Sehr positiv fand ich die Athmosphäre der Praxis und die Freundlichkeit der Schwestern. Ich war mehrere Jahre lang während meiner Kindheit u
nd Jugend in Behandlung bei Fr. Botsch und fühlte mich dort menschlich auch gut aufgehoben (was ja nicht selbstverständlich ist für das Verhältnis von Kindern zu ihren Zahnärzten). Dafür gibt es ein dickes Plus.
Es gibt aber auch ein paar Dinge, die ich mit ein paar Jahren Abstand zu meiner Behandlung und ein bisschen mehr Arzterfahrung nachträglich bemängeln muss. Ich erinnere mich an sehr sehr lange Wartezeiten im Wartezimmer. Zu Spitzenzeiten habe ich dort vor einer Behandlung trotz Termin 2,5 Stunden warten müssen. Meiner Familie, die auch von Fr. Botsch behandelt wird/wurde, erging es nicht anders. Das war für mich ein Grund, den Arzt zu wechseln (vor allem, da ich nicht mehr praxisnah zur Schule ging und selbständig die Termine wahrnehmen wollte). Ich habe 2005 den Zahnarzt gewechselt und hab mich in die Behandlung im Studentenkurs der Jenaer Uni-Zahnklinik begeben. Die Bahndlungsdauer pro Sitzung ist dort zwar erheblich länger als gewöhnlich (da Studierende die Behandlun unter Anleitung durchführen und es immer wieder Absprachen gibt), aber insgesamt muss ich jetzt weniger Zeit für einen Termin einplanen, da keine Wartezeit von min. 1 Stunde dazukommt. Dort erhielt ich eine leider unschöne Eingangsdiagnostik durch die Stationsärztin. Mir wurden gleich darauf auf Anraten der kursleitenden Oberärztin 5 Füllungen erneuert, die kariös unterhölt waren, was nach Aussage der Oberärztin an der unzureichenden Verarbeitung der Füllungsabschlüsse lag. Man muss dazu sagen, dass ich von der Natur nicht mit den robustesten Zähnen ausgestattet worden bin und deswegen trotz regelmäßiger und zumindest subjektiv gründlicher Zahnpflege zu Karies neige. Zudem bin ich oft trotz zum Teil Karies lange Zeit völlig beschwerdefrei gewesen, was natürlich die Diagnose erschwert. Jedenfalls war die folgende Behandlung dennoch keine angenehme Erfahrung, da die Kariesherde so tief saßen, dass in 4 der 5 Fälle sukzessive und in mehreren Sitzungen gearbeitet werden musste, weil sonst die Gefahr bestanden hätte, die Nervhöhlen der Zähne zu eröffnen.
Dass Füllungen keine unendliche Haltbarkeit haben, ist mir bewusst, aber diese speziellen waren nur etwas über ein Jahr alt. Es handelte sich zum Teil um Amalgamfüllungen (die deutlich länger halten sollten) und zum Teil um Komposite-Füllungen. Ich vermute, dass letztere beim Aushärten an Volumen verloren haben und in der Folge nicht dicht waren.
Leider würde ich deshalb eher zu anderen Ärzten raten, was mir persönlich sehr leid tut, da ich das Team wirklich sehr nett fand.
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