Conn-Syndrom

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Das Conn-Syndrom ist eine hormonelle Erkrankung der Nebennieren, bei der zu viel Aldosteron (Hormon) gebildet wird. Aldosteron steuert unter anderem den Salz- und Wasserhaushalt und beeinflusst dadurch den Blutdruck. Typisch ist ein dauerhafter Bluthochdruck, der sich manchmal trotz mehrerer Medikamente nur schwer einstellen lässt. Ein Teil der Betroffenen entwickelt zusätzlich einen niedrigen Kaliumspiegel (Hypokaliämie), der Beschwerden wie Muskelschwäche oder Herzrhythmusstörungen verursachen kann. Das Conn-Syndrom zeigt oft lange Zeit keine spürbaren Symptome und kann dennoch unbemerkt Herz, Gefäße und Nieren belasten. Die Diagnose erfolgt in mehreren Schritten: Zuerst werden Blutwerte als Suchtest bestimmt. Danach folgen spezielle „Bestätigungstests“, die prüfen, ob die Aldosteron-Überproduktion tatsächlich vorliegt. Je nach Ursache sind nach der Diagnose unterschiedliche Therapien denkbar, zum Beispiel die gezielte Gabe von Medikamenten oder auch eine Operation.

Community über Conn-Syndrom

Wir haben 13 Patienten Berichte zu der Krankheit Conn-Syndrom.

Prozentualer Anteil 17% 83%
Durchschnittliche Größe in cm165187
Durchschnittliches Gewicht in kg6498
Durchschnittliches Alter in Jahren 6172
Durchschnittlicher BMI in kg/m223,3327,71

Andere Bezeichnungen für die Krankheit Conn-Syndrom

Conn syndrom, Conn-Syndrom, Hyperaldosteronismus

Bei Conn-Syndrom wurde bisher über folgende Medikamente berichtet:

Medikament%% Bewertung (Durchschnitt)
Eplerenon15% 2
Inspra 15% 2
ACE-Hemmer8% 1
Nebilet8% 1

Bei Conn-Syndrom wurde bisher über folgende Wirkstoffe berichtet:

Wirkstoff%% Bewertung (Durchschnitt)
Eplerenon31% 4 (4 Bew.)
Enalapril8% 1 (1 Bew.)
Lisinopril8% 1 (1 Bew.)
Nebivolol8% 1 (1 Bew.)
Ramipril8% 1 (1 Bew.)
Captopril8% 1 (1 Bew.)

Fragen zur Kranheit Conn-Syndrom

alle Fragen zu Conn-Syndrom

Folgende Berichte von Patienten liegen bisher vor

Patienten Berichte über die Anwendung von Eplerenon bei Conn-Syndrom

⌀ Durchschnitt 6,0 von 10,0 Punkten

Eplerenon für Conn-Syndrom

Nachdem ich nun 75 mg pro tag einnehme , ist mein Blutdruck immer noch nicht optimal eingestellt ( im schnitt 150 zu 90 ), nehme auch noch 32 mg candaxiro . Ich habe nun den Eindruck, dass sich bei mir eine gewisse Herzschwäche entwickelt.

Eplerenon bei Conn-Syndrom

MedikamentWegen welcher KrankheitDauer der Einnahme
EplerenonConn-Syndrom5 Jahre

Beschreibung der Wirksamkeit und Nebenwirkungen:

Nachdem ich nun 75 mg pro tag einnehme , ist mein Blutdruck immer noch nicht optimal
eingestellt ( im schnitt 150 zu 90 ), nehme auch noch 32 mg candaxiro .
Ich habe nun den Eindruck, dass sich bei mir eine gewisse Herzschwäche entwickelt.

