzündungen, sondern beeinflusst auch unsere Psyche und unser Stressempfinden und senkt indirekt auch das Risiko für Arterienverkalkung und Stoffwechselstörungen. Hautbakterien beeinflussen den pH-Wert, die Hautbarriere, Entzündungen, Wundheilung und sogar den Körpergeruch.
Zweitens: Das Hautmikrobiom ist so individuell wie ein Fingerabdruck. Es unterscheidet sich nicht nur von Mensch zu Mensch, sondern auch von Körperstelle zu Körperstelle. Die Stirn, die Achselhöhle, die Hände und die trockenen Unterschenkel sind völlig verschiedene Lebensräume. Selbst Haarfollikel, Talgdrüsen und tiefere Hautschichten sind besiedelt – nicht nur die Oberfläche.
Drittens: Das Mikrobiom ist veränderbar. Hautpflege, Ernährung, Stress, UV-Licht, Antibiotika, Wohnort, Naturkontakt und soziale Nähe prägen es. Familie und Freunde „pflanzen“ uns buchstäblich neue Mikroorganismen ein. Das Hautmikrobiom ist also kein festes Schicksal, sondern ein dynamischer Garten, den wir mit unserem Lebensstil pflegen können.
Wie sieht Hautmikrobiom-freundliche Hautpflege aus
sanego: Was passiert mit dem Hautmikrobiom, wenn wir uns waschen oder eincremen?
Dr. Michaela Axt-Gadermann: Wenn wir Duschen, uns eincremen oder Makeup entfernen, beeinflussen wir damit nicht nur unsere Haut, sondern immer auch ihre mikroskopisch kleinen Bewohner. Natürlich müssen wir unsere Haut pflegen, vor UV-Strahlen schützen und hin und wieder reinigen, sollten es aber nicht übertreiben. Mit jeder Reinigung verändern wir nämlich die Lebensbedingungen auf der Haut: Mit schäumenden Duschgelen, heißem Wasser, Desinfektion und basischen Produkten entfernen wir nicht nur Schweiß, Schmutz und Lipide, schwächen zugleich den Säureschutzmantel und dezimieren die nützlichen Mikroben.
Gesunde Haut besitzt einen „Säureschutzmantel“, der aus einem niedrigen, sauren pH-Wert von 4,5 bis 5,5 besteht. Viele hilfreiche Hautbakterien benötigen ein solches saures Milieu. Basische Bäder, basische Pflege oder klassische Seifen heben den pH-Wert jedoch an. Die häufig beworbene „Entsäuerung“ der Haut durch basische Produkte ist weder notwendig noch wissenschaftlich belegt. Im Gegenteil: Steigt der pH-Wert, leidet das Mikrobiom, problematische Keime können sich leichter ausbreiten. Aknebakterien profitieren davon ebenso wie Staphylococcus aureus, ein Bakterium, das bei Neurodermitis Entzündungen und Juckreiz verstärken kann. Und auch Enzyme, die unser Kollagengewebe angreifen und die Haut schneller altern lassen, sind bei einem höheren, basischen pH-Wert auf der Haut deutlich aktiver. Eine saure Hautoberfläche ist deshalb auch „better aging“ für die Haut. Basische Bäder und basische Kosmetik sind vor diesem Hintergrund kritisch zu betrachten.
Konservierungsmittel und ätherische Öle sind in vielen Kosmetikprodukten notwendig, um Keime abzutöten und dadurch zu verhindern, dass die Produkte verderben. Untersuchungen, auch eigene Studien, zeigen jedoch, dass diese Substanzen auch die Bakterien auf der Haut dezimieren, wenn sie zu häufig und hoch konzentriert angewendet werden. Auch hier sollte man immer mal zu Ölen oder Hautpflege mit wenig Konservierungsstoffen greifen.
sanego: Worauf sollten wir bei der Hautpflege achten?
