Hyperekplexie – Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlung

Ein

Hyperekplexie ist eine seltene neurologische Erkrankung, bei der Betroffene auf unerwartete Reize (z. B. Geräusche, Berührung, Licht) mit einer übermäßig starken Schreckreaktion reagieren. Bei der klassischen, angeborenen Form („konnatale“ bzw. häufiger: kongenitale Hyperekplexie) beginnen die Symptome meist schon im Neugeborenenalter. Typisch sind eine ausgeprägte Muskelsteife (Hypertonie) im Wachzustand und nach dem Schreckreiz eine kurze Phase starrer Unbeweglichkeit, häufig ohne Bewusstseinsverlust. Die Beschwerden können Epilepsie nachahmen, die Ursachen und Untersuchungsbefunde sind jedoch oft anders (z. B. normales EEG). Hyperekplexie ist wichtig zu erkennen, weil die Erkrankung in vielen Fällen gut behandelbar ist und weil im Säuglingsalter Atemprobleme (z. B. Apnoen) und Verletzungen durch Stürze relevant sein können.

Community über Hyperekplexie

Wir haben 5 Patienten Berichte zu der Krankheit Hyperekplexie.

Prozentualer Anteil 80% 20%
Durchschnittliche Größe in cm1620
Durchschnittliches Gewicht in kg670
Durchschnittliches Alter in Jahren 5239
Durchschnittlicher BMI in kg/m225,920,00

Bei Hyperekplexie wurde bisher über folgende Medikamente berichtet:

Medikament%% Bewertung (Durchschnitt)
Rivotril100% 5

Bei Hyperekplexie wurde bisher über folgende Wirkstoffe berichtet:

Wirkstoff%% Bewertung (Durchschnitt)
Clonazepam100% 5 (5 Bew.)

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Folgende Berichte von Patienten liegen bisher vor

Patienten Berichte über die Anwendung von Rivotril bei Hyperekplexie

⌀ Durchschnitt 7,2 von 10,0 Punkten

Rivotril für Hyperekplexie mit Müdigkeit, Nervosität

Nehme Rivotril seit ca. einem Jahr (seit 2014) Das Medikament hilft mir bei den meine Bewegungsstörung doch sehr. Nebenwirkungen zeigen sich bei mir dass es sehr müde macht, außerdem bin ich etwas nerövser als vorher. Die Dosis muss jedoch aufgrund der Tachyphylaxie (Wirkverlust) doch sehr...

Rivotril bei Hyperekplexie

MedikamentWegen welcher KrankheitDauer der Einnahme
RivotrilHyperekplexie1 Jahre

Beschreibung der Wirksamkeit und Nebenwirkungen:

Nehme Rivotril seit ca. einem Jahr (seit 2014)

Das Medikament hilft mir bei den meine Bewegungsstörung doch sehr. Nebenwirkungen zeigen sich bei mir dass es sehr müde macht, außerdem bin ich etwas nerövser als vorher.

Die Dosis muss jedoch aufgrund der Tachyphylaxie (Wirkverlust) doch sehr schnell wieder erhört werden.

Dies ist wohl eine allgemeines Problem bei Wirkstoffen aus der Gruppe der Benzodiazepienen. Und hat daher eine hohes Abhängigkeitspotenial.

Will daher dass Medikament schnellst möglich wieder absetzen.

Eingetragen am  31.01.2015  als Datensatz 66139
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Die Nebenwirkungen dieses Beitrags wurden wie folgt zusammengefasst:

,

Bewertung der Medikamente durch den Eintragenden:

Rivotril
Wirksamkeit
Verträglichkeit
Anwendung
Preis/Leistungs-Verhältnis
Empfehlung
Durchschnitt

Wirkstoffe der Medikamente:

Clonazepam

Patientendaten:

Geburtsjahr:1987 
Größe (cm):-  Eingetragen durch Patient
Gewicht (kg):-
Geschlecht: männlich

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Eingetragen am 31.01.2015
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Rivotril für Hyperekplexie mit Müdigkeit, Depression, Sehstörungen, Reizbarkeit, Aggressivität

Ich nehme Rivotril jetzt etwa seit fünf Jahren. Zuerst hat es mein Leben nur positiv geändert. Ich hatte von heute auf morgen ein Gleichgewicht, wurde von Woche zu Woche selbstständiger, bin seit der Einnahme nicht mehr gestürzt, kaum noch schreckhaft und kann seitdem ein selbstständiges Leben...