Eingetragen am  22.06.2023  als Datensatz 116576
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Bewertung der Medikamente durch den Eintragenden:

Eplerenon
Wirksamkeit
Verträglichkeit
Anwendung
Preis/Leistungs-Verhältnis
Empfehlung
Durchschnitt

Wirkstoffe der Medikamente:

Eplerenon

Patientendaten:

Geburtsjahr:1949 
Größe (cm):175  Eingetragen durch Patient
Gewicht (kg):66
Geschlecht: männlich

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Eingetragen am 22.06.2023
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⌀ Durchschnitt 4,2 von 10,0 Punkten

Eplerenon für Conn-Syndrom

Ich hatte ganz schlimme Nebenwirkungen. Ich bin sogar 2x deswegen in Krankenhaus gelandet. Ich hatte schlimme Ataxien und Myoklonien, zunächst hatte man sogar auf Epilepsie oder Hirnblutungen getippt. Ich habe zunächst Spironolacton genommen und dann zu Epeleron gewechselt. Monatelang habe ich...

Eplerenon bei Conn-Syndrom

MedikamentWegen welcher KrankheitDauer der Einnahme
EplerenonConn-Syndrom1 Monate

Beschreibung der Wirksamkeit und Nebenwirkungen:

Ich hatte ganz schlimme Nebenwirkungen. Ich bin sogar 2x deswegen in Krankenhaus gelandet. Ich hatte schlimme Ataxien und Myoklonien, zunächst hatte man sogar auf Epilepsie oder Hirnblutungen getippt. Ich habe zunächst Spironolacton genommen und dann zu Epeleron gewechselt. Monatelang habe ich unter ständigen Kopfschmerzen, Anfällen, und diversen Neurologischen Symptomen gelitten - keiner konnte eine Ursache finden. Auch im Krankenhaus nicht.
Erst als Durchfall und ständige Übelkeit dazu kamen und meine Nieren Werte und bestimmte Leukozyten auffällig wurden habe ich endlich im Internet einen Hinweis gefunden.
Das so gravierende Probleme auftauchen können war nirgends beschrieben.
Seit ich das Medikament nicht mehr nehme geht es mir jeden Tag besser. ENDLICH!

Eingetragen am  18.12.2019  als Datensatz 94247
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Bewertung der Medikamente durch den Eintragenden:

Eplerenon
Wirksamkeit
Verträglichkeit
Anwendung
Preis/Leistungs-Verhältnis
Empfehlung
Durchschnitt

Wirkstoffe der Medikamente:

Eplerenon

Patientendaten:

Geburtsjahr:1965 
Größe (cm):168  Eingetragen durch Patient
Gewicht (kg):65
Geschlecht: weiblich

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Eingetragen am 18.12.2019
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Patienten Berichte über die Anwendung von Inspra bei Conn-Syndrom

⌀ Durchschnitt 9,4 von 10,0 Punkten

inspra für Conn-Syndrom

Kalium Wert Ok keine Nebenwirkung wie bei Spirolakton (Brutsschmerzen)

inspra bei Conn-Syndrom

MedikamentWegen welcher KrankheitDauer der Einnahme
inspra Conn-Syndrom700 Tage

Beschreibung der Wirksamkeit und Nebenwirkungen:

Kalium Wert Ok keine Nebenwirkung wie bei Spirolakton (Brutsschmerzen)

Eingetragen am  28.08.2018  als Datensatz 85372
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Bewertung der Medikamente durch den Eintragenden:

inspra
Wirksamkeit
Verträglichkeit
Anwendung
Preis/Leistungs-Verhältnis
Empfehlung
Durchschnitt

Wirkstoffe der Medikamente:

Eplerenon

Patientendaten:

Geburtsjahr:1951 
Größe (cm):183  Eingetragen durch Patient
Gewicht (kg):92
Geschlecht: -

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Eingetragen am 28.08.2018
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⌀ Durchschnitt 8,6 von 10,0 Punkten

inspra für Conn-Syndrom mit keine Nebenwirkungen

Der Blutdruck ist in verbindung mit Amilorid 5 Mg ( Mono ) ohne HTC und jeweils morgens und abends 25 mg Inspra super eingestellt!

inspra bei Conn-Syndrom

MedikamentWegen welcher KrankheitDauer der Einnahme
inspra Conn-Syndrom360 Tage

Beschreibung der Wirksamkeit und Nebenwirkungen:

Der Blutdruck ist in verbindung mit Amilorid 5 Mg ( Mono ) ohne HTC und jeweils
morgens und abends 25 mg Inspra super eingestellt!

