In den Entlassungspapieren standen im Kapitel Anamnese Thesen, die nicht stimmen (die Anamnese ist ja nichts anderes, als das, was der Patie
nt auf einen Fragekatalog antwortet).
Ist die Anamnese falsch, was jeder Patient, der sich noch daran erinnern kann, was er gesagt hat, zu 100% beurteilen kann, dann ist der Rest ziemlich fraglich. Auf die Anamnese, den Untersuchungen und den Laborwerten fußt ja bekanntlich die Diagnose.
Weiters wurde mir nie gesagt, was eigentlich an den Untersuchungen (EKG) so schlimm war, daß ein sofortiger Eingriff und intensivmedizinische Maßnahmen notwendig waren und was sich in den paar Tagen so gewaltig verändert hatte, daß ich als "geheilt" entlassen wurde.
Eine etwas bessere Aufklärung hätte sehr für Vertrauen gesorgt. So kann ich den rein textuellen Entlassungsbericht nur noch glauben oder anzweifeln. Letztlich hätte auch lediglich ein vorher/nachher EKG-Auszug im Abschlußbericht selbst den kritischsten Laien überzeugt (EKG sieht anders aus ==> Veränderung des Gesundheitsstatus). Beim Radiologen liegt dem Bericht ja auch ein Bildteil bei.
Wichtig: Die Tatsache, daß der Abschlußbericht rein textuell verfaßt ist, liegt nicht an der Ärztin, sondern an den Gepflogenheiten der Klinik.
Bewertet 7,4 von 10 Punkten