Zu Beginn muss ich erst einmal sagen dass ich mit der Behandlung durch Herr Dr. Rückert sehr zufrieden bin. Das bei mir festgestellte Asthma
und der daraus resultierende permanente Husten hatte sich bereits 2 Wochen nach der Ersten Einnahme des Medikaments Novopulmon fast vollständig in Luft aufgelöst.
Ebenso bin ich mit dem Praxispersonal sehr zufrieden, sowohl bei der Terminvergabe als auch am Behandlungstag in der Praxis. Von Unfreundlichkeit keine Spur. Das alles sehr schnell gehen muss und keine Zeit für ein Kaffeekränzchen ist, man sich gehetzt vorkommt, ist wohl verständlich wenn das Wartezimmer permanent mit etwa 20 wartenden Patienten gefüllt ist, und noch zusätzlich andere Patienten vor den einzelnen Behandlungszimmern warten die auch noch zwischen 7.30 Uhr und 17.00 Uhr behandelt werden wollen.
Sollte sich dennoch jemand unfreundlich behandelt gefühlt haben, so ist dies aus meiner Sicht und den Erlebnissen bei diversen Ärzten durchaus verständlich. Bei dem Benehmen und Auftreten mancher Patienten die bei der Anmeldung in verschiedenen Praxen vor mir in der Reihe standen, kann ich es durchaus verstehen dass nicht jede Arzthelferin da ruhig bleiben kann und außerdem muss man sich als MENSCH nicht alles gefallen lassen, nur weil der Gegenüber mich für meine Arbeit bezahlt. Da hätte ich nicht soviel Geduld und wäre ich die Arzthelferin, hätte ich bei so einigen gegen das 2. und 5. Gebot der Bibel verstoßen sowie die 4. Todsünde.
Auf einen Termin habe ich lediglich 1 Monat gewartet, was nicht sehr lange ist wenn man bedenkt dass die Dres. Rückert und Rolke die einzigen Pneumologen in den Kreisen Aschaffenburg, Miltenberg und Main-Spessart sind. Also für 430.000 Menschen von den geschätzte ca. 20 % - was einer Zahl von 86.000 Person entspricht - Lungenprobleme oder Allergien haben die behandelt werden müssen, sind 2 Ärzte zuständig.
Selbst wenn nur ein Teil dieser geschätzten Zahl an Patienten in diese Praxis gehen würde, wäre es eine enorme Anzahl an Personen. Als kleiner "Vergleich" und zur Verdeutlichung der Problematik: Ich komme aus Obernburg. Alleine hier gibt es drei 3 Zahnärzte. Somit existieren hier mehr Zahnärzte für 8.500 Einwohner eines kleinen Ortes, als Pneumologen für geschätzte 86.000 Patienten aus 3 Landkreisen.
Der Gesamte Aufenthalt in der Praxis dauerte etwa 4 Stunden, was angesichts dieser Zahlen ebenfalls nicht sehr lange ist und womit ich schon im Voraus gerechnet hatte. Generell ist bei Fachärzten mit längerer Wartezeit zu rechnen, es sind ja schließlich KEINE Hausärzte.
Wer der Meinung ist, sterbenskrank zu sein und dem 2 - 3 Monate Wartezeit zu lange erscheinen, sollte vielleicht doch die Notfallambulanz des nächsten Krankenhauses aufsuchen.
Zudem sollte man sich dabei auch erst einmal an die eigene Nase greifen. Wer erst 6 Monate mit starkem Husten wartet, bevor er sich entschließt JETZT endlich einen Arzt aufzusuchen, darf sich nicht über zu lange Wartezeiten beschweren, "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben". Dies nur als Anmerkung auf das Verhalten eines Arbeitskollegen.
Man wartet ja schließlich auch keine 3 Monaten auf einen Termin in einer Chirurgischen Praxis, wenn man sich Zuhause oder bei der Arbeit schwere und stark blutende Schnittwunden zugezogen hat, die nicht ohne einen chirurgischen Eingriff aufhören zu bluten.
Ebenfalls entzieht es sich meinem Verständnis - aus einer Bewertung des Herr Dr. Rolke - im Zusammenhang mit einer Arztpraxis die Wörter "Kunde" und "Dienstleistung" zu verwenden.
Man ist PATIENT, aus dem lateinischen "der Geduldige, der Aushaltende, der Ertragende" und nicht "der Ungeduldige, der Jammernde, der sich ewig Beschwerende".
Kunde bin ich wenn, z.B. ein Klempner zuhause bei mir Rohre oder ein Elektriker Kabel verlegt.
Die Behauptung der Abzocke wegen einer Untersuchung, die wichtig ist, und mit lediglich 20 € Eigenanteil getragen werden muss, ist ebenfalls absurd. Da stellt sich die Frage was wichtiger ist: 20 € zu sparen oder die Gesundheit? Zum Vergleich: Die "enorm hohe" Summe von 20 € ist natürlich total übertrieben im Vergleich zu z.B. einem Zahnersatz der ohne Zusatzversicherung schnell in einen hohen vierstelligen Eurobetrag ausufern kann, der - das versteht sich ja von selbst- ebenfalls aus eigener Tasche gezahlt werden muss.
Zum Abschluss und all den Beschwerden bleibt mir nur noch eins zu sagen. Wer seinem Gegenüber mit Respekt, Anstand und Verständnis begegnet, wird auch dementsprechend behandelt. Wer dieser Tugenden nicht mächtig ist, braucht sich auch nicht darüber zu beschweren wenn er ebenso "schlecht" behandelt wird, frei nach dem Motto "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus".
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