Eingetragen am  11.11.2012  als Datensatz 48788
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Die Nebenwirkungen dieses Beitrags wurden wie folgt zusammengefasst:

Bewertung der Medikamente durch den Eintragenden:

inspra
Wirksamkeit
Verträglichkeit
Anwendung
Preis/Leistungs-Verhältnis
Empfehlung
Durchschnitt

Wirkstoffe der Medikamente:

Eplerenon

Patientendaten:

Geburtsjahr:1951  Die Nebenwirkung ist behoben
Größe (cm):183  Eingetragen durch Patient
Gewicht (kg):95
Geschlecht: männlich

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Eingetragen am 11.11.2012
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Patienten Berichte über die Anwendung von ACE-Hemmer bei Conn-Syndrom

⌀ Durchschnitt 1,8 von 10,0 Punkten

ACE-Hemmer für Conn-Syndrom mit keine Nebenwirkungen

Wenn ein Patient Kalium-Mangel hat, sollte ihm keine ACE-Hemmer verschrieben werden, da 1. ohne Wirkung bei diesem Krankheitsfall (HYperaldosteronismus / Conn Syndrom) und 2. Gefahr einer Zungenschwellung als Nebenwirkung, siehe Beipackzettel. Der Hyperaldosteronismus wird unterschätzt, deswegen...

ACE-Hemmer bei Conn-Syndrom

MedikamentWegen welcher KrankheitDauer der Einnahme
ACE-HemmerConn-Syndrom7 Tage

Beschreibung der Wirksamkeit und Nebenwirkungen:

Wenn ein Patient Kalium-Mangel hat, sollte ihm keine ACE-Hemmer verschrieben werden, da 1. ohne Wirkung bei diesem Krankheitsfall (HYperaldosteronismus / Conn Syndrom) und 2. Gefahr einer Zungenschwellung als Nebenwirkung, siehe Beipackzettel.
Der Hyperaldosteronismus wird unterschätzt, deswegen laufen über 1 millionen Hypertonie Patienten,ohne richtige Diagnose und Behandlung herum. Denen kann durch eine OP geholfen (Entfernung eines Adenoms an der Nebenniere) werden, so das über 70% nach OP keine Medikamente mehr brauchen, oder nur noch ein Wirkstoff + niedrig dosiert und dann auch wirkt !!!
Jeder Hypertoniker sollte sein Kalium untersuchen lassen und die Hormone Aldosteron und Renin GLEICHZEITIG untersuchen lassen.Ein Renin/Aldosteronquotient über 30 ist ein Hinweis auf ein Hyperaldosteronismus.

Eingetragen am  01.03.2010  als Datensatz 22706
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Die Nebenwirkungen dieses Beitrags wurden wie folgt zusammengefasst:

Bewertung der Medikamente durch den Eintragenden:

ACE-Hemmer
Wirksamkeit
Verträglichkeit
Anwendung
Preis/Leistungs-Verhältnis
Empfehlung
Durchschnitt

Wirkstoffe der Medikamente:

Captopril, Enalapril, Lisinopril, Ramipril

Patientendaten:

Geburtsjahr:1971  Die Nebenwirkung ist behoben
Größe (cm):190  Eingetragen durch Patient
Gewicht (kg):100
Geschlecht: männlich

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Eingetragen am 01.03.2010
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Patienten Berichte über die Anwendung von Nebilet bei Conn-Syndrom

⌀ Durchschnitt 8,6 von 10,0 Punkten

Nebilet für Conn-Syndrom, Bluthochdruck, Conn-Syndrom mit Schlafstörungen, Impotenz, Verdauungsstörungen, Brustschmerzen, Stuhlveränderungen, Gynäkomastie

Nebilet: Gute Wirksamkeit mit moderater Pulssenkung während 22 Monaten. Heute trotz Dosisreduktion zu starke Pulssenkung auf 45-48 Schläge. Nebenwirkungen: Schlafstörungen, Potenz, Verdauungsprobleme, Enge in der Brust, starke Auswirkungen beim Ausdauersport. Heute: Therapie wird ersatzlos...