Dr. Michaela Axt-Gadermann: Wir sollten unsere Haut nicht ständig „reinigen“, sondern sie wie einen Garten gezielt gärtnern und pflegen. Das wichtigste Ziel ist nicht Keimfreiheit. Unsere Haut braucht eine Pflege, die ihren Säureschutzmantel, ihre Lipidbarriere und vor allem ihre nützlichen Mikroben unterstützt. Bevorzugen Sie Pflege mit einem pH-Wert im sauren Hautbereich, etwa um 5,5. Verzichten Sie möglichst auf basische Kosmetik, Basensprays und Basenbäder. Gerade bei Akne oder Neurodermitis können sie den Säureschutzmantel beeinträchtigen und problematische Keime begünstigen.
Naturkosmetik ist nicht automatisch mikrobiomfreundlich. Auch natürliche Pflegeprodukte müssen haltbar gemacht werden und enthalten deshalb häufig ätherische Öle wie Lavendel-, Teebaum-, Rosmarin- oder Zitrusöl. Diese können zwar Duftstoffe und synthetische Konservierung ersetzen, töten aber ebenfalls Bakterien ab. Sie unterscheiden nicht zwischen unerwünschten Keimen und nützlichen Hautbakterien, können die Hautbarriere beeinträchtigen und nicht selten Kontaktallergien begünstigen.
Sinnvoll sind Inhaltsstoffe wie Ceramide, Squalan, Glycerin oder Hyaluronsäure, die die Hautbarriere stärken. Diese schaffen nicht nur einen besseren Lebensraum für das Hautmikrobiom, sondern eine gesunde Hautbarriere reduzierte nachweislich auch Entzündungen im ganzen Körper.
Wie Sie das Hautmikrobiom stärken
sanego: Wie können wir das Hautmikrobiom sonst noch stärken?
Dr. Michaela Axt-Gadermann: Das beginnt nicht im Badezimmer, sondern im Alltag. Naturkontakt ist viel wertvoller fürs Mikrobiom als eine gut geputzte Wohnung: Erde, Wald, Garten, Tiere und normale Umweltkontakte erweitern unsere mikrobielle Vielfalt. Studien zeigen, dass bereits ein einstündiger Aufenthalt im Wald das Hautmikrobiom verbessert und regeneriert. Und gerade für die Gesundheit von Kindern ist eine zu saubere und keimfreie Umgebung nicht zuträglich. Ihr Immunsystem lernt durch kontrollierten Kontakt mit Mikroorganismen, zwischen harmlos und gefährlich zu unterscheiden. Fehlt dieser Kontakt, steigt das Risiko für Allergien, Asthma und Neurodermitis. In einer finnischen Studie wurden vormals eher sterile Kita-Außenflächen mit Waldboden, Moosen, Pflanzen und Erdhügeln umgestaltet. Nach wenigen Wochen hatten die Kinder ein vielfältigeres Haut- und Darmmikrobiom sowie mehr entzündungshemmende Immunzellen. In den unveränderten Kontroll-Kitas zeigte sich dieser Effekt nicht. Wer keinen Wald vor der Tür hat, der profitiert auch von Zimmerpflanzen, Haustieren und Verzicht auf desinfizierende Haushaltsreiniger.
Ebenso prägen soziale Kontakte unser Hautmikrobiom. Bei Umarmungen, Händedruck, Küssen oder einfach durch den gemeinsamen Aufenthalt in einem Raum tauschen wir fortwährend Mikroorganismen aus. Familienmitglieder und enge Freunde entwickeln dadurch mit der Zeit teilweise ähnliche mikrobielle Profile. In einer Studie teilten Personen desselben Haushalts rund 14 Prozent ihrer Bakterien, Freunde etwa 8 Prozent. Nähe wärmt also nicht nur emotional: Sie erweitert auch unseren mikrobiellen „Bekanntenkreis“. Berührung kann zudem Stress senken – und weniger Stress unterstützt ebenfalls Hautbarriere und Mikrobiom.
sanego: Wie sinnvoll sind Hautpflege-Mittel mit probiotischen Bakterien?
