Javlor

Javlor Patienteninformation

Javlor enthält den Wirkstoff Vinflunin. Vinflunin gehört zu den sogenannten VincaAlkaloiden, die als Arzneimittel gegen Krebserkrankungen eingesetzt werden. Diese Arzneimittel beeinflussen das Wachstum von Krebszellen durch Verhinderung der Zellteilung, was zum Tod von Tumorzellen führt (Zytotoxizität).

Javlor wird eingesetzt, um fortgeschrittene oder metastasierende Krebserkrankungen...

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MedikamentHäufigkeitBewertung (Durchschnitt)
Vinflunin (Javlor)100% (1 Bew.)

In Javlor kommt folgender Wirkstoff zum Einsatz

Vinflunin

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Javlor Patienteninformationen

WAS IST JAVLOR UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?


Javlor enthält den Wirkstoff Vinflunin. Vinflunin gehört zu den sogenannten VincaAlkaloiden, die als Arzneimittel gegen Krebserkrankungen eingesetzt werden. Diese Arzneimittel beeinflussen das Wachstum von Krebszellen durch Verhinderung der Zellteilung, was zum Tod von Tumorzellen führt (Zytotoxizität).

Javlor wird eingesetzt, um fortgeschrittene oder metastasierende Krebserkrankungen des Blasen- und Harnsystems zu behandeln, wenn eine vorangegangene Therapie mit platinhaltigen Arzneimitteln nicht mehr wirksam ist.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON JAVLOR BEACHTEN?



Javlor darf nicht angewendet werden,


- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff (Vinflunin) oder andere VincaAlkaloide (Vinblastin, Vincristin, Vindesin, Vinorelbin) sind,
- wenn Sie eine schwere Infektion hatten (innerhalb der letzten 2 Wochen) oder derzeit haben,
- wenn Sie stillen,
- wenn die Anzahl Ihrer weißen Blutzellen und/oder Blutplättchen zu niedrig ist.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Javlor ist erforderlich:

Informieren Sie Ihren Arzt,
- wenn Sie Leber-, Nieren- oder Herzprobleme haben,
- wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, die im Abschnitt „Bei Anwendung von Javlor mit anderen Arzneimitteln“ aufgeführt sind,
- wenn Sie an Verstopfung leiden, oder wenn Sie mit Schmerzmitteln (Opioiden) behandelt werden, oder wenn Sie an einer Krebserkrankung der Bauch-/Unterleibsregion erkrankt sind oder in der Bauch-/Unterleibsregion operiert worden sind,
- wenn Sie ein Kind zeugen möchten (siehe unten „Schwangerschaft, Stillzeit und Fruchtbarkeit“).

Vor und während Ihrer Behandlung wird Ihr Blutbild regelmäßig kontrolliert, da eine Abnahme der Anzahl der Blutzellen eine sehr häufige Nebenwirkung von Javlor ist. Javlor ist nicht für Kinder bestimmt.

Bei Anwendung von Javlor mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden bzw. vor kurzem eingenommen oder angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige oder pflanzliche Arzneimittel handelt.

Informieren Sie Ihren Arzt insbesondere, wenn Sie Arzneimittel anwenden, die einen oder mehrere der folgenden Wirkstoffe enthalten:
- Ketoconazol und Itraconazol, angewendet zur Behandlung von Pilzinfektionen,
- Ritonavir, angewendet zur Behandlung einer HIVInfektion,
- Doxorubicin und pegyliertes liposomales Doxorubicin, angewendet zur Behandlung bestimmter Krebsarten,
- Rifampicin, angewendet zur Behandlung von Tuberkulose oder Meningitis,
- Pflanzliche Präparate mit Johanniskraut (Hypericum perforatum), angewendet zur Behandlung leichter oder mittelschwerer Depressionen. Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn Sie Grapefruitsaft trinken.

Sie erhalten möglicherweise Abführmittel zur Vermeidung von Verstopfung, einer sehr häufigen Nebenwirkung von Javlor. Sie sollten zusätzlich Wasser trinken und ballaststoffreiche Nahrung zu sich nehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, falls Sie schwanger sind oder meinen schwanger zu sein. Sie sollten nicht mit Javlor behandelt werden, wenn sie schwanger sind, außer wenn dies unbedingt erforderlich ist.

Wenn Sie eine Frau oder ein Mann im zeugungsfähigen Alter sind, sollten Sie während der Behandlung mit Javlor und in den drei Monaten nach der letzten Gabe von Javlor wirkungsvolle empfängnisverhütende Maßnahmen ergreifen. Wenn Sie ein Kind zeugen möchten, bitten Sie Ihren Arzt um Rat. Es wird empfohlen, sich vor der Therapie über die Möglichkeit einer Spermakonservierung beraten zu lassen.

Während der Behandlung mit Javlor dürfen Sie nicht stillen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Die möglichen Auswirkungen von Javlor auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen wurden nicht untersucht. Wenn Sie häufige Nebenwirkungen wie Benommenheit oder Ohnmacht (Synkope) verspüren, dürfen Sie sich nicht am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen, weil Ihre Konzentrationsfähigkeit und Ihr Reaktionsvermögen beeinträchtigt sein können.

WIE IST JAVLOR ANZUWENDEN?



Dosierung

Die übliche Dosis beim Erwachsenen beträgt 320 mg Javlor/m² Körperoberfläche (wird durch den Arzt unter Berücksichtigung Ihres Körpergewichts und Ihrer Größe errechnet). Die Behandung findet alle drei Wochen statt.