Nebilet bei Bluthochdruck, Conn-Syndrom; Aldactone bei Conn-Syndrom

MedikamentWegen welcher KrankheitDauer der Einnahme
NebiletBluthochdruck, Conn-Syndrom2 Jahre
AldactoneConn-Syndrom1 Jahre

Beschreibung der Wirksamkeit und Nebenwirkungen:

Nebilet: Gute Wirksamkeit mit moderater Pulssenkung während 22 Monaten. Heute trotz Dosisreduktion zu starke Pulssenkung auf 45-48 Schläge. Nebenwirkungen: Schlafstörungen, Potenz, Verdauungsprobleme, Enge in der Brust, starke Auswirkungen beim Ausdauersport. Heute: Therapie wird ersatzlos abgebrochen.

Aldactone: gute Wirkung und Verträglichkeit. Leichte Darmprobleme - Schmierstuhl. Grösste Nebenwirkung: starke Gynäkomastie mit Schmerzen in den Brustdrüsen (bin bald bereits B-Cup-Träger!). Blutdrucksenkung auf Normalwerte mit 100 mg Erhaltungsdosis pro Tag.

Eingetragen am  07.04.2009  als Datensatz 14456
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Die Nebenwirkungen dieses Beitrags wurden wie folgt zusammengefasst:

, , , , ,

Bewertung der Medikamente durch den Eintragenden:

Nebilet
Wirksamkeit
Verträglichkeit
Anwendung
Preis/Leistungs-Verhältnis
Empfehlung
Durchschnitt

Wirkstoffe der Medikamente:

Nebivolol

Patientendaten:

Geburtsjahr:1957  Die Nebenwirkung dauert an
Größe (cm):194  Eingetragen durch Patient
Gewicht (kg):115
Geschlecht: männlich

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Eingetragen am 07.04.2009
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Weitere Bezeichnungen, die zu Conn-Syndrom gruppiert wurden

Begleitmedi beim Conn-Syndrom, Conn-Syndrom (Hyperaldosteronismus), Conn-Syndrom mit Blutdruck von 160 zu 170, Conn-Syndrom mit Blutdruck von 160/270, Hyperadosteronismus, primärem Hyperaldosteronismus, primärer Hyperaldestoronismus

Klassifikation nach ICD-10

E26.0 Primärer Hyperaldosteronismus

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Conn-Syndrom Krankheit / Anwendungsgebiet - Wissen

Conn-Syndrom (primärer Hyperaldosteronismus) – Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlung

Das Conn-Syndrom ist eine hormonelle Erkrankung der Nebennieren, bei der zu viel Aldosteron (Hormon) gebildet wird. Aldosteron steuert unter anderem den Salz- und Wasserhaushalt und beeinflusst dadurch den Blutdruck. Typisch ist ein dauerhafter Bluthochdruck, der sich manchmal trotz mehrerer Medikamente nur schwer einstellen lässt. Ein Teil der Betroffenen entwickelt zusätzlich einen niedrigen Kaliumspiegel (Hypokaliämie), der Beschwerden wie Muskelschwäche oder Herzrhythmusstörungen verursachen kann. Das Conn-Syndrom zeigt oft lange Zeit keine spürbaren Symptome und kann dennoch unbemerkt Herz, Gefäße und Nieren belasten. Die Diagnose erfolgt in mehreren Schritten: Zuerst werden Blutwerte als Suchtest bestimmt. Danach folgen spezielle „Bestätigungstests“, die prüfen, ob die Aldosteron-Überproduktion tatsächlich vorliegt. Je nach Ursache sind nach der Diagnose unterschiedliche Therapien denkbar, zum Beispiel die gezielte Gabe von Medikamenten oder auch eine Operation.

Dieser Beitrag dient der medizinischen Orientierung und ersetzt keine ärztliche Diagnose. Eine(n) entsprechende(n) Arzt oder Ärztin finden Sie in unserer Arztsuche.

Definition: Was ist das Conn-Syndrom?