Dr. Michaela Axt-Gadermann: Hier lohnt sich ein genauer Blick, weil Marketing und Wissenschaft oft vermischt werden. Echte Probiotika sind per Definition lebende Mikroorganismen, die in ausreichender Menge einen gesundheitlichen Nutzen haben. Auf vielen Cremes steht zwar „probiotisch“, in der INCI-Liste finden sich dann aber Begriffe wie „Lactobacillus Ferment“, „Lysat“ oder „Filtrat“. Das sind dann keine lebenden Bakterien, sondern inaktivierte Bakterienbestandteile oder Stoffwechselprodukte.
Das ist zwar nicht wertlos, Lysate und Fermente können die Hautbarriere, Feuchtigkeitsspeicherung und Reiztoleranz durchaus verbessern. Sie können sich aber nicht dauerhaft ansiedeln oder problematische Keime aktiv verdrängen. Dazu braucht es lebende, vermehrungsfähige und passend ausgewählte Stämme. Genau das ist technisch schwierig, weil klassische wasserhaltige Cremes konserviert werden müssen – und Konservierungsstoffe nützliche Bakterien ebenso abtöten können wie unerwünschte. Bislang gibt es deshalb nur ganz vereinzelt Kosmetikprodukte mit lebenden, aktiven Bakterien.
In eigenen Studien konnten wir nachweisen, wie wirkungsvoll diese lebenden Bakterien sein können. Bei Neurodermitis spielt Staphylococcus aureus eine entscheidende Rolle. Je mehr dieser Keime auf der Haut sind, desto stärker sind Entzündungen, Juckreiz, Krusten und Ekzeme auf der Haut. Allein mit einem probiotischen Bad bzw. einer Fettsalbe mit dem Bakterienkomplex Baplexin 621, der lebenden Milchsäure- und Bifidobakterien enthält, ließen sich diese wirksam verdrängen. Nach 14 Tagen waren die Staphylococcus aureus Bakterien auf der Haut um mehr als 83 Prozent reduziert. Juckreiz, Ekzeme, Entzündungen und Kratzspuren besserten sich sichtbar und spürbar.
Ähnlich gute Effekte konnten wir mit Bakterien-Fußbädern bei Fußgeruch und Fußpilz erzielen. Das zeigt, wie wirksam die richtigen Bakterienmischungen sein können. Aber wir mussten in unseren Studien auch feststellen, dass es darauf ankommt, die richtigen Bakterien für das entsprechende Hautproblem zu finden. Nicht jede unserer, in Studien getesteten Bakterien-Mischungen war auch wirksam.
Welche Krankheiten werden durch das Hautmikrobiom beeinflusst?
sanego: Bei welchen Hautkrankheiten spielt das Hautmikrobiom eine besondere Rolle?
Dr. Michaela Axt-Gadermann: Bei vielen Hautproblemen und Hautkrankheiten lässt sich eine Dysbiose, also eine Veränderung des Haut- und oft auch des Darmmikrobioms nachweisen. Und diese aus der Balance geratenen Mikrobiome stellen zumindest eine Teilursache der Hauterkrankungen dar. Ziemlich gut belegt ist das für Neurodermitis, Akne, Rosazea, Fußgeruch und Fußpilz, seborrhoisches Ekzem und Psoriasis. Einzelne Studien bringen aber inzwischen auch andere, seltenere Erkrankungen mit dem Hautmikrobiom in Verbindung.
Bei Neurodermitis finden wir häufige eine extrem starke Ausbreitung von Staphylococcus aureus. Der Keim verdrängt dann schützende Bakterien und verursacht Entzündungen und Ekzeme.
Bei Akne spielt Cutibacterium acnes eine Schlüsselrolle, aber auch Stress, Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel beeinflussen das Geschehen. Vitamine wie B 12, Biotin oder Bierhefe können, entgegen oft anderer Vermutungen, die Haut sogar deutlich verschlechtern, da sie die Vermehrung von Cutibakterien fördern.