Rivotril bei Hyperekplexie

MedikamentWegen welcher KrankheitDauer der Einnahme
RivotrilHyperekplexie5 Jahre

Beschreibung der Wirksamkeit und Nebenwirkungen:

Ich nehme Rivotril jetzt etwa seit fünf Jahren.
Zuerst hat es mein Leben nur positiv geändert. Ich hatte von heute auf morgen ein Gleichgewicht, wurde von Woche zu Woche selbstständiger, bin seit der Einnahme nicht mehr gestürzt, kaum noch schreckhaft und kann seitdem ein selbstständiges Leben führen. Früher konnte ich keine Stufe ohne Handlauf gehen, konnte keine Straßen überqueren und der kleinste Weg konnte für mich unüberwindbar sein.
Da die Wirkung Anfang 2014 nachließ, erhöhte ich von damals 12 Tropfen (morgens, mittags und abends) auf etwa 20 Tropfen bzw. 2,5 mg (dann nahm ich Tabletten), abends 2 mg und morgens 0,5 mg. Natürlich war die Erhöhung mit einem Spezialisten abgesprochen!

Zuerst war alles gut, doch dann veränderte ich mich nach und nach. Ich habe diese Veränderungen nicht mit Rivotril in Verbindung gesetzt. Erst mein Hausarzt machte mich darauf aufmerksam.
Ich habe richtige Wesensveränderungen bekommen. Aggressivität, Wut, Depressionen, der Wunsch, mich selber zu verletzten, Eifersucht, Hassgefühle. Alles Eigenschaften und Gefühle, die mir zuvor total fremd waren.
Das geht jetzt seit über einem halben Jahr so und hat mein Leben, meinen Alltag, meine Ehe sehr beeinflusst. Ich habe nach Rücksprache mit meinem Neurologen das Rivotril auf 2 mg abends reduziert. Es ist zwar deutlich besser geworden, ich habe keine Wutausbrüche mehr, die Eifersucht lässt nach, aber trotzdem bin ich nicht mehr "die Alte" und möchte eigentlich nur noch mein altes Leben bzw. mein Wesen wieder haben!

Ich habe vier Jahre sehr gut mit Rivotril gelebt, aber dieses Jahr "durfte" ich die Schattenseiten eines so starken Medikamentes kennenlernen.

Eingetragen am  31.12.2014  als Datensatz 65597
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Die Nebenwirkungen dieses Beitrags wurden wie folgt zusammengefasst:

, , , ,

Bewertung der Medikamente durch den Eintragenden:

Rivotril
Wirksamkeit
Verträglichkeit
Anwendung
Preis/Leistungs-Verhältnis
Empfehlung
Durchschnitt

Wirkstoffe der Medikamente:

Clonazepam

Patientendaten:

Geburtsjahr:1978 
Größe (cm):164  Eingetragen durch Patient
Gewicht (kg):52
Geschlecht: weiblich

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Hyperekplexie Krankheit / Anwendungsgebiet - Wissen

Hyperekplexie (Schreckkrankheit, Startle disease; konnatale/kongenitale Hyperekplexie) – Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlung

Hyperekplexie ist eine seltene neurologische Erkrankung, bei der Betroffene auf unerwartete Reize (z. B. Geräusche, Berührung, Licht) mit einer übermäßig starken Schreckreaktion reagieren. Bei der klassischen, angeborenen Form („konnatale“ bzw. häufiger: kongenitale Hyperekplexie) beginnen die Symptome meist schon im Neugeborenenalter. Typisch sind eine ausgeprägte Muskelsteife (Hypertonie) im Wachzustand und nach dem Schreckreiz eine kurze Phase starrer Unbeweglichkeit, häufig ohne Bewusstseinsverlust. Die Beschwerden können Epilepsie nachahmen, die Ursachen und Untersuchungsbefunde sind jedoch oft anders (z. B. normales EEG). Hyperekplexie ist wichtig zu erkennen, weil die Erkrankung in vielen Fällen gut behandelbar ist und weil im Säuglingsalter Atemprobleme (z. B. Apnoen) und Verletzungen durch Stürze relevant sein können.