Das Conn-Syndrom ist eine Form des primären Hyperaldosteronismus, also eine Überproduktion an Aldosteron. „Primär“ bedeutet: Die Ursache liegt in den Nebennieren selbst. Die Nebennieren (kleine Drüsen oberhalb der Nieren) produzieren dabei autonom – also weitgehend unabhängig von ihrer normalen Steuerung – zu viel Aldosteron. Typisch sind:

  • niedriges Renin: Renin ist ein Hormon, das normalerweise die Aldosteron-Freisetzung mitsteuert.
  • hohes Aldosteron: Das führt in den Nieren zu Natrium- und Wasser-Rückhaltung (Volumenanstieg) und dadurch häufig zu Bluthochdruck.
  • In ausgeprägteren Fällen kommt es zu vermehrter Kaliumausscheidung über den Urin und damit zu Hypokaliämie (Kaliumarmut im Blut).

Andere Namen und medizinische Bezeichnungen des Conn-Syndroms

Gebräuchliche Synonyme und Bezeichnungen sind:

  • Primärer Hyperaldosteronismus (PHA)
  • Primary aldosteronism (PA) (englisch)
  • Aldosteron-produzierendes Adenom (APA): gutartiger Tumor der Nebennierenrinde als Ursache (Unterform)
  • (Idiopathische) bilaterale Nebennierenhyperplasie: beidseitige Vergrößerung/Überaktivität der Nebennierenrinde als Ursache (Unterform)

Womit das Conn-Syndrom verwechselt werden kann

Ein Conn-Syndrom wird häufig erst spät erkannt, weil sich der Bluthochdruck klinisch kaum von anderen Formen unterscheidet. Wichtige Abgrenzungen (Differenzialdiagnosen) sind:

  • essenzielle (primäre) Hypertonie: die häufigste Bluthochdruckform ohne einzelne klare Ursache.
  • sekundärer Hyperaldosteronismus: Aldosteron ist erhöht, aber als Reaktion auf eine andere Ursache (z. B. bestimmte Nierenerkrankungen oder Nierenarterienstenose); Renin ist dabei oft nicht unterdrückt.
  • andere hormonelle Ursachen von Hypertonie: z. B. Phäochromozytom (Katecholamin-Überproduktion), Cushing-Syndrom (Cortisol-Überproduktion).
  • seltene Störungen des Salzhaushalts: z. B. genetische Formen mit ähnlichen Labor-Konstellationen.

Symptome des Conn-Syndroms

Viele Betroffene haben über längere Zeit keine eindeutigen Beschwerden. Häufig stehen Folgen des Bluthochdrucks im Vordergrund.

Typische Zeichen und Beschwerden beim Conn-Syndrom

  • dauerhafter Bluthochdruck, teils schwer einstellbar (therapieresistent)
  • Beschwerden bei sehr hohen Blutdruckwerten (nicht spezifisch): z. B. Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen, Nasenbluten, Herzklopfen, Druckgefühl auf der Brust

Symptome bei zusätzlichem niedrigem Kalium (Hypokaliämie) (nicht bei allen Betroffenen)

Warnzeichen: wann rasch ärztliche Hilfe nötig ist

  • sehr hohe Blutdruckwerte mit starken Beschwerden (z. B. Brustschmerz, Luftnot, neurologische Ausfälle)
  • ausgeprägte Muskelschwäche, Lähmungsgefühl oder Herzstolpern/Herzrasen

Ursachen und Risikofaktoren des Conn-Syndroms

Beim Conn-Syndrom liegt eine Überproduktion von Aldosteron in der Nebennierenrinde vor. Häufige Ursachen/Unterformen sind:

  • Aldosteron-produzierendes Adenom (APA): meist einseitig; entspricht häufig einem Nebennierenadenom und kann operativ entfernt werden.
  • Bilaterale Nebennierenhyperplasie: beidseitige Überaktivität; wird meist medikamentös behandelt.