Demodex-Milben sind ein entscheidender Faktor im Hautmikrobiom bei Akne. Ganz wichtig, aber kaum beachtet, sind Verdauungsprobleme bei Rosazea. Eine Infektion mit dem Magenkeim „Helicobacter pylori“, eine Störung des Darmmikrobioms oder eine bakterielle Besiedelung des Dünndarms (SIBO) sollten abgeklärt werden. Trotz bester Hautpflege wird die Rosazea nie Ruhe geben, wenn diese Darmprobleme die Entzündungen ständig wieder anheizen.
Fußgeruch und Körpergeruch werden fast ausschließlich durch Mikroorganismen verursacht. Wird das Hautmikrobiom wieder in Balance gebracht, normalisiert sich der Geruch innerhalb kürzester Zeit. In Studien mit probiotischen Fußbädern konnten wir das sehr gut nachweisen.
sangeo: Das Hautmikrobiom beeinflusst aber nicht nur unsere Hautgesundheit: Wo hat es noch Auswirkungen?
Dr. Michaela Axt-Gadermann: Das Hautmikrobiom beeinflusst weit mehr als Pickel, Ekzeme oder Hautalterung. Es kommuniziert mit unserem Immun- und Nervensystem und mit den Hautzellen und ist dadurch Teil eines größeren Netzwerks, das Haut, Gehirn, Darm und Stoffwechsel miteinander verbindet.
Über die Haut-Hirn-Achse können Hautmikroben vermutlich Stimmung, Stressverarbeitung und die Wahrnehmung von Reizen mit beeinflussen.
Unser Hautmikrobiom kann Entzündung fördern oder unterbinden und kann dadurch indirekt auch die allgemeine Gesundheit positiv oder negativ beeinflussen. Vorzeitig gealterte oder chronisch entzündete Haut kann Botenstoffe freisetzen, die im gesamten Körper Entzündung verstärken. Und diese werden mit einem erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko und Stoffwechselstörungen in Verbindung gebracht.
Und auch die Attraktivität für Mücken hängt zum Teil von Stoffen, die Hautbakterien aus Schweiß und Hautfetten bilden. Das individuelle Hautmikrobiom prägt damit unsere persönliche Duftsignatur – und diese kann Mücken stärker anlocken oder weniger interessant machen.
Tipps für ein stabiles Ökosystem auf Haut, Schleimhauten und im Darm
sanego: Was sollten unsere Leser und Leserinnen zum Abschluss über das Fördern stabiler Ökosysteme auf Haut, Schleimhäuten und im Darm wissen?
Dr. Michaela Axt-Gadermann: Nicht jedes Bakterium ist ein Gegner. Wir tragen eine enorme und höchst individuelle Lebensgemeinschaft mit uns – auf der Haut, im Darm, im Mund, an Schleimhäuten und in vielen weiteren Körperregionen. Gesunde Mikrobiome sind eine wichtige Grundvoraussetzung für unsere Gesamtgesundheit. Und mit unserem Lebensstil können wir sie fördern.
Unser Hautmikrobiom liebt die Natur, die sozialen Kontakte, eine nicht übertriebene, mikrobiomfreundliche und saure Hautpflege, Hygiene mit Augenmaß, weniger unnötige Desinfektion, mehr UV-Schutz.
Dem Darmmikrobiom bekommen viele Ballaststoffe und Pflanzenkost, Bewegung, Stressmanagement und Verzicht auf Abführmittel und Darmreinigungen (einzige Ausnahme: Vorbereitung auf eine Darmspiegelung).
Und unser Mundschleimhautmikrobiom benötigt täglich eine gründliche Zahnreinigung, regelmäßige Zahnarztbesuche, aber einen sehr vorsichtigen Umgang mit desinfizierenden Mundspülungen.