Dieser Beitrag dient der medizinischen Orientierung und ersetzt keine ärztliche Diagnose. Eine(n) entsprechende(n) Arzt oder Ärztin finden Sie in unserer Arztsuche.

Definition: Was ist Hyperekplexie?

Hyperekplexie ist eine Erkrankung des Nervensystems mit pathologisch gesteigerter Schreckreaktion. Bei der hereditären (erblichen) Hyperekplexie beruht dies meist auf einer Störung der hemmenden Signalübertragung im Hirnstamm und Rückenmark, häufig im sogenannten glyzinergen System (Glycin ist ein hemmender Botenstoff im Nervensystem). Dadurch können Reize, die bei gesunden Menschen nur ein kurzes Erschrecken auslösen, bei Betroffenen eine besonders starke Schreckreaktion hervorrufen. Diese wird auch bei Wiederholung nicht deutlich schwächer.

In der Praxis wird zwischen einer erblichen/primären Hyperekplexie und sporadischen oder erworbenen Formen unterschieden. Außerdem wird klinisch oft eine „Major“-Form (mit neonataler Steife und ausgeprägten Episoden) und eine „Minor“-Form (überwiegend verstärkte Schreckreaktion) beschrieben.

Andere Namen und medizinische Bezeichnungen von Hyperekplexie

  • Schreckkrankheit / Startle disease: gebräuchliche Bezeichnungen, besonders für die erbliche Form.
  • Konnatale/kongenitale Hyperekplexie: meint eine von Geburt an bestehende Form. In der medizinischen Fachsprache ist „kongenital“ üblich.
  • Hereditäre Hyperekplexie: wenn eine genetische Ursache vorliegt.

Womit Hyperekplexie verwechselt werden kann

Hyperekplexie kann anderen Erkrankungen ähneln, insbesondere weil die Episoden plötzlich auftreten und mit Versteifung, Zuckungen, Atemproblemen oder Blauverfärbung (Zyanose) einhergehen können. Häufige Abgrenzungen sind:

  • Epileptische Anfälle (z. B. bei Neugeborenen): Hyperekplexie wird oft durch einen äußeren Reiz ausgelöst, zum Beispiel durch ein Geräusch oder eine Berührung, und zeigt häufig ein unauffälliges EEG zwischen den Ereignissen.
  • Stiff-Man-Syndrom: seltene Autoimmunerkrankung mit schmerzhafter Rumpf- und Beinsteife, typischerweise im Erwachsenenalter.
  • Tetanus: infektiöse Erkrankung mit Muskelkrämpfen und -steife, meist mit anderer Anamnese (z. B. Wundinfektion, fehlender Impfschutz).
  • Andere Erkrankungen mit übersteigerter Schreckreaktion: Dazu zählen symptomatische oder erworbene Startle-Syndrome, zum Beispiel bei Erkrankungen des Hirnstamms.

Symptome von Hyperekplexie

Die Ausprägung kann variieren, nicht alle Symptome müssen gleichzeitig auftreten.

Typische Beschwerden/Zeichen (v. a. bei konnataler/kongenitaler Hyperekplexie):

  • Ausgeprägte Schreckreaktion auf unerwartete akustische, taktile oder visuelle Reize.
  • Kurzzeitige generalisierte Steife nach dem Schreckreiz („Einfrieren“), häufig bei erhaltenem Bewusstsein.
  • Neonatale Muskelsteife (Hypertonie) im Wachzustand, im Schlaf oft deutlich geringer.
  • Stürze ohne ausreichende Schutzreaktion (v. a. bei älteren Kindern/Erwachsenen), dadurch Verletzungsrisiko.
  • übersteigerte Reflexe (Hyperreflexie): teils auffällige Kopf-Rückziehreaktion bei wiederholter Reizung.

Mögliche Begleitprobleme (besonders im Säuglingsalter):

  • Atemaussetzer (Apnoen), Zyanose (Blaufärbung), Schluck‑/Koordinationsstörungen beim Füttern, Risiko für Aspiration.
  • Entwicklungsverzögerungen sind nicht typisch für alle Formen, können aber je nach genetischer Ursache oder Syndromform vorkommen.