Seltener sind:

  • familiäre (genetische) Formen des primären Hyperaldosteronismus
  • sehr selten bösartige Nebennierentumoren mit Aldosteronproduktion

Risikokonstellationen, bei denen gezielt an ein Conn-Syndrom gedacht wird (Beispiele):

  • Bluthochdruck, der trotz mehrerer Medikamente schlecht kontrolliert ist
  • Bluthochdruck in Kombination mit Hypokaliämie (spontan oder unter Diuretika (harntreibenden Medikamenten)
  • Bluthochdruck mit Nebennieren-Zufallsbefund ("Inzidentalom", also ein zufällig in einer Bildgebung entdeckter Befund)
  • Bluthochdruck mit früh aufgetretenen Herz-Kreislauf-Komplikationen

Diagnose des Conn-Syndroms

Die Diagnostik erfolgt typischerweise mehrstufig.

1) Screening

Als Suchtest wird das Verhältnis von Aldosteron zu Renin im Blut bestimmt, der Aldosteron-Renin-Quotient (ARR). Ein erhöhter Quotient passt zu einem primären Hyperaldosteronismus.

Wichtig: Mehrere Blutdruckmedikamente können Aldosteron- oder Reninwerte beeinflussen. Deshalb ist vor der Blutabnahme häufig eine ärztlich geplante, vorübergehende Anpassung der Medikation nötig.

2) Bestätigungstest

Ein auffälliges Screening wird durch einen Bestätigungstest abgesichert. Häufig eingesetzt wird der:

  • Kochsalz-Infusionstest (Kochsalzbelastungstest): Über mehrere Stunden wird Kochsalzlösung infundiert; bei Gesunden sinkt Aldosteron deutlich ab, beim Conn-Syndrom bleibt es vergleichsweise hoch.
  • Captopril-Test: Einnahme eines Blutdruckmittels; anschließend wird mehrfach Blut abgenommen, um zu prüfen, ob Aldosteron wie erwartet abfällt.
  • Fludrocortison-Suppressionstest: Über mehrere Tage wird ein Cortison-ähnliches Medikament gegeben, meist mit definierter Salz-/Kaliumzufuhr; wiederholte Blutwerte zeigen, ob Aldosteron unterdrückt wird.

3) Subtyp-Diagnostik (unilateral vs. bilateral)

Ist ein primärer Hyperaldosteronismus gesichert, muss die Unterform bestimmt werden, weil sich daraus die Behandlung ableitet:

  • Bildgebung (meist CT/MRT der Nebennieren) zur Orientierung
  • Häufig zusätzlich die Nebennierenvenen-Blutentnahme (Adrenal Venous Sampling, AVS): Dabei wird über Katheter Blut aus den Nebennierenvenen entnommen, um die hormonelle Aktivität beider Seiten zu vergleichen. Das Verfahren hilft besonders, eine operativ behandelbare, einseitige Aldosteron-Überproduktion sicher zu erkennen.

Behandlung des Conn-Syndroms

Die Therapie richtet sich nach der Ursache/Unterform und verfolgt zwei Hauptziele: Blutdruck kontrollieren und Aldosteronwirkung blockieren, um Folgeerkrankungen zu verhindern.

Operative Behandlung

  • Bei einseitiger Aldosteron-Überproduktion (z. B. Adenom) ist die laparoskopische Entfernung der betroffenen Nebenniere (Adrenalektomie, „Schlüsselloch-OP“) häufig die Behandlung der Wahl.

Medikamentöse Behandlung

  • Bei beidseitiger Überproduktion (Hyperplasie) oder wenn keine Operation möglich/gewünscht ist, werden meist Mineralokortikoidrezeptor-Antagonisten eingesetzt (Medikamente, die die Wirkung von Aldosteron an seiner „Andockstelle“ – dem Mineralokortikoid-Rezeptor – vor allem in der Niere blockieren). Dazu zählen vor allem Spironolacton oder Eplerenon.
  • In bestimmten Situationen kann Amilorid (kaliumsparendes Diuretikum) eine Alternative oder Ergänzung sein.

Begleitmaßnahmen und Kontrollen

  • Regelmäßige Kontrollen von Blutdruck, Kalium und Nierenfunktion sind wichtig.
  • Je nach Ausgangslage werden weitere Blutdruckmedikamente kombiniert.
  • Lebensstilmaßnahmen (z. B. Salzreduktion, Gewichtsnormalisierung, Bewegung) können die Blutdrucktherapie unterstützen, ersetzen aber keine spezifische Behandlung des Conn-Syndroms.

Verlauf, Dauer und Prognose beim Conn-Syndrom

Ohne Behandlung ist das Conn-Syndrom mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen verbunden – auch dann, wenn zunächst kaum Beschwerden bestehen. Eine frühzeitige Diagnose ist deshalb wichtig.

Beeinflusst das Conn-Syndrom die Lebenserwartung?

Die Lebenserwartung hängt von vielen Faktoren ab. Darunter Alter, Blutdruckhöhe, Dauer bis zur Diagnose, Begleiterkrankungen und Unterform. Grundsätzlich gilt: Wird das Conn-Syndrom erkannt und gezielt behandelt (Operation oder spezifische Medikamente), lassen sich Blutdruck und Kaliumhaushalt oft deutlich verbessern und das Risiko für Folgeerkrankungen senken.

Kann das Conn-Syndrom geheilt werden?

  • Bei einseitiger Ursache ist eine Heilung bzw. langfristige Normalisierung der Hormonüberproduktion durch Operation häufig möglich.
  • Bei beidseitiger Ursache ist meist keine „Heilung“ im engeren Sinn möglich, die Erkrankung ist aber in der Regel gut behandelbar.

Häufige Fragen zum Conn-Syndrom

Welche Symptome hat das Conn-Syndrom?

Häufig besteht vor allem Bluthochdruck, oft ohne spezifische Beschwerden. Bei niedrigem Kalium können Muskelschwäche, Krämpfe, Verstopfung oder Herzrhythmusstörungen auftreten.

Wie wird das Conn-Syndrom diagnostiziert?

Typisch ist ein stufenweises Vorgehen: Screening über den Aldosteron-Renin-Quotienten, Bestätigungstest (z. B. Kochsalz-Infusionstest) und anschließend Subtyp-Diagnostik (Bildgebung und häufig Nebennierenvenen-Blutentnahme).

Was ist die Ursache vom Conn-Syndrom?

Meist liegt entweder ein einseitiges aldosteron-produzierendes Adenom oder eine beidseitige Nebennierenhyperplasie vor. Seltener gibt es genetische Formen.

Ist das Conn-Syndrom gefährlich?

Unbehandelt kann die dauerhafte Aldosteron-Überproduktion das Risiko für Herz-Kreislauf- und Nierenschäden erhöhen. Mit gezielter Therapie lässt sich dieses Risiko meist deutlich reduzieren.

Wie ist die Conn-Syndrom-Lebenserwartung?

Eine allgemeingültige Aussage zur Lebenserwartung ist nicht möglich. Entscheidend ist, ob die Erkrankung erkannt und konsequent behandelt wird und ob bereits Folgeerkrankungen vorliegen.

Welche Behandlung ist beim Conn-Syndrom üblich?

Bei einseitiger Ursache wird häufig operiert. Bei beidseitiger Ursache werden meist aldosteronhemmende Medikamente wie Spironolacton oder Eplerenon eingesetzt; zusätzlich können weitere Blutdruckmedikamente nötig sein.

Quellen

Elisabeth Maußner

Elisabeth Maußner ist studierte Journalistin und schreibt bei der ärzte.de MediService GmbH & Co. KG seit 2017 zu medizinischen Themen. Ihr Ziel: komplexe Zusammenhänge und wissenschaftliche Hintergründe einfach und für jeden verständlich auszudrücken. Die erfahrene Autorin hat bereits über 400 Artikel zu Gesundheits- und Medizinthemen verfasst, die u.a. auf aerzte.de, sanego.de und arzttermine.de veröffentlicht wurden.

Außerdem durfte sie Erfahrung beim Radio und beim Produzieren von Videos sammeln.

Persönlich interessiert sie sich insbesondere für Kinder- und Frauengesundheit, eine ausgewogene, intuitive Ernährung und die Digitalisierung im Gesundheitswesen.