Ihr Arzt wird die JavlorDosis unter Berücksichtigung Ihres Alters und Ihres körperlichen Zustandes sowie in bestimmten Situationen anpassen:
- wenn Sie zuvor eine Bestrahlung des Beckens erhalten haben,
- wenn bei Ihnen bestimmte Nebenwirkungen auftreten,
- wenn Sie mittelschwere oder schwere Nierenprobleme haben,
- wenn Sie Leberprobleme haben.

Wie Javlor angewendet wird

Javlor wird Ihnen von medizinischem Fachpersonal als 20-minütige intravenöse Infusion (tropfenweise Gabe in Ihre Vene) gegeben. Javlor ist ein Konzentrat, das vor Anwendung verdünnt werden muss.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann Javlor Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Nebenwirkungen treten mit unterschiedlichen Häufigkeiten auf, die folgendermaßen definiert sind:

sehr häufig: mehr als 1 Anwender von 10

häufig: 1 bis 10 Anwender von 100

gelegentlich: 1 bis 10 Anwender von 1.000

selten: 1 bis 10 Anwender von 10.000

sehr selten: weniger als 1 Anwender von 10.000

nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Sehr häufig

- Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen
- Verstopfung, Durchfall
- Entzündung der Mundschleimhaut
- Müdigkeit, Muskelschmerzen
- Gewichtsabnahme, Appetitverlust
- Haarausfall
- Schmerzen an der Injektionsstelle
- verminderte Anzahl der weißen Blutkörperchen (Neutropenie) oder der roten Blutkörperchen (Anämie) oder der Blutplättchen
- Fieber

Häufig

- Fieber in Verbindung mit einer Infektion, Schüttelfrost, übermäßiges Schwitzen
- Allergie, Dehydrierung (starker Wasserverlust), Kopfschmerzen, Hautreaktionen, Juckreiz
- Verdauungsprobleme, Darmlähmung, Schmerzen im Mundbereich und an der Zunge, Zahnschmerzen, Veränderungen des Geschmacksempfindens
- Muskelschwäche, Kieferschmerzen, Schmerzen in den Gliedmaßen, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, muskuläre Schmerzen, Knochenschmerzen
- Benommenheit, Schlaflosigkeit, Störungen des Nervensystems, Bewusstlosigkeit
- Schwierigkeiten bei Körperbewegungen oder mit dem Tastsinn
- Beschleunigter Herzschlag, erhöhter Blutdruck, verminderter Blutdruck, Venenthrombosen
- Atemschwierigkeiten, Husten, Schwellungen (Ödeme), Brustschmerzen

Gelegentlich

- Erhöhung der Leberenzyme
- den gesamten Körper betreffende Infektionen
- Sehstörungen, Trockenes Auge
- Trockene Haut, Hautrötungen
- Schwindel, Störungen der Muskelanspannung
- Herzinfarkt (Myokardinfarkt, Myokardischämie)
- akute Atemnot, Schmerzen im Hals/Rachenbereich, Zahnfleischerkankungen
- Nierenversagen
- Gewichtszunahme

Nach der Anwendung von Javlor wurden in manchen Fällen Veränderungen im Elektrokardiogramm beobachtet.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind. Falls erforderlich, kann Ihr Arzt die JavlorDosis verringern oder die Behandlung unterbrechen.

WIE IST JAVLOR AUFZUBEWAHREN?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett der Durchstechflasche nach „Verw. bis:“ und dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Sie gebeten werden, dieses Arzneimittel selbst zu lagern. Ausführliche Lagerbedingungen sind in dem Abschnitt beschrieben, der für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt ist.

Ungeöffnete Durchstechflasche:
Im Kühlschrank lagern (2°C - 8°C). In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Verdünnte Lösung:
Das verdünnte Arzneimittel sollte unmittelbar verwendet werden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Datenquelle: European Medicines Agency
Stand der Informationen: Dezember 2011

Laut Packungsbeilage können bei der Einnahme von Javlor folgende Nebenwirkungen auftreten

Sehr häufig  (>10%)

Haarausfall

Muskelschmerzen

Übelkeit

Durchfall

Verstopfung

Appetitverlust

Erbrechen

Müdigkeit

Fieber

Bauchschmerzen

Anämie

Schmerzen an der Injektionsstelle

Entzündung der Mundschleimhaut

Gewichtsabnahme

Neutropenie

verminderte Anzahl der Blutplättchen

Häufig  (1 - 10%)

Kopfschmerzen

Benommenheit

Brustschmerzen

Rückenschmerzen

Knochenschmerzen

Juckreiz

Störungen des Nervensystems

Husten

Gelenkschmerzen

Schmerzen in den Gliedmaßen

Muskelschwäche

Verdauungsprobleme

erhöhter Blutdruck

übermäßiges Schwitzen

Atemschwierigkeiten

Schüttelfrost

Schlaflosigkeit

Ödeme

beschleunigter Herzschlag

verminderter Blutdruck

Fieber in Verbindung mit einer Infektion

Allergie

Dehydrierung

Hautreaktionen

Darmlähmung

Schmerzen im Mundbereich

Schmerzen an der Zunge

Zahnschmerzen

Veränderungen des Geschmackempfindens

Kieferschmerzen

muskuläre Schmerzen

Bewusstlosigkeit

Schwierigkeiten bei Körperbewegungen

Schwierigkeiten mit dem Tastsinn

Venenthrombosen

Gelegentlich  (0,1 - 1%)

Schwindel

Gewichtszunahme

Schmerzen im Hals

trockene Haut

Myokardinfarkt

Sehstörungen

Nierenversagen

Hautrötungen

trockenes Auge

Erhöhung der Leberenzyme

den gesamten Körper betreffende Infektionen

Störungen der Muskelanspannung

Myokardischämie

akute Atemnot

Schmerzen im Rachenbereich

Zahnfleischerkrankungen

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