Warnzeichen für rasche ärztliche Abklärung:

  • Atempausen, Zyanose, wiederholte schwere Steifheitsattacken im Säuglingsalter
  • Stürze mit Verletzungen oder häufige Ereignisse im Alltag
  • Ereignisse mit Bewusstseinsverlust, anhaltenden Krämpfen oder Fieber

Ursachen und Risikofaktoren von Hyperekplexie

erbliche/primäre Hyperekplexie:

  • Häufig liegen krankheitsverursachende Varianten in Genen vor, die für Bestandteile der Glycinrezeptoren oder den Glycin-Transport wichtig sind (z. B. GLRA1, GLRB, SLC6A5).
  • Die Erkrankung kann auf unterschiedliche Weise vererbt werden. Manche genetischen Formen werden schon weitergegeben, wenn ein verändertes Gen von einem Elternteil stammt, andere nur dann, wenn beide Eltern eine entsprechende Veränderung vererben. In seltenen Fällen ist Hyperekplexie Teil einer umfassenderen angeborenen Erkrankung.

sporadische/erworbene Startle-Syndrome („Hyperekplexie“ im weiteren Sinn):

  • Übersteigerte Schreckreaktionen können auch sekundär auftreten, z. B. bei Hirnstamm-Erkrankungen oder anderen neurologischen Ursachen. Diese Formen werden diagnostisch anders eingeordnet.

Risikofaktor im engeren Sinn ist bei der primären Form vor allem eine familiäre Häufung. Denn es gibt Hinweise auf eine genetische Ursache.

Diagnose von Hyperekplexie

Die Diagnostik erfolgt typischerweise in der Neuropädiatrie (bei Säuglingen/Kindern) oder in der Neurologie.

Bausteine der Diagnostik:

  • Anamnese (Ereignisbeschreibung, Auslöser, Beginn ab Geburt, Familienanamnese) und ggf. Videoaufnahmen der Episoden.
  • körperliche/neurologische Untersuchung: Beurteilung von Muskeltonus, Reflexen und der Schreckreaktion. Ein klinischer Hinweis kann eine Kopf‑Rückziehreaktion sein, die auch bei wiederholter Reizung nicht schwächer wird, zum Beispiel beim wiederholten leichten Beklopfen der Nasenwurzel.
  • Abgrenzung zu Epilepsie: EEG/Video‑EEG kann helfen, insbesondere wenn die Ereignisse zunächst als Krampfanfälle eingeordnet wurden.
  • genetische Diagnostik (Paneldiagnostik/Exom je nach Setting) zur Sicherung einer hereditären Hyperekplexie und zur Beratung.
  • je nach Situation ergänzend: Bildgebung/Labor, um andere Ursachen auszuschließen.

Behandlung von Hyperekplexie

Die Behandlung richtet sich nach Form und Schweregrad und wird ärztlich festgelegt.

medikamentöse Behandlung (Hyperekplexie Behandlung):

  • Bei der hereditären Hyperekplexie gilt Clonazepam (ein Benzodiazepin) häufig als wirksamstes Standardmedikament. In der Literatur wird eine gute Symptomkontrolle in vielen Fällen beschrieben.
  • Alternativen oder Ergänzungen können je nach Einzelfall erwogen werden (z. B. andere Benzodiazepine). Eine konkrete Auswahl und Dosierung ist individuell und wird von medizinischem Fachpersonal getroffen.

Akutmaßnahmen/Alltag:

  • Bei Säuglingen mit tonischen Steifheitsattacken kann ein spezielles Beugemanöver (Vigevano‑Manöver) die Episode manchmal rasch unterbrechen (forcierte Beugung von Kopf und Beinen Richtung Rumpf). Dieses Manöver sollte ausschließlich nach ärztlicher Anleitung erlernt und angewendet werden.
  • Sturzprophylaxe (z. B. Anpassung der Umgebung, ggf. Schutzmaßnahmen) kann bei Betroffenen mit Sturzereignissen sinnvoll sein.
  • Bei Fütterproblemen/Aspiration: neuropädiatrische Betreuung und ggf. Schluckdiagnostik sowie unterstützende Maßnahmen.

Verlauf, Dauer und Prognose bei Hyperekplexie

Bei der klassischen konnatalen/kongenitalen Form ist der Beginn meist kurz nach der Geburt. Die dauerhafte Muskelsteife im Wachzustand nimmt bei vielen Betroffenen im Verlauf des ersten Lebensjahres ab. Die übersteigerte Schreckreaktion kann jedoch länger bestehen und variabel ausgeprägt bleiben. In seltenen Fällen tritt sie auch erst im Kindes-, Jugend- oder Erwachsenenalter deutlich in Erscheinung. Entscheidend für Prognose und Alltagseinschränkung sind Häufigkeit/Schwere der Episoden, Sturzereignisse und Atemprobleme (im Säuglingsalter).

Mögliche Komplikationen sind Verletzungen durch Stürze, Atem‑/Fütterprobleme und bei Neugeborenen in schweren Fällen auch lebensbedrohliche Atemaussetzer oder andere schwere Atemkomplikationen. Bei leitliniennaher Diagnostik und Behandlung ist die Erkrankung in vielen Fällen gut kontrollierbar.

Häufige Fragen zu Hyperekplexie

Was ist Hyperekplexie?
Hyperekplexie ist eine seltene neurologische Erkrankung mit übersteigerter, nicht nachlassender Schreckreaktion auf unerwartete Reize und – je nach Form – kurzer generalisierter Steife.

Wie erkennt man Hyperekplexie bei Neugeborenen?
Typisch sind eine auffällige Muskelsteife im Wachzustand und starke, durch Reize auslösbare Schreck‑/Steifheitsattacken. Weil dies Anfälle nachahmen kann, ist eine neuropädiatrische Abklärung wichtig.

Ist Hyperekplexie gefährlich?
Sie kann gefährlich werden, wenn es zu Atemaussetzern im Säuglingsalter oder zu Stürzen mit Verletzungen kommt. Bei entsprechenden Warnzeichen ist rasch ärztliche Hilfe erforderlich.

Welche Ursachen hat Hyperekplexie?
Die klassische erbliche Form wird meist durch genetische Veränderungen verursacht, die die hemmende glyzinerge Signalübertragung im Nervensystem stören.

Wie läuft die Diagnose von Hyperekplexie ab?

Sie stützt sich auf typische Auslöser, neurologische Untersuchung, die Abgrenzung zu Epilepsie (ggf. Video‑EEG) und häufig eine genetische Testung.

Wie sieht die Hyperekplexie Behandlung aus?
Häufig wird Clonazepam eingesetzt; zusätzlich können Sicherheits‑ und Unterstützungsmaßnahmen (z. B. Sturzprophylaxe, Anleitung zu Akutmaßnahmen bei Säuglingen) wichtig sein.

Was bedeutet „konnatale Hyperekplexie“?
„Konnatal“ bzw. „kongenital“ bedeutet: von Geburt an vorhanden. Gemeint ist meist die klassische Form, die schon im Neugeborenenalter auffällt.

Verschwindet Hyperekplexie wieder?
Die ausgeprägte Steife in der frühen Kindheit kann bei vielen Betroffenen nachlassen. Die Schreckreaktion kann jedoch länger bestehen. Die Ausprägung ist individuell.

Quellen

Autor

Elisabeth Maußner ist studierte Journalistin und schreibt bei der ärzte.de MediService GmbH & Co. KG seit 2017 zu medizinischen Themen. Ihr Ziel: komplexe Zusammenhänge und wissenschaftliche Hintergründe einfach und für jeden verständlich auszudrücken. Die erfahrene Autorin hat bereits über 400 Artikel zu Gesundheits- und Medizinthemen verfasst, die u.a. auf aerzte.de, sanego.de und arzttermine.de veröffentlicht wurden.

Außerdem durfte sie Erfahrung beim Radio und beim Produzieren von Videos sammeln.

Persönlich interessiert sie sich insbesondere für Kinder- und Frauengesundheit, eine ausgewogene, intuitive Ernährung und die Digitalisierung im Gesundheitswesen.