Fareston

Fareston Patienteninformation

Fareston enthält als Wirkstoff Toremifen, ein Antiöstrogen. Fareston wird bei der Behandlung eineestimmten Form von Brusttumoren bei Frauen nach der Menopause angewandt.


Fareston darf nicht eingenommen werden:
- wenn Sie allergisch gegen Toremifen oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigeestandteile dieses Arzneimittels sind
- wenn Sie eine...

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In Fareston kommt folgender Wirkstoff zum Einsatz

Toremifen

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Fareston Patienteninformationen

Was ist Fareston und wofür wird es angewendet?
Fareston enthält als Wirkstoff Toremifen, ein Antiöstrogen. Fareston wird bei der Behandlung eineestimmten Form von Brusttumoren bei Frauen nach der Menopause angewandt.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Fareston beachten?

Fareston darf nicht eingenommen werden:
- wenn Sie allergisch gegen Toremifen oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigeestandteile dieses Arzneimittels sind
- wenn Sie eine vorbestehende Gebärmutterschleimhautverdickung haben
- wenn bei Ihnen schwere Leberfunktionsstörungen vorliegen.
- wenn die Registrierung der elektrischen Aktivitäten Ihres Herzens (Elektrokardiogramm, EKG)
eine angeborene oder eine andere erworbene Abweichung aufweist.)
- wenn Ihr Elektrolythaushalt gestört ist, insbesondere bei unbehandeltem Kaliummangel
(Hypokaliämie),
- wenn Sie einen extrem niedrigen Puls haben (Bradykardie),
- wenn Sie unter Herzinsuffizienz leiden,
- wenn Sie in der Vergangenheit Herzrhythmusstörungen hatten (Arrhythmie),
- oder wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die möglicherweise die Funktion Ihres Herzeneeinflussen (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von Fareston zusammen mit anderen Arzneimitteln”).
Dies ist wichtig, da Fareston die Funktion Ihres Herzens durch eine verlangsamte Bildung volektrischen Signalen beeinflussen kann (Verlängerung des QT-Intervalls).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Fareston einnehmen:
- wenn bei Ihnen ein schlecht eingestellter Diabetes vorliegt.
- wenn Sie sich in einem schlechten Allgemeinzustand befinden.
- wenn Sie in der Vergangenheit Verstopfungen der Blutgefäße, z. B. in Ihrer Lunge
(Lungenembolien) oder in den Venen Ihrer Beine (tiefe Venenthrombosen) gehabt haben
- wenn bei Ihnen , während der Einnahme von Fareston eine Herzrhythmusstörung auftritt. Ihr Arzird Ihnen möglicherweise raten, die Einnahme von Fareston zu beenden, und eineedizinischen Test zur Untersuchung der Funktion Ihres Herzens (EKG) durchführen. (siehbschnitt 2 „Fareston darf nicht eingenommen werden“).
- wenn Sie irgendeine Erkrankung des Herzens, einschließlich Brustschmerzen (Angina), haben.
- wenn Ihr Krebs sich auf die Knochen ausgebreitet hat (Knochenmetastasen), kann zu Beginn deehandlung ein erhöhter Kalziumgehalt im Blut auftreten. Ihr Arzt wird regelmäßigedizinische Untersuchungen vornehmen.
wenn Ihr Arzt Ihnen mitgeteilt hat, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmteuckern wie Lactose leiden (siehe Abschnitt 2 „Fareston enthält Lactose“).
Bei Ihnen sollten vor Beginn der Behandlung mit Fareston unnschließend mindestens einmal jährlich gynäkologische Untersuchungen durchgeführt werden. Wenie hohen Blutdruck, Diabetes, eine Hormonersatzbehandlung angewendet oder starkes Übergewicht
(BMI über 30) haben, wird Ihr Arzt regelmäßige medizinische Untersuchungen durchführen.

Einnahme von Fareston zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittengewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden. Bei einigen dieser Arzneimitteuss möglicherweise die Dosierung geändert werden, solange Sie mit Fareston behandelt werden. Teileie Ihrem Arzt insbesondere mit, wenn Sie irgendeins der folgenden Arzneimittel anwenden:
- Entwässerungsmittel (thiazidartige Diuretika),
- blutgerinnungshemmende Mittel (Warfarin),
- Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie (Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital),
- Arzneimittel gegen Pilzinfektionen, z.B. Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol, Posaconazol,
- Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen (Antibiotika) wie Erythromycin,
Clarithromycin und Telithromycin,
- Arzneimittel zur Behandlung von Virusinfektionen wie Ritonavir und Nelfinavir.
Wenden Sie Fareston nicht zusammen mit folgenden Arzneimitteln an, da sonst ein erhöhtes Risiko füeränderungen Ihres Herzschlages besteht (siehe Abschnitt 2 „Fareston darf nicht eingenommeerden“):
- Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (Antiarrhytmika) wie Chinidin,
Hydrochinidin, Disopyramid, Amiodaron, Sotalol, Dofetilid und Ibutilid,
- Arzneimittel zur Behandlung mentaler Störungen bzw. von Verhaltensstörungen (Neuroleptika) wihenothiazin, Pimozid, Sertindol, Haloperidol und Sultoprid,
- Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen (antimikrobielle Mittel) wie Moxifloxacin,
Erythromycin (Infusionslösung), Pentamidin, und Malariamittel (insbesondere Halofantrin),
- Arzneimittel zur Behandlung von Allergien wie Terfenadin, Astemizol und Mizolastin),
- andere: Cisapride intravenöses Vincamin, Bepridil, Diphemanil.
Für den Fall eines Krankenhausaufenthaltes oder falls Ihnen neue Arzneimittel verschrieben werden,
weisen Sie Ihren Arzt bitte darauf hin, dass Sie Fareston einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Wenden Sie Fareston während der Schwangerschaft oder Stillzeit nicht an.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:
Die Einnahme von Fareston beeinträchtigt nicht Ihre Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr odeur Bedienung von Maschinen.

Fareston enthält Lactose
Fareston enthält Lactose (28.5 mg pro Tablette). Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel daher erst nacücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeiegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie ist Fareston einzunehmen?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrerzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die übliche Dosis beträgt eine 60-mg-Tablette, die 1-mal täglich einzunehmen ist. Fareston kann mider ohne Nahrungsmittel eingenommen werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Fareston eingenommen haben als Sie sollten
Setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem nächstgelegenen Krankenhaus ierbindung. Symptome einer Überdosierung können Schwindel und Kopfschmerzen sein.

Wenn Sie die Einnahme von Fareston vergessen haben
Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, nehmen Sie die nächste Tablette wie gewohnt bzw. verordnein. Bitte nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, um eine vergessene Tablette zu ersetzen. Falls Siehrere Einnahmen vergessen haben, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Arzt in Verbindung und befolgeie seine Anweisungen.

Wenn Sie die Einnahme von Fareston abbrechen
Die Behandlung mit Fareston sollte nur auf Anraten Ihres Arztes abgebrochen werden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt odepotheker.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, obwohl diese nicht beedem auftreten müssen.
Sehr häufige Nebenwirkungen (können mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Hitzewallungen, Schwitzeäufige Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Müdigkeit, Schwindel, Depression
- Übelkeit, Erbrechen
- Hautausschlag, Juckreiz, Wassereinlagerungen
- Gebärmutterblutungen, weißer Ausfluselegentliche Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Kopfschmerzen, Schlafstörung
- Gewichtszunahme, Verstopfung, Appetitlosigkeit
- Schwellung der Gebärmutterschleimhaut (Hypertrophie des Endometriums)
- Bildung von Blutgerinnseln, z. B. in der Lunge (Thrombose)
- Kurzatmigkeieltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
- Schwindelgefühl
- Bildung von Polypen in der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium)
- Anstieg der Leberenzyme (Transaminasen)
Sehr seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)
- Veränderungen in der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium), Gebärmutterkrebs,
- Haarausfall,
- vorübergehende Hornhauttrübung,
- gelbe Verfärbung der Haut und der Augäpfel (Gelbsucht)
Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit kann aufgrund der verfügbaren Daten nicht bestimmt werden)
- Niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen, welche für die Abwehr von Infektionen wichtig sind
(Leukopenie),
- niedrige Anzahl roter Blutkörperchen (Anämie),
- niedrige Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie),
- Leberentzündung (Hepatitis).
Bitte sprechen Sie sofort Ihren Arzt an, wenn Sie Folgendes feststellen:
- Anschwellen oder Druckgefühl in der Wade
- unerklärliche Kurzatmigkeit oder plötzliche Brustschmerzen
- Blutungen aus der Scheide oder Veränderungen des Scheidenausflusses.
Fareston kann bestimmte Abweichungen bei der Registrierung der elektrischen Aktivitäten Ihreerzens (Elektrokardiogramm, EKG) verursachen. Siehe Abschnitt 2 „Warnhinweise unorsichtsmaßnahmen“.

Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch füebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen aucirekt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungeelden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittelur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Fareston aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nicht meherwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wias Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz demwelt bei.
Datenquelle: European Medicines Agency
Stand der Informationen: Februar 2021

Laut Packungsbeilage können bei der Einnahme von Fareston folgende Nebenwirkungen auftreten

Sehr häufig  (>10%)

Hitzewallungen

Schwitzen

Häufig  (1 - 10%)

Übelkeit

Müdigkeit

Erbrechen

Schwindel

Juckreiz

Depression

Hautausschlag

Wassereinlagerungen

Gebärmutterblutungen

weißer Ausfluss

Gelegentlich  (0,1 - 1%)

Gewichtszunahme

Kurzatmigkeit

Kopfschmerzen

Appetitlosigkeit

Schlafstörung

Verstopfung

Schwellung der Gebärmutterschleimhaut

Endometrium

Bildung von Blutgerinnseln

Thrombose

Selten  (0,01 - 0,1%)

Schwindelgefühl

Bildung von Polypen in der Gebärmutterschleimhaut

Bildung von Polypen im Endometrium

Leberfunktionsstörungen

Anstieg der Leberenzyme

Leberfunktionsstörungen mit Anstieg der Leberenzy…

Sehr selten  (0 - 0,01%)

Haarausfall

Veränderungen in der Gebärmutterschleimhaut

Endometriumveränderungen

Gebärmutterkrebs

vorübergehende Hornhauttrübung

Gelbsucht

Nicht bekannt

Herzrhythmusstörungen

Anschwellen der Wade

Druckgefühl in der Wade

unerklärliche Kurzatmigkeit

plötzliche Brustschmerzen

Blutungen aus der Scheide

Veränderungen des Scheidenausflusses

QTc Intervallverlängerung

Veränderungen des Elektrokardiograms (EKG